Kendrick Lamar hat viel vor

Die legendären N.W.A. machten in den späten Achtzigern den Namen Compton weltberühmt und zeichneten das Bild eines von Drogen, Gangs und Armut verseuchten Viertels. Nun ist Kendrick Lamar, 23-jähriger MC aus Comptown, angetreten, um das Image, dass man gemeinhin mit einem Rapper aus der Wiege des Gangsta-Rap verbindet, kompett umzukrempeln. Protegiert vom großen Dr. Dre, künstlerisch allerdings auf komplett anderen, eigenständigen Pfaden wandernd.

Kürzlich sprach er im Interview mit der Femme Fatale Mixshow von seinen  frühen Erfahrungen mit dem Tod und der Verantwortung, die er gegenüber seiner Generation verspüre. Viele seiner Freunde seien vor seinen Augen gestorben, was zu verarbeiten ihm bis heute schwerfalle. "I think nothing can get worse than just seeing death. I don’t like to speak on it a lot because it plays back in your head over and over again"

Er selber habe das Glück gehabt, in einer halbwegs intakten Familie aufzuwachsen und verspüre nun den Drang, den weniger privilegierten  Kids etwas von seiner positiven Energie zurückzugeben: "I feel it’s only right for me to, if I have some type of positive light, I can shed through my music however it comes for the city I’m gonna do that."

Dabei scheint er das Spider-Man-Credo, "Aus großer Kraft folgt große Verantwortung", wirklich verinnerlicht zu haben,  und mit seinem besonders aus lyrischer Sicht atemberaubenden Album "Section 80" (Review folgt in den nächsten Tagen) wird er dem Anspruch, das Sprachrohr seiner Generation zu verkörpern, mehr als gerecht.

Hier seht ihr das komplette Interview:

 

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