„Wir sind für dich nur Fotzen“

Als Bushido sich vor kurzem in einem Interview dahingehend äußerte, kein Gespräch mit Alice Schwarzer führen zu wollen, weil die ihn sicherlich fragen würde, ob ihm in seiner infantilen Stillzeit die Brüste seiner Mutter gefallen hätten, hat er wohl nicht damit gerechnet, welchen  geballten Zorn auf seine Person er damit lostreten würde. Vielleicht war es aber auch nicht sonderlich durchdacht, zu verkünden, dass man ihr auf eine solche Frage mit "Ey Fotze! Fick dich ins Knie!" antworten würde.

Die Vorzeige-Feministin höchstselbst wandte sich in ihrem Blog in einem offenen Brief an den Platin-Rapper und zog ordentlich vom Leder. Bezog sie sich anfangs mit "Seit wann habe ich pornografische Phantasien mit stillenden Müttern? Die hast du! Und genau das ist dein Problem." direkt auf den Angriff des Berliners, widmete sie sich im weiteren Verlauf dem gesamten Werdegang Bushidos und stellte sowohl seine Straßenkredibilität, als auch sein vermeintlich gesellschaftsfähiges, neues Bild in der Öffentlichkeit in Frage.

Zwar würde der Halbtunesier immer von Respekt reden, zu Promozwecken wäre es ihm aber nicht einmal zu blöd, obszön über die eigene Mutter zu sprechen. Daraus schlussfolgerte Schwarzer, dass der Rap-Musiker nichts aus dem frauenverachtenden Verhalten seines gewalttätigen Vaters gelernt habe: "Du identifizierst dich mit dem Täter! Auch du verachtest die Frauen. Wir sind für dich nur Fotzen, die man von hinten fickt."

Ebenfalls einen prominenten Platz nimmt in dem Brandbrief Bushidos Geschäftspartner und Brother from another mother Arafat ein. Für den "libanesischen Clanchef" würde der gute Herr Ferchichi nämlich lediglich als Goldesel fungieren, ganz abgesehen davon, dass sein gesamtes Leben sowieso nur "auf dem Sofa" stattgefunden hätte:

"Du bist als Anis Mohamed Youssef Ferchichi im kleinbürgerlichen Berlin-Tempelhof aufgewachsen und hast das Gymnasium kurz vor dem Abi geschmissen. Es folgten Drogen, Heim und eine Lehre als Anstreicher (mit Bestnote abgeschlossen). Nicht so aufregend, klar. Da bist du auf den Trichter mit dem Gangsta-Rap gekommen. Aber der Punkt ist: Du siehst nur so aus. Du spielst nur. Der einzige echte Gangsta in deiner Nähe ist vermutlich dein Beschützer Arafat."

Respekt könne sie vor einem "kleinbürgerlichen Spießer" wie ihm in jedem Fall nicht haben, nichtsdestotrotz schließt der Brief mit Grüßen an ihn und vorallem seine Mutter. Wir sind sicher, dass eine Antwort des Südberliners nicht all zu lange auf sich warten lässt. Den kompletten Brief findet ihr HIER.

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