Jüngste Zeugenaussagen

Nachdem Jason Mizell, besser bekannt als Run-D.M.C.-DJ Jam Master Jay, 2002 im Studio erschossen wurde, wurde zuerst der ehemalige Chef der Drogengang Supreme Team Kenneth „Supreme“ McGriff verdächtigt, doch die Ermittlungen liefen ins Leere. Nun gibt es einen neuen Verdächtigen.
Der wegen sechs bewaffneten Überfällen, die er im November 2002 begangen haben soll, seit knapp zwei Wochen im Knast sitzende 43-jährige Ronald “Tenad” Washington wird beschuldigt bei diesem Mord eine Rolle gespielt zu haben, ebenso beim Mord an dem Rapper und guten Freund Tupaks Randy “Stretch” Walker vor zwölf Jahren.
Eine Zeugin behauptete, er habe ihr seine Teilnahme an diesen Morden gestanden, doch Washington bestreitet dies vehement. “They want to blame me for all the blood in rap! They are trying to pen me up for these murders”, sagte er gegenüber der Zeitung Boston Herald. “It’s all lies. She’s telling them that I was mad at Jay because he is doing better than I am, that I killed Stretch because he owed me something and I wanted it. She is making up lies because they threatened to deport her.”
Eine andere Zeugin berichtete, Washington habe sein Gesicht auf den Boden gedrückt, als ein anderer Mann Mizell erschoss. Washington behauptet, er sei nur im Studio gewesen, weil J-M-J ihn – als in der Umgebung gefürchteter Gangster – um Schutz gebeten hatte.

Der Fall Jam Master Jay ist einer der vielen ungeklärten Mordfälle in der amerikanischen Rap-Geschichte. Die Klärung des Falles spielt auch im Anbetracht der derzeitigen Diskussion um die negative Entwicklung von Rap eine Rolle.

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