Marsimoto-Fans legen Ampeln lahm

Das beschauliche Städtchen Döbeln in Sachsen ist sicher kein Ort, an dem besonders viel passiert. Säcke mit Reis, die umfallen könnten, gibt es vermutlich aufgrund der klimatischen Bedingungen eher wenige. Auch der letzte Banküberfall dürfte schon etwas länger her sein. Umso krasser erscheint da natürlich der Vorfall, den die Sächsische Zeitung in ihrer gestrigen Ausgabe schilderte.

Mit Werbeaufklebern für sein neustes Album "Grüner Samt" hätten Fans des "Sängers" Marsimoto den Verkehr lahmgelegt, wurde dort berichtet. Mitarbeiter des Döbelner Ordnungsamtes hätten zehn Sticker mit der Aufschrift "Grüner wird's nicht" von den Rotsignalen einiger Ampeln entfernen müssen.

Ordnungsamtschef Jürgen Müller wird mit den Worten "Das hätte böse ausgehen können" zitiert. Die Polizei werde in den nächsten Tagen ein "besonderes Auge" auf die Ampeln in Döbeln haben, so Müller weiter. Ob damit gemeint ist, dass eine Videoüberwachung in Erwägung gezogen wird, ließ er offen.

Die Berichterstattung der Sächsischen Zeitung macht keinen Hehl daraus, was sie von der Aktion hält: Gar nichts. ""Dümmer geht's nicht" hätte auch gepasst" kommentiert man die Aufkleberaktion und vergisst nicht, darauf hinzuweisen, dass es sich nicht um einen Dumme-Jungen-Streich, sondern um einen, Zitat: "Schwere(n) Eingriff in den Straßenverkehr" und somit um einen Straftatbestand handele.

Glücklich die Stadt, die sonst keine Sorgen hat…

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