Rapper und Frauen

Rapper und Frauen. Ein Themenfeld, was Sexismus-Wächterinnen wie Alice Schwarzer aufhorchen und die ansonsten nicht immer ganz so emanzipative BILD-Zeitung urplötzlich zur moralischen Instanz mutieren lässt. Dass es jedoch nicht immer nur um Bitches, schnellen Sex und Gangbang-Parties in Hotelzimmern gehen muss, möchten wir Euch mit der folgenden Sammelnews zeigen.

Fangen wir mit sido an. Vor einigen Jahren nahm der noch den vielfach diskutierten "Arschficksong" auf, in dem er für die Frau schmerzhaften Analverkehr propagierte, da er es nicht leiden könne, wenn die Frau so "tut als wär’s cool". Mittlerweile scheint der Berliner weitestgehend geläutert und mit Doreen die Frau für’s Leben gefunden zu haben. Im Interview mit der "Bravo" verkündete der Rapper, er habe sich am Valentinstag mit der Blondine, die Sängerin bei der Popstars-Band "Nu Pagadi" war, verlobt.

Wortwörtlich sagte der Ex-Aggroberliner: "Ich war sehr aufgeregt. Das ist immerhin eine Entscheidung fürs Leben. Da muss man sich sicher sein. Ich hab ja schließlich keinen Bock auf Scheidung. Als wir 2009 in Las Vegas waren, wollte ich sie spontan heiraten, aber da hat Doreen noch abgelehnt. Sie möchte eine richtige Hochzeit. Jetzt hab ich’s noch mal probiert – einen schlichten Ring mit einem Diamanten besorgt, mir ein gutes Hemd angezogen und sie in unserer Wohnung zum Tanzen aufgefordert.

Geheiratet werden, soll allerdings erst im nächsten Jahr. Liiert ist das Paar bereits seit 2005.

Ebenfalls genug davon, knapp volljährige Groupies flachzulegen, hat offensichtlich Bow Wow. Der verkündete nämlich via Twitter, sich unsterblich in die als exzentrisch geltende Sängerin Erykah Badu verliebt zu haben. Der Blitz traf ihn wohl, als er sich ihr neues Musikvideo "Window Seat" anguckte. In dem Video zeigt sich die 40-Jährige nämlich bis auf die obligatorischen Zensur-verpixelungen komplett nackt. 

Neben dem innigen Wunsch, zehn Jahre älter zu sein, sprach der 23-Jährige außerdem darüber, was ihm die schöne Musikerin wohl alles beibringen könne. Träumen darf ja schließlich erlaubt sein: "I know she can put me up on game. i could learn from her. she a have me reading and learning sh*t about life im so down."

Abschließend kommen wir zu dem Mann aus Berlin, der die Fahne des Machotums trotz aller Frühlingsgefühle unbeirrbar weiter hochhält: Bass Sultan Hengzt. Der veröffentlichte in seinem MySpace-Blog nämlich die Mail einer "Miriam alias Madrina", die ihn für seine Line "Ich pack der Schlampe in ihr Glas, ein paar Komapillen" hart kritisierte. So sei es unverantwortlich von ihm, "die ganzen Spinner" mit so einer Line zu "ermutigen" – unabhängig davon, ob man damit jetzt schockieren wolle oder nicht. Außerdem kenne sie ein Mädchen, dass sich wegen einem derartigen Vorfall am liebsten das Leben nehmen würde.

Der Brandbrief, den die Frau mit den Worten "Fick dich ins Knie, du dummer Wixer!" beendete, scheint Hengzt allerdings nicht sonderlich getroffen oder zum Nachdenken angeregt zu haben. Der Rap-Proll antwortete gewohnt nonchalant mit: "Liebe Miriam, wie wäre es wenn wir uns mal treffen und ich gebe dir erstmal was zum trinken aus?"

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