FDP kritisiert Massiv

Nach dem wir gestern schon darüber berichteten, dass die SPD den Auftritt von Frauenarzt und Manny Marc im Freiburger Jazzhaus verhinderte, kommt nun der zweite Teil von "Politik gegen Punchlines". Dieses mal heißt die Partei FDP, der Rapper Massiv und der beklagte Auftritt hat bereits stattgefunden. Wie wir nämlich auch schon berichteten, tourt der gebürtige Pirmasenser aktuell durch Palästina und spielt dort mehrere Konzerte.

 

Unterstützt wird das Ganze, neben dem britischen, französischen und dänischen Kulturinstitut und dem britischen Generalkonsulat in Jerusalem, unter anderem auch vom Goethe-Institut und hier kommen wir an den Punkt, der der FDP, namentlich dem Abgeordneten Markus Löning, bitter aufstößt. Wie der europäische Sprecher der Bundestagsfraktion in einer Pressemitteilung verlauten ließ, sei es ihm "ein absolutes Rätsel, wie das Goethe-Institut auf die Idee kommen konnte, Auftritte eines solchen Rappers in dieser von Gewalt zerrissenen Region mit staatlichem Geld zu unterstützen."

 

Selbst der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, hat gegenüber dem Engagement seiner Institution einige Kritikpunkte geäußert. Obwohl die Aspekte der Verständigung und des Dialogs angesprochen worden seien, wäre die in den Texten von Massiv angesprochene Gewalt problematisch: "Einige seiner Texte sind nicht frei von Gewalt. Das Goethe-Institut richtet aber seine Arbeit gegen Gewalt und Gewaltbereitschaft, es steht für Zusammenarbeit und Dialogbereitschaft. Nicht die Provokation, sondern die Partnerschaft sind seine Grundlage. Das Goethe-Institut ist gut beraten, künftig noch kritischer in der Auswahl solcher Auftritte zu sein."

 

Wie Massiv zu der ganzen Sache steht, ist bis jetzt leider noch nicht bekannt. Nach Eigenaussage bezweckt er mit dieser Tour nur Gutes und freue sich darauf, dass er "immerhin etwas tun kann um die kriegsopfer gute laune zu machen."

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