Prodigy: Brief aus dem Knast

Wie wir alle wissen, sitzt Prodigy, eine Hälfte des legendären Mobb Deep-Duos, derzeit eine dreieinhalb Jahre lange Haftstrafe wegen illegalen Waffenbesitzes ab. Im Bau scheint der Gute aber nicht nur neue Lyrics, sondern auch Briefchen an seine Fans und auch alle anderen zur Lage der Nation zu schreiben.

So kotzt sich Albert Johnson, so der Prodigy bürgerlich, auch einmal mehr über die Lage unserer geliebten HipHop-Kultur aus und attackiert speziell die Rap-Journalisten und die Verantwortlichen bei den Radiostationen und Musiksendern. So könne es nicht sein, dass die Redakteure des Vibe-Magzines es zulassen, Leute wie Rich Boy, Crooked I oder Flo Rida in die Liste der besten Rapper 2008 aufnehmen, egal ob dies von rund 900.000 Lesern entschieden worden ist, oder nicht.

Darüber hinaus sind die Leute, die bei den Radio- und Fernsehstationen festlegen, welche Songs eine Rotation bekommen, die Außenseiter, die früher in der Schule oder auch später bei den Mobb Deep-Shows abgezogen wurden, "Pussy’s" (sic!) sozusagen.
Doch auch für die Kollegen Hell Rell und Rick Ross scheint der Queensbridge-MC wenig übrig zu haben und lässt verlauten: "You got people who actually think Hell Rell is a good rapper. Theres people out there who get the chills when they hear Rick Ross, like he’s something special. These are the kind of fools we are dealing with in 2008."

Schließlich präsentiert P noch seine eigene Liste seiner 40 All-Time-Favorite Rapper und listet nicht nur die Homies von der G-Unit und Legenden wie Run DMC oder Big Daddy Kane, sondern auch alte Feinde wie Jay Z und Kanye West auf.

Wer sich außerdem noch an Johnsons Gedanken über die moderne Form der Sklaverei interessiert, kann dies hier noch einmal nachlesen:


 
Als sehr special betrachtet Prodigy hingegen Eminem, schließlich ist diesem die Ehre zuteil geworden, in P’s Favoritenliste zu landen, auch wenn ihn wohl derzeit ein anderes Thema mehr interessieren wird. Wie wir nämlich kürzlich berichteten, hat Ems frühere Produktionsfirma F.B.T. Productions Klage gegen Universal erhoben, da Mr. Mathers ihrer Ansicht nach zu geringe Anteile an den Einnahmen legaler Musikdownloads bekommen habe.

Eigentlichen waren diverse Experten und auch die Anwälte der Kläger der Meinung, dass der Fall klar zu ihren Gunsten entschieden werden soll, doch wie das im Leben so ist, kam alles anders. Ein Richter in Los Angeles lehnte am vergangen Freitag nämlich die Forderung von F.B.T. ab. Ein herber Rückschlag also für Eminems Seite, schließlich sollte durch das Urteil ein Exempel auch für andere Artists statuiert werden, welche ebenfalls auf höhere Einnahmen durch Itunes und co gehofft hatten.

Enttäuscht aber kämpferisch zeigten sich indes die Anwälte und gaben zu Protokoll, dass sie vom Urteil überrascht seien, sich aber mit diesem keineswegs zufrieden geben werden. Doch wie auch immer dieser Streit fortgesetzt werden soll: Eminems neustes Werk "Relapse" wird wohl so oder so die Kassen wieder ordentlich klingeln lassen. Am 18. Mai soll es endlich so weit sein. Spannung!

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here