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JMJ: Polizei auf heißer Spur?

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Nach einem Bericht des Rolling Stone Magazins konzentriert sich die Untersuchung der Polizei im Fall Jam Master Jay derzeit auf einen mögliche Verbindung zu der Fehde zwischen Irv Gottis Murder Inc. und 50 Cent.

Unter Berufung auf anonyme Quellen wird in der neusten Ausgabe der Musikindustrie-Bibel behauptet, dass verschiedenen Label-Bossen Gewalt für den Fall angedroht wurde, dass sie 50 Cent unter Vertrag nehmen.

„Es ist genau wie im Drogengeschäft“, wird ein Informant, der mit dem Fall vertraut sein soll, in dem Rolling Stone-Artikel zitiert, „sie setzen auf Angst und Gewalt um sich Mitkonkurrenten vom Leib zu halten.“

Der Drahtzieher hinter diesen Einschüchterungsversuchen soll der ehemals mächtigste Crack-Dealer New Yorks, Kenneth „Supreme“ McGriff, gewesen sein, von dem die Polizei vermutet, dass er Irv Gotti beim Aufbau von Murder Inc. finanziell unter die Arme gegriffen hat. Das FBI hatte vor einigen Wochen die Büroräume von Murder Inc. in der Hoffnung durchsucht, Beweise für diese Annahme finden zu können (checkt dazu auch rap.de/newsarchiv).

Jam Master Jay, der 50s Karriere als Produzent und Mentor gefördert hatte, soll dem G-Unit-Chiefrocker geraten haben, sich von Drogenboss McGriff fernzuhalten. „Wir haben so viel gemeinsam, dass wir nicht miteinander klarkommen“, äußerte sich 50 zu seinem Verhältnis zu McGriff, „er kann mich nicht leiden und ich kann ihn nicht ausstehen.“

„Die Idee, dass mein Klient illegale Gelder dazu nutzen würde, um damit Murder Inc. aufzubauen, ist absolut absurd“, ließ hingegen McGriffs Anwalt in einem Statement verlauten.

„Jay hat möglicherweise den Fehler begangen, zu denken, dass er als prominente Person sicher sein würde“, spekulierte der vorher erwähnte Informant gegenüber dem Rolling Stone, „dieser Fehler hat ihn das Leben gekostet.“

McGriff sitzt derzeit wegen illegalem Waffenbesitz im Knast, allerdings steht dieses Vergehen in keinem Zusammenhang mit dem Mord an JMJ.

Ja Rule: Teure Autogrammstunde

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Ja Rule scheinen die Autogrammkarten ausgegangen zu sein: Nach einer Meldung der US-amerikanischen Website AllHipHop.com soll der Platin-Rapper bei einem Tourstopp in Melbourne signierte 50$-Scheine an seine australischen Fans verteilt haben.

Die glücklichen Empfänger waren 32 Jugendliche, die von Ja in den Backstagebereich eingeladen wurden. Vorrausgesetzt, dass jeder der anwesenden Murder Inc.-Enthusiasten ein solches Andenken mit nach Hause nehmen durfte, hätte sich Ja diese Autogrammstunde also eben mal 1600$ kosten lassen.

Ja Rule tourt derzeit zusammen mit seiner Labelkollegin Ashanti und Eminem-Opfer Benzino durch Australien.

„Hip Hop´s Woodstock“ auf unbestimmte Zeit verschoben

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Die als „HipHop`s Woodstock“ angekündigte Großveranstaltung wurde von den Promotern auf unbekannte Zeit verschoben. Eigentlich hätten am 12. und 13. April ein in dieser Größe noch nie da gewesenes HipHop-Festival und parallel dazu der HipHop Summit in Atlanta stattfinden sollen.

Die Stadtverwaltung hat bereits zwei Zulassungsanträge für eine Nutzung des Baseball-Stadions seitens des HipHop Summit Action Networks wegen Sicherheitsbedenken abgelehnt. Außerdem wird in Atlanta zeitgleich mit dem ursprünglich angedachten Termin eine alljährliche Veranstaltung ausgetragen, zu der auch dieses Mal mehr als 100.000 Besucher erwartet werden.

Bei einer Pressekonferenz gaben sich trotzdem alle Beteiligten optimistisch, noch eine Einigung erzielen zu können: „Wir werden weiterhin Gespräche mit der Stadt führen, um einen passenden Termin zu finden“, äußerte sich die HHSAN-Mitarbeiterin Jody Miller zum Stand der Dinge, „natürlich ist es wichtig, dies im Einverständnis mit der Verwaltung zu tun. Sich mit der Stadt anzulegen, war niemals unsere Absicht. Wir werden einen geeigneten Termin festlegen und das Seite an Seite mit der Stadt Atlanta durchziehen.“

Etwas gedämpfter klang das dann schon bei den Vertretern der Stadt Atlanta: „Wir haben gerade eine neue Festival-Sicherheitsverordnung eingeführt, die sehr hohen Ansprüchen genügt“, machte Pressesprecherin Sandra Allen Walker zunächst den Standpunkt der Verwaltung klar, „wir freuen uns über jedes Festival oder sonstiges Event hier in Atlanta, das den Regeln dieser Verordnung entspricht.“

„Wir begrüßen, dass Russell Simmons und das HHSAN um eine Genehmigung für diese Veranstaltung gebeten haben“, fuhr Walker fort, „wir kennen die Arbeit von Russell Simmons, wissen um seinen professionellen Ruf und sind froh, mit ihm arbeiten zu können.“

Atlantas „Generalprobe“ für „HipHop`s Woodstock“, das NBA All-Star Weekend, ging aus organisatorischer Sicht übrigens ordentlich in die Hose: Die Verantwortlichen hatten den Publikumsandrang so unterschätzt, dass der Verkehr in Atlantas Innenstadt durch das zusätzliche Aufkommen praktisch über das gesamte Wochenende lahmgelegt wurde.

In The Paint nimmt Goodie Mob, Inspectah Deck und Turk unter Vertrag

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Inspectah Deck, The Spooks und Turk werden ihre nächsten Alben bei In The Paint Records, der HipHop-Abteilung von Koch, veröffentlichen. Außerdem nahm das New Yorker Label den Goodie Mob minus Cee-Lo unter Vertrag, Big Gipp unterschrieb sogar einen Solo-Deal.

„2003 wird ohne Zweifel ein herausragendes Jahr für uns“, äußerte sich In The Paint-Chef Alan Grunblatt in einem Statement, „wir freuen uns, unseren Künstlerkader mit solch talentierten Acts erweitern zu können.“

KRS-ONE, Public Enemy und Onyx gehören zu den HipHop-Schwergewichten, die in den letzten Monaten mit In The Paint Records zusammen gearbeitet haben. Außerdem erwartet Turk ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Cash Money Millionaire B.G. und auch Inspectah Deck trifft in Person von Wu-Tang Mastermind RZA (aka Bobby Digital) auf ein familiäres Gesicht.

Außer Big Gipp (der vermutlich mit der nächsten Goodie Mob LP genug um die Ohren haben wird) wollen alle Neuzugänge noch in diesem Jahr ein Album veröffentlichen. Zunächst soll Inspectah Decks „The Movement“ (Veröffentlichungstermin: 22. Mai) erscheinen, in den darauffolgenden Monaten wollen dann auch Turk (Juni), The Spooks (Juli) und der Goodie Mob (September) ihre Alben an den Start bringen.

Mortal Kombat Deadly Alliance

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Whoa – seid mal ehrlich… wer hat nicht auf diesen Titel gewartet? Nach langer Zeit ist endlich wieder ein Mortal Kombat erschienen, das
a) den Flair des ersten Teils wieder aufleben lässtund
b) mehr bietet als alle anderen Teile zuvor. Aber das Wichtigste zuerst: Deadly Alliance ist kein „altes“ Mortal Kombat mehr, die 2D-Zeiten sind passé (okay, das verunglückte MK4 mal außen vor), dafür rulen Scorpion und Co. sich jetzt in 3D-Hochauflösung durch alle gängigen Systeme. Auch die Engine und das Kampfsystem haben die Entwickler komplett neu designt, im Endeffekt erwartet euch mit Kauf dieses Titels ein neuartiges Beat-em-Up, das sich des Themas Mortal Kombat bedient. Natürlich sind viele alte Haudegen aus den ersten beiden Teilen wieder dabei (Shang Tsung, Scorpion, Reptile, Raiden, Cyrax, Sonya Blade, Johnny Cage, Sub Zero, Kano, Jax, Kitana, Kung Lao), aber auch neue Charaktere wie der bereits verfaulende Netherworld-Dämon Drahmin sind den Federn des Character Development Teams entsprungen. Insgesamt stehen 12 alte Kämpfer, 9 neue und 2 geheime zur Auswahl. Wobei man hier etwas differenzieren muss: Durch die neue Engine sind die alten Kämpfer nicht mehr wirklich die alten, sondern eben 2003-Style. Soll heißen: Zwar beherrschen Charaktere noch einige ihrer Special Moves, es wurden aber fast alle davon modifiziert und sind jetzt weniger entscheidend für Sieg oder Niederlage.

Viel wichtiger sind jetzt die Combos und Styles geworden, von denen jeder Kämpfer 3 hat. Das sieht z.B. bei Scorpion so aus, dass er jetzt jederzeit im Kampf durch drücken der Style-Taste zwischen dem Hapkido, dem Pi Gua und seinem Waffen-Style umschalten kann. Jeder Style hat eigene Combos und Schläge. In einem speziellen Konquestmodus lernt ihr für jeden Kämpfer in 10 Etappen diese verschiedenen Combos und Styles kennen und müsst sie anwenden. Schon hier zeigt sich deutlich, dass das neueste Mortal Kombat kein Draufrumgekloppe mehr ist, sondern Einarbeitungszeit und Taktik erfordert. Denn mit euren Standardschlägen braucht ihr euch vor Moloch, einem Dämon aus der Unterwelt mit Stahlkugel als Haustier, gar nicht erst blicken lassen. Also ist fleißiges Combolernen angesagt, vor allem die Stylechange-Combos, mit denen der Charakter in einer Combo einen oder mehrere Styles benutzt, sind im späteren Spielverlauf essentiell an Erfolg oder Niederlage beteiligt. Hört sich komplizierter an, als es ist, auf jeden Fall ist es anspruchsvoller als alle anderen Prügelspiele (mit Ausnahme des Beat-em-Up-Schachs Virtua Fighter).

Womit ich direkt überleite zum Schwierigkeitsgrad. Holla, meine Herren, wer das als leicht bezeichnet, ist verrückt (oder echt gut). Ich persönlich fand es bereits auf Normal enorm schwer, überhaupt mal eine Runde gegen Moloch für mich zu entscheiden (Hey, er ist ein Dämon und hat ´ne Stahlkugel am Arm). Spätestens hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Mit Button Mashing kommt man höchstens über die ersten Runden. Leider ist der Schwierigkeitsgrad im Konquestmodus allenfalls als moderat anzusehen, da man dort vor allem die eingeblendeten Combos nachdrücken muss. Hier zeigt sich auch eine der großen Stärken von MKDA: Anders als bei anderen Prüglern ist das Timing bei den Combos enorm wichtig, da das Programm wirklich verlangt, dass die Schläge harmonisch ineinander übergehen. Das Programm merkt sich nicht wie bei Tekken die Buttonfolge, sondern erwartet zum bestimmten, passenden Moment einen die Combo weiterführenden Befehl. Spätestens bei den alle-Styles-durchgehenden Combos werdet ihr das deutlich merken und euch das eine oder andere Mal die Zähne daran ausbeißen. Dabei bleibt das Spiel aber immer fair, weil wirklich nur ihr bestimmt, wie die Combo aussieht.

Sowieso erscheint einem das Spiel „direkter“ als andere Prügler, weil ihr nie das Gefühl bekommt, dass euch das Programm irgendeine Combo aufzwängt. Ihr seid direkt daran beteiligt, ob Raiden nun mit einem Blitzschlag seine 6 Hit Combo beendet oder ob er danach noch ein bisschen jugglet. Das fand ich enorm ansprechend, etwas, das ich höchstens von Virtua Fighter kenne. Eine der schönsten Dinge bei MKDA ist, dass das Spiel zwar langsam kontrolliert wird und eher überlegtes Handeln verlangt, trotz allem enorm flüssig und temporeich erscheint. Und was will man bitte mehr erwarten von einem guten Prügler?

Die Grafik ist natürlich über jeden Zweifel erhaben, überall gibt es kleine Details zu entdecken, die Levels strotzen trotz ihrer geringen Größe vor atmosphärischen Details wie breitschultrigen Trommlern oder Ruderern oder oder oder. Die Charaktere sind auch fast alle wunderschön gerendert und animiert, bis auf wenige Ausnahmen (der gute alte Johnny hatte wohl Besen zum Frühstück). Den Spielspaß beeinträchtigen diese Patzer allerdings nicht im Geringsten. Allein Bo Rai´Cho, einer der neuen Kämpfer, der als Style u.A. den Drunken Boxing Stil vertritt, ist sicherlich einer der am besten animierten Charaktere überhaupt in einem Beat-em-Up.

Neu in der Mortal Kombat-Reihe ist das Bonussystem: Nach jedem Kampf bzw. nach jeder gelösten Konquestmission erhaltet ihr zur Belohnung Münzen, die ihr dann in der Krypt gegen entsprechend wertvolle Boni eintauscht. Dabei gibt es 6 verschiedene Münzsorten, und manche davon sind richtig schwer zu bekommen. Angefangen wird mit 12 Kämpfern, die restlichen 9 schaltet ihr ebenso wie neue Arenen und Kostüme durch massig Münzen frei, die es erst mal zu verdienen gilt.Zusätzlich gibt es noch zwei Extra-Charaktere freizuspielen, die ihr jedoch NICHT in der Krypt kaufen könnt. Auch wiedererweckt wurde das Test-Your-Might Minispiel, bei dem es darum geht, durch Drücken der Buttons Gegenstände unterschiedlicher Härte zu zerschlagen. Dafür gibt es dann auch wieder Kohle, die ihr auch bitter benötigen werdet, schließlich gibt es insgesamt 676 unterschiedliche Boni zu kaufen!!! Doch vorsichtig – selbst manche teuren Särge (in denen befinden sich die Boni) enthalten nichts, was mit einem höhnischen Lachen aus den Speakern untermalt wird. Das Leben ist hart in der Netherworld…

Insgesamt tut das neuartige, eher taktische Spielprinzip dem Spiel sehr gut und macht es jedes mal wieder herausfordernd. Zum ersten Mal hatte ich wirklich das Gefühl, dass man sich seinen Kämpfer wohlbedacht auswählen sollte, bevor man in die Schlacht zieht: Schnelligkeit, Stärke, gute aber komplizierte Combos… was passt zu meinem nächsten Gegner??Diese Frage werdet ihr euch oft stellen im Verlauf des Kampfes. Wahrscheinlich öfter, als euch lieb ist (Tipp: Nach dem Continue dürft ihr euch einen anderen Kämpfer aussuchen…). Aber genau das macht ja den neuen Mortal Kombat Teil zu einer echten spielerischen Herausforderung, etwas, das ich in den vorherigen Teilen stark vermisst habe. Über den Brutalitätsgehalt schweige ich mich aus, klar ist nur, dass keiner der Kämpfer viel Zuwendung in seiner Kindheit bekam.

Pro:
– Enorm flüssiger Spielverlauf, der Kampf wird nie unnötig in die Länge gezogen
– Specials (nicht die Combos) aufs Wesentliche reduziert
– Exzellente Grafik, vor allem die Details machen das Spiel einfach nur toll anzusehen
– Sehr geniale und neuartiges Steuerungsfeeling, man ist direkt im Kämpfer und hat ihn nicht als „Marionette“ (Tekken)
– Krachende Soundeffekte
– enorme Movevielfalt
– Motivierendes Bonussystem
– Kampf-Wetteinsätze beim 2 Spieler Modus
– Es gibt eine Unmenge zu entdecken
– Das Spiel lebt nicht mehr von seinen Splattereffekten, die Splattereffekte stehen jetzt deutlich hinter dem Gameplay
– Das geniale Kampfsystem basiert fast vollkommen auf dem Zusammenspiel der verschiedenen Kampfstile

Contra:
– Man sieht die Bonuscharaktere und Kostüme bereits im Konquestmode, ohne sie freigespielt zu haben
– Nur ein Fatality pro Charakter (wie gesagt, ist 2003 nicht mehr von großer Bedeutung)
– Mortal Kombat Historiker wird das neue Spielsystem (erstmal) abschrecken
– Wenig Specials (aber mit den Worten von Torch: Weniger ist mehr, mehr ist weniger!)
– Ziemlich hoher Schwierigkeitsgrad für Neulinge
– Man kann fast gar nicht am Spiel rummeckern
– Es gibt noch nicht den nächsten Teil

Fazit: Wenn ihr keine Lust mehr auf „Button-rumdrücken-Tekken“ mehr habt, Dead or Alive euch zu simpel strukturiert und Virtua Fighter zu gewöhnungsbedürftig ist, dann ist MKDA euer Spiel. Ach, was red ich da, JEDER, der Prügler mag, sollte es zumindest mal probegespielt haben. Für mich ist es definitiv der beste Prügler auf der PS2, nicht zu taktisch aber auch nicht zu unberechenbar. Dazu fette Grafik… kaufen.

Bewertung: 6
Multiplayer: 6

Entwickler: Midway
Publisher: Midway
Spieler: 1-2USK: definitiv ab 18Memory Card: 72 kB

DMX will immer noch aufhören

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In einem Interview mit dem Sender MTV bestätigte DMX noch einmal, dass „Not A Game“ sein letztes Album sein wird. Der Original-Ruff Ryder will sich in Zukunft mehr auf seine Schauspielkarriere und seine Bibelstudien konzentrieren.

„Ich werde mich der Kirche widmen“, erklärte DMX gegenüber dem Musikkanal, „ich möchte mir eine Weile frei nehmen.“

Außerdem nutzte er die Gelegenheit, um einen seiner potentiellen Nachfolger als Mainstream-Star mit Streetcredibility zu loben: „Wir haben eine ähnliche Persönlichkeit… Ich bin froh, dass er es geschafft hat“, äußerte sich DMX zu dem Erfolg von 50 Cent, der auch auf „Not A Game“ gefeatured wird, „die Rap-Industrie lief wieder einmal Gefahr, zu glatt und soft zu werden. Es ist also gut und erfrischend, wenn man bei jemandem wie ihm die Straßen durchhört.“

DMX wird nach wie vor Filmrollen annehmen und als Chef von Bloodline Records, dem von ihm gegründeten Label, in der Musikindustrie mitmischen. Der Action-Streifen „Cradle 2 The Crave“, in dem DMX an der Seite von Jet Li die Hauptrolle spielte, hatte es bis an die Spitze der US-amerikanischen Kinocharts geschafft.

Ob DMX’ Ankündigung, sich als Musiker zurückzuziehen, ernstzunehmen ist, oder die Sache sich nach einer Weile vielleicht doch als PR-Trick entpuppt, bleibt abzuwarten.

Beastie Boys veröffentlichen Anti-Kriegs-Track

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Nachdem wir bereits gestern nach längerer Zeit mal wieder von den Beastie Boys berichten konnten, flatterte heute die Nachricht von einem Anti-Kriegs-Track des New Yorker Trios in unsere Redaktion.

Auf „In A World Gone Mad“ fordern Adrock, MCA und Mike D eine friedliche Lösung der Irak-Krise und eine zurückhaltendere Außenpolitik des US-amerikanischen Regierung. Trotz des bitterernsten Themas geht der typische Beastie-Boys-Humor nicht verloren: Bei Lines wie „George Bush, you looking like Zoolander / Trying to play tough for the camera“ kann man sich ein Schmunzeln nur schwer verkneifen.

„Wir dachten, dass es wichtig wäre, sich zu dem Kurs zu äußern, den die USA eingeschlagen hat“, erklärte MCA die Beweggründe für den Protest, „ein Krieg im Irak würde unsere Probleme nicht lösen. Das kann nur mit dem Tot tausender unschuldiger Zivilisten und vieler US-Soldaten enden. Wenn es uns wirklich um Sicherheit geht, sollten wir versuchen, Freundschaften aufzubauen und nicht den Rest der Welt herumzuschupsen.“

„Dieser Song ist weder anti-amerikanisch, noch ist er pro-Saddam Hussein“, ergänzte Adrock, „dies ist ein Statement gegen einen ungerechtfertigten Krieg.

Unter BeastieBoys.com, MoveOn.com, TrueMajority.com oder WinWithoutWar.com könnt ihr euch das Teil kostenlos downloaden.

Dark Angel

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Frust. Das ist das Wort, das die Versoftung von James Camerons ehemals populärer Fernseh-Action-Superheldin-Serie Dark Angel beschreibt. Oder vielleicht: Unverschämtheit, denn unverschämt ist es allemal, was uns Radical Games hier vorsetzt. Ein komplett schwachsinniges Kampfsystem (ich sage nur: absolute Willkür + Button Mashing), extrem unfaires Leveldesign (wobei das Wort Level hier mit Vorsicht genossen werden sollte, es ist eher immer das Gleiche mit wechselnden Gegnerpositionen!) und ein Frustrationsfaktor, der seinesgleichen sucht (nicht, weil man zu schlecht ist, das Spiel ist einfach nur unfair). Aber fangen wir erstmal mit dem Positiven an.

Die Grafik ist eigentlich ganz gut gelungen, die Atmosphäre des postapokalyptischen Seattles ist gut getroffen (bietet aber keine Überraschungen), und vor allem die Hauptdarstellerin Max Guevera ist gut in Szene gesetzt worden. Auch die Levelumgebungen sind im Prinzip detailreich, wenn, ja wenn sie nicht immer die Gleichen wären. Hey, so eine schäbige Gasse mit brennender Mülltonne und Abfallcontainer sieht ja toll aus, nur wenn man um die Ecke geht, sieht die nächste Gasse genauso aus. Und danach die auch. Alle 4-5 Level wird dann ein neues Levelset geladen, wobei sich das Wiederholungsprinzip aber – wie der Name schon andeutet – wiederholt. Somit fällt die Grafik trotz ihrer realistischen Darstellung einzelner Objekte und der Animationen von Max nach kurzer Spielzeit nicht mehr weiter ins Auge. Zu allem Überfluss benutzt das gesamte Spiel immer wieder die gleichen Standardobjekte. Leitern sehen auf den Straßen Neo-Seattles genauso aus wie in einem unterirdischen High-Tech-Forschungskomplex, und Fässer (von denen es im Spiel eine Menge gibt) sehen auch überall auf der Welt gleich aus. Super.

Nun aber zum Gameplay, immerhin haben wir ja auch alle Tetris nicht wegen der tollen Grafik gespielt. Hier haben die Entwickler von Radical versucht, einen Mix aus Metal Gear Solid und Streets of Rage (wenn das überhaupt noch jemand kennt!) zu kreieren, der aber – leider, muss man sagen – vollkommen nach hinten losging. Über die Steuerung braucht man nicht viel diskutieren, ich bezeichne sie einfach mal als unpräzise. Soll heißen: Ihr lauft vor den Gegnern her, plötzlich, aus unerfindlichen Gründen, dreht ihr euch um und lauft in die Gegner hinein, ohne dass sich die Kamera bewegt hätte oder ihr gar den Stick bewegt hättet. Aha, interessant. Auch das Kampfsystem ist nicht gerade ausgereift. Ein Punch-, ein Kick- und ein Wurf-Button stehen dem modernen, genetischen Superkämpfer zur Verfügung, die allesamt durch simples Mehrmalsdrücken zu Combos ausgebaut werden können. Spielerisch überhaupt nicht anspruchsvoll, wenn ihr die stärkste Attacke mit 5mal-Punch-Drücken auslöst. Ganz im Matrix-Stil ist die Rage-Anzeige in der linken unteren Bildschirmecke. Ist sie voll, könnt ihr besondere Special Moves ausführen. Das wird zumindest in der Anleitung behauptet. Realität ist aber:
Ab und zu (d.h. unabhängig von eurer Rageleiste) werden während des Kampfes einzelne Aktionen in Bullet-Time (bekannt aus Matrix oder Max Payne) dargestellt, wobei der Zeitpunkt wie gesagt völlig willkürlich ist. Habt ihr die Rageleiste voll, passiert das nur öfter. Wow.

Die Stealthelemente beschränken sich darauf, dass man tot ist, wenn man sich vom Gegner erwischen lässt. Das bedeutet, dass man in jedem der Stealthlevel durch die feuchter Schwamm-Steuerung mindestens 5mal draufgeht, weil man sich, anstatt sich an eine Wand zu pressen, versucht, dem Wachmann die Luft mit den Armen wegzusaugen. Wird man nämlich entdeckt, stürmen alle Wachen aus dem Gebiet auf euch zu, und ihr habt knapp eine Minute Zeit, um alle zu liquidieren (was im Großteil der Level unmöglich ist). Schafft ihr’s nicht, geht ihr drauf. Dass man dann den kompletten (oftmals sehr langen) Level von vorne beginnen muss, weil man nur am Levelende speichern kann, brauch ich nun wirklich nicht mehr zu erwähnen. Also: Stealthelemente vollkommener Unsinn.

Tja, was bleibt da eigentlich noch zu diesem Spiel zu sagen? Die Story. Ähm ja, die Story kann allenfalls als 08/15 beschrieben werden, Max Guevera ist eins von 12 Kindern, die aus einem militärischen Genlabor für Supersoldaten geflüchtet ist und jetzt ihre 11 Geschwister suchen. Keine Angst, nach 2 Leveln ist euch die Story eh egal, da sie nur als Aufhänger für das Zusammenschlagen der ewig gleichen Gegner dient.

Pro:
– Eigentlich ganz nette Grafik
– Gute Animationen der Charaktere
– Originalsprecher der US-Serie
– Die Atmosphäre der Serie wurde gut umgesetzt
– Am Anfang sehen die Effekte und die Kämpfe cool aus…

Contra:
– …nach dem zweiten Gegner merkt man, dass sich die Kämpfe immer wiederholen.
– Zu den Sprechern: 1. Sie sind schlecht 2. Es sind nur zwei…
– Das angeblich revolutionäre Ausweichsystem hilft nicht beim Ausweichen
– Grafik wiederholt sich, Level wiederholen sich, Gegner wiederholen sich, die Sprüche von Max wiederholen sich, die Levelziele wiederholen sich, man selber muss jeden Level x-mal wiederholen, irgendwie wiederholt sich einfach alles!wiederholt sich einfach alles!wiederholt sich einfach alles!
– Extrem unfaire Endgegner (deren Angriffstaktiken sich übrigens wiederholen, d.h. alle Endgegner besitzen die gleichen Moves!)
– Schwierigkeit schwankt von Versuch zu Versuch, das Beenden des Levels hat definitiv nichts mit Können sondern ausschließlich mit Glück (oder nennen wir es positiv: Intuition) zu tun
– Die schlechteste Kameraführung aller Zeiten macht es unmöglich, die Gegner gezielt und kontrolliert auszuschalten. Oder erst mal zu entdecken.
– Die Entwickler führen euch an der Leine durch die Levels, fette Symbole kennzeichnen die Stelle, an der das angegebene Item benutzt werden muss.
– Wenn es eine Steigerung von linear gäbe: Dieses Spiel ist es!
– Es gibt überhaupt nichts freizuspielen oder zu entdecken, man spielt das Spiel durch, und das war’s einfach. Und das Durchspielen packt man an einem Abend. Trotz der Stealthmissionen.
– Es ist unmöglich, eine Stealthmission komplett ungesehen zu beenden.
– Man stirbt -> man beginnt den Level neu!
– Katastrophale Steuerung (Spurt liegt auf L3! Versucht da mal, gezielt zu spurten!)
– Was am wichtigsten ist: das Spiel macht keinen Spaß!

Fazit: Kauft euch für das Geld lieber eine Monatskarte eures Busunternehmens, da habt ihr mehr Abwechslung! Dieses Spiel ist wirklich niemandem zu empfehlen, selbst die Hardcore-Dark-Angel-Fans werden es nicht spielen wollen.

Bewertung: 1

Entwickler: Radical Entertainment
Publisher: Sierra
System: PS2
Spieler: 1
Genre: Stealth / Streetfighting

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