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Ice Cube disst Samuel, Reverend Jackson

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Ice Cube disst auf „Lightz Out“, der neusten Single der Westside Connection, nicht nur den Schauspieler Samuel Jackson, sondern auch seinen Namensvetter, den Bürgerrechtler Reverend Jesse Jackson.

Samuel Jackson hatte sich bei der Westcoast-Legende unbeliebt gemacht, indem er angekündigt hatte, in Zukunft nicht mehr in Filmen spielen zu wollen, bei denen Rapper mitwirken. Eine Ausnahme würde der aus dem Streifen Pulp Fiction bekannte Schauspieler nach eigenen Aussagen lediglich bei Will Smith machen.

Angesichts der individuellen Auszeichnungen für HipHop-Künstler wie Queen Latifah (nominiert für den Oscar und den Golden Globe) und Mos Def (nominiert für den Tony Award) sowie des kommerziellen Erfolgs von „8 Mile“ und „Cradle 2 The Grave“ (mit DMX in der Hauptrolle) sollte Jackson seine Haltung vielleicht noch einmal überdenken… Außerdem schien Jackson nicht so wählerisch zu sein, als er die Rolle in dem wenig anspruchsvollen Action-Film XXX an der Seite des „Charakterdarstellers“ Vin Diesel annahm.

Reverend Jesse Jackson fiel in Ungnade, als er zum Boykott des Films „Barbershop“ aufrief, in dem Cube die Hauptrolle spielt. Jackson hatte die Kampagne gestartet, nachdem sich einige Darsteller des Films abfällig über die Bürgerrechtlerin Rosa Parks geäußert hatten. In „Lightz Out“ rät Cube dem Reverend den Unterhalt für seine Kinder zu zahlen und das nächste Mal ein Kondom überzustreifen, bevor er loslegt.

Cube und seine Homies Mack 10 und WC haben den Track übrigens für den „Ghetto, Gutta and Gangsta“-Soundtrack eingespielt.

Polizei verbietet Clipse-Konzert

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Ein für den 28. Januar vorgesehenes Konzert der Gruppe The Clipse in Plainfield, New Jersey wurde polizeilich verboten. Vertreter der Stadt hatten behauptet, dass ein auf den Flyern abgebildetes „V“-Handzeichen, wie man es von Mr. Spock aus der Serie Star Trek kennt, in Wirklichkeit als Gang-Symbol zu verstehen ist.

„Dieses Zeichen bedeutet nur, dass wir uns auf einem höheren Level befinden“, stellte Malice, der ältere der beiden Clipse-Brüder, klar, „das hat nichts mit Gangs zu tun, vielmehr geht es dabei um Hoffnung und Inspiration.“

„Das ist mal wieder eine neue Masche, um die HipHop Community zu schikanieren“, äußerte sich Malice zu dem Verbot, „wenn die irgendetwas über The Clipse wüssten, müsste ihnen klar sein, dass wir mit Gangs nichts am Hut haben.“

Die von Touch the Sky Entertainment präsentierte Show der Neptunes-Schützlinge hätte eigentlich im „The Strand“ stattfinden sollen und war bereits restlos ausverkauft.

„Dass dieses Konzert abgesagt wurde, hat viel mit der negativen Presse nach der O`Reilly Sache zu tun“, machte Jesse Kirshbaum, Vizepräsident der American Talent Agency, den Fox-Moderator mitverantwortlich für das in der US-amerikanischen Öffentlichkeit vorherrschende Misstrauen gegenüber der HipHop-Szene, „dieser Zirkus geht jetzt auf Kosten des Promoters, immerhin war die Show ausverkauft.“

„Turntable Timmy“: Literatur für den HipHop-Nachwuchs

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Free Will Press hat vor kurzem ein so noch nie da gewesenes Kinder-Bilderbuch herausgebracht: „Turntable Timmy“ lautet der Titel der von Michael Perry verfassten Geschichte, in der es um einen Jungen geht, der sich vorgenommen hat, der jüngste DJ-Champion aller Zeiten zu werden.

Allerdings gewährt Perry seinen jungen Lesern nicht nur einen Einblick in die Welt des DJing, sondern führt sie auch an die drei anderen Grundelemente der HipHop-Kultur (Mcing, Breaking, Writing) heran. So wird zum Buch eine von DJ QBert produzierte CD mitgeliefert, auf der neben Qs Turntable-Tricks auch eine von Michael Perry gerappte Version der Geschichte zu hören ist.

Die Illustration stammt aus der Feder von Graffiti-Artist Doug Cunningham, besser bekannt als Dug1. Ansonsten ist das Buch natürlich durchgängig in Reimform geschrieben, hier ein kleiner Auszug: „Put in work, day and night…practice makes perfect, gotta get it right. Hard work and dedication – perfection takes practice, now he´s quick like a fox, sharp as a cactus.”

„Heutzutage haben Jugendliche aus der Stadt, egal welcher Hautfarbe, keinen Bezug mehr zu `Tarzan, Karl, Klößchen und Gabi’“, erklärte Perry den Grundgedanken hinter „Turntable Timmy“.

„’Turntable Timmy’ wird die Kinderbuch-Industrie revolutionieren“, war sich sogar KRS-ONE, der Teacher höchstpersönlich, nach der Lektüre des Werks sicher.

Dejavue Album ist auf den 17.03. verschoben worden

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Eigentlich sollte am Montag „Naturtalent“ – das neue Album von Dejavue – in den Läden stehen. Jetzt kommt die neue Scheibe erst am 17.03. an den Start. für alle Fans in Berlin gibt es jedoch eine wirklich annehmbare Entschädigung:
am 01.03. findet die offizielle Release Party im Club G.B.Z (Tacheles) statt. Mehr dazu findet ihr in unseren Events.

Esa a.k.a. El Presidente – Tutti gli uomini del Presidente

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Während es z.B. die große französische HipHop-Szene schafft, sich, trotz einer gewissen Sprachbarriere, auch hierzulande Gehör zu verschaffen, man DJs und Crews aus Dänemark oder Schweden möglicherweise eher kennt, als HipHop aus Spanien, ist auch Italien ein Land auf der HipHop-Karte, das noch ziemlich unergründet ist.
Natürlich hat man schon gehört, dass auch dort einiges geht, es wäre auch blöd zu glauben, dass nur, weil man selbst nichts davon mitbekommt, dort nichts passieren würde.
Fakt ist jedoch: Wenn man HipHop aus Spanien, Portugal, Polen, Holland oder Italien (um nur einige Länder zu nennen) hören möchte, gehört ein höheres Maß an Eigeninitiative dazu. Man kennt Leute, oder lernt jemanden kennen, der wen kennt… usw.

So beschränkte sich meine Kenntnis von Rap aus Italien auf Jovanotti (jetzt werden einige aufstöhnen) und einige wenige Auftritte von Leuten auf Jams oder auf Videos im Fernsehen, wenn das Thema HipHop in Europa hieß.Dass die Heidelberger um Torch, Bou und Toni L gute Kontakte nach Italien haben und auf mindestens einer ihrer Touren auch italienische MCs und DJs gefeaturet haben, hab ich mitbekommen  aber eben doch nur am Rande.Nun liegt mir die CD von Esa a.k.a. El Presidente vor. Dies ist das Solo-Debüt des italienischen MCs und Produzenten, der schon seit vielen Jahren in der italienischen HipHop-Szene aktiv ist.

Zur Person:
Nach eigener Angabe begann Esa 1986 mit dem Rappen, inspiriert durch Gruppen wie Eric B. & Rakim, P.E. und den Beastie Boys. 1991 gründete er mit Gleichgesinnten die Crew „OTR“ (the Original Transmission of the Rythim‘), die aus B-Boys (und Girls!?), MCs und Produzenten bestand. OTR veröffentlichten mehrere 12es und zwei Alben. 1996 wurde aus der Freundschaft mit den deutschen Rap-Kollegen Torch, Toni L und Bou, sowie der CNN Crew aus Brüssel, La Connessione gegründet. Mit dieser Crew startete man eine Tour quer durch Europa.1998 war es für Esa dann an der Zeit, ein neues HipHop Movement zu gründen, das bis heute besteht, Gente Guasta. Mit im Boot sind Polare, Esa und einige Untergrund MCs aus Italien, wie z.B. Next One, DJ Alik oder DJ Double S.

Ende 2002 war es nun endlich Zeit für das Soloalbum Tutti Gli Uomini del Presidente.Das Album besteht aus 11 Tracks, die stilistisch von old schoolig über klassische HipHop-Beats, Reggae-Einflüsse, bis zu sehr funkigen Nummern führen.Insgesamt ist es musikalisch gesehen ein sehr homogenes Album geworden, das keine Füller hat. Es schwankt zwischen solide groovenden Tracks bis zu Highlights wie z.B. dem melodischen Ultimi Attimi, zu dem auch ein Video gedreht wurde (ist auf der CD auch enthalten).
Der Flow von Esa gefällt mir gut, er hat eine warme Stimme, die ruhig aber auch aggressiv klingen kann. Leider verstehe ich nichts von den Texten, und kann somit nur hoffen, dass es auch inhaltlich so gut passt, wie musikalisch und stimmlich.Esa hat, bis auf wenige Ausnahmen, das Album selbst produziert und auch das Cover gestaltet, wie man mir sagte. Selbst ist der Mann!

Trotz der Sprachbarriere, die sich vor mir auftut, kann ich das Album nur weiterempfehlen. Der geschmeidige Klang der italienischen Sprache geht gut ins Ohr und macht die LP, auch ohne sie zu verstehen, zu einem Genuss. Vielleicht bietet sich ja jemand an, der die Texte mal so grob übersetzen kann.

Wer sich für italienischen HipHop interessiert, sollte sich mal an folgende Adressen wenden:
www.genteguasta.org
www.vibrarecords.com
oder mail an 360° Records: info@360rec.de

Jan Kage – American Rap

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Bücher über HipHop gibt es ja inzwischen schon in diverser Ausführung, mal auf persönlicher Beobachtung beruhend, mal recherchierend und auf Zeitzeugen berufend.
Jan Kage hat in seinem Buch American Rap einen etwas anderen Ansatz und Schwerpnkt gewählt. Es geht hier nicht um die chronologisch aufgeführte Entstehung und Entwicklung der HipHop-Kultur, er interessiert sich für den Zusammenhang von US-amerikanischem HipHop und der sich damit entwickelnden kollektiven Identität hauptsächlich afroamerikanischer Jugendlicher.Jan Kage stellt die These auf, dass HipHop den zentralen Diskurs junger Afroamerikaner darstellt, da jede der Gruppen (die in der Gesellschaft durch ökonomische, religiöse oder sonst welche Umstände als zu einer Gruppe zugehörig definiert werden) in ihrem Diskurs (als Diskurs wird die Vielzahl an Stimmen bezeichnet, die sich gesellschaftlich austauschen) ein konkretes Bild ihrer selbst und der anderen konkurrierenden gesellschaftlichen Sphären entwirft.In dem Buch versucht Jan Kage diese Ausgangsthese an Beispielen der Geschichte von HipHop, Herkunftsorten und in Interviews zu belegen.

Wer sich jetzt sagt: Hä, ich verstehe nur Bahnhof!, hat vielleicht erst einmal nicht Unrecht.Dieses Buch ist als Diplomarbeit in politischer Theorie entstanden und richtet sich schon eher an Leute, die sich mit dieser Thematik beschäftigen, sei es an der Uni, in der Schule oder einfach privat.Es ist kein Werk, das einfach nur die Geschichte von HipHop aufrollt. Für jemanden, der sich noch nicht besonders vertiefend mit kollektiver Identität und diskursiver Kultur beschäftigt hat, und zu diesen Leuten zähle ich auch mich, ist es anfangs ein wenig mühsam und auch trocken und theoretisch, sich durch die ersten Seiten von American Rap zu arbeiten. Jan hat zwar schon viel vereinfacht und diverse Fremdwörter rausgenommen, aber man muss schon ein wenig beißen. Hat man aber den Theorie-Teil des Buches überstanden und am besten auch verstanden  und das ist nicht so kompliziert, wie es vielleicht anfangs scheinen mag , kommt Schwung in die Sache! Man merkt schnell, dass es nicht notwendig ist, ein Studium in Sozialwissenschaften zu belegen, um dieses Buch zu verstehen. Man muss sich lediglich ein wenig in das Thema reindenken und einige Begriffe verinnerlichen  was man ja trotz Pisa-Studie den Lesern zutrauen sollte.

Anhand von diversen Beispielen erlangt der Leser einen Überblick über die amerikanische HipHop-Kultur von den Anfängen bis Heute, unter Berücksichtigung von politischen und sozialen Hintergründen. Was als Party-Spaß begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem zentralen Musik- und Lebensstil gerade afroamerikanischer Jugendlicher. HipHop wurde zu einer Ausdrucksform, mit deren Hilfe Identität konstruiert wird.Dieses Buch bietet sowohl für Leute, deren Interesse für die Geschichte dieser Kultur gerade erst geweckt wurde, als auch für Leute, die schon ein oder mehrere Bücher über die Entstehung von HipHop gelesen haben, ein interessantes Werk. American Rap von Jan Kage, beleuchtet explizit den sozialgeschichtlichen Hintergrund der USA, der natürlich untrennbar mit der Entwicklung von HipHop verbunden ist.
Ein interessanter Ansatz, spannend umgesetzt!

Cypress Hill covern Peter Toshs „Legalize It“

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Die Jungs von Cypress Hill werden bei einem Tribute-Album in Gedenken an Peter Tosh mitwirken, auf dem Künstler verschiedener musikalischer Richtungen, darunter auch Eric Clapton und Jerry Carcia, Songs der Reggae-Legende interpretieren.

B Real, Sen Dog und DJ Muggs werden ihre eigene Version von – ihr habt es euch bereits gedacht – „Legalize It“ einspielen. Eine Wahl die durchaus Sinn macht, da sich L.A.`s bekannteste Weed-Smoker schon seit Jahren für die Legalisierung von Marijuana einsetzen. Produziert wird die bisher unbetitelte LP übrigens von Andrew und Dave Tosh, den Söhnen des großartigen Sängers und Komponisten.

Tosh war zusammen mit Bob Marley und Bunny Wailer Gründungsmitglied der Gruppe The Wailers. 1973 trennte sich Tosh von den Wailers und startete seine Solokarriere, 1976 erschien das Album „Legalize It“, auf dessen Cover ein in einem Marijuana-Feld knieender Tosh abgebildet ist. Tosh starb 1987, nachdem in seinem Haus auf ihn geschossen wurde.

Murs – The End Of The Beginning

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Wieder mal etwas Neues von Def Jux! Und dabei handelt sich nicht um eine Erweiterung in Sachen düsterem, hartem New York Sound, wie ihn etwa El-P oder Mr. Lif gezeigt haben. Nun kommt ein Hauch, nein, eher ein Wirbelwind Westcoast-Energie ins Spiel! Murs, langjähriges Mitglied der in L.A. beheimateten Living Legends Crew (Grouch, Eligh, Mystik Journeyman etc.), bringt nun auf Def Jux sein neues Album an den Start. Im Westcoast-Untergrund schon fast eine Legende, startet er nun auch an der Ostküste und bei uns in Europa durch. Das 15 Tracks umfassende Album The End of the Beginning besticht durch seine gute Produktion, die brillante Auswahl an Samples, gute und teilweise sehr witzige Lyrics, Murs fulminanten Rapstil und den Kopfnickfaktor 10 (von 10, versteht sich).Sein California Funk geht sofort ins Blut, so wie z.B. I Know, getrieben von einem hochgepitchten Soulsample und einem rollenden, treibenden Bass und Drum-Arrangement. Auf Happy Pills gibt es ein wenig Def Jux Funk, ein hervorragendes Duett mit Aesop Rock, deren tiefe raue Stimme sich großartig mit der von Murs ergänzt. I wanna go home, I need to take my happy pills again!, so der Chorus, und es loht sich wirklich, mal zuzuhören, was die beiden zu erzählen haben.Auf Track Sieben, Risky Business, kommt es dann zum Treffen der Giganten, Murs trifft auf die Bay Area Legenden Shock G und dessen Alter Ego Humpty Hump von Digital Underground.Auch hier dominiert der Westcoast Funk zu einer Geschichte über dunkle Geschäfte, bei denen jeder jeden bescheißt. Shock Gs Flow rollt dabei so smooth und souverän wie eh und je, während Humpty der unangefochtene Meister des nasalen Raps war und ist!So ganz wegzudenken ist der Chef natürlich nicht. Natürlich ist auch El-P auf der LP am Start. The Dance, produziert von El-P, und auch ein paar Reime steuert der Def Jux Chef bei. Das Ergebnis ist ein wildes Arrangement aus Drums, Orgel und anderen Elektrosounds, verspielt und roh zugleich, die Stärken von Murs und El-P vereinend  sehr gelungen! Also: Dance sucker!Das Highlight des Albums und auch die erste 12 ist Gods Work, ein Track, der alles an die Wand groovt, egal ob zu Hause, im Auto, im Walkman, beim Boarden oder sonst wo, das Teil schießt 100% pure Energie in den Körper. Murs erzählt von seinem Leben als Musiker und den Schwierigkeiten, die auf einer Tour mit der LL-Crew auftraten.Ein höllenfunkiges Gitarrenriff und rollende Bassdrums, sowie ein gutes altes Sample von Funky Worm sorgen für pure Euphorie.Und die Euphorie geht ungebremst weiter bis zum Ende des Albums, checkt Tracks wie w/a Bullet Remix, Brotherly Love oder God Damned. Das Ende des Anfangs kann manchmal so schön sein!

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