Jay-Z: Dubioser Champagner-Deal?

Rapper und der Alkohol, Teil 234.987.234: Während Snoop Dogg aufgrund seines Werbedeals für eine Alkopop-Marke ins Kreuzfeuer von Anti-Alkohol-Aktivisten geraten ist, deckte ein US-amerikanischer Buchautor nun die etwas zwielichtigen Geschäftsverbindungen von Jay-Z zum französischen Champagner-Hersteller Cattier  auf.Die Vorgeschichte hierzu: Im Juni 2006 löste Jay-Z bekanntlich alle Verbindungen zum Sekthersteller Louis Roederer Cristal, nachdem sich deren Manager despektierlich über die HipHop-Kultur geäußert hatte (wir berichteten). Jay Hova erwähnte die Marke daraufhin nicht mehr in seinen Songs und servierte sie auch nicht mehr in seinen „40/40“-Clubs.

Nur vier Monate später schien der Jiggaman jedoch bereits eine neue Luxus-Champagner-Marke gefunden zu haben: In seinem großen Comeback-Video zu „Show Me What You Got“ schwenkte Jay-Z eifrig die Gläser zu Sektflaschen namens Armand de Brignac aus dem Hause Cattier.
Nun behauptet allerdings Zack O’Malley Greenburg, der Autor einer bald auf den Markt kommenden Jigga-Biographie, dass Armand de Brignac erstens nur überteuerter Billig-Schampus sei und Jay Hova zweitens für sein wohlwollendes Product Placement über die Jahre hinweg an die vier Millionen Dollar erhalten habe.

In einem Auszug aus dem Buch „Empire State of Mind: How Jay-Z Went from Street Corner to Corner Office“, der auf der Website des Kulturmagazins The Atlantic erschien, stellt O’Malley Greenburg folgende Rechnung auf: Die Produktion einer Flasche Armand de Brignac koste angeblich lediglich 13 Dollar, der Verkaufspreis beträgt jedoch 225 Dollar. Insidern zufolge soll sich Shawn Carter anschließend den Profit von 212 Dollar brüderlich mit den beiden Firmen Cattier und Sovereign Brands teilen, die den Champagner herstellen und vertreiben. Bei 60.000 verkauften Flaschen pro Jahr entspräche das einem Anteil von über 4,2 Millionen Dollar. Außerdem soll Jay-Z für seine Dienste Aktien im Wert von 50 Millionen Dollar erhalten haben, berichtet der Insider.
Jigga bestreitet jedoch jegliche Geschäftsbeziehungen zu dem Sekthersteller. Mysteriöserweise ist der erwähnte Artikel mittlerweile jedoch von der Website von The Atlantic entfernt worden. Die Begründung: Der Text müsse nochmals überarbeitet werden, so die Redaktion.

Bereits Ende 2006 kursierten Gerüchte, nach denen Armand de Brignac identisch mit der Billig-Marke Antique Gold sein solle, nur eben in edlerer Verpackung. Dubioserweise kam Armand de Brignac auch erst eine Woche vor dem offiziellen Release von Jay-Zs „Show Me What You Got“-Video auf den Markt.

Weniger subtil ging dagegen Snoop Dogg vor. Der Rapper aus Long Beach, Kalifornien, war Teil einer umfassenden Werbekampagne zum Alkopop-Getränk Blast by Colt 45 aus dem Hause des Herstellers Pabst Brewing. Aus diesem Grund sieht sich Snoop heftiger Kritik von Seiten der Anti-Alkohol-Organisation The Marin Institute ausgesetzt.

Die Organisation forderte nun sogar den kalifornischen Senat auf, ein Verbot des Getränks zu erwirken. Tatsächlich debattiert der Kongress des US-Bundesstaats im Moment über ein Gesetz, das den Verkauf von Getränken untersagen soll, die gleichzeitig Koffein und Alkohol enthalten,  was auf Blast by Colt 45 zutrifft, das sowohl Koffein als auch 12,5 Prozent Alkohol enthält.

The Marin Institute
wirft Snoop außerdem vor, seine Popularität dafür zu nutzen, minderjährige Jugendliche zum Alkoholkonsum zu verführen. Ein Statement vom Doggfather liegt zur Stunde noch nicht vor.

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