Spitta und Dame Dash haben sich gar nichts mehr zu sagen

"So nicht, Freundchen!" dachte sich jüngst Südstaaten-Profikiffer Curren$y, als sein Ex-Labelboss Damon Dash vor einiger Zeit Spittas Alben "Pilot Talk" und "Pilot Talk 2" ohne vertragliche Einigung über dessen Medienunternehmen DD172 veröffentlichte – so verklagte Spitta seinen ehemaligen Boss auf deftige 1,5 Millionen US Dollar Schadensersatz.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die Fronten im Rechtsstreit derart verhärtet, dass zwischen den Ex-Geschäftspartnern keinerlei Kontakt mehr bestehe. Die Kommunikation verlaufe ausschließlich über die Anwälte, sagt Spitta in einem Interview mit dem Complex Magazine. So sei eben das Business, er müsse einfach sein Ding durchziehen und sehen, was am Ende in der Gerichtsverhandlung herauskomme.

"Not talking to him, but I hear stuff from his lawyers and his lawyers hear from my lawyers. So we'll see. […] I got to do this. Yeah, its business man, I got to do my thing."

Eine erneute Zusammenarbeit der beiden in nächster Zukunft ist also ausgeschlossen, Curren$y bleibt mit den Exklusivrechten der Vermarktung seiner Musik beim Major Warner.

Inzwischen kann Curren$y auf einen stattlichen Zickzack-Kurs zwischen verschiedenen Labels im Haifischbecken der Musikindustrie zurückblicken. So stand er beispielsweise schon bei Master Ps No Limit Records unter Vertrag, bevor es ihn zu Baby und Weezy ins YMCMB-Imperium verschlug – was letztlich auch zu keiner zufriedenstellende Situation für den Jet Life-Vorstandsvorsitzenden führte. Nach seinem Signing beim Label Amalgam Digital führte ihn sein musikalischer Weg an den Schreibtisch von Dash zu DD172 und Def Jam, mit den bekannten Konsequenzen.

Unterm Strich hat Spitta aber in jedem Fall mit den Jahren sehr viel über Businessangelegenheiten dazu gelernt – ironischer Weise besonders aus der jüngsten Vertragssituation mit Dame Dash. Vielleicht kann Shante Scott Franklin jetzt von seiner miserablen Labelsituation mit DD172 finanziell profitieren.

In der rap.de-Redaktion freut man sich derweil schon mal aufs Spittas kommendes Albumprojekt "The Stoned Immaculate", das am 5. Juni erscheint.

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