Hengzt zum Ausstieg von Murderbass

Der Berliner Rapper Bass Sultan Hengzt tat ja schon seit längerem seine Unzufriedenheit mit seiner Labelheimat Murderbass kund.
Wie wir bereits wissen, gab es im Vorfeld seines Albums "Zahltag“, das letztes Jahr im Mai erschien, viele Konflikte zwischen den beiden Parteien. Unter anderem wollte Murderbass das Album aufgrund der Indizierungsgefahr erst gar nicht rausbringen.
Später wurde dann vom Label das Video "Props“ und das dazugehörige Instrumental auf Hengzts Youtube-Kanal hinter seinem Rücken gesperrt.
Der Coole von der Schule ließ daraufhin durchblicken, dass er diese Entscheidungen nicht mittragen könne und die größte Schnauze Deutschlands gehörig voll habe.
Im August stand dann fest, dass der Rapper noch ein Album über Murderbass abliefern müsse, danach aber das Label verlassen würde.

In einem Videointerview mit 16bars.de, das vorgestern veröffentlicht wurde, nennt er nun nochmal die konkreten Gründe für seine Entscheidung. Schon zur Labelgründung, gab es wohl Unstimmigkeiten. So behauptet Hengzt, dass er zusammen mit DJ Ilan ursprünglich die Idee dieser Labelgründung hatte, von den Murderbass-Anwälten allerdings nur einen Künstlervertrag angedreht bekommen habe. Auf den Vertrag, der ihn als Mit-Inhaber des Labels ausweist, wäre er auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet worden. Auf diesen würde er bis heute warten.

Nach seinem Album „Berliner Schnauze“ 2006 wurden viele Posten im Label neu besetzt. Ab dann ging es wohl los, dass Lieder gelöscht, Textzeilen rausgenommen, Features gestrichen wurden usw. Der Künstler dazu: „Hätt ich auch bei Bushido bleiben können, ganz ehrlich.“.

Nach der Erfüllung seines Vertrages, für den er noch ein Album über Murderbass abliefern müsse, möchte der Rapper ein Album mit mehr Hitpotential veröffentlichen. Dies will Hengzt allerdings nur über ein Major-Label rausbringen oder gleich auf eigene Faust.

Auch zur musikalischen Zusammenarbeit mit Kaas hat sich Bass Sultan Hengzt geäußert. Wir erinnern uns: Noch im Sommer letzten Jahres forderte Hengzt Kaas unter anderem zum Boxkampf heraus, was dieser überraschenderweise zusagte. Im Januar diesen Jahres nun aber, gab die Berliner Schauze über seinen Youtube-Kanal zu, Kaas doch irgendwie zu feiern. Da sich ein Hengzt mit Kaas aber nicht zusammenbringen lasse, möchte er ihn dafür gerne über sein Nebenprojekt Poprockz produzieren. Bei Poprockz handelt es sich um eine Gruppe, derzeit bestehend aus Hengzt, Serk und Produes, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, spaßige Musik zu machen, die aber nicht schwul rüberkommen soll. Kaas antwortete auf seinem Blog darauf in gewohnter Weise „Haja…warum nicht?“.

Sehr zum Missfallen von Hengzt habe sich Kaas aber bis heute nicht gemeldet. Der Rapper würde sich freuen, wenn das mal klappen würde und er warte auf Kaas Anruf "wie ne Olle“.

Auf den Bushido-Film angesprochen sagte BSH, dass er ihn zwar angucken wollte, sich dann aber doch für Brüno entschieden habe. Hengzt: „Ist ja im Endeffekt dasselbe“ .

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