Bushido äußert sich zu Baba Saad

In einem Interview mit rap.de äußerte sich Bushido exklusiv zu der Trennung von Baba Saad und deren Vorgeschichte. So sagte der Berliner Rapper, dass der Rausschmiss von Saad sich schon sehr viel früher angedeutet und auch mit der Gesundschrumpfung des Labels ersguterjunge zu tun habe: „Das war die Zeit, in der es mit Kay One richtig losging und wo der richtig gut Platten verkauft hat und auch Fler sein Soloalbum rausgebracht hat. […] Da habe ich mich mit meinen Leuten im Büro hingesetzt und dann haben wir einfach mal einen Strich gezogen. Da haben wir mal geguckt, was investieren wir? Nicht nur an Geld, sondern auch an persönlicher Energie […] und ich habe zu meinem Mitarbeiter gesagt: Wirtschaftlich brauche ich das nicht mehr. Ein Saad-Album brauche ich schon gar nicht – nicht zur heutigen Zeit. […] Dann haben wir labelintern beschlossen, es wird kein SaadAlbum mehr geben, es wird kein Bizzy-Montana-Album mehr geben und die Chakuza-Verträge haben wir auch nicht mehr verlängert.“Vorangegangen waren laut Bushido aber auch mehrere Fehlversuche, ein Album von Saad zu veröffentlichen. So erklärte Bushido gegenüber rap.de, dass der Bremer MC vor einiger Zeit für mehrere Monate nicht auffindbar und anscheinend im Libanon gewesen sei und dann ein Album abgeliefert habe, das nicht den Vorstellungen des Labelchefs entsprochen habe: Saad ist dann wiedergekommen und meinte: ‚Wie sieht’s aus mit Album?‘, weil er hatte ja einen Vertrag bei mir. Ich so: ‚Ja klar, gerne.‘ Dann hat er ein Album gemacht und ich fand das Album Schrott. Dann habe ich ihn angerufen und gemeint: ‚Ganz ehrlich, ich feier das nicht unbedingt, ich würde Dir ans Herz legen, mach es doch noch mal!‘ […] Er hat sich dann nie wieder gemeldet bei mir, ich habe bestimmt ein Jahr lang nichts von ihm gehört und dann hat er dasselbe Album noch mal an uns geschickt und gemeint: ‚Das ist gut so‘. Das wollten wir aber nicht veröffentlichen.

Die Geschichte um die Körperverletzung mit der Bremer Kellnerin, die in der vergangenen Wochen durch den deutschen Blätterwald geisterte, war in diesem Zusammenhang also nur der Tropfen, der das Fass endgültig zum Überlaufen brachte. Bushido erklärte: „Irgendwann ruft mich Kay an und meint, Saad hätte ein Mädchen geschlagen und hat jetzt ’ne Anzeige am Laufen. Dann habe ich meinen Anwalt angerufen und ihn gebeten, das alles aufzulösen. Wir verzichten auch auf alle Ansprüche, die wir da haben und stellen den einfach frei. Ich will mit dem nichts mehr zu tun haben.
Das natürlich in der BILD-Zeitung zu sagen, habe ich nur deshalb getan, weil die Geschichte überhaupt erst mal in der BILD-Zeitung aufgetaucht ist und zweitens: Wie man in den Wald hineinschreit, so kommt’s auch wieder raus. Er hätte ja sein Ding machen können, aber er musste ja unbedingt bei diesem Auftritt sagen, ich würde nicht an seinen Schwanz rankommen und so. Das war einfach unnötig.

Versöhnliche Worte findet Bushido hingegen für seinen ehemaligen Widersacher sido. So sagte der Berliner, dass er gerne zur Premierenfeier des neuen sido-Films „Blutzbrüder“ eingeladen werden würde und bemitleide seinen ehemaligen AGGRO-Mitstreiter, der sich gerade mit den Menschen aus der Filmindustrie herumschlagen müsse. Dies sei eine Erfahrung, die er glücklicherweise schon hinter sich habe: „Ich bin froh, dass ich das alles mal erlebt habe, aber ich beneide sido gerade nicht und er meinte auch zu mir, dass das alles voll anstrengend ist. Ich hoffe sido lädt mich ein, zu seiner Premiere. Ich würde gerne kommen. ich bin da völlig unvoreingenommen und ich hoffe es läuft gut für ihn.

Das gesamte Bushido-Interview gibt es Ende April auf rap.de.

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