Marc Ecko setzt sich für Schüler ein

Er engagierte sich schon für Graffiti, benachteiligte Kinder und Nashörner. Nun spricht sich HipHop-Modedesigner Marc Ecko auch gegen die Prügelstrafe für Schüler aus, die in 20 Bundesstaaten der USA noch immer legal ist.
Der 38-Jährige hat zu diesem Zweck die Kampagne „Unlimited Justice*“ ins Leben gerufen, die ein vollständiges Verbot des so genannten „paddlings“ erreichen möchte.Auf unlimitedjustice.com können sich User über die sozialen wie politischen Implikationen der Prügelstrafe informieren und sich gleichzeitig zum Teil der Bewegung machen. Wer Freunde auf die Seite aufmerksam macht, der „Unlimited Justice*“-Gruppe auf Facebook beitritt oder seinem Kongressabgeordneten schreibt, erhält Punkte, die ihn auf der kampagneneigenen Rangliste nach oben befördern.

„Think of Unlimited Justice* as a game, but instead of just scoring points you can have real influence in the realm of education reform”, heißt es dazu auf der Website. In einem dort einzusehenden Video begründet Ecko sein Engagement damit, er wolle vermitteln, für welche Werte seine Marke stehe: „You already know my brand’s value. But now you get to really understand my brand’s values.”

Die Prügelstrafe ist tatsächlich noch immer in 20 Bundesstaaten der USA legal, vor allem im Süden des Landes, wo sie auch noch praktiziert wird: Über 200.000 Schüler mussten in den letzten fünf Jahren körperliche Züchtigung durch ihre Lehrer erdulden, ob mit der flachen Hand, einem Gürtel oder einem echten Paddel aus Holz. Dies geht aus einer Statistik des US-amerikanischen Bildungsministeriums hervor. 20.000 betroffene Jugendliche benötigten nach einer solchen Strafaktion sogar medizinische Hilfe.

Die Kampagne erzielte unterdessen den ersten Erfolg: Wie US-amerikanische Tageszeitungen berichten, hat der Kongress von Texas am gestrigen Dienstag erstmals über ein Verbot der Prügelstrafe debattiert.

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