Verfahren gegen Dre wieder aufgenommen

Wir kennen das hierzulande schon. Großer Konzern, werfen wir einfach mal Namen wie "Deutsche Bahn AG" oder "Lidl" in den Raum, filmt Mitarbeiter, ohne dass die etwas davon wissen. Irgendwann tauchen diese Aufnahmen allerdings auf und der Ärger ist groß. Wir erinnern uns an die "Spitzel-Skandal!"-Schlagzeilen. Dem guten Dr. Dre wurde vor zwei Jahren etwas ganz Ähnliches vorgeworfen – nachdem die Anklage zwischenzeitlich fallengelassen wurde, wird das Ganze jetzt allerdings neu aufgerollt.

Was war passiert? Bei einem Tourstop der legendären Up In Smoke Tour im Juli 2000 kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Veranstalter und drei Angestellten aus Detroit. Diese wollten verhindern, dass während der Auftritte Videos mit Nacktszenen gezeigt werden. Bei dem Streit wurden alle Beteiligten ohne ihr Wissen gefilmt, diese Aufnahmen landeten später auf der DVD zur Tour.

Der Rapper und Produzent wurde daraufhin auf Verletzung der Privatsphäre verklagt, Richter John A. Murphy sah das Alles jedoch ein bisschen anders und argumentierte, dass man sich nicht auf seine Privatsphäre berufen könne, wenn man ein Streitgespräch in einem Raum mit offener Tür führen würde. Gegenargument der Richter, die den Fall jetzt neu aufrollen möchten: Durch Veröffentlichung der Auseinandersetzung auf DVD und der damit verbundenen weltweiten Verbreitung, hätte man den Klägern die Möglichkeit genommen, "to controll the reach of their words".

Ob der noch nicht festgesetzte Gerichtstermin die Veröffentlichung von "Detox" um weitere fünf Jahre nach hinten verschiebt, ist bisher noch nicht bekannt.

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