US-Soldat wegen Rap verhaftet

Das Rap-Texte zu Verleumdungen, Geldstrafen oder Indizierungen führen können, ist bekannt. Ein ungewöhnlicher Fall ereignete sich nun jedoch in den U.S.A., wo ein US-Soldat und Irak-Veteran für einen seiner Texte verhaftet wurde, in denen er Morddrohungen gegen seine Kameraden und Vorgesetzten aussprach.
Mark Hall, stationiert in Fort Stewart, Georgia,  geriet wegen seiner Songs, die er ins Internet stellte, bei seinen Vorgesetzten in Verdacht, einen Amoklauf zu planen und wurde deshalb festgenommen.
 

 
Hall gehört einer Gruppe namens Iraq Veterans Against the War, in der sich Veteranen für den Rückzug aus dem Irak einsetzen und verschickte eines seiner Lieder sogar direkt an das Pentagon, als er erfuhr, dass seine Abteilung erneut in den Irak verlegt werden sollte.
Der Anwalt der Gruppe, der nun auch Hall vertreten wird, sagte, dass die Vorwürfe gegen Hall vollkommen überzogen und aufgebauscht seien. Er versicherte gegenüber der Internetseite stripes.com,  dass man die Texte des rappenden Soldaten nicht wörtlich zu verstehen habe, sondern dass sich hierbei vielmehr der Unwille zeige, erneut in den Krieg ziehen zu müssen.

Der Soldat, dessen Künstlername Marc Watercus ist, bezeichnete sich auf seiner Facebook-Seite als politischen Rapper, der über "echte Probleme“ rappen würde.

"I am a political artist. I rap about real issues in life in hopes to recover a solution. Life is based on decisions we make. So we should make decisions that will make us better in the future and fully aware in the present."

Neben seine Liedern veröffentlichte er auch mehrere Foto-Videos, die ihn während seines Einsatzes im Irak zeigen. In den Staaten wird die Verhaftung des jungen Mannes kritisch beobachtet und den Behörden wird der Vorwurf gemacht, dass sie die freie Rede unterbinden würden .

(Den kompletten Song findet ihr hier)

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