Samy Deluxe vs. SPD

Samy Deluxe ist ein politisch sehr interessierter Mensch. Das bewies er nicht nur mit seinen Auftritten in diversen öffentlich-rechtlichen Gesprächsrunden, auch in Interviews und auf seinem aktuellen Album "Dis Wo Ich Herkomm" äußerte sich der Hamburger Rapper vermehrt dazu, wie er sich die Zukunft unseres Landes vorstellt. Umso überraschender gestaltete sich somit seine Aussage in einem Interview mit YouFM, nach der er ein absoluter Nicht-Wähler sei:

"Ich denke, man muss viel mehr in diesem Land bewegen, aber ich persönlich kann mich mit keiner Partei und keinem einzigen Kandidaten so identifizieren, dass ich es übers Herz bringen würde, dieses Jahr wirklich wählen zu gehen." Ob das der richtige Weg ist, um bestehende Dinge zu verändern, ist natürlich fraglich. Als der Radiosender dem Kanzlerkandidaten der SPD, Frank-Walter Steinmeier, dieses Statement vorspielte, äußerte sich dieser nur äußerst knapp dazu: "Wer nicht wählt, trifft eine Entscheidung. Nämlich, dass man andere über sich entscheiden lässt."

Weitere Vorwürfe des Hip Hop-Musikers, nach denen rassistische Äußerungen gegenüber Barack Obama ignoriert worden seien, wies der aktuelle Außenminister entschieden zurück. Das könne er sich unter keinen Umständen vorstellen, wahrscheinlich würde Samy nur Dampf ablassen wollen. Einen etwas ergiebigeren Dialog führte Herr Deluxe übrigens zu den Bundestagswahlen 2002 mit FDP-Chef Guido Westerwelle – als besonderer Service von uns für Euch:

 

Weniger kontrovers gestaltete sich hingegen der Auftritt zweier Rap-Künstler bei einem Auftritt Steinmeiers auf dem Münchner Marienplatz. Wer die jungen Herren waren, wissen wir leider nicht, die Süddeutsche beschreibt das Spektakel aber folgendermaßen: "Kurz darauf ließ die SPD zwei junge Rapper auf die Bühne springen, die zeigten, dass Jugendliche im Hip-Hop-Stil ganz brav den Wahlsonntag als "Tag der Hoffnung" besprechsingen können."

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