Musiker verklagen U.S.-Regierung

In den U.S.A. klagen mehrere prominente Musiker gegen die Verwendung ihrer Musik im Internierungslager Guantanamo Bay auf Kuba. Tom Morello, Gitarrist von Rage Against The Machine und Gründer von Audioslave, sagte in einem Interview, dass ihn die Vorstellung krank macht, wenn Musik, die er kreiert habe, zu Folterzwecken verwendet würde: "Guantanamo is known around the world as one of the places where human beings have been tortured,” erklärte Morello. “From waterboarding to stripping, hooding and forcing detainees into humiliating sexual acts, playing music for 72 hours in a row at volumes just below that to shatter the eardrums. Guantanamo may be dick Cheney’s idea of America, but it’s not mine. The fact that music I helped create was used in crimes against humanity sickens me.”

Zu den Mitgliedern der Kampagne "Close Gitmo Now"  gehören Nine Inch Nails, Pearl Jam, The Roots und andere. Sie verklagen die US-Regierung, weil deren Musik in dem Gefangenenlager für die sogenannte "Weiße Folter“ oder "Saubere Folter" verwendet wird. Die Musik wird mit ohrenbetäubender Lautstärke abgespielt, in Kombination mit Schlafentzug und grellem Licht wird sie von den Gefangenen jedoch ohne Unterschied als Folter empfunden.
Im Repertoire der Wärter befinden sich neben Heavy Metal und dem obligatorischen "Born in the USA“ von Bruce Springsteen auffallend viele Rap-Lieder. So werden die Gefangen mit Tupac, Eminem und Lil‘ Kim gequält. Aber auch Country und sogar die Titelmelodie der Sesamstraße wird genutzt, um Information aus den Häftlingen heraus zu pressen.

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