New Yorker DJ Academy eine wahre Goldgrube

Wahrscheinlich hätte sich Rob Principe nicht träumen lassen, dass er einmal der Geschäftsführer der ersten DJ Academy der Welt werden würde, als er im Jahre 2000 seinen Job bei einer US-amerikanischen Software-Firma verlor.

Principe besann sich nach dem Rauswurf auf seinen Unternehmungsgeist und überredete die Macher der bankrotten Internet-Firma Pseudo.com dazu, ihm die Räumlichkeiten für sein Projekt zunächst zum Nulltarif zu überlassen. Das nötige Equipment bezog Principe von der Firma Numark, die großzügig Plattenspieler, Mixer und Boxen stiftete.

Was jetzt noch fehlte, war der „Lehrkörper“ der Academy. Glücklicherweise ergaben sich Kontakte zu Jam Master Jay, dem kürzlich verstorbenen DJ der legendären Gruppe Run DMC. Es ist vor allen Dingen JMJs Einfluss auf seine jüngeren Kollegen zu verdanken, dass schon DJ-Größen wie D-Stroy, Evil Dee, Mista Sinista, Kid Capri, Kwest und Funkmaster Flex an der Academy „unterrichtet“ haben.

Seit der Eröffnung im März dieses Jahres hat sich die DJ Academy zu einer wahren Erfolgsstory entwickelt. An den Vorlesungen zur Geschichte des Turntablism nahmen bereits im ersten Semester 1100 Leute teil. Auch die aktuellen Kurse, in denen den Schülern das Können an den Wheels of Steel in Gruppen vermittelt wird, erfreuen sich trotz der „Studiengebühr“ von 270 $ für sechs zweistündige Sitzungen größter Beliebtheit. Wer über das nötige Kleingeld verfügt, kann übrigens auch „Einzelunterricht“ nehmen. Da allerdings 10 % der Schüler ihr berufliches Leben an der Wallstreet bestreiten, wird auch dieser Kurs vermutlich schon bald ausgelastet sein.

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