Birdman veröffentlicht Bücher

Bei Cash Money ist der Name wirklich Programm. Nicht nur dass man mit Künstlern wie Drake, Lil‘ Wayne und Nicki Minaj drei der gefragtesten Rapper an Bord hat, nein, neuerdings widmet man sich neben der Musik auch der Literatur als Einnahmequelle.Unter dem Namen „Cash Money Content“ (kurz CMC) veröffentlichte man bereits „Raw Law: An urban guide to criminal Justice„, ein Buch von einem Anwalt namens Muhammad Ibn Basier. Dieses Werk solle als Ratgeber für (Ex-)Häftlinge dienen, so CMC-Boss Birdman in einem Interview.
Justify my thug„, geschrieben von Wahida Clark, ist die nächste Veröffentlichung, die ansteht. Dazu weiß Bryan WIlliams, so Birdman aka Baby mit bürgerlichem Namen, zu sagen, dass er die Autorin für die Königin der Gangsterliteratur halte: (..) „she’s the queen of thug fiction. Her books are incredible. I have a whole collection. I reads them all the time.“ Seinem Englisch scheint diese Lektüre allerdings nicht bekommen zu haben!

Doch damit nicht genug.  So ließ der Ziehvater von Lil‘ Wayne verlauten, dass er das gesamte Werk von Ghetto-Kultautor Iceberg Slim aufgekauft habe und bei CMC neu herauszubringen wolle: „Bought the whole Iceberg Slim catalog. Every book he ever wrote„.

Iceberg Slim war bis zu seinem Tod 1992 ein sehr erfolgreicher, schwarzer Schriftsteller in den USA und dazu noch ein ehemaliger Zuhälter. Seine Bücher wurden mehr als 12 Millionen Mal verkauft, darunter die Autobiografie „Pimp„, die auch in Deutschland erschien. Nicht nur daran erkennt man, dass es Birdman ernst ist mit dem Einstieg in die Welt der Literatur, denn er ließ verlauten, in Zukunft mindestens fünf bis sechs Bücher pro Jahr veröffentlichen zu wollen.

Wollen wir hoffen, dass das vielleicht den einen oder anderen Jugendlichen dazu bewegt, mal ein Buch zu lesen.

Auch 50 Cent kümmert sich um sein Geschäft und darum, die Marke G-Unit weltweit zu einer größeren Popularität zu verhelfen. Um seine zahlenden Schäfchen ins Trockene zu bringen, hat man im Hause G-Unit einen neuen Vertriebspartner für Europa gesucht und diesen auch gefunden.
Dabei handelt es sich um PIAS, das eines der größten Independentlabels Europas ist und seinen Hauptsitz in Brüssel hat. Weitere Büros befinden sich in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
Für das Vereinigte Königreich entschied man sich denn auch bei der Wahl des Standortes für ein neues G-Unit-Büro.

Wie 50 Cent bei all seinem Twittern, inklusive „lol“ und Tsunami-Witzen, noch dazu kommt, derartige Geschäfte abzuwickeln, ist uns ein Rätsel. Hoffentlich hat er während der Verhandlungen auch aufgepasst und nicht an seinem Smartphone rumgespielt. Lol.

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