Ex-Rapper der Volksverhetzung beschuldigt

Mit Gangsta-Rap hat Abu Talha al-Almani, der sich früher Deso Dogg nannte, seit etwas mehr als einem Jahr nichts mehr am Hut. Er änderte seinen Namen zunächst in Abu Malik, mittlerweile in Abu Talha al-Almani. Statt harten Reimen über das Leben auf der Straße widmet er sich seitdem seinem Glauben, dem Islam.

Trotzdem oder gerade deshalb ist er nun erneut in den Fokus der Berliner Staatsanwaltschaft geraten. Gegen den früheren Rapper, der seine Fans in einer Videobotschaft vor rund einem Jahr aufforderte, seine CDs zu zerstören und seine Musik auf keinen Fall mehr anzuhören, wird wegen Volksverhetzung ermittelt.

Statt Rapmusik verbreitet Abu Talha al-Almani mittlerweile sogenannten Nashids (geistliche islamische Lieder) via YouTube, in denen er zum Kampf gegen die Ungläubigen aufruft, in einem soll er den Al-Qaida-Führer Osama Bin Laden verherrlicht haben. Wie das TV-Magazin "Report aus Mainz" berichtete, geriet Abu Talha al-Almani in den Fokus der Strafbehörden, weil er Arid Uka, der am Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten erschossen und zwei weitere schwer verletzt hatte, zu seiner Tat inspiriert haben könnte. Der Prozess gegen Uka läuft derzeit, das Urteil wird für den 10. Februar erwartet.

Die Bundesanwaltschaft hat in ihrem Plädoyer auf den Einfluss besagter Nashids auf Uka hingewiesen. Diese hätten ihn "heiß gemacht", so die Darstellung der Bundesanwaltschaft. Außerdem habe der Täter vor der Tat auf seinem Facebook-Profil seine Sympathie für den Ex-Rapper bekundet.

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