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Neues von Gangstarr, Common und den Beastie Boys

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Das Warten hat bald ein Ende! Das neue Gangstarr-Album, „The Ownerz“, soll ab dem 6.5. in den Läden stehen. Als Gäste haben sich Premo und GURU neben den üblichen Verdächtigen (Freddie Foxxx, Krumb Snatcha und M.O.P.) auch noch Snoop Dogg, Jadakiss und Outkasts Big Boi ins Studio geholt.

Commons „Electric Circus“ ist zwar erst vor kurzem erschienen, trotzdem wird demnächst eine neue Single des Chitown-Representers veröffentlicht. Produziert wurde der „Come Close RMX“ vom Ex-Slum-Village-Beatbastler Jay Dee, der das von der LP bekannte Instrumental mit Samples von A Tribe Called Quests „Bonita Applebaum“ gewürzt hat. Mit von der Partie sind außerdem Pharrell Williams, Q-Tip sowie Commons Verlobte, Erykah Badu, der er auch seine Strophe widmet: „I don´t stress it, baby/ they say you got me dressing crazy/ eating veggies, wearing shirts extra medium/ and if we break up/ I`m gonna eat meat again?”

Zu guter Letzt gibt es endlich mal wieder etwas von den Beastie Boys zu berichten: Die drei New Yorker arbeiten an einem neuen Album, das noch diesen Sommer erscheinen soll. Neben Adrock, MCA und Mike D werden auch Q-Tip, Phife Dawg (keine Sorge, wir geben euch Bescheid, wenn die ATCQ-Reunion beschlossen ist), Beck, Prince Paul und – natürlich – die Neptunes auf der bisher unbetitelten LP zu hören sein.

Peanut Butter Wolf – Badmeaningood

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Personal. Musical. A HipHop Chronicle.
So beschreibt das Label selber die Badmeaningood- Reihe, die inzwischen in die dritte Runde geht. Das Konzept ist so einfach wie interessant.Man frage einen Künstler nach seinen Lieblingsplatten und bitte ihn/sie, diese doch einmal zusammenzustellen und einen persönlichen Lieblings-Mix daraus entstehen zu lassen.

Das Ergebnis fiel bisher durchgehend gut und auch erfrischend unterschiedlich aus.Den Anfang machte der englische Produzent und DJ Skitz, mit einer interessanten Mischung aus Reggae-, Folk- und HipHop-Klassikern. Als zweiter im Bunde durfte dann Roots Manuva seine Lieblingssongs präsentieren. Diese sind zwar nicht so grandios gemixt, aber dafür ist auch hier eine sehr abwechslungsreiche Scheibe entstanden, von HipHop-Tracks á la ODB, Outkast, NWA oder Eric B. & Rakim, über Reggae, Ska, Soul und sogar ein klein wenig Drum & Bass.

Bei der Auswahl der Tracks sind den Künstlern keine Grenzen gesetzt.Für die neuste Compilation hat man den Weg über den großen Teich auf sich genommen und ist in der Bay Area gelandet, wo man niemand Geringeren als Mr. Stones Throw Peanut Butter Wolf in das Projekt mit einspannen konnte.
In gewohnt souveräner Manier mixt sich PBW durch die Musikgeschichte, von Grandmaster Flash zu Old School Electrobreaks, alten Soul-Klassikern wie Can´t You See Me von Roy Ayers oder Don´t Stop What You´re Doing von Alicia Myers, werden hier interessant und absolut hörenswert verschiedene Musikgenres in einen Kontext gepackt.Das ist interessanter und vor allem abwechslungsreicher als so manches Mixtape, das so im Umlauf ist.
Alle Badmeaningood-Releases gibt es mit einem sehr ansprechendem Coverartwork, sowohl als Vinyl, wie auch als Silberling.

Das nächste Highlight in dieser Reihe steht auch schon auf dem Plan. Der kurze Abstecher in die Bay ist vorüber und man orientierte sich doch wieder zurück nach England. Dort fanden sich dann auch die Scratch Perverts bereit, der Welt zu zeigen, was für Musik ihnen am Herzen liegt. Wir werden es sicherlich bald erfahren können. Solange genießen wir noch den kleinen persönlichen, musikalischen Einblick in die Welt von Skitz, Roots Manuva und Peanut Butter Wolf.

Dogtown & Z-Boys – Skateboard Dokumentation

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Filme oder Dokumentationen über das Skaten sind sicherlich keine Seltenheit. Aber diese spezielle Dokumentation stellt alles in den Schatten und zeigt die Anfänge, die Wurzeln der Skateboardsubkultur.
Dogtown ist der südliche Teil von Santa Monica/Venice in Los Angeles. Mitte der Sechziger Jahre verfiel der riesige Vergnügungspark, der sich von Venice bis nach Santa Monica zog. Zurück blieb ein Ort, heruntergekommen und dreckig – aber für einige war es schlicht und einfach das Paradies!

Inmitten der Ruinen des ehemaligen Parks gab es gute Surfspots, die allerdings nur „Locals“ kannten, und die großen Wert darauf legten, dass keiner von außerhalb Dogtown auf die Idee kam, hier zu surfen. Es war sehr gefährlich, da das Wasser voll mit Holzteilen, Müll und alten Pfählen war, aber genau das war eben der Reiz für eine Hand voll Kids, die versuchten, ihrem grauen Alltag zu entkommen, und für die Surfen alles bedeutete.
In der Skaterszene gelten die Zephyr Boys, wie sich die eingeschworene Surfer- und später Skatercrew nannte, als absoluter Kult, sie haben die gesamte Welt des Skatens auf den Kopf gestellt und revolutioniert.

Stacy Peralta, selber einst Mitglied der Z-Boys, hat diese mit vielen Preisen ausgezeichnete Doku gedreht. Hilfe erhielt der von den Fotographen Glenn Friedman (der u.a. für Albumcover-Fotos von Public Enemy, den Beastie Boys oder Run-DMC bekannt wurde, und besonders von Craig Stecyk, durch dessen journalistische Arbeit die Z-Boys national und international bekannt wurden. Diese drei Menschen haben viele Originalaufnahmen, Fotos und Interviews mit fast allen Mitgliedern zu einer einzigartigen Dokumentation zusammengefügt.
Sie konnten sogar Sean Penn dafür gewinnen, als Erzähler durch den Film zu führen.Jeder, der auch nur ein kleines Interesse am Skateboarding hat, sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen. Hier sind die Wurzeln, die Leute, die Stars – wie etwas Tony Hawk – inspiriert haben.

Neben Stacy Peralta waren es u.a. Jay Adams, Bob Biniak oder Tony Alva, die mit ihren Ideen und ihrem unkonventionellen Stil das Skaten auf ein neues Level gebracht haben.Dogtown & Z-Boys ist eine authentische und einfühlsame Dokumentation – die Legende lebt weiter!

Gentleman – Runaway-EP

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Tilmann Otto, den meisten eher als Gentleman bekannt, ist mit Sicherheit und weitem Abstand der erfolgreichste Reggae-Künstler Deutschlands. Genau wie seine Labelkollegin Joy Denalane hat Gentleman bewiesen, dass Deutschland zur Zeit stärker auf R&B und Soul bzw. eben Reggae, als auf HipHop hört. Sein Album „Journey To Jah“ hat sich bisher über 120.000 mal verkauft, und das kann in den letzten beiden Jahren kaum ein deutschsprachiges HipHop-Album von sich behaupten. Den Erfolg verdankt Gentleman wohl auch seiner forgesetzten und unermüdlichen Livepräsenz, die nun ab Mitte März (supported von Mellow Mark) wieder einsetzen wird.

Als Teaser zur neuen Tour kommt er jetzt mit der 6-Track EP „Runaway“, deren leicht-melancholischer Titeltrack sowohl in der Studiofassung, als auch in der extrem energiegeladenen Live-Version von den HipHop-Open 2002 auf der Platte sind. Außerdem bringt die EP die drei exklusiven Titel „Live It Up“ (feat. Capleton), „The Rule“ (feat. Luciano & Taffari) sowie „What She Deserves“ (feat. Glenn Washington). Alles äußerst entspannt und soulful – wer die wenigen Tage bis zur Tour nicht mehr warten möchte, sollte die Köln-Kingston-Connection auf jeden Fall checken.

Ape Escape 2

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Nach über 1,5 Millionen verkauften Exemplaren des ersten Ape Escapes für die gute alte PSOne schlagen die Affen jetzt auf 128 Bit zurück. Mit mehr als 20 Levels, 3 freispielbaren Minispielen und jeder Menge Affen fährt Sony ein dickes Geschütz gegen den momentan stärksten PS2-Hüpfer Sly Raccoon auf. Ob die Affen dem Waschbären das Wasser reichen können, lest ihr im Test.

Als erstes mal zur Story. Wer den ersten Teil bereits gespielt hat, kennt schon die Intelligenzhelme, die aus normalen Affen hochintelligente, aber leider auch leicht manipulierbare Superaffen machen. Im ersten Teil stellte sich Kakeru gegen die Affenhorde unter der Führung des bösen Spectres und konnte sie erfolgreich in die Flucht schlagen. Im zweiten Teil spielt Hikaru, Kakerus Cousin, die Hauptrolle und muss sich wieder einmal der Affenbrut samt Spectre erwehren. Nur sind jetzt die Affen noch gemeiner, noch bösartiger und noch schlauer. Will uns zumindest der Packungstext suggerieren, die Wahrheit sieht ein wenig anders aus, aber dazu später…

Im Prinzip gibt es 7 verschiedene Affenarten, die sich alle durch eine farbige Hose voneinander unterscheiden. Da wären zum Beispiel die Affen in hellblauen Hosen, die extrem feige sind und sich bei jedem von Hikaru verursachten Geräusch hinter Büschen und Ähnlichem verstecken. Oder die Affen mit schwarzer Hose (und fetter Sonnenbrille!), die ganz besonders aggressiv sind und zu allem Überfluss noch mit einem Maschinengewehr ausgestattet sind. In jedem Level gibt es verschiedene Arten von Affen, die quer durch die Abschnitte verteilt sind. Es muss immer eine bestimmte Anzahl von Affen pro Level gefangen werden, um das Level zu beenden. Welche (oder in welcher Reihenfolge) man fängt, spielt dabei keine Rolle. Nach ca. jedem 4. Level wartet dann noch mal ein ganz besonderer Affe auf euch, der den Endgegner eines Abschnitts darstellt. Davon gibt es insgesamt 5, also summa summarum 20 Level und mehr als 150 Affen zu fangen.

Hikarus „Waffen“-Arsenal ist dabei auf die Buttons gelegt, gesteuert wird eigentlich komplett mit den beiden Analogsticks, nur gesprungen und Kamera gewechselt wird mit den Shoulderbuttons. Der linke Stick dient hierbei der Fortbewegung, und der rechte zum Benutzen der Waffe, die man vorher auf einen der 4 Buttons gelegt hat. Hierbei ist zu beachten, dass Hikaru die Waffe in der Richtung relativ zur Kamera benutzt und nicht relativ zu seiner Position, was bei manchen hektischen Kamerafahrten die Affenjagd extrem erschwert. Das Fangen selber gestaltet sich hingegen einfach: Zwar wird in der Anleitung deutlich darauf hingewiesen, dass es verschiedene Arten von Affen gibt, Unterschiede im Spielverlauf machen sich jedoch keine bemerkbar. Anstatt sich anzuschleichen oder die Affen zu überlisten, hat sich ramboartiges Drauflosstürmen und Netz-Umherschwingen als praktischer erwiesen. Schade, da war mehr Potenzial drin. Die Waffen, die in diesem Spiel übrigens Gotchageräte heißen, sind sehr phantasiereich und vielseitig, es gibt Bananenbumerangs, die die Affen anlocken, ein Affenradar, mit dem man angepeilte Affen genau beobachten kann, und so weiter. Leider ist dem Forscherdrang ein absolutes Holzhammerprinzip entgegengesetzt, sodass man nicht Spaß am Experimentieren hat, sondern auf den ersten Blick sieht, welches Gerät man an welcher Stelle einsetzen muss.

Im Allgemeinen muss angemerkt werden, dass sich dieses Spiel vor allem an junge Spieler richtet, da vor allem durch den (meiner Meinung nach unzumutbaren) Animestil eine pokemonartige Atmosphäre geschaffen wird, der Schwierigkeitsgrad kann allenfalls als leicht beschrieben werden. Zwar gibt es viele Sachen zu entdecken, jedoch müssen diese Boni für bare Münze (in diesem Fall ganze 10!) im Hauptquartier zwischen den Levels eingetauscht werden. Und als erfahrener Spieler ist es ein Klacks, in den Levels mehr als 100 Münzen zu sammeln. Und spätestens ab da fragt man sich, was die Entwickler dazu bewegt hat, diese Bonusanimationen so lange laufen zu lassen. Man verbringt praktisch fast mehr Zeit mit dem Umtauschen seiner Münzen als mit dem Spielen der Levels. Zu erwerben gibt es beispielsweise Artwork von Hikaru mit seinem Babyaffen Pipotchi, den er immer an seiner Seite hat. Absolut überflüssig und unabgestimmt (zumindest für Leute, die mit Anime im Sinne von Poke, Dragonball usw. nichts anfangen können)

Grafisch lässt sich nichts bemängeln, es wird einem konstant Durchschnittskost geboten. Nicht spektakulär, aber auch nie schlecht. Beeindruckend ist vor allem die Vielfalt der Level, kein Level gleicht vom Thema her dem anderen. Da gibt es alte Ninjatempel zu erkunden, Unterwasserwelten am Sandstrand, eine Affeninsel, ein Kasino etc. Leider sind die Level etwa ab dem 8. Level etwas unübersichtlich, da man nach 14 gefangenen Affen nicht genau weiß, in welcher Richtung man jetzt noch groß suchen soll, Hilfsmittel wie Karte, Kompass oder ähnliches gibt es nur in Form des Affenradars, der eine SEHR begrenzte Reichweite besitzt. Pro:
– witzige Minispiele (Affenfußball, Tanz Affe Tanz…)
– konstante Bonbonknalleffektfarbengrafik
– das Spiel läuft in einem durch, d.h. es gibt keine unnötigen Ladezeiten oder Spielunterbrechungen
– viele freispielbare Boni (siehe jedoch auch Contra)
– Alle Affen in den Levels zu finden, ist fordernd, ebenso der Timetrialmodus
– Gute und witzige Animationen
– Unterschiedliche Grafiksets in den Levels

Contra:
– Grafik detailarm und voller riesiger Texturen
– Für Nicht-Anime-Fans kaum zumutbar
– Steuerung nicht optimal, nicht leicht zugänglich
– Überraschungstaktiken zum Fang der Affen überflüssig
– Schlimmer Sound (wahrscheinlich nur für Nicht-Anime-Fans)
– Schnell verbringt man mehr Zeit an der Bonimaschine als in den Levels
– Interessantes Spielprinzip zu sehr für Kinder zusammengestutzt
– Oft ungünstige Kameraperspektive
– Vor allem in späteren Levels geht die Übersicht verloren

Fazit: Nur Pokemon&Co-Fanatiker sollten dieses Spiel mal anspielen, alle anderen werden wahrscheinlich keinen dauerhaften Spaß an dem Spiel haben. Eher was für Freaks.

Hersteller: Sony Computer Entertainment Europe
Publisher: Sony Computer Entertainment Europe
Spieler: 1 (Minispiele 2)
USK: keine Altersbeschränkung

Buckshots „BDI Thug“ bald wieder in den Läden

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Buckshots “BDI Thug” wird demnächst wieder zu haben sein. Das längst vergriffene Solo-Album des Black Moon MCs wird von Koch re-released.

Auf der aus dem Hause Duckdown kommenden LP sind unter anderem Beats von namenhaften Producern wie Just Blaze, Lord Jamal, Master Beats und Baby Paul von den Beatminerz zu hören.

Die Original-Version aus dem Jahre 1999 wurde außerdem um drei Bonustracks erweitert („Follow My Lead RMX“, „Will We Live 2 See 2morrow” und “Use 2 Be Afraid”). „BDI Thug“ steht ab Mitte März wieder in den Läden.

Ghost Recon

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Nach den überaus erfolgreichen Tom Clancy Spielen auf diversen Systemen (allen voran dabei das unvergessene Rainbow Six für PC) wird nun endlich die PS2 mit einer Konvertierung eines Tom Clancy Themas bedient. Hierbei handelt es sich um das etwa ein Jahr alte Ghost Recon, wobei in der PS2-Fassung noch das damals für den PC seperat erhältliche Expansion Pack „Desert Siege“ gleich dazugepackt wurde.

Tja, liebe Zockergemeinde, was darf man von PC-Konvertierungen auf der PS2 erwarten? Wir alle erinnern uns an das gute alte Half-Life, das einen auch auf der Konsole in den Bann zog, wie auch an das ebenfalls gute Baldurs Gate, welches jedoch mit einem sehr actionlastigen Spielprinzip auftrumpfte (im Gegensatz zur eher rollenspiellastigen PC-Version).

Erstmal: Technisch ist alles einwandfrei gelungen, Grafik und Sound sind Standard bis sehr schön, und auch in Sachen Optionsvielfalt steht die PS2 dem PC-Vorbild in nichts nach. Hier und da wurden sogar noch einige der Texturen aufgefrischt und lassen das Game im Ganzen nun besser als die PC-Version aussehen. Grafik und Sound sind also in jedem Fall top und gut gelungen.

Wie stehts aber mit dem Gameplay, dem wichtigsten Kriterium für gute Spiele? Gerade bei Konvertierungen vom PC ist die Umsetzung der Steuerung einer der Knackpunkte, an denen sich entscheidet, ob ein Spiel spielbar wird oder zu einer „Welche drei Tasten muss ich nochmal drücken um die Tür zu öffnen?“-Tortur mutiert. Wo der PC-Spieler Tastatur und Maus zur Verfügung hat, muss sich der durchschnittliche PS2-Spieler mit einem Joypad mit 12 Buttons abfinden. Und gerade hier ist den Entwicklern von Red Storm fast schon ein Geniestreich gelungen: Selten war ein Spiel mit derartig vielen (und auch dringend benötigten!) Befehlen ausgestattet und trotzdem intuitiv und aus dem Handgelenk beherrschbar geblieben. Damit geht die Steuerung eures Soldaten quasi in euch über, und nach kurzer Eingewöhnung könnt ihr eure Soldaten im Schlaf durch ein feindliches Lager dirigieren. Womit wir zu einem weiteren wichtigen Punkt kommen: Dieses Spiel ist wohlgemerkt ein Taktik-Shooter und KEIN Ego-Shooter. Soll heißen: Ihr kämpft nicht allein auf weiter Flur, sondern habt ein bis zu 6 Mann starkes Team unter Kontrolle, zwischen denen ihr hin- und herwechseln könnt und denen ihr auf einer Kommandokarte Befehle wie „Stellung halten“, „Bereich observieren“ etc. geben könnt. Einzelgänger-Rambostylee-Aktionen bringen euch in diesem Spiel also definitiv nicht weit, da vor allem auf den höheren Schwierigkeitsgraden (von denen es insgesamt drei gibt, wobei der schwerste am meisten Spaß macht) die gegnerischen Soldaten sehr oft in enormer Überzahl sind und schnell und genau abdrücken. Also ist Teamarbeit angesagt, was ungefähr so aussehen könnte: Das erste Team sichert das Tal, indem ihr es auf die Bergkuppe schickt, während das zweite Team von euch gesteuert langsam in das Tal weiter vorrückt. Hat das zweite Team eine gute Position, ordnet ihr ihm einen Bereich zu, den es sichert, wechselt auf das erste Team und rückt nach usw. Das alles geschieht mit wenigen Kommandos, astrein gelöst. Den Großteil des Spieles spielt ihr aus der Egoperspektive als Anführer des Teams, wobei ihr natürlich zwischen den einzelnen Teammitgliedern, die ihr euch vorher ausgesucht und ausgerüstet habt, hin und her wechseln könnt. Die anderen Teammitglieder trotten dann brav dem von euch kontrollierten Soldaten hinterher, während das andere Team (sofern es keine andersartigen Befehle hat) auf der Stelle verharrt und sichert.

Die Level sind sehr vielseitig gestaltet, es geht durch weite Täler, dichte Wälder, Städte und in die Wüste. Insgesamt gibt es 24 Missionen, davon 16 in der Ghost Recon Kampagne und 8 in der Desert Siege Kampagne. Dabei ist noch zu erwähnen, dass in der Ghost Recon Kampagne im baltischen Raum und in der zusätzlich enthaltenen (aber erst nach Beendigung der Ghost Recon Kampagne freigespielten) Desert Siege Kampagne in Afrika gekämpft wird.

Genug zur Einzelspielerkampagne, jetzt mal zum Mehrspielermodus: Da erwartet uns auf den ersten Blick nichts neues: Versus Modus (der hier übrigens einfach „Überleben“ heißt) sowie Kooperationsmodus (sowohl kooperative Mission, d.h. normale Missionsziele mit zwei Spielern als auch kooperatives Feuergefecht, was bedeutet, dass ihr zu zweit alle Feinde niedermähen müsst). Nach kurzer Spielzeit im Co-Op Mode weiß man, warum sich dieses Spiel gelohnt hat: Der Kooperationsmodus ist einfach genial, jeder hat einen Soldaten (leider kein Team), und gekämpft wird per Splitscreen. Dabei gilt es, die normalen Missionsziele des Levels zu erfüllen. Und es macht einfach nur Spaß, was man vom VS Mode nicht behaupten kann. Die Level sind einfach zu groß, als dass man vernünftig 1 gegen 1 spielen kann, überflüssig!

Kritik kann man an dem etwas starren Levelaufbau anbringen, Gegner erscheinen jedesmal an der gleichen Position, und überaus intelligent sind sie auch nicht.

Fazit ist:
Alles in allem sollten die Gegner einfach viel heftiger auf ein 6-Mann-Team von Green-Beret-US-Armee-Spezial-Killer-Einheiten reagieren, als hinter einem Stein verschanzt darauf zu warten, dass unser Team einschläft oder so. Trotzdem ist dieses Spiel einfach ein Spiel, das aufgrund seiner packenden, realistischen Atmosphäre und dem sehr schönen Kooperationsmodus eine Menge Spaß macht. Quasi ein Überraschungshit, dem man erst nach einiger Zeit den richtigen Spielspaß abgewinnt. Hier sollte jeder Fan der Tom Clancy Serie zugreifen, und alle Ego-Shooter-Freaks da draußen sollten es wenigstens mal anspielen, geballert wird schließlich auch…

Pro/Contra:
+ Exzellente Steuerung
+ macht im Multiplayer einen Heidenspaß
+ Abwechslungsreiche Missionen
+ Größtenteils Grafik auf dem modernsten Stand

– recht starrer Levelaufbau
– schwache Gegner-KI
– Versusmodus unbrauchbar

Bewertung:
Multiplayer 6
Singleplayer 5
Fazit: 5-6

Titel: Tom Clancy´s Ghost Recon
Plattform: Sony Playstation 2
Entwickler: Red Storm Entertainment
Vertrieb: UbiSoft
Genre: Taktikshooter
Spieler: 1-2
USK: 16

3p fördert den Nachwuchs

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Das Frankfurter Label 3p (Pelham Power Productions) wird in Zukunft verstärkt auf den eigenen Nachwuchs setzen: Fünf junge Mitarbeiter im Alter zwischen 20 und 24 Jahren bilden die Arbeitsgruppe „3p Rookies“, darunter vier Azubis (Kaufmann /-frau für audiovisuelle Medien) und ein Praktikant.

Die „3p Rookies“ wollen ihre Unvoreingenommenheit bei der Konzeption einer eigenen Marketingkampagne nutzen, um verkrustete Strukturen der Plattenindustrie aufzureißen. Zu ihren Aufgabenbereichen werden neben Radio-, TV-, Presse- und Onlinepromotion auch Management und Merchandise gehören.

3p-Chef Moses Pelham äußerte sich folgendermaßen zu dem innovativen Konzept: „Noch vor zehn Jahren wäre ich selbst sehr gerne Teil einer solchen Unit gewesen. So freut es mich umso mehr zu sehen, wie mein einstiger Traum heute für meine jungen, hart arbeitenden, in ihrem Umfeld viel besser als ich es sein kann vernetzten Kollegen Wirklichkeit wird. Ich bin sicher, dass sie uns alle sehr überraschen werden, und halte das Projekt für ein Investment in unsere Zukunft, das sofort beginnen wird, Früchte zu tragen.“

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