Young Buck weiß von nichts

Hip Hop wird zweifelsohne erwachsen. Begann man damals noch aus dem Gedanken heraus zu battlen, um Gewaltakte zu vermeiden, erstatten die Rapper von heute lieber gleich seriös Anzeigen und ziehen vor Gericht.Dennoch gilt das natürlich nicht für alle und so dementierte G-Unit Mitbegründer und Ex-Mitglied  Young Buck, die Meldung, er wolle seinen Labelchef 50 Cent verklagen (wir berichteten).
Davon wisse er nichts und auch nicht davon, wie dieses Gerücht überhaupt erst habe aufkommen können, da er nicht vorhabe, irgendwen wegen irgendwas zu verklagen. So äußerte sich  Buck in einem Exklusivstatement gegenüber allhiphop.com, fügte aber nachdenklich hinzu, dass das vielleicht aber gar keine so üble Idee sei: „Where did that rumor come from?! I have not filed suit against anyone, although, maybe that’s not a bad idea…

Mal abgesehen von der inoffiziellen Nachricht, in der sohh.com behauptete, Fifty habe ihn eh längst aus seinem Vertrag entlassen,  ist der 29 Jährige Rapper aus Nashville zur Zeit wahrscheinlich viel zu beschäftigt, um einen komplizierten Rechtsstreit zu beginnen. Im selben Statement erläuterte der Musiker nämlich, dass er zwar Anfang der Woche Insolvenz angemeldet habe, dies aber nicht aus brokeness-Gründen tat, sondern nur um sich besser strukturieren zu können. Nun habe er aber sein Business wieder vollkommen im Griff:
„I was forced to file bankruptcy, not because I am broke. But because I have to get my finances back in order and deal with the contract situations I was in. Now I have a clean slate and full control over my own life and career.

Glaubt man seinem ehemaligen Manager Bruce Sekendorf, hätte sowohl dies, als auch die Razzia vor gut einem Monat in seinem Anwesen in Nashville, bei der auch zahlreiche Wertgegenstände beschlagnahmt wurden (wir berichteten), vermieden werden können. Laut seiner Aussage habe Buck von seinen  Finanzproblemen gewusst und nur Sekendorf habe er es zu verdanken, dass die Finanzbehörde nicht früher eingeritten sei.
Sekendorf gab an, noch am Tag, an dem er dann trotzdem von Young Buck entlassen wurde, diesem eine E-Mail geschrieben zu haben, in der stand, worauf er zu achten habe, damit nicht alles schiefgehe:
I totally knew what he owed the IRS and I was keeping them at bay. Buck let me go on or about March 15, 2010. Around that same day he retained [another] business manager/accountant…I sent an email [to the new person] saying David Brown owes this money to the IRS. You need to address immediately… I’m paraphrasing, but [I wrote] don’t ignore it, you need to attend to it.

Selbstgemachte Leiden also, doch wenn man dem als David Darnell Brown geborenen Ex-Partner von 50 Cent glauben schenken möchte, wendet sich ja nun alles zum besseren.

Selbiges erhofft man sich im jüngsten Gerichtsfall, den Hip Hop zu vermelden hat ebenfalls. So ist auf thisis50.com die Rede von einer ehemaligen Bad Boy Records Managerin, die ihren Ex-Chef Diddy nun in zweistelliger Millionenhöhe verklagt. Francesca Pero, die sich selbst in ihrem Anzeigentext als „51-year-old white woman“ bezeichnet, arbeitete von 1998 bis zum März dieses Jahres für das erfolgreiche Label, über das auch schon Biggie Smalls veröffentlicht hatte.

Aus dem Dokument geht hervor, dass sie und der bürgerlich als Sean Combs gemeldete New Yorker sich gestritten hatten, nachdem sie sich 2008 einer aufwendigen Hüftoperation unterziehen musste und wenig später rückfällig in ihrer Sucht nach Alkohol und verschreibungspflichtigen Medikamenten wurde.
Darauf habe der Labelchef unsympathisch reagiert und seitdem versucht, sie aus dem Unternehmen zu drängen. Endgültig ihre Sachen packen musste sie nun aber vor einem halben Jahr, da sie, so Puffy, „alt und unfähig“ geworden sei, weswegen er sie durch eine weitaus jüngere Dame ersetzte. Diese lasse aber die Fähigkeiten und Erfahrungen missen, die Pero sich selbst zuschreibt, weswegen sie den Hip Hop Mogul und das gesamte Management von Bad Boy auf zwölf Millionen US-Dollar Schadenersatz verklage, wegen Diskriminierung aufgrund einer Behinderung und wegen des Alters.

Kein allzu schönes Licht, dass auf den „Hello, Good Morning“ Star geworfen wird, gerade zu dem Zeitpunkt, wo sein neues Album „Night Train to Paris“ in den Startlöchern steht. Doch eins ist sicher: Auf Hip Hop spezialisierte Anwälte werden dieser Tage vorerst nicht arbeitslos.

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