Gnadenerlass für „Tookie“?

Es scheint, als gäbe es für Stanley "Tookie" Williams doch noch eine Chance, der Todesspritze zu entkommen. Letzten Freitag gab Kaliforniens Governor Arnold Schwarzenegger bekannt, dass er eine private Anhörung abhalten wird, in der entschieden wird, ob Williams den Gnadenerlass bekommt, oder nicht. Stanley "Tookie" Williams", Mitgründer der legenären  Crips-Gang,  sitzt seit den Siebzigern im Todetrakt des St. Quentin Gefägnisses. Er wurde schuldig gesprochen, 4 Morde begangen zu haben und zum Tode verurteilt. Während seiner Inhaftierung wandelte er sich zum Gegner des Ganglebens und verfasste mehrere Kinderbücher, die die Jugend über das Leben und seine Gefahren eines Gangmitgliedes aufklären sollen. Diese Bücher verkauften sich weltweit, brachten Williams internationale Anerkennung und mehrere Nobelpreis Nominierungen. Um gegen die, für den 13. Dezember angesetzte, Exekution Williams zu demonstrieren, versammelten sich letzte Woche Größen wie Snoop Dogg und Jamie Foxx mit hunderten anderen Anhängern vor dem St. Quentin Gefängnis. In seiner Rede sagte Snoop: "Stanley ‚Tookie‘ Williams is not a regular guy, he’s an inspiration. All I want to say to the Governor is it’s about keeping this man alive because his voice needs to be heard." Bei einer Unterschriftenaktion gegen die Exekution kamen 32.000 Stimmen für "Tookie" zusammen. Aufgrund seiner jahrelangen Aktivität als Gang-Gegner, genießt Williams mittlerweile eine große, nationale Unterstützung der Öffentlichkeit, die der Meingung ist, dass er lebendig mehr für die Gesellschaft tun kann, als tot. Trotz des großen Supports hat "Tookie" noch immer gegen die lauten Stimmen des LA County Ankläger Büros und der Verwandten der Opfer zu kämpfen, die seine Exekution fordern.  Ob es tatsächlich zu einem Gnadenerlass kommen wird, entscheidet sich in den nächsten paar Tagen.

Fakt ist, dass es eine sehr politische Entscheidung wird. Schwarzeneggers Werte sind so tief wie noch nie. Wird er also Stärke demonstrieren wollen und die Exekution wie angesetzt ausführen, oder wird es sich dem Druck der Öffentlichkeit beugen?

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