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RZA-Tour fällt flach

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Hiobsbotschaft für alle RZA-Fans: Wie sein Management verlauten ließ, ist das Wu-Tang Mastermind plötzlich erkrankt, weshalb seine Blitz-Tournee durch vier europäische Städte abgesagt werden musste.

„RZA bedauert die Enttäuschung der Fans und die Unannehmlichkeiten für die anderen beteiligten Künstler aufrichtig“, sagte ein Sprecher, „wir arbeiten daran, die Konzerte in der letzten Juni-Woche nachzuholen.“

Eigentlich hätte Bobby Digital zusammen mit Xavier Naidoo zwischen dem 21. und 29.5. Konzerte in Paris, München, Zürich und London geben sollen, um seine neue LP, „The World According To RZA“, zu promoten.

Auf dem Album featured RZA Künstler aus ganz Europa, aus Deutschland haben Curse, Kool Savas, Fuat, Germ, Afrob und Sekou mitgemacht. Xavier Naidoo, mit dem sich RZA wohl besonders gut versteht, ist auf der LP mit gleich zwei Collabos vertreten.

Na dann, gute Besserung, Mr. Diggs!

RZA – The World According To RZA

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Da ist es nun endlich, das langerwartete Album des Wu-Tang Masterminds mit seinen Kollegen aus Europa. Nach wiederholten folgelosen Ankündigungen war es fast schon wieder aus dem Blickwinkel verschwunden, um dann ganz plötzlich wieder aufzutauchen.

19 Tracks umfasst das Album, mit dem RZA versucht, seine globale Sicht auf HipHop deutlich zu machen. Gut, er hat sich in diesem Fall eher mit Europa befasst, als mit der ganzen Welt, aber man muss ja schließlich irgendwo anfangen.

Etwas enttäuscht war ich ja schon, als Bobby Digital im Interview auf einem wohlbekannten Musikkanal sagte, dass es ihm eigentlich egal gewesen sei, was die einzelnen Leute eigentlich rapten, Hauptsache, der Flow stimmte. Man muss sich ja nicht gleich alles Wort für Wort übersetzen lassen, aber sein Interesse für anderssprachigen HipHop scheint nicht ganz so groß zu sein, wie er es uns immer weismachen wollte  diesen Eindruck hinterließ er jedenfalls bei mir.Es war wohl doch eher eine Geschäftsidee, als die große Liebe zur Sache an sich.

Na ja, so ist das halt heutzutage, außerdem sind, nach eigener Aussage, die Europäer noch nicht ganz so geldgeil wie die Amis, denen es nur rein ums Geschäft geht  ob er sich da selbst auch mit einschließt?Aber lassen wir die Frage nach Geschäft oder Ideologie mal außen vor und kümmern uns um das Ergebnis dieses Projekts.

Seine Reise führte RZA vom europäischen Norden, genauer gesagt Skandinavien, über Frankreich nach Deutschland und dann weiter nach England, um letztlich noch einen kleinen Abstecher nach Italien zu machen. Am Ende gibt es noch eine türkisch-englische Co-Produktion. Diese Reise habe ich in Anführungszeichen gesetzt, da es wohl so war, dass nicht RZA zu den Leuten hingefahren ist, um die Lieder einzuspielen, sondern diese zu ihm in die Staaten kamen. Wahrscheinlich einfach eine Frage der Zeit.

Den Anfang macht eine Dame namens Feven, die über einen smoothen, fließenden Beat, der schon deutlich nach Wu-Tang klingt, über ihr Leben sinniert  auf Englisch. Eine ziemlich solide Sache als Einleitung. Weiter geht es mit schwedischen Lyrics von Petter, der allerdings über ein recht langweiliges Instrumental rappt. Klingt eintönig, was schade ist, denn der Flow ist schon interessant!

Ein wenig besser wird es bei dem Scandinavian Allstars Track mit Diaz, Petter, Feven und RZA selbst. Aber so richtig vom Hocker hauen tut einen der Song musikalisch auch nicht. Diaz, ein MC aus Norwegen, der davon erzählt, dass er auf Walfang geht, rappt nordseefrisch über einen Beat, der eher nach Flaute riecht als nach einer stürmischen See. Es passiert nicht zu viel. Diaz fügt noch ein paar Zeilen auf Spanisch ein, dann geht es weiter zum ersten Highlight des Albums.

Die Saian Supa Crew ist einfach eine außergewöhnliche Gruppe, die auch über Sprachbarrieren hinweg die Leute begeistern kann.Auch die Zusammenarbeit mit RZA trägt reife Früchte. Hier funktioniert einfach die Chemie zwischen Musik, den MCs und deren Flow. Der Groove geht definitiv unter die Haut.Das hat wahrscheinlich auch RZA gespürt und gleich noch Ghostface Killah mit ins Boot geholt. Meiner Meinung nach einer der besten Tracks auf dem Album.

Der Song, mit Bams passt wieder eher ins Schema: ganz O.K.; wobei ich betonen möchte, dass ich keine Aussagen über die Inhalte machen kann, da ich kein Französisch spreche und auf die Schnelle auch keiner da ist, der es mal übersetzt. Vielleicht wäre ein Booklet mit allen Texten und den Übersetzungen ins Englische gut gewesen. Das wäre sicherlich positiv angekommen!

Den Track mit Passi finde ich dann wieder recht gut. Da rollen Beat und Reim sehr harmonisch miteinander, und das eine oder andere Getoaste und Geshoute im Hintergrund passen auch ganz gut. Die bereits US-Feature erprobten IAM aus Marseille schaffen einen Sprung ins obere Mittelfeld mit dem Track Seul Face a Lui  vielleicht auch ein wenig höher!

Nun geht es in heimische Gefilde, wo sich RZA gleich eine ganze Reihe von Künstlern für eine Zusammenarbeit ausgesucht hat.Den Anfang machen Xavier Naidoo und Deborah Cox auf der Ballade Souls On Fire. Xavier beweist, dass er auch auf Englisch überzeugend singen kann  Respekt dafür.Curse, der kein Feature scheut, hat auf World According To RZA einen recht soliden Auftritt. Seine Reime kommen in gewohnter Schärfe und Präzision. Irgendwie habe ich das Instrumental aber schon mal gehört. Das ist aber natürlich nicht Curse´ Schuld!

Bei der Optik Crew überkommt mich das Gefühl, dass einige der Beats von Mel stärker waren als das, was ihnen RZA hier vorsetzt.Afrob & Sekou rappen auf einem melancholisch kräftigen Beat über Probleme, die ihnen auf der Seele liegen. Ein gelungener Track.Den Abschluss im deutschen Teil der Scheibe macht wiederum Xavier, dieses Mal zusammen mit dem Chef. Hier streut er auch ein paar deutsche Zeilen ein, was auch gut ist, denn da liegen seine Stärken. Der Rest sind Geigen und Klavier&

Aber es geht ja noch weiter, dieses Mal nach England, allerdings nur für 2 Tracks. Einen mit Blade, Skinnyman & Mr. Tibbs, der mir leider gar nicht gefällt. Der hört sich unfertig und uninspiriert an. Es ist sicherlich so gewollt, kann mich aber nicht überzeugen.Etwas lockerer geht es da bei Bronz N´Blak zu, einem groovigen Clubtune. Allerdings auch eher ein Füller als die Bombe.

Frankie Hi NRG bringt uns zum Ende noch ein wenig italienisches Temperament rein. Passaporto Per Resistente ist ein Track, der bestens zum Fazit der LP passt, obwohl noch ein Track kommt. Gute Mittelmäßigkeit! Man hat das Gefühl, dass RZA zwar versucht hat, diese Idee gut umzusetzen, aber die ganz großen Produktionen hat er sich dann wohl doch noch für eigene Sachen aufgehoben. Obwohl auch die in letzter Zeit nicht mehr so überzeugt haben, wie die Wu-Tang-Alben.

Den Abschluss bilden Fuat, Bektas und Germ mit einem Track, der wie eine Weltverschwörung klingt, düster und roh. So düster sieht die Zukunft für RZA sicherlich nicht aus. Hoffen wir einfach, dass er sein nächstes Projekt ein wenig amitionierter angeht.

Zweite Festnahme im Fall Freaky Zeeky

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Die New Yorker Polizei hat einen weiteren Verdächtigen in Zusammenhang mit der Schießerei festgenommen, bei der Diplomats-Mitglied Freaky Zeeky angeschossen und sein Bodyguard, Eric „E“ Mangrum, getötet wurde (checkt hierzu auch rap.de/news: Freaky Zeeky angeschossen).

Nachdem die New Yorker Polizei bereits kurz nach der Tat Mangrums mutmaßlichen Mörder, einen 29-jährigen New Yorker namens Chauncey Dillon, fassen konnte (rap.de/news: Polizei macht Fortschritte) , wurde gestern Herndon Williams verhaftet, der sich jetzt wegen versuchten Mordes und Diebstahls verantworten muss. Williams, einer von drei Schützen, die an der Tat beteiligt gewesen sein sollen, wurde bei einer Gegenüberstellung identifiziert.

Weiterhin auf der Flucht befindet sich hingegen der dritte Verdächtige, ein mehrmals vorbestrafter Gewaltverbrecher namens John Mingo.

Sam Ragga Band – Wasser feat. Onjiru

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Wenn man an Reggae denkt, dann verbinden die meisten das gleich mit Sonne, Palmen, Strand (mal so nebenbei: ein ziemlich abgegriffenes Klischee). Doch gegensätzlicher könnte die Herkunft der Sam Ragga Band nicht sein. Aus dem hohen Norden Deutschlands, um genauer zu sein: Hamburg, kommen sie mit karibischen Klängen daher. Und wenn man an Sam Ragga denkt, dann verbindet man sie als erstes immer noch mit Jan Delay, aber dass sie auch selbst im Vordergrund stehen können, haben sie bereits bewiesen, denn ihr Album Loktown Hi-Life steht bereits seit Januar in den Regalen und erfreut sich großer Beliebtheit.

Nach „Die Welt steht still“ zusammen mit Jan Delay bringen Sam Ragga nun die Single „Wasser“ an den Start. Inhaltlich wird mal wieder die Politik durch den Wolf gedreht. „Das Wasser hat die Flut gebracht…“ – Industrie und Umweltsünder werden ebenfalls nicht verschont. Wobei man eigentlich auch nicht all zu sehr auf den Inhalt eingehen kann, da sich dieser bis auf ein paar Zeilen nur auf den Refrain beschränkt. So plätschert der Track vor sich hin und will nicht so richtig zünden. Die Flut wird zu einem kleinen Bach, und die glühende Lunte erlischt schnell. Schade um die angenehme Stimme Onjiru’s. Anders sieht es da schon bei der B-Seite aus, hier gibt Seanie T sein „KillahDrilla“ zum Besten und kickt seine Texte in gutem altem Patois. Der Tune geht jedenfalls sofort in die Beine und wäre eigentlich die bessere A-Seite und kann die Auskopplung gerade noch retten. Außerdem gibt’s noch einem Remix von „Killadrillah“ und ein Remix-Instrumental von „Wasser“ – die allerdings auf der Promo-Copy nicht zu hören sind, und deswegen aus der Bewertung rausfallen.Alles in allem ein eher mittelprächtiger Release. Das Album hat jedenfalls mehr zu bieten…

Dejavue vs. Rhymin Simon

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Die Berliner Crew Dejavue hat einen Diss-Track an die Adresse von Rhymin Simon aufgenommen. Nach eigenen Aussagen nahmen die Proletnstuff-Representer Anstoss an Simons Verhalten bei einem gemeinsamen Konzert im Berliner 2be Club.

Wie Dejavue in einem Statement verlauten ließ, soll Simon auf die Nachricht, dass jedem Act nur 20 Minuten auf der Bühne zur Verfügung stehen würden, mit Boykott-Aufrufen gegen den Veranstalter und die folgenden Gruppen reagiert haben.

Nach Meinung von Flash Robsen und Double NO war dies jedoch „nur der Höhepunkt einer schon lange andauernden Serie von Anfeindungen“. Nachdem Simon sein Verhalten später angeblich mit Phrasen wie „Ich war halt betrunken“ und „Ich brauch ein bisschen Promo“ rechtfertigte, entschied sich Dejavue zur Veröffentlichung von „S.A.R.S.“ (Super Assi Rhymin Simon).

Wer sich das Teil ‚runterladen und sich selbst ein Bild machen will, kann das unter proletnstuff.de tun (einfach den grauen Banner anklicken).

Rettet Afro-Hesse!

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Stell dir vor, du wohnst seit zwölf Jahren mit deiner Familie in Deutschland und musst trotzdem alle drei Monate damit rechnen, in ein Land abgeschoben zu werden, welches nicht nur tausende von Kilometern entfernt ist, sondern dir auch keinerlei Lebensgrundlage (Familie, Beruf, Freunde) bieten kann.

Als wäre dieses Szenario nicht schon übel genug, weigert man sich dann auch noch, dir in Deutschland einen Arbeitsplatz zu geben, weil man ja schliesslich nie weiß, wie lange du noch im Land sein wirst.

Hört sich schlimm an? Nun, in genau dieser Situation steckt derzeit der Darmstädter MC Afro-Hesse. Das Freestyle-As muss sich seine „Duldung“ tatsächlich alle drei Monate verlängern lassen und ist dabei der Willkür der deutschen Bürokratie schutzlos ausgeliefert. Schlimmer noch, seit zwölf Jahren ist es ihm untersagt, den Landkreis Darmstadt/Dieburg zu verlassen.

Wer helfen will, diesen Zustand zu ändern und Afro-Hesse eine lebenswerte Zukunft in der Bundesrepublik zu sichern, kann sich in die eigens dafür eingerichtete Online-Unterschriftenliste eintragen.

Als kleines Dankeschön für eure Unterstützung und Hilfe hat Afro-Hesse einen Exklusiv-Track aufgenommen, den ihr euch hier kostenlos ‚runterladen könnt.

Ugly Duckling – Turn It Up

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Nach ihrer kleinen Samba- Einlage melden sich Ugly Ducklings Andy Cooper, Dizzy und Young Einstein mit einer 12 zurück. Turn It Up heißt der Track, die Message ist klar, hier geht es um Party  und zwar laut!

Um endlich mal das lästige Old School zu umgehen, nehme ich schlicht und einfach den Begriff funky! Das geradlinige, rollende Drumset wird von funkig spritzenden Horn- und Gitarrensamples unterstützt. Die MCs bringen die Partycrowd zum Rocken und erzählen noch kurz die Anekdote vom Nachbarn, der sich über den Lärm beschwert hat  wer kennt das nicht. Auf der A-Seite gibt es außerdem das Instrumental zu dem Track.

Da man sich wahrscheinlich nicht einigen konnte, welche der zwei Versionen des Tracks veröffentlicht werden sollte, hat man sich wohl dazu entschlossen, die zweite Version gleich auf die B-Seite der Maxi zu pressen. Aber ganz so einfach machen es sich Ugly Duckling natürlich nicht. Neue Vocals, neu eingerappt, erhalten die Spannung. Außerdem wird hier auch ein wenig an der Grundstimmung gefeilt.

Ein durchgängig laufendes Gitarrensample mit dazu passend groovender Bassline lassen der Stimmung ein klein wenig mehr Luft, als auf Seite A. Wo man sich gerade noch besoffen und johlend auf dem Tisch tanzend ahnte, gehen einem auf der B-Seite ein wenig andere Gedanken durch den Kopf. Gut gelaunt, leicht beschwippst, eine Frau (oder einen Mann, je nachdem) in Reichweite und eine nette Sohle aufs Parkett gelegt, sich langsam aber sicher der Extase nähernd&

Zusammenfassend kann man wieder mal von einer sehr gelungenen Platte sprechen, die Ugly Duckling uns hier anbieten. Darf auf keiner Sommerparty fehlen.

TES – New New York

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Eine limitierte 7″-Auskopplung aus dem hervorragenden Debütalbums x2 von TES, einem bisher recht unbekanntem MC aus New York City. Er habe eine trompetenartige Stimme, ist in dem Bio-Sheet zu lesen, und das kann ich auch so unterschreiben. TES ist nicht neu in der Szene, er rappte sich schon durch die neunziger Jahre und versucht, innovativ, mit Wortspielen und verschiedenen Flows, immer wieder seine eigenen Grenzen zu testen. Mit Erfolg, wie man hören kann.

Auf seinem Album geht es thematisch hauptsächlich um seine Heimatstadt New York. Auch diese Auskopplung dreht sich um den Big Apple. Und zwar um TES‘ Liebe zu dieser Stadt, trotz oder gerade wegen des 11. Septembers. Deshalb auch der Titel New New York.

Es ist keine Liebe im patriotischen Sinne zu den USA oder seinen Politikern, ihm geht es lediglich um die Stadt an sich und seine Beziehung zu ihr. Musikalisch klingt das ganze sehr kraftvoll, positive Energie ausstrahlend. Horn und Streichersamples zieht er als Untermalung seiner Beobachtungen und Gefühle heran. Checkt das!

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