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Kurupt – G-TV

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Kurupt, die eine Hälfte des Dogg Pound, der sich selber als Dogg Pound Gangster oder Young Gotti bezeichnet, hat seiner DVD gleich den standesgemäßen Titel gegeben: G-TV.Denn auf den gut 77 Minuten werden die Protagonisten nicht müde zu erwähnen, wie sehr man doch Gangster sei und diesen Lebensstil feiere. Na ja…

Auf jeden Fall war ich erst mal ein wenig enttäuscht, dass von den sieben Tracks, die es hier als Bonus-CD zur DVD dazu gibt, nur vier ganze Songs dabei sind, und die anderen drei nur als Snippets dabei sind. Wenn schon exklusiv, dann doch bitte richtig.
Die DVD bietet dann solides Material, mit diversen Livetracks, viel Gepose, einigen leichteren Frauenzimmern und diversen Liquiditäten sowie Rauchwerk.

Die Kapitel sind einzeln anwählbar, und natürlich ist die Liste der Gäste, die man so auf einer Tour durch die Staaten trifft, lang. Da wären zum Beispiel, Run DMC, Bad Azz, Ja Rule, Snoop, Tha Liks, Ras Kass und andere.

Diese DVD ist aber eher was für beinharte Kurupt Fans, denn viel Interessantes passiert hier eigentlich nicht. Die Interview-Sequenzen mit dem Gangsta fallen ein wenig zu kurz aus, dafür kann man sich minutenlang die Fahrt der Crew mit einem Kart durch eine Halle ansehen. So ganz nüchtern geht es dabei natürlich auch nicht zu, aber das macht die Sache nur unwesentlich interessanter.

Die Bonusparts beinhalten einen Freestyle von Roscoe, der lohnt sich(!), einige Outtakes, z.B. von einem Nachbar, der nicht so recht weiß, was da jetzt gefilmt wird, sowie Outtake Party Footage, wie es vielversprechend heißt. Aber das Ganze ist mal wieder absolut jugendfrei. Aus irgendeinem Grund gibt es noch eine kleine Photoserie von Kurupt in diesem Bonuslevel. Man fragt sich allerdings, was das soll?

Alles in allem wäre hier ein wenig mehr Arbeit nicht gerade nachteilig gewesen. Da haben sich die Jungs noch reichlich Spielraum für einen zweiten Teil offengelassen. G-TV ist nur was für echte Dogg Pound Fans.

Def Jam muss 132 Millionen $ zahlen

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Die Island Def Jam Music Group hat den Prozess gegen TVT Records verloren und wurde vom zuständigen Gericht zu Schadensersatzzahlungen in Höhe von 132 Millionen Dollar verdonnert. Die Klage drehte sich um ein im Auftrag von TVT produziertes Album von Ja Rules Cash Money Click (checkt dazu rap.de/news: Lyor Cohen verliert vor Gericht).

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Def Jam-Chef Lyor Cohen das Erscheinen der „Est. Since ’93“-LP vorsätzlich verhinderte. Neben den Zahlungen wurden TVT außerdem die Urheberrechte an dem bisher unveröffentlichten CMC-Material zugesprochen.

„Ich bin natürlich extrem zufrieden“, lächelte TVT-Präsident Steve Gottlieb nach der Urteilsverkündung, „die Signifikanz dieses Urteils wird erst deutlich, wenn man sich die Verhandlungsprotokolle ganz genau ansieht. Dann erkennt man das systematische Muster hinter dem Fehlverhalten des Def Jam-Managements. Ich sehe dieses Urteil als Meilenstein für unabhängige Geschäftsleute aus allen Bereichen.“

„Def Jam und Lyor Cohen haben viel zu lange die Tyrannen gespielt“, fügte TVT-Anwalt Peter Haviland hinzu, „ohne radikale Veränderungen in diesem Unternehmen, möchte ich bezweifeln, dass dies das letzte Mal war, dass sie von einem Gericht bestraft werden.“

Das ursprünglich als Cash Murda Click bekannte Trio, bestehend aus Ja Rule, O-1 und Chris Black, hatte bei der Produktion ihres Debüts eng mit Murder Inc.-Chef Irv Gotti zusammengearbeitet.

Prefuse 73 – One Word Extinguisher

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Und da ist er wieder! Einer der Gründe, warum HipHop-Parties mit großen Aufnähern auf den Kapuzenpullis für viele nur noch eines sind: langweilig. Es ist Prefuse 73 und das mit dem Nachfolger zu Vocal Studies And Uprock Narratives. Mein Shit is ja dermaßen neu, quasi Next Level Shit, das Ding wieder nen Stück nach vorn gebracht, weiter entwickelt… blablabla  so oder ähnlich liest und hört man es ja von fast jedem, der eine neue Scheibe an den Start bringt, nur ist meist nicht viel Wahres dran. Bei Prefuse war das 2001 etwas anders, der hat nichts gesagt, aber hat es einfach getan. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich jetzt zwar nicht so viel geändert, aber das ist kein Nachteil, denn Vocal Studies And Uprock Narratives war schon so weit draußen – da ist locker noch Platz für dieses Album.

The End Of Biters-International rockt heftig. Weiter gehts mit Plastic feat. Diverse, der schon vor kurzem was mit Prefuse hatte (Wylin` Out -12 / Urban Renewal Program). Bemerkenswert ist auch das Feature mit Mr. Lif (Huevos with Jeff And Roni): laut Info wurde das ganze mit einem Minidisc-Mic aufgenommen. Neben Kollabos mit MCs trifft man aber auch solche mit Produzenten, z.b. Dabrye (Uprock And Invigorate) oder Tommy Guerrero (Storm Returns). Ein Traum: eine schön dahin plätschernden Gitarre, gepaart mit den typischen Elektroschnipseln. 90 % Of My Mind Is With You  tja, auch so können Kicks klingen, und irgendwo im hinteren Teil der Boxen stöhnt eine Frau, herrlich. Why I Love You hat dann wieder die sogenannten Cut`N`Paste Vocals. Was das heißt? Irgendwo im Beipackzettel steht ungefähr Folgendes: Zick-Zack-Ping-Pong-Bada-Bing. Ob es das jetzt wirklich jemandem klarmacht, sei mal dahingestellt. Aber es passt schon: Im einen Moment wird die Musik komplett zerstört, und in der nächsten Sekunde gibt es einen Wechsel in sanfte, warme Flächen. Hier nen Rhythmuswechsel, da Geräuschschnipsel. Irgendwie schon Zick Zack Pada Bing. Nur klingt es aus den Boxen weitaus besser als in geschriebenen Worten. Folgende Aufforderung bitte beachten: kaufen. Sofort.

Koch ist das erfolgreichste Indie-Label

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Laut einem Bericht des Billboard Magazines konnte In The Paint, die „HipHop-Abteilung“ von Koch Entertainment, in den letzten 12 Monaten die besten Verkaufszahlen aller (HipHop / R’n’B) Independent-Label verzeichnen.

„Unser Ziel war es immer, das beste Indie-Label zu sein, nicht unbedingt das größte“, freute sich CEO (Chief Executive Officer) Michael Koch über das positive Abschneiden seines Unternehmens, „der Erfolg, den wir hier gehabt haben, zeigt einerseits, wie stark unser Künstler-Kader und unser Management-Team sind, und andererseits, die wachsende Relevanz der Indie-Labels innerhalb der Musikindustrie.“

Im Verlauf des letzten Jahres landeten insgesamt 22 Veröffentlichungen von Koch / In The Paint in den Billboard 200 Albumcharts. In diesem Zeitraum veröffentlichte Koch unter anderem LPs von KRS ONE, Public Enemy, Kool G Rap, Haystak, Onyx, B.G. und Royce Da 5’9“.

ODB unterschreibt bei Roc-A-Fella

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Wie erwartet (rap.de/news: Ol‘ Dirty und Roc-A-Fella?) gab Wu-Tang-Mitglied Ol‘ Dirty Bastard am Donnerstag bekannt, dass er bei Roc-A-Fella Records unterschrieben hat. „Ich denke, was ihr hier seht, ist die Evolution eines Imperiums“, verkündete ein euphorischer Damon Dash, seines Zeichens Label-Manager bei Roc-A-Fella.

Bei der Pressekonferenz in New York, die übrigens direkt nach ODBs Entlassung aus einer Nervenklinik abgehalten wurde, verlieh ihm Dash die obligatorische Roc-A-Fella-Kette, hinreichend bekannt durch etablierte Label-Zugpferde wie Jay-Z, Beanie Sigel, Cam`Ron und Freeway.

„Ich freue mich, hier zu sein“, äußerte sich Ol‘ Dirty gegenüber der Presse, „ich dachte, ich würde keine Möglichkeit mehr haben, ein Micro in meiner Hand zu halten. Glücklicherweise weile ich immer noch unter den Lebenden.“

„Die Zeit ist gekommen, größere Ziele in Angriff zu nehmen und wirklich alle zu erreichen“, glaubt Dash an eine fruchtbare Zusammenarbeit, „wenn sich mir so eine Gelegenheit bietet, wenn ich so eine großartige Person treffe, jemanden, der so talentiert ist und sich außerdem noch ums Geschäft kümmert, dann ist mir völlig egal, was andere Leute über ihn sagen. Darum habe ich mich dafür entschieden, mit Ol‘ Dirty zusammen zu arbeiten.“

Dirt McGirt, wie sich ODB jetzt nennt, gab bereits erste Pläne für Collabo-Projekte bekannt: Der Nachwuchs-Modemacher – Dirty erschien im Dirt McGirt-Outfit, einer ersten Kostprobe seiner eigenen Klamotten-Kollektion – will in Zukunft mit 50 Cent, Jay-Z, Ghostface Killah und Mariah Carey zusammenarbeiten.

Primal

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Okay. Was haben wir denn… Heavy Metal, eine tätowierte Braut, den Sänger einer Heavy Metal Band, ein äußerst schlecht gelaunter Dämon, dessen Hobby es ist, unschuldigen (Heavy Metal-)Türstehern die Köpfe abzuschlagen, Heavy Metal-Klänge und Gothic-Symbolik… PRIMAL… zu der Musik des Todes. War zumindest mein erster Gedanke nach dem (extrem gelungenen) Vorspann. Schon komisch, mit welch billigen Klischees manche Developer arbeiten! Aber zurück zum Spiel. Primal kann man am besten als einen Mix aus Soul Reaver, Tomb Raider und Resident Evil beschreiben. Aus Resident Evil das Kampfsystem und die Interaktionsmöglichkeiten, aus Soul Reaver die Atmosphäre und aus Tomb Raider das Spielprinzip.

Fangen wir mal langsam an:
a) Ihr seid wie in Soul Reaver eigentlich tot und werdet von Scree, einer Gargoyle aus der Paralleldimension, die sich für den Fortbestand der Welt einsetzt und Urella, der Göttin alles Guten dient, in die Welt von Primal eingeführt. Dieser lustige kleine Kerl ist selber im Verlauf eine der Spielfiguren, zwischen denen ihr jederzeit hin- und herschalten könnt und müsst. Im Allgemeinen lauft ihr dann mit einer der beiden Hauptpersonen (der tätowierten Braut oder dem Wasserspeier) durch die Levels, während der andere brav hinterherläuft und…
b) … sucht wie in Tomb Raider nach dem Weg, wobei euch Primal kaum Tipps zur Orientierung gibt. Da heißt es schön allen Konversationen zuhören und immer wieder an der gleichen Stelle vorbeilaufen. Wenigstens gibt es eine übersichtliche Karte sowie Dimensionsportale, mit denen ihr zwischen einzelnen Abschnitten schnell wechseln könnt, da diese alle recht weitläufig sind. Auch Kamera und Steuerung erinnern an Tomb Raider, wobei…
c) … man wie in Resident Evil nicht springen kann und einem mögliche Aktionen sofort im Bildschirm durch das Aufblinken der X-Taste nahegelegt werden. Natürlich läuft man nicht nur die ganze Zeit durch die Gegend, zählt fantastische Grafikeffekte und löst Rätsel, sondern kann auch ab und zu ein paar Gegner einäschern. Dies geschieht in einem automatischen Gegner-Lock, indem ihr nur noch per Shoulderbuttons bestimmt, ob sich unser Alter Ego verteidigt, schlägt oder bewegt (Okay, bewegen geht NICHT mit den Shoulderbuttons, ich weiß…). Und genau das erinnert an Resident Evil, dieses fast schon „langsame“ Kämpfen.

Erst allmählich, nach einiger Einführung in die Spielmechanik, kommt ihr an den Punkt, an dem euch Scree, euer freundlicher Wasserspeier aus der Nachbarschaft, berichtet, dass ihr eigentlich euer ganzes Leben lang schon halb Mensch halb Dämon wart, und bringt euch bei, diese Kraft gezielt zu nutzen. Soll bedeuten: Auf Knopfdruck verwandelt ihr euch von diesem Zeitpunkt an in die nicht ganz so hübsche Dämonenausgabe eurer selbst, die mit einigen Vorteilen gegenüber eurer normalsterblichen Hülle ausgestattet ist: Zum einen schlagt ihr bei Kämpfen fester zu, was die Kämpfe enorm erleichtert, zum anderen seid ihr als Dämon allgemein kräftiger und könnt so höher gelegene Plattformen erreichen (Keine Angst, ihr könnt wirklich nicht springen, das macht das Programm automatisch für euch an bestimmten Stellen!). Um als Dämon lustzuwandeln, braucht unsere Schwermetallerin jedoch Lebensenergie, die wieder der gute alte Scree für euch in Form von Opalsteinen bereithält.

Ich will hier nicht viel mehr zur Story sagen, um nix vorwegzunehmen, es passiert auf jeden Fall noch einiges, und trickreiche Wendungen sind auch noch dabei. Außerdem gibt es insgesamt 4 dämonische Formen, in die ihr euch verwandeln könnt. Zum Spielerischen gibt es noch zu sagen, dass sich das Game super spielt und die ganze Zeit ohne nervige Ladepausen oder ähnliches durchläuft. Auch die Steuerung ist den Entwicklern erfreulich simpel gelungen und bereitet somit keine weiteren Probleme. Probleme bereiten mir allerdings die manchmal etwas, ich sage mal, von einem Michael Mann weit entfernte Kameraführung (Yo… ich sagte ja… irgendwie wie Tomb Raider) und das wirklich nervige, ziellose Umherlaufen (Tomb Raider…).

Fazit:
Primal ist ein Action-Adventure der allerersten Klasse, das vor allem grafisch den neuen Maßstab setzen dürfte. Selten sah ein Spiel so gut aus wie Primal, vor allem im Action-Adventure-Genre setzt es sich sofort an die Spitze (wenn ich da an Dark Angel denke…). Spielerisch hat es hier und da ein paar Ecken und Kanten, aber durch die geniale Grafik und die fordernden Mehr-Als-Standard-Rätsel lockt es einen immer wieder hinter das kleine Schwarze. Für chillige Abende das Beste, wenn man eh ganz alleine ist, der Party-Burner ist es sicherlich nicht. Obwohl ich viele kenne, die einfach nur zugucken wollen… komisch…

Singleplayer: 6

Pro:
– Diese Grafik… ist… unglaublich…
– Spannende Storyline
– Trotz der vielen Anleihen an anderen Spielen (siehe oben) baut das Spiel einen ganz eigenen Stil auf
– Gut ausgearbeitete Charaktere (die ersten glaubhaften, die ich überhaupt in einem Computerspiel gesehen habe…)
– Fordernde Rätsel
– Gute Balance zwischen Rätseln und Action
– Die Präsentation ist einfach 1A – Es gibt keine nervigen Hüpfpassagen!
– Die Atmosphäre zieht einen in den Bann

Contra:
– Kamera manchmal ungeschickt
– Man ist recht oft verloren in den Levels, weil man nicht weiß, wo man hin soll
– Durch die Größe der Spielwelten gibt es viele Wege zu laufen und viele unscheinbare Ecken mit wichtigen Dingen…
– Man hat nicht wirklich das Gefühl, dass man die Spielfigur kontrolliert, alles ist durch die automatischen Aktionen (sprich kontextrelevant) etwas künstlich-distanziert

Mein Tipp: Kaufen! Ihr werdet es nicht bereuen…

Developer: SCEE
Publisher: SCEE Spieler: 1 USK: 16

Jurassic Park Operation Genesis

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Whoa – wisst ihr noch, damals, 1993, wie wir alle wie verrückt ins Kino gerannt sind, um uns Stefan Spielbergs Computer-Dinos anzuschauen? Wie uns allen die Kinnlade auf Regenwurmhöhe gefallen ist? Wer wollte denn damals nicht selber so ´nen Park haben, mit Velociraptoren, Brachiosauriern etc. pp.? In diesen Tagen gibt euch Vivendi Universal Interactive Pictures die Gelegenheit dazu, selber in die Haut von John Hammond zu schlüpfen und Hand an euren persönlichen Jurassic Park zu legen.

Dabei läuft das ganze ganz ähnlich wie bei den Klassikern Theme Park oder etwa Theme Park World für PS2, soll heißen, ihr beginnt gerade einmal mit dem Grundstück (in diesem Fall eine Insel, die ihr euch vorher einigermaßen komfortabel designen dürft) und ein wenig Startkapital und müsst damit den Grundstein für DEN Park schlechthin legen. Anders als bei obengenannten Vertretern sind eure Attraktionen selbstverständlich die eigentlich längst ausgestorbenen Dilopho, Brachio, Tyranno- und-wie-sie-alle-heißen-Saurier, die ihr (bekannt aus den Filmen) erstmal per DNA-Extraktion aus Bernstein oder Fossilien gewinnen müsst. Hierzu schickt ihr eure Knochenwühl-Teams (anfangs nur ein einziges) an verschiedene Locations quer über den Globus verteilt, um nach diesen wertvollen Dino-Genen zu suchen. Habt ihr dann endlich mehr als 50% der DNA einer Spezies „erforscht“, geht es an das Züchten von euren Dinos. Je mehr Informationen (sprich Erbmaterial) ihr findet und analysiert, desto höher wird dann zum Beispiel die Lebenserwartung eurer Dinos. Dann nochschnell eine Brutstation gebaut, einen Zaun drum, fertig ist unser erstes Gehege mit Paläotierchen. Natürlich wollen eure Besucher mehr als nur Dinos sehen, sie wollen sie kaufen, essen, einpacken und nach Hause mitnehmen. Aus diesem Grund könnt ihr in eurer Forschungsabteilung neue Attraktionen wie etwa Souvenirläden oder eben Fressbuden „erfinden“, um sie später dann gewinnbringend in eurem Park zu platzieren.

Natürlich könnt ihr dann alles per Hand einstellen, welches Essen zum Beispiel serviert wird und wie teuerdies sein soll. Trotz der Komplexität und der mannigfaltigen Optionen erleichtert einem dasSpiel den Zugang durch die zahlreichen Assistenten sowie die einfache Point-and-Click-Steuerung, mit der sich eigentlich alles schnell bewerkstelligen lässt. Immer wieder werdet ihr per E-Mail über die wichtigsten Geschehnisse in eurem Park informiert, sei es von Dr. Ellie Sattler, dass ein Dino verreckt ist, oder von Robert Muldoon, der für die Sicherheit im Parkzuständig ist.

Apropos Sicherheit: Ganz neu im Genre der Theme Park Simulationen ist, dass man jetzt auch das eine oder andere Mal selber Hand anlegen muss, wenn es darum geht, ausgerastete Dinos mit Tranquilizern vollzupumpen oder eingekesselte Geiseln per Heli zu retten. Diese Actionelemente reihen sich stets nahtlos in den „normalen“ Parkaufbau ein und sorgen für ständige Präsenz an der Maus. Langweilig wird hier sicher niemandem. Auch die KI, vor allem die der Dinos, ist gut umgesetzt: Jeder Dino besitzt eine eigene Persönlichkeit, per einfachem Mausklick erfahrt ihr alles über seinen jetzigen Gemütszustand sowie seineBedürfnisse.

Die Grafik ist, für eine Theme Park Sim zumindest, mehr als gut, hat jedoch mit einigenMacken zu kämpfen. Die höchsten Detaileinstellungen zum Beispiel laufen nicht auf allen PCs einwandfrei und führen öfter mal zu sehr seltsamen Abstürzen zu sehr unpassendenMomenten. Aber alles in allem wissen vor allem die schmucke Darstellung der Dinos sowie die Umgebungsdarstellung zu gefallen. Seinem Rudel Raptoren zuzuschauen, während es eine (wirklich) dumm guckende Kuh umkreist und dann zerfetzt, lässt einen innerlich schmunzeln (zumindest, wenn man etwas gegen Kühe hat und mit Spielen klarkommt, in denen Gewalt dargestellt wird, weil ein Jäger seine Beute schlägt – was eigentlich ganz natürlich ist und nurein Bild der Wirklichkeit ist, aber bei einigen Menschen als schlimmer angesehen wird als 10 Minuten Tagesschau…
Befehlen-und-Erobern-Generäle wissen, wovon ich rede…).

Man merkt, dass hinter der bloßen Themenparksimulation eine gehörige Portion KI steckt und es wirklich darauf ankommt, ob man Beute und Jäger oder Jäger und Konkurrenten oder verfeindete Pflanzenfresser oder, oder, oder zusammensteckt. Eure Tiere werden schnell an Herzversagen eingehen, wenn sie zum Beispiel nicht genügend Bäume zurDeckung haben, und eure Besucher werden gehen, wenn sie vor lauter Bäumen keine Dinos mehr sehen können. Hier ist Feinabstimmung angesagt.

Fazit: Insgesamt ist das Spiel sehr komplex angelegt, scheitert jedoch im Endeffekt an dem geringen Schwierigkeitsgrad. Auch stimmt es hier und da mit einigen Spielmechanismen nicht. Wieso kann ich zum Beispiel die Brutstationen der Dinos automatisieren? Trotz allem ist Jurassic Park Operation Genesis allen Aufbauspielfans ans Herz zu legen und allen Dinofans sowieso, denn realistischer ist nur schwedische Sauna mit Velociraptoren. Der Nachfolger (den es sicherlich geben wird) wird diese Schwachpunkte ausgleichen und DAS Aufbauspiel im Theme-Park-Sinne schlechthin sein.

Singleplayer: 4-5

Pro:
– Für ein Aufbauspiel tolle Grafik
– Dinos interagieren mit Umgebung, mit Zuschauern, mit anderen Dinos sehr realistisch
– Extrem komplex, doch seltsamerweise sehr einfach zu bedienen.Top-Interface halt.
– Die Atmosphäre des (ersten) Films wird erreicht
– Stimmiger Wechsel zwischen Action und Aufbau
– Viel, viel, viel, viel, viel, viel, viel Freiheit bei allem, was man tut
– Handelelemente (Fossilienverkauf) bringen einen neuen Aspekt ein
– Extrem detailverliebt (Jeder Besucher hat ein anderes Profil, genauso wie jeder Dinoeinzigartig ist etc.)
– Hilfreiche Assistenten machen die vielen Optionen zugänglich
– Gute Tutorials
– Das Spielsystem ist einfach gut ausgetüftelt, es geht vom Makro- in den Mikrokosmos und bleibt stets perfekt spielbar!
– Eigentlich das, worauf alle JP-Fans gewartet haben

Contra:
– Grafik macht auf manchen PCs Stress mit unerklärlichen Abstürzen
– Kein Multiplayermodus
– Das Game ist zwar detailverliebt und auch komplex, im Endeffekt scheint sich dasaber auszugleichen, und alles klappt zur völligen Zufriedenheit.

Kurz: Es ist zu leicht!!! (Ein Tag zum Beenden des Spiels? C´mon…)
– Wieso kann ich nur 5 von 9 Ausgrabungsstätten freispielen? Wieso wird mir dadurch der Zugang zu manchen Dinos verwehrt?

Developer: Blue Tongue / Universal Interactive
Publisher: Vivendi Universal Interactive Publishing
Spieler: 1
Empfehlung: 800 MHz, 256 MB Ram, Geforce2

12-Inch-Report – Short Reviews

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Den ersten 12-Inch-Report dieser Art möchte ich gerne mit einem Titel einläuten, der bisher gar nicht auf 12 zu haben ist: Danke Bush! von Blumentopfs Holunder soll zwar auf dem für dieses Jahr noch zu erwartenden BT-Album erscheinen, ist aber bisher nur als MP3 im Netz zu haben, zu dessen Download die Jungs vom Topf unter www.blumentopf.com einladen. Auch wenn der Track auch bei uns bereits angeteaset wurde, möchte ich darauf noch mal ein paar Worte verlieren: Der Oberhammer, wie Kollege Wunderlich hier die zweifelsfrei kaum zu überschätzenden Verdienste des self-elected President of The United States (nach Michael Moore auch gerne kurz Potus) rühmt. Hier und da wird ja gelegentlich behauptet, dass Bushs Hauptvorteil seine breitangelegte Talentlosigkeit sei, der er es verdankt, über sein faktisch schon unterirdisches Niveau hinaus noch unterschätzt zu werden, was ihn so gefährlich mache. Wie dem auch sei  im Amt ist der Günstling des Machtkartells seines Vaters immer noch, und so wird wohl die interessanteste Frage sein, ob sich die wahlberechtigten US-Amerikaner am Wahltag seiner guten Taten ausreichend erinnern, um ihn auf die Ranch zu schicken.

Doch weiter im Programm: DJ Vadim heißt der Typ, der uns seit der VÖ seines Albums The Art Of Listening eine Hammer-12 nach der anderen um die Ohren haut. Seine Zuverlässigkeit dabei stellt er nun mit der Auskopplung des Tracks Edie Brickel feat. Slug (Ninjatune) von Atmosphere erneut unter Beweis. Wer das Album bereits besitzt, wird bei Edie Brickel vor allem auch wegen des Instrumentals schon einige Male geschmunzelt haben. Zum Muss macht die 12 daher auch eher der nicht auf dem Album vorhandene B-Seiten-Track Cum Shots, auf dem Vadim seine Frau Yarah Bravo featuret und dabei wieder mal sein absolutes Händchen für obersmoothe, vor Soul platzende Lounge-Beats zeigt. Ein Sureshot im Schlechte-Laune-Killen.

Irgendwie ist DJ Vadim auch der nächste Release zu verdanken: Nach erheblichen Verzögerungen ist auf dessen Label Jazzfudge nun endlich die Leadoff-Single zum Album von Dark Circle in Gestalt von Bleak Mid Winter / Pirates erschienen, auf dessen B-Seite übrigens auch das übersmarte That´s Cool verewigt ist, das wir bereits als Download bei unserem Dark Circle-Feature auf der Seite hatten. Die Hamburg/London-Connection liefert sauber ausgegorenen HipHop-Sound, der mir persönlich allerdings teilweise etwas weniger innovativ klingt, als ich es mir nach den reichlich verhängten Vorschusslorberen erwünscht hätte  so klingt das Looptroop featurende Pirates doch ein wenig zu sehr wie aus der DAT-Collection von Primo gezockt. Wesentlich eigener ist da das von DJ Son produzierte Bleak Mid Winter, dessen melancholisch/düstere Samplewahl sich mit den deutsch/englischen Lyrics der MCs Arnik und Hoycka ergänzt.

Vor einigen Wochen rereleaset wurde die Extra Yard-Auskopplung We don´t Care (Big Dada) von TY. Sein Debüt-Album Awkward wird zwischenzeitlich zu Recht als Classic gehandelt, und so ist es umso erfreulicher, dass wir noch in diesem Jahr mit dem Nachfolger auf Will Ashons Ninjatune-Ableger Big Dada rechnen dürfen. Mit seinem unvergleichen Flow veredelt TY sowohl das auf einem dicken Elektro-Bass fußende Original-Instrumental von Drew als auch den wesentlich sonnigeren Remix von G auf der B-Seite. Wer auf ein Lebenszeichen des Engländers oder einfach nur auf eine Ergänzung für sein Erstliga-12-Inch-Fach gewartet hat, sollte hier unbedingt zugreifen.

Bleiben wir labelmäßig noch etwas in England und wenden uns der auf Warp erschienen 12-Inch des Wahlspaniers Prefuse73 zu. Wie der aus Atlanta stammende Folk-Fan auf der drei-Titel-starken Auskopplung von One Word Extinguisher beispielweise auf Detchibe Elektro-Samples zu Melodielinien zusammenmorpht, hat schon was – das ist kaum zu leugnen. Auch auf Choking You werden zirpende und fiepende Sounds so arrangiert, das etwas wirklich Neues entsteht. Hier das Prädikat innovativ zu verhängen fällt leicht, auch wenn man bei Choking You aus Selbstschutzgründen etwas auf die Lautstärke achten sollte.

So  genug des UK-Vinyls. Missy Elliot gibt uns auf ihrer aktuellen Auskopplung aus Under Construction (Elektra) die Titel Back In The Day, Play That Beat und Bring The Pain. Schön ist das alles, aber ganz vorne unter diesen drei geschmeidigen Schmuckstücken ist doch eindeutig Bring The Pain feat. Mr. Meth. Auf einem souligen Instrumental in bester Wu-Tang-Tradition, das sich auch durch längere Breaks hervortut, erklärt die Timbaland-Kollegin ihrem reimenden Counterpart Methodman, dass er bei ihr zu jeder Tageszeit willkommen ist. Das zu hören macht Spaß  gleichzeitig ist die Scheibe ein defintiver Dance-Floor-Killer.

Princess Superstar heißt die blonde Mirkofon-Akrobatin mit den blauen Augen aus NYC, die auf !K7 Records nun ihren Titel Do It Like A Robot aus ihrem 2000er Last Of The Great 20th Century Composers veröffentlicht, das damals noch über ihr zwischenzeitlich eingestelltes Eigenlabel Corrupt Conglomerate kam. Das auf einem Miami-Bass-Instrumental fußende Stück des female MC, die mit ihrem trashigen Style besonders im UK gut ankommt, zählt sicher zu ihren interessantesten Produktionen. Ob man den B-Seiten-Remix DJ Hells unbedingt braucht, ist schwer einzuschätzen. Ich sachma nein.Ein etwas genrefremder Geheimtip noch: Wer mal einen gutgelaunten Uptempo-Elektro-Bass-Slammer für den Dancefloor sucht, sollte beim passend Basscheck benannten 12-Titel des Produzentengespanns Slope (Sonar Kollektiv) unbedingt zugreifen. Interessant wird die 12 auch dadurch, dass auf der B-Seite mit dem Forss-Remix bereits ein erstes Lebenszeichen des genialen Schweden zu hören ist, der (ebenfalls auf Sonar Kollektiv) demnächst sein LP-Debüt Soulhack veröffentlicht. Dass er mit dem Remix die etwas ungeradere Variante bringt, wundert wenig, wenn man in Soulhack schon mal reinhören durfte.

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