Ricky Ross vs. Rick Ross

Das Image eines Rappers sehen viele als das wichtigste Karrierekriterium überhaupt an. Der Künstler muss für die Fans greifbar sein. Ähnlich wie ein Produkt, das beworben wird, muss er für bestimmt Eigenschaften, Einstellungen und Werte stehen, um Käuferschichten anzusprechen. Im Idealfall reicht die eigene Person als Image und deckt sich dann annähernd mit der Rapperpersönlichkeit. „Keep it real“ eben. Da dies aber bei vielen Rappern allerdings nicht viel hermachen würde, greifen viele Rapper zum Hilfsmittel der Image-Erfindung. Blöd nur, wenn dieser Schwindel irgendwann auffliegt und der krasse Gangsterrapper irgendwann mal ein einfacher Gefängniswärter war. Noch blöder, wenn sich dann auch noch der Typ meldet, von dem nicht nur Image sondern auch der Name geklaut sind, und berechtigterweise auf sofortige Unterlassung  der Namensnutzung klagt.Wir wir ja bereits letzte Woche berichteten hat der Ex-Polizist und Lieblingsfeind von 50 Cent, William Roberts aka Rick Ross derzeit nämlich Stress mit dem echten Rick Ross aka Freeway Ricky Ross. Dem Rick Ross also, der ein riesiges Drogenimperium aufgebaut hatte und dafür über 20 Jahre ins Gefängnis ging. Dieser Rick Ross hat nämlich etwas dagegen, dass jemand ohne Erlaubnis mit seinem Namen und seinem Image so viel Geld macht. Verständlich.
Gegenüber dem Hip Hop Magazin XXL beklagte er schon vor einem Monat, dass es ihm unangenehm sei, wenn er ständig in der Öffentlichkeit erklären müsse, dass er der wahre, der echte Rick Ross sei, nur weil sein Imitat populärer wäre.

„I just want my name back. I don’t want to have to be ‚the real Rick Ross.‘ When I go places I have to explain to people that I am the real one because Def Jam has put him on TV and now people recognize him. It causes a conflict.“

Nun nehmen die Unternehmungen des Ex-Drogenbosses zur Verteidigung seines Namens langsam auch handfestere Züge an. So plant er, das Erscheinen des Albums „Teflon Don“ des Rappers aus Florida zu blockieren zu wollen, teilte ein Sprecher der Website allhiphop.com mit. Sollte der Rapper weiterhin den Namen „Rick Ross“ verwenden, dessen Bedeutung und Größe hart erkämpft wurde, wird er sich eine einstweilige Verfügung einhandeln. Dies sei auch ganz und gar kein Promomove. Freeway Ricky Ross will dieses Album stoppen.

„If William Roberts attempts to use the ‚Rick Ross‘ name that he spent years earning and spending time in prison to uphold, he will be met with an injunction. Simple as that. This is not a publicity stunt, a game or a hoax, to sell some Rick Ross albums, as some have suggested. In fact, [Freeway] Rick Ross intends to halt the release of any Summer 2010 ‚Rick Ross‘ album.“

Damit wird die Luft für Rick Ross wohl langsam ein wenig knapp und die ganze Lächerlichkeit dieser Image Geschichte bringt auch Freeway Rick Ross´s Neffe, der Rapper Slim da Mobster gegenüber Hiphop.dx noch einmal auf den Punkt. Ein Polizist, der sich mit den fremden Federn eines Gangster schmückt um kredibiler zu sein, das sei einfach nur lustig.

“So for me, it just be funny when I hear a n*gga use somebody that I actually know’s name and it comes to [known] for one, [Rick Ross] was a cop or a C.O., police, worker, whatever.”

Soviel also zum Rick Ross vs. Rick Ross Konflikt. Ein weiterer lange Zeit schwelender Konflikt war ja jener zwischen Game und Jay-Z. Zumindest von Game´s Seite aus hagelte es ständig Attacken. Damit ist es seit einem Monat aber nun vorbei.

Dem Radiomoderator DJ Envy verriet Game nun auch, warum genau. So habe ihn Pharell einmal beiseite genommen und ihn davon überzeugt, mit den Streitigkeiten aufzuhören. Die Sticheleien gegen dessen Freund Jay-Z müssten endlich beendet werden. Schließlich würden die beiden Rapper sich im Inneren doch gegenseitig respektieren, für das was sie machen und Hova hätte doch auch keinerlei Probleme mit dem Blackwallstreet Boss. Diese Argumente reichten dann offenbar um den hitzköpfigen Game zum Friedensschluss zu bewegen.

Pharrell man, Pharrell pulled me to the side and he was like, ‚There’s only one thing that can’t happen,‘ he said, ‚you gotta stop those shots at Hov. Like, that’s my man and I talk to him and he really don’t understand your gripe with him, he don’t have no problems with you, and I think he respects what you do and I know for a fact that you respect what he does so, you know, nip that.‘ And I was like, aight, that’s fair. All’s fair, that’s it.“

Vielleicht sollte Pharrell auch hierzulande einmal zwischen einigen Streithähnen vermitteln.  Vielleicht kommen dann auch wieder alle angekündigten Acts zu den Festivals und müssen nicht „krankheitsbedingt“ passen. Hier jedenfalls das ganze Game Interview:

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