Timbaland schadet Präsidentschaftskandidatin

Seit einiger Zeit wird die New Yorker Senatorin und Präsidentschaftskandidatin Hillary Rodham Clinton mit Forderungen bombardiert, 800.000 $ Gewinn aus einer Benefizveranstaltung im Rahmen ihrer Wahlkampagne zurückzuzahlen. Die Veranstaltung, die am 31.3. stattfand und für die ein Ticket allein 1.000 $ kostete, war nämlich von dem Rapper Timbaland moderiert worden. Clinton wird eine Doppelmoral vorgeworfen, da sie innerhalb der politischen Diskussion um verwerfliche Worte in der Rapsprache (wir berichteten) den Moderator Don Imus angegriffen hatte, jedoch einen Rapper wie Timbaland, der auch nicht gerade für eine sanfte Ausdrucksweise bekannt ist, für ihre eigene Karriere benutzt. Hinter den Forderungen steht vor allem die konservative Interessengemeinschaft und Denkfabrik Family Research Council (FRC), die eine Internetaktion startete, in der sie viele Bürger erfolgreich dazu aufforderte, der Senatorin Beschwerde-Emails zu schreiben.
1992 lehnte der damalige US-amerikanische Präsidentschaftskandidat Bill Clinton den in einem Interview gefallenen Satz der HipHop-Aktivistin Sister Souljah ab, “Wenn jeden Tag Schwarze Menschen Schwarze töten, warum nicht eine Woche lang mal Weiße töten?“. Seitdem heißt die Zurückweisung extremer Personen, Gruppen oder Aussagen, um die eigene Partei in eine gemäßigte Zone zu rücken und einem Verlust von Wählern vorzubeugen, in der amerikanischen Politik „Sister Souljah moment“. FRC ruft nun Hillary Clinton dazu auf, es ihrem Mann gleich zu tun. Es sei Zeit für ihren eigenen „Sister Souljah moment“.

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