Lil Wayne ist Selbstmord-Beauftragter

Es kann schon ziemlich langweilig werden, wenn man so den ganzen Tag in seiner Zelle sitzt. Vor allem, wenn man als amerikanischer Rap-Superstar ein relativ schillerndes Leben gewohnt ist. Lil Wayne, aktuell wegen illegalem Waffenbesitz inhaftiert, ging es wahrscheinlich ähnlich, nun hat er aber Gefängnis intern eine erfüllende Aufgabe gefunden: die des Selbstmord-Beauftragten.

Wie seine Ex-Lebensabschnittspartnerin Antonia "Toya" Johnson dem "Us Magazine" berichtete, soll der Rapper darauf achten, dass seine suzidgefährdeten Mitinsassen sich nicht das Leben nehmen. Nach Aussage seiner ehemaligen Ehefrau mache ihm diese Aufgabe sehr viel Spaß, auch wenn die Vergütung natürlich nicht mit den Musik-Einnahmen der Vergangenheit zu vergleichen sind: "Wayne has a job – they got him on suicide watch for other prisoners. He watches the crazy prisoners and makes sure they don’t kill themselves. He likes the job even though they don’t pay him much."

Wenn er gerade mal nicht arbeitet, bekommt Weezy übrigens auch prominenten Besuch. Zuletzt seinen "Zieh-Vater" und Labelchef Baby, wie dieser in einem Videostatement verkündete. So sei sein "Sohn" und HipHop-Kollege aus New Orleans und somit aus dem Holz geschnitzt, dass einen Knastaufenthalte unbeschadet überstehen lässt. Viel mehr über das Familientreffen wollte er aber wohl nicht preisgeben und schloss die Aufnahme lieber mit jeder Menge Selbstbeweihräucherung, wie wir sie aus der US-amerikanischen Rapszene kennen und lieben.

"He been locked down a month. Seven more to go. You know he’s built for that. We been around convicts and killers all our life. We from New Orleans. That’s what the No Ceilings shit is about. Paradise on Earth. That’s how we living. Shit. YM/CMB, we built to last. That’s what makes us. That’s what we built on. That’s just a nap. But when he comes home, best believe, big money poppin‘. Big money shit. Moolah!", so der Musiker.

Während Wayne also bereits seine Zeit hinter Gittern rumbringt, befinden sich andere erst auf dem Weg dahin – zum Beispiel Bounty Killer. Der Dancehall-Künstler wurde Anfang dieser Woche Berichten zufolge verhaftet, weil er seine Freundin körperlich angegriffen haben soll. Grund dafür, dass der Jamaicaner auf sie einschlug, war wohl, dass die Frau sich von ihm trennen wollte. Der Mann, der in der Vergangenheit bereits durch stark homophobe Texte auf sich aufmerksam machte, befindet sich aktuell in U-Haft. In der Gerichtsverhandlung, die laut sohh.com am 14. April stattfinden soll, wird Bounty Killer Aussagen seiner Anwältin zufolge auf unschuldig plädieren.

Ebenfalls vor dem Richter fand sich in letzter Zeit Coolio wieder. Der Rap-Veteran wurde im vergangenen Jahr wegen illegalem Drogenbesitz verhaftet und auf Bewährung freigelassen. Zu den Auflagen gehörten allerdings regelmäßige Urinkontrollen und die Teilnahme an einem Rehabilitationsprogramm. Zu diesem Fall wurde am Montag, dem 5. April, ein weiterer Gerichtstermin in Los Angeles angesetzt, zu dem der Drogen-Liebhaber allerdings nicht erschien. Daraufhin wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen. 

Einen Tag später tauchte der Flüchtige dann allerdings doch auf und entkam vorerst dem Gefängnis. Außerdem konnte er beweisen, dass er sich an seine Bewährungsauflagen gehalten hat. Trotzdem ist die Sache noch nicht gegessen: Sein nächster Gerichtstermin wird am 18. Januar 2011 stattfinden, zu dem er dann hoffentlich auch pünktlich erscheinen wird.