Nicht ein Hahn kräht momentan nach MC Hammer. Der jedoch hat ein Ass im Ärmel, welches ihn wieder in`s Gespräch bringen könnte. In Anlehnung an die legendäre „Bill Cosby Show“ möchte uns MC Hammer nun zeigen, was Family Life Style, in seinem Sinne, bedeutet. Näheres ist aktuell über Hammers TV-Karriere noch nicht zu erfahren. Fest steht allerdings, dass die Show auf WB Network laufen und Einblicke in das Leben eines MC Hammer, fernab des Rapzirkusses zeigen soll.
G-Unit – Beg for Mercy
Und 50 Cent die Zweite.Dr. Dres Ziehsohn folgt dem alten Prinzip. Nach dem Solo-Album also nun die Veröffentlichung seiner Crew. Klar, dass Beg for Mercy nicht allzu stark von der 50 Cent-Linie abweicht. Das erwartet ja aber auch keiner. Die G Unit, bestehend aus 50 Cent, Lloyd Banks, Young Buck und Tony Yayo liefert hier ein Zeitgeist-entsprechendes Album ab. Die Lyrics bestechen zwar nicht gerade durch Tiefe und Innovation, dafür sind die Produktionen von Dr. Dre, Eminem, Hi-Tek und Megahertz sehr groovig und absolut clubtauglich. Auf Beg for Mercy ist sogar der eine oder andere Kandidat mit Hit-Potential zu entdecken. G Unit beweisen mit ihrem Album, dass Gangsterizm auch völlig rund, ganz ohne Kanten und für Nicht-Textversteher durchaus schmuse-situationskompatibel ablaufen kann. Hinterfragen sollte man dieses Image wahrscheinlich aber eher nicht.
Snoop Dogg Football Double-Header Day
Mit einem dicken Touchdown geht das Jahr für Snoop Dogg zu Ende. Zugunsten der eigenen `Save A Life Foundation` steigt am 27.Dezember in Fontana / Californien ein Benefit-Football-Game, wobei Snoop nicht nur als Schirmherr sondern auch als Coach fungieren wird. Austragungsort des „Snoop Dogg Football Double-Header Day“ wird die ortsansässige AB Miller High School sein. Mit Vorsicht zu genießen sind die, zur Presseinformation, angegebenen Info-Links. Wer also hofft unter www.doggystyle.com Wissenswertes über das Benefit Game zu erfahren, wird bei Abruf dieser Seite mit garantierter Sicherheit und im wahrsten Sinne des Wortes große Augen machen.
Sizzla – Rise To The Occasion
Fernab von Xterminator killt dieser Tage Sizzla mit seiner Neuveröffentlichung Rise To The Occasion. Ich spreche hierbei von killen, da sich die Geister diesbezüglich mächtig scheiden. Die einen singen Lobeshymnen auf eines der besten Sizzla-Alben ever. Die anderen wollen an dem für Don Corleon Records produzierten Werk kein gutes Haar lassen. Und tatsächlich klingt Rise to the Occasion etwas eigenwillig.
Erstmals legte Kalonji selbst Hand an. Für einen Großteil der Produktionen aber konnte Alliance-Main Man Donovan Benett gewonnen werden, dessen Handschrift mehr als deutlich zu erkennen ist. Der schickt, gleich zu Anfang, die ohnehin gelegentlich gebeutelt klingenden Sizzla-Voices durch den Filter. Generell scheinen Jamaikanische Produzenten just den so genannten Cher Effekt für sich entdeckt zu haben. Kaum ein Tune kommt mittlerweile ohne aus.
Überhaupt bietet Rise To The Occasion experimentelle Neuheiten in Sachen Riddimproduktionen. Wer hätte vor ein paar Jahren schon gedacht, dass uns Sizzla irgendwann mit Beats kommt, die man getrost in die Funk- und Jazz-Schublade packen darf. Was aber bei Nice & Lovely noch als softe, liebevolle Melodie interpretiert werden darf, wirkt bei Know Yourself und ebenso In The Mood, trotz humoristischer Lyrics, schon eher eigenartig.
Der wohl eindringlichste Titel auf Rise To The Occasion ist I Was Born. Das ist, was man kennt. Es wird, in Sizzla eigener Manier, gepredigt und protestiert, was das Zeug hält, unterlegt von schlichten Trommelklängen.
Wer den frühen Sizzla zu schätzen wusste, wird sich wohl eher an Songs wie All Is Well und Come On halten. Wer mit Don Corleone Produktionen liebäugelt, findet mit Hype einen Tune auf Vendettas Startschuss (Mad Ants). Mit These Are The Days befindet sich ein weiterer Riddimklassiker (Egyptian) auf Rise To The Occasion.
Abschließend gesagt, kann grundsätzlich an Experimentierfreude nichts auszusetzen sein, jedoch scheint der Grad zwischen Innovation und Kitsch dann doch ein ziemlich schmaler. Rise To The Occasion schießt vielleicht manchmal ein wenig über das Ziel hinaus. Trotzdem sollte es als wichtiger Meilenstein in Sizzlas Karriere gehandelt werden und im Musik-Archiv echter Kalonji Fans nicht fehlen.
Sugar Minott – Leave Out A Babylon
In Wirklichkeit heißt er Lincoln Minott. Manche nennen ihn King Of The Dance Hall oder Lovers Rock Don. Bekannter aber ist er unter dem Namen Sugar Minott, und das schon seit weit mehr als drei Jahrzehnten. Seine ersten Aufnahmen brachte niemand Geringeres als Sir Coxsone auf sein legendäres „Studio One“ Label. Seit 1978 ist der Begründer und Betreiber des Youthman Promotion Soundsystems und des Black Roots Labels aus keiner Cultural Dancehall mehr wegzudenken.
Nun hat Sugar Minott ein neues Album aufgenommen, ganz im Stile der Foundation. Das über das französische Label Zenah Music erscheinende Werk trägt den recht bezeichnenden Titel Leave Out A Babylon und lässt, zumindest lyrisch und gesanglich, keine Fragen offen.
Einzig die Riddimarrangements könnten etwas weniger verspielt, dafür klarer in der Umsetzung sein. Soll nicht heißen, dass die Musiker schlechte Arbeit geleistet hätten. Es ist nur leider so: Man hat sich für Leave Out A Babylon musikalisch ein bisschen zu sehr ins Zeug gelegt. Bedenkt man aber, dass es Zenah Music noch nicht so lang gibt, darf man die Effektüberladungen einiger Titel gern auch mal als besser gemeint als letztendlich verarbeitet abtun.
Ich möchte daher keines Falls behaupten, Leave Out A Babylon würde deswegen an Qualität verlieren. Lediglich hart gesottenen Minott-Liebhabern dürfte dieser Makel auffallen.
Als Bonus wurde Leave Out A Babylon mit drei chilligen Dub Versions am Ende des Albums bedacht. Wem die Stimme Sugar Minotts schon immer zu Gänsehaut verhalf, dem dürften die Haare auch auf Grund dieser aktuellen Veröffentlichung zu Berge stehen.
Bobby Konders / Massive B. – Greensleeves Official Dancehall Mix Tape – „Mad Sick Head Nah Good
Über Greensleeves sollen künftig nicht nur die altbewährten Riddim Sampler zu beziehen sein. Mit Bobby Konders Mad Sick Head Nah Good“ Mix geht die neue Greensleeves Official Dancehall Mix Tape Compilation-Serie an den Start.
Namhafte DJs der aktuellen Dancehall-Szene präsentieren uns favorisierte Tunes und Riddims im Mixtape Format. Bobby Konders a.k.a. Massive B. macht, wie Eingangs erwähnt, den Anfang. Verheizt wurden gut sechzig Hits. Konders gab seinem Baby den wunderbar treffenden Namen Mad Sick Head Nah Good.
Und so passt es dann auch sehr gut, dass mit Elephant Man ein, ebenso offensichtlicher, Vertreter der Head Nah Good Fraktion konstant auf allen Riddims vertreten ist. Einzige Ausnahme hierbei ist die „Clappas“ Selection.
Ansonsten bietet der Massive B. Mix einen Riddim-Jahresüberblick, wie er nur schwer zu toppen sein dürfte. Beginnend mit dem Coolie Dance Riddim über Mad Ants und Masterpiece, bis hin zum omnipräsenten, weit über Grenzen um sich greifenden Diwali mixt Konders zusammen was, seiner Meinung nach, auf einem Resümee im Dancehallstyle zu finden sein muss.
Zwar ist die Auswahl der Tunes und Artists subjektiv und von daher Geschmackssache, richtig erkannt wurde aber, dass einer mit Namen Vybz Kartel hierbei nicht fehlen darf. Und so tummeln sich Newcomer des zu Ende gehenden Jahres 2003 zwischen Altmeistern und denen, die das nächste Jahr für einen Neustart nutzen sollten.
Die Zuordnung der auf dem Mad Sick Mix vertretenen Artists in die eben benannten Kategorien möchte ich jedoch jedem Hörer und Dancehall-Befürworter selbst überlassen. Und so schließe ich lediglich mit dem Hinweis des Greensleeves Labels selbst: Don’t accept any imitations. Bobby Konders is giving you the official mix, the real one, the only one – the „Mad-Sick Head-Nah-Good“ mix.
Mary J. in den Flitterwochen
Pastor Dr. Frederik K.C.Price hatte vergangene Woche die Ehre, die Eheschließung von Mary J. Blidge und Kendu Isaacs zu vollziehen. Geheiratet wurde am 7. Dezember in Mary J.s Heimat Bergen County/New Jersey. Mary selbst sagt über Isaacs: “Er bringt mich zum lachen und wir ergänzen uns super. Er ist der analytische Kopf, ich eher der Kreative“. Das frisch vermählte Paar befindet sich derzeit in den Flitterwochen. Anschließend möchte sich Mary J. Blidge auf ihre anstehende „Love and Life“ Promotion-Tour vorbereiten. Das gleichnamige Album wurde bereits mit drei Grammy Nominierungen bedacht, u.a. als bestes R´n`B Album. Weiterhin nominiert wurde „Ooh“, in der Kategorie beste R`n`B-Sängerin und ihre Kollaboration mit Sting („Whenever I Say Your Name“).
P.Diddy auf Theaterbühne am Broadway
Nach Mos Def und Russel Simmons macht sich nun ein weiterer Rap-Entertainer daran, Broadwayluft zu schnuppern. Das Shubert-Theatre startet im April nächsten Jahres mit einem Remake des Klassikers „A Raisin In The Sun“ und kein Geringerer als P. Diddy wird die Rolle des Walter Lee Young übernehmen. In der Original-Version des Stückes, sowie in der Verfilmung, hatte diese Rolle bisher Sidney Poitier gespielt. Diddy, der durch Filme wie „Monster`s Ball“ und „Made“ bereits Schauspielerfahrungen machen durfte, wird dieses Engagement unter seinem richtigen Namen Sean Combs antreten. Ob nun die Bretter, die angeblich die Welt bedeuten, Diddy zum erhofften Erfolg führen werden bleibt bis dato offen.




