P. Diddy hat schon ein eigenes Recordlabel, ein Restaurant, ein Klamottenlabel und und und. Aber er kriegt nicht genug. Berichten zufolge haben Roc-A-Fella-CEO Jay-Z und Bad Boy P. Diddy beide Interesse bekundet, New Yorks Glens Falls Wild Cats Basketballteam zu kaufen. Die U.S. Basketball League verkauft den Verein für coole 300.000$. Realtors repräsentiert den Verein und lässt verlauten, dass beide Mogule schon zufriedenstellende Vorverträge unterschrieben haben. Es wird erwartet, dass das Team in den nächsten Wochen verkauft wird. Ach Diddy, lass die anderen doch auch mal mitspielen.
G-Unit, Mobb Deep, D-Block planen gemeinsame Tour
50 Cent hat ein neues Haus, mit `nem Club, Pool, Wasserfall, und alles, was man halt für ein bescheidenes Leben braucht, das auf ihn wartet, wenn er von seinen Touren zurück kommt. Die meisten Menschen würden wohl kaum noch einen Fuß vor die Tür setzen, wenn sie so ein Haus hätten, aber 50 scheint am liebsten immer woanders zu sein. Neusten Äußerungen der Mobb-Deep- und der LOXs-D-Block-Crew zufolge sind beide Fraktionen ihrem Ziel sehr nahe, eine gemeinsame Tour mit der G-Unit zu realisieren. Sie soll in ca. drei Wochen starten, mit allen drei HipHop-Größen im Line-up. Bis jetzt wurden keine Details oder offiziellen Tourdaten bekannt gegeben. Der Name der Tour steht jedoch schon fest: Sie ist nach dem neuen Album der G-Unit, welches am 18 November erscheint, bekannt – Beg for Mercy. Leider kommen wir deutschen Fans nicht auf unsere Kosten, da die Tour in den U.S.A. stattfinden wird.
Blumentopf MP3 Download
Blumentopf haben nicht nur gerade ihr Album „Gern geschehen“ rausgebracht, ab 15. Oktober gehen sie auch auf Tour – und ganz nebenbei haben sie auch ihre Website überarbeitet und mit einem MP3-Download veredelt. Der kostet nix, heißt „Stress“, ist nur dort erhältlich und nur ein paar Mausklicks entfernt: Check den Link in der linken Spalte.
Curse: Single mit Larry Gold
Die neue Single von Curse „UND WAS IST JETZT“ wird nicht die schon bekannte Album-Version enthalten, sondern in einem den Splash-Besuchern schon bekannten neuen Gewand, nämlich ergänzt um ein Streicher-Orchester. Dafür wurde die Legende Larry Gold aus Philadelphia engagiert, der schon Arrangements für die Roots, Common, Erykah Badu, Timbaland, Musiq Soulchild, Jill Scott etc. etc. geschrieben hat… Dazu gibt es einen von Larry Gold und Kamal Gray (von den Roots) produzierten Bonustrack „Hoffnung“, den Curse zusammen mit Vanessa Mason („Hand Hoch“) gemacht hat. Des Weiteren ein Akustik-Remix von „Goldene Zeiten“ feat. Max.
HipHop-politisch unkorrekt, aber trotzdem nett: Auf der CD-Version finden sich zusätzlich noch Klavier- und Streicherpartitur zum Nachspielen im PDF-Format und das in Bukarest gedrehte Video. Viel Zeug für’s Geld.
Nicht verpassen solltet ihr Curse auch auf seiner Tour, die am 23.10. in Münster startet. Die Termine findet ihr in der „Dates“-Sektion.
Outkast – Speakerboxxx/ The Love Below
Hey Ya! ruft einem die Single von André3000 aus dem neuen Album Speakerboxx/the Love Below, direkt zu. Und, wie so oft, wenn Outkast ein neues Album auf dem Markt bringen, muss man erst mal schnell alles von ihnen bis dato bekannte über Bord werfen. Denn Outkast 2003 ist wieder einmal etwas Besonderes. Ihre musikalische Landkarte geht längst über Genre-Grenzen hinaus, doch sie scheinen immer noch neue Ecken zu finden, die es zu erforschen gilt.
Outkast, das sind die MCs Big Boi und André3000 aus Atlanta, Georgia. 1994 spielten sie sich mit der Single Players Ball in die Herzen der HipHop Fans. Ihr Sound bestach durch klassischen Südstaaten-Funk mit Player-Attitüde. Gerade hatte man sie in eine Schublade gesteckt, bewiesen sie, dass ihre Lust auf Experimente und das Kreieren neuer Sounds noch lange nicht zufriedengestellt war.
Das war erst der Anfang ihrer kreativen Phase, aber das konnte man ja noch nicht ahnen.Vier Studioalben haben sie vor diesem neuen bereits produziert, eins erfolgreicher als das andere, und jedes mit einem ganz eigenen Charakter. Vom funkigen Debüt ging es zu extraterrestrischen Sounds auf ATLiens, elektronischer und rockiger wurde es dann auf Aquemini. Bei Stankonia kamen neben den Drum&Bass- und mainstreamtauglichen Klängen auch die verschiedenen Charaktere von Big Boi, wie eh und je in der Rolle des Players, und dem exzentrischen, freakigen André, im ständigen (Outfit)Wandel begriffen, so deutlich zum Tragen, dass das Gerücht von Trennung zum ersten Mal aufkam.
Studioalbum Nummer fünf Speakerboxxx/ The Love Below ist im Grunde genommen nur die logische Konsequenz aus den vorherigen Werken und den Veränderungen des Duos. Die unterschiedlichen musikalischen und optischen Vorlieben der Beiden liegen schon ein Stückchen auseinander, es gibt aber auch immer noch eine Verbindung. Outkast, die siamesischen Zwillinge des Rap? So kann man es wohl sagen.
Auf jeden Fall entschied man sich für dafür, jedem die größtmögliche künstlerische Freiheit zuteil werden zu lassen. Das heißt anders ausgedrückt, es gibt ein Doppelalbum, das im Grunde genommen aus einem Solo von Big Boi, Speakerboxxx, und einer Scheibe von André, The Love Below, besteht.
Auf dem Album sind dann auch wieder alle Facetten eines Outkast-Albums zu finden, allerdings anders verteilt, als das bisher der Fall war. Speakerboxxx ist der experimentelle, sehr funkige und southern-raplastige Part von Outkast, den Big Boi in gewohnt frischer Manier serviert. Satte 19 Tracks lang wird man durch Big Bois Outkastwelt geführt. Vollgepackt mit deepem Funk, Bläsern, rockigen Gitarren, harten Drum&Bass-Breaks, souligen Gesangspassagen und Gästen wie Killer Mike, Sleepy Brown, Big Gipp, Ludacris, Jay Z oder Cee-Lo, um nur einige zu nennen.
Speakerboxxx ist allein für sich schon ein grandioses Album, aber zu einem echten Outkastprodukt gehört eben auch immer die andere Seite, das unerwartete, ausgeflippte, nicht unbedingt dem HipHop zuzuordnende Element: Die musikalischen Sphären des André 3000.
Er, der mit Erykah Badu einen Sohn hat, inzwischen von ihr getrennt lebt, der sich vom Players Ball in seine eigene Styleliga hochgearbeitet hat. Sein Outfit ist grell und ausgeflippt, in etwa zu vergleichen mit den freakigen Klamotten der P-Funk Ära, als George Clinton oder Bootsie Collins die Bühnen per Mothership eroberten.The Love Below ist natürlich kein klassisches HopHop-Album, das hat aber auch niemand ernsthaft erwartet. Bei den Vorgängern zeigte sich sein Einfluss eher bei einzelnen Songs: The Whole World oder B.O.B.
Nun treibt er sein musikalisches Spielchen auf 19 Tracks Länge.Mit dem Rappen hat es André auf The Love Below nicht so wichtig genommen, er widmet sich auch oft dem Gesang. Die Einflüsse kommen aus den verschiedensten Richtungen. Klassik, Rock, Funk, Jazz, Soul, HipHop, Elektronik. Es ist alles da, alles vereint zu einem Potpourris, das zusammengehalten und dirigiert wird durch Maestro André3000. Als ob er noch nie etwas anderes gemacht hätte, jamt er sich durch die musikalischen Genres, live Instrumente, teilweise von ihm selbst eingespielt, sorgen für einen warmen Sound. Die Gäste sind rar, aber wohlüberlegt ausgewählt. Rosario Dawson, Kelis und Nora Jones (!) unterstützen ihn auf der Platte.Wie der Titel schon besagt, ist The Love Below ein sehr emotionales Album, das sich mit Witz und Frische in die Herzen der Zuhörer spielt.
Wenn die Roots mit The Seed gezeigt haben, wie gut funkiger Rock und HipHop zusammenpassen, geht André auf Songs wie Happy Valentines Day und vor allem mit seiner ersten Single Hey Ya! noch einen Schritt weiter. Das ist der P-Funk Vibe des 21ten Jahrhunderts, oder einfacher gesagt: Das ist Outkast 2003! Zwei großartige Alben, zwei geniale Charaktere, eine Supergroup, ein Genuss!
RZA – Birth Of The Prince
Als der Wu-Tang Clan 1993 von New York aus die HipHop-Welt neu ordnete, war man beeindruckt vom ihrem rauen, wilden Auftreten, kombiniert mit Lehren aus der chinesischen Kampfkunst, die sie in die Sprache des Raps übersetzten.
Aber auch die Produktionen des Ranghöchsten, des Clanoberhauptes Prince Rakeem, kurz RZA, beeindruckten die Zuhörerschaft. Sein Talent, aus alten Soulliedern die eingängigsten Passagen rauszusuchen und diese dann in einem neuen Kontext wieder zusammen zu bringen, war schlicht und einfach beeindruckend. Wu-Klassiker wie Cream oder Can It Be All So Simple sind wohl die besten Belege dafür. Einige Jahre und diverse Soloplatten später sind wir wieder bei RZA angekommen.
Dass auch der Wu-Tang Clan den Erfolg nicht für immer pachten konnte, haben sie inzwischen gemerkt, auch RZA musste sich einige Kritik gefallen lassen, vor allem, was sein alter ego Bobby Digital betraf. Das war musikalisch keine große Sache. Ihr einstiges Feuer schien fast erloschen zu sein und auch RZAs The World According to RZA sorgte wohl nur in Deutschland, mit dem Xavier Naidoo-Stück, für Furore, war aber ansonsten sehr durchschnittlich.
Aber kaum dass man sich versieht, hält man auch schon wieder ein neues Album von RZA in den Händen. Birth Of The Prince ist der Titel, und es sind 16 Tracks darauf zu finden. Das interessante ist: Diese Platte ist das allererste Soloalbum, das er tatsächlich sich selbst widmet, RZA, nicht irgendeinem seiner weiteren Egos!
Er hat viel erlebt, viel gesehen, als Musiker wie auch als Geschäftsmann erfolgreich gearbeitet, da ist es nun an der Zeit, mal in sich zu kehren und die Vergangenheit aufzuarbeiten und zwar die Zeit, bevor er der Prince Rakeem war, vor der Ära des Clans. So gesehen ist dieses Werk ein Konzeptalbum, das sich durch RZAs Vergangenheit arbeitet.
Meiner Meinung nach ist es der beste Wu-Output seit Jahren, sowohl musikalisch wie auch textlich.Auf The Birth Of The Prince breitet der New Yorker seine ganze musikalische Palette aus. Es gibt klare Old School Tracks, dubbige Soundgerüste, den klassischen, düsteren, melodischen Wu-Tang Sound, clubbige Kopfnickhymnen oder melodische 70er Soul/Rap-Balladen. Einige Stücke geben einem wieder das Gänsehautfeeling zurück, das man von alten Wu-Tang Scheiben (die ersten Soloplatten der Clanmitglieder eingeschlossen) kennt und liebt.
Man hat fast das Gefühl, dass RZA sich ein paar seiner besten Produktionen für dieses Album aufbewahrt hat. Er hat gut daran getan.Inhaltlich erfährt man etwas über seine Jugend auf den Straßen von New York und seine Suche nach Knowledge. Seine musikalischen Anfänge, und wie letztlich Prince Rakeem das Licht der Welt erblickte.
Wer also einen kleinen Einblick in die Anfangstage einer der größten HipHop Crews aus der Sicht ihres Heads haben möchte, und das Ganze mit einer bisweilen sehr guten musikalischen Untermalung, die im Vergleich mit den Kassikern nicht mal schlecht abschneidet, der sollte unbedingt diese Geburt des Prinzen mitnehmen.Manchmal ist das Besinnen auf die Vergangenheit eben die bessere Gegenwart. Can it be all so simple? Yes it can!
Erykah Badu – World Wide Underground
Unverwechselbar, unberechenbar und kompromisslos, eine Diva, schön und intelligent, die es versteht, sich zu inszenieren, aber sich nie an Gesetzen oder Trends des Marktes orientiert. Das ist Erykah Badu.
Zwei Studio- und ein Livealbum lang hat sie uns bisher ihr Spiel aufgedrückt, und wir haben es mehr als gerne angenommen.Das 97er Debüt Baduizm brachte ihr 2 Grammys ein und drei Mal Platin. Ihr Livealbum wurde zurecht in höchsten Tönen gelobt. Auch das zweite Album Mama´s Gun (2000) konnte an den Erfolg anknüpfen, obwohl es sehr schwer ist, einen erfolgreichen Nachfolger zu bringen, wenn das erste Werk gleich den Status eines Klassikers erreicht hat.Mama´s Gun war auch nicht einfach Baduizm Teil zwei, weshalb einige Leute wahrscheinlich ein wenig enttäuscht waren. Aber wie schon gesagt, Erykah beachtet keine Regeln, sie stellt sie auf. Man muss immer gefasst sein, sich auf etwas Neues einstellen zu müssen.
Nach fast drei Jahren kommt nun endlich das langerwartete neue Werk der Queen of Soul.Sie selbst bezeichnet ihr neues Album World Wide Underground als EP. Das ist ein wenig bescheiden ausgedrückt, immerhin kann man elf neue Tracks zählen. Und ich sag es gerne vorneweg, das Album, oder die EP, wenn Erykah es so möchte, ist bereits mit dem Erscheinen ein Klassiker. Ein echtes Meisterwerk!
Schon bei ihre erste Auskopplung, Danger, die wohl Clubhit-verdächtigste Single, die Erykah je gemacht hat, kann man die Vielfältigkeit, die Ideen und die Liebe zu Details erkennen. Neben dem schweren, treibenden Groove gibt es immer wieder Breaks und kleine Samples, die den Track auflockern und den Körper in Schwingungen bringt.
Mit Bump it, dem Song, der das Album einleitet, kommt auch sofort der Gänsehautfaktor auf. Eine tiefe, warme Bassdrum und melodische, kräftige Key-Sounds gepaart mit Erykahs unvergleichlicher Stimme, erzeugen schon zu Beginn der Platte einen hohen Grad der Zufriedenheit. Die nahezu perfekte Einleitung für World Wide Underground.Verantwortlich für die musikalische Atmosphäre auf diesem Album ist das Produzententeam, das Erykah Badu um sich geschart hat. Freakquency wurde es getauft und besteht aus Rashad Ringo Smith, James Poyser, R.C. Williams und Erykah selbst.Dieses Team bemühte sich überzeugend, jede musikalische Neigung der Chefin voll zum Ausdruck zu bringen. Zum Beispiel der HipHop-Einfluss, der durch ihre Beziehung zu Common (Sense) ein neues Level erreicht hat. Zu hören natürlich zuerst mal in dem Track Love Of My Life, der bereits auf dem Soundtrack zu Brown Sugar zu finden war und auf der CD-Version als Bonus Track enthalten ist. Auf dem Album leider nicht, was ich sehr schade finde.
Des Weiteren gibt es einen Remix dieses Stückes auf Erykahs neuer EP, der sich Love Of My Life Worldwide nennt, und für das sich das B-Girl die Unterstützung einiger Sisters geholt hat: Bahamadia, Angie Stone und Queen Latifah leben ihre Liebe zum HipHop in diesem Track gemeinsam aus.
Für The Grind arbeitete sie mit Stic Man und M-1 aka Dead Prez zusammen, die hierzulande vor allem mit ihrem Track HipHop einen Underground Hit hatten.I Want You zeigt einmal mehr das experimentelle musikalische Talent in Erykah.Ein Liebeslied, das im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Herzschlag beginnt, dann langsam in einen House-mäßigen Groove übergeht, um sich letztlich, scheinbar spielend leicht, zu einem schönen, melodischen Soul-Liebeslied zu entwickeln, das zum Ende hin noch einen dancehallinspirierten Drive bekommt ganz große Klasse.
Die Superlativen kommen mir leicht über die Lippen. World Wide Underground! ist ihre beste Arbeit seit Jahren und genau das richtige Mittel gegen aufkommende Herbstdepressionen.
Rahzel wird im Cartoon Planet Rock gefeatured
Die menschliche Beat Box und Godfather der Geräusche, verleiht seine Stimme an den HipHop Cartoon Planet Rock. Die Serie geht über ein Alien, dass nach New Yorkkommt um ein HipHop Superstar zu werden. Fly hat die Fähigkeit ein Turntable und den Beat zu imitieren. Rahzels Style, von Beatboxing und Rap inspirierte die Macher von Planet Rock zu der Figur Fly Swatta. „Nothing but a guy and a mic“, der ein Orchester aus Wörtern, Beats und Sound zu gleichen Zeit macht.“ Rahzel verkörpert die Lebende Idee von diesem.




