Def Jam muss 132 Millionen $ zahlen

Die Island Def Jam Music Group hat den Prozess gegen TVT Records verloren und wurde vom zuständigen Gericht zu Schadensersatzzahlungen in Höhe von 132 Millionen Dollar verdonnert. Die Klage drehte sich um ein im Auftrag von TVT produziertes Album von Ja Rules Cash Money Click (checkt dazu rap.de/news: Lyor Cohen verliert vor Gericht).

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Def Jam-Chef Lyor Cohen das Erscheinen der „Est. Since ’93“-LP vorsätzlich verhinderte. Neben den Zahlungen wurden TVT außerdem die Urheberrechte an dem bisher unveröffentlichten CMC-Material zugesprochen.

„Ich bin natürlich extrem zufrieden“, lächelte TVT-Präsident Steve Gottlieb nach der Urteilsverkündung, „die Signifikanz dieses Urteils wird erst deutlich, wenn man sich die Verhandlungsprotokolle ganz genau ansieht. Dann erkennt man das systematische Muster hinter dem Fehlverhalten des Def Jam-Managements. Ich sehe dieses Urteil als Meilenstein für unabhängige Geschäftsleute aus allen Bereichen.“

„Def Jam und Lyor Cohen haben viel zu lange die Tyrannen gespielt“, fügte TVT-Anwalt Peter Haviland hinzu, „ohne radikale Veränderungen in diesem Unternehmen, möchte ich bezweifeln, dass dies das letzte Mal war, dass sie von einem Gericht bestraft werden.“

Das ursprünglich als Cash Murda Click bekannte Trio, bestehend aus Ja Rule, O-1 und Chris Black, hatte bei der Produktion ihres Debüts eng mit Murder Inc.-Chef Irv Gotti zusammengearbeitet.

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