Kanye der nächste Elvis?

Kanye West durfte am Sonntag bei den American Music Awards, kurz AMAs, nicht nur  endlich seine wohlverdiente erste Auszeichnung in diesem Rahmen erhalten, sondern sogar performen. Er selber wurde zum besten männlichen Rapper gekrönt und sein Album „Graduation“ zum besten Rap/Hip Hop Album.

Wer sich von Kanyes live Qualitäten überzeugen will, kann dies übrigens für lau am Freitag in Hamburg, in der Color Line Arena tun. Unsere Verlosung dafür ist leider schon abgelaufen, wer aber noch eine Konzertkarte abstauben will, kann das heute noch auf der Vodafone Music Unlimited  Seite tun.

Schön für Kanyezze, denn jetzt braucht er nicht mehr wutentbrannt auf den Boden zu stampfen und die beleidigte Leberwurst zu spielen wie bei den EMAs 2006. Er hat jetzt seinen wohlverdienten Preis und natürlich auch die dazu passende, Grenzen niederreißende, triumphale Dankesrede parat, in der er jenen dankt, die sehen, was für eine massive Bedeutung er für die Musikindustrie trägt:

Als Musiker liegt es in unserer Verantwortung uns gegenseitig vorwärts zu treiben und uns zu Legenden zu machen. Wir müssen die neuen Beatles werden, der neue Jimi Hendrix und ich möchte der neue Elvis sein!“

Wohl auch der einzige Elvis mit einer Auszeichnung zum besten Rapper, aber das sollte Kanye’s kleinstes Problem sein. Der Louis-Vuitton-Don scheint nämlich momentan eine kleine Identitätskrise durchzumachen. Erst fühlte er sich von Paparazzi verfolgt, verlangte ein Gesetz gegen diese und verglich sich selbst mit Lady Di. Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis er sich für Elvis hält. Nicht all zu weit entfernt ist dann wohl Michael Jackson oder vielleicht hüpft er bei der nächsten Preisverleihung mit einem lustigen Gänse-Rucksack und Gummistiefeln auf die Bühne und kichert vor sich hin, weil er denkt, er ist Björk? Oder vielleicht doch Jesus wie auf dem Cover der Januar-Ausgabe des Rolling Stone-Magazins im Jahre 2006? Wir lassen uns überraschen!

Erfolgreich abgeräumt bei den AMAs haben unter anderem noch Mariah Carey für das beste Soul/R’n’B – Album des Jahres (E=MC²), Alicia Keys und Rihanna, die sich zum Dank reizvoll ums Mikrofon räkelte.

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