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Fabster – Ihr Singt Die Hook

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„Wenn ich eins nicht leiden kann, dann sind das Songs mit bescheuerten Hooklines ohne Sinn und Zweck“ – so das Intro zum Titelsong der Maxi „Ihr Singt Die Hook!“. Zu dieser Erkenntnis kann man dem jungen Mann aus Halle nur gratulieren, denn wer braucht schon den hundertsten Refrain, den auch jeder Depp mitgrölen kann. Logische Konsequenz für Fabster? Gar keine Hook? Eine Hook, in der intellektuelle Ausflüge zum Besten gegeben werden? Nein, es kommt noch viel besser: die Hook ist wahrscheinlich dämlicher als alle anderen dämlichen Hooks je zuvor. Text: „Oh oh lala….“ und so weiter. Dazu ein sehr sommerlicher Beat samt akustischer Gitarre. Klingt komisch, is auch so. Denn wer jetzt denkt, das mutet ja alles eher bescheiden an, dem sei gesagt: nein, isses nicht. Denn hier wird flott gerappt, das Ding macht Laune und vor allem nimmt der Herr Rapper sich selbst nicht zu ernst. Genau das, was viele Kollegen so absolut gar nicht beherrschen. Auch sehr schön an dieser Scheibe ist, dass hier nicht das übliche Maxi-Gehabe vorherrscht, sprich Rap/ Instrumental/ Accapella – Version. Nein, hier gibt es drei – auf der CD sogar vier – eigenständige Nummern.

Weiter in der Tracklist: „Geheimdienst“ ist an die Damenwelt gerichtet. Nein – kein peinliches Liebeslied, sondern eine deutliche Ansage an die Exemplare dieser Spezies, die einem beziehungstechnisch ordentlich auf den Nerv gehen. „Unsre Beziehung besteht aus Lügen und Langeweile/ Lügen kann ich nicht mehr/ ich hab zu lange Beine/ Ich hab die Schnauze voll Dich jeden Tag zu sehen/ Ich könnt Fenster putzen mit Deinen ganzen rausgepressten Tränen“. Der sehr smoothe Beat dazu stammt übrigens von Jaleel. Prominent geht es auch auf „Biz Dine Arsh Brand“ weiter: DJ Haze von der Air Force Crew. Geht ordentlich nach vorn, aber dank „Get your hands up/ Put em in the air“ – Refrain eher Club- bzw. live- tauglich, auf meiner heimischen Anlage kommt dafür weniger Begeisterung auf. Dafür gibt es aber „Wie Sexy?“ (leider nur auf der CD): Eine Art Persönlichkeits-Test ganz im Stile der Bravo. Sehr schön und wieder was zum Lachen. „Du hast ´ne Verabredung mit ´ner gut gebauten Braut – wie und wann ist die Frage tauchst du auf – a) ich komm prinzipiell 30 Minuten zu spät, nur um abzuchecken ob die Pute bleibt oder geht – b) ich bin schon Stunden da und bereits voll wie Mülltonnen – c) ich erschein pünktlich weil ich später eh zu früh komm“.

Diesem Test sollte man sich durchaus stellen, genauso wie der Scheibe insgesamt. Sehr erfrischend, was da aus Halle kommt!

Jago – HörenSagen!

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Nach dem Label-Sampler „Stückvisite“ der Takt & Ton Crew im letzten Jahr erscheint mit „HörenSagen!“ nun das erste Soloalbum des Takt & Ton MCs Jago. Ein Zeitgenosse, der nicht gangstermäßig sein Revier markieren will oder mit Pimp-Raps um die Ecke kommt, sondern erstens Parts mit Witz bringt und einen zweitens zum Denken animiert. Vom Cover und vor allem von Jagos Parts auf dem Stückvisite-Sampler her habe ich mit überwiegend nachdenklichen und gesellschaftskritischen Texten gerechnet. Zwar findet man diese auch auf dieser Scheibe, wie z.B. in „Lebensgeschichten“, jedoch überwiegen Tracks, in denen sich Jago über sich selbst auslässt und sich mit (Wort-)Witz über Toys und andere Störfaktoren hermacht. In meinen Augen ein Zeichen für einen völlig eigenen Style, denn bei diesen 20 Tracks (plus Intro und Outro Strophen) werden viele Sparten abgedeckt, ohne das man das Gefühl bekommt, Jago wolle alles bedienen oder auf irgendeinen Zug aufspringen.

Als Features ist neben der Takt & Ton Crew (Crisan und Doc Sun auf „1. Million“ und Skize One auf „Lern Fliegen“) die Ostblokk Pyranja mit druff. Sie macht zusammen mit Jago „Allet Jut“ und sorgt für die einzige weibliche Komponente auf „Hören Sagen!“. Besonders gefällt mir das Feature mit Ono (vielen sicher noch aus Walkin‘ Large-Zeiten bekannt) – der Beat hat einen Hauch Live-Atmosphäre und klingt mit den englisch-sprachigen Raps von Ono wirklich sehr nice.Des weitern ist Doppel No von der Dejavue Crew mit einem mahnenden Storytelling-Track am Stizzl. Bei diesem Track steht die Technik klar im Vordergrund. Doppel No und Jago wechseln sich nach jeder Zeile ab, was man bei einem Feature-Track auch nicht alle Tage hört.

Zu den hauptsächlich von DJ Nice und teilweise von Frantic beigesteuerten Beats muss man mehr als nur ein Wort verlieren, denn sie sind ein dickes Plus der Scheibe. Wie auch schon auf „Stückvisite“ sind sie oft mit Gitarre, Geigen oder Klavier-Melodieelementen versehen. Sicher keine Standardbeats, manchmal experimentell, jedenfalls immer ausgetüftelt, bilden sie mit Jagos Raps stets eine Einheit bilden. Hervorzuheben sind hier ganz besonders „Mein Weg“ und der „Partytrack“.

Für mich ist die Scheibe auf jeden Fall mal ein Underground-Ding, das zu supporten ist, denn das Gesamtprodukt kann sich wirklich sehen lassen. Sich die Free-Download Single „HörenSagen!“ (unter www.taktundtonmusic.de) downzuloaden, reicht bei weitem nicht. Jeder, der nach dem Hören der Single Bock auf mehr hat, sollte die Taler locker machen und sich die CD z.B. im rap.de/shop sichern.

Teilnehmer der ITF Finals 2004 stehen fest

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Am 18. September 2004 ist es soweit: Die ITF (International Turntablist Federation) läutet in der Hamburger Markthalle zum Deutschen Finale und kürt die neuen deutschen Meister im Djing.

Nach der diesjährigen Qualifying Tour durch fünf Großstädte Deutschlands stehen die zehn Teilnehmer der Königsdisziplin Advancement Class fest. Doch auch in den anderen Kategorien Scratching, Beatjuggling, Team und Experimental sucht die ITF ihre Meister. So werden sich dieses Jahr in Hamburg die besten Turntablisten aus ganz Deutschland einfinden.Eine internationale fünfköpfige Jury wird die Teilnehmer genauestens unter die Lupe nehmen, hören wie musikalisch ihre Sets sind, wie genau sie die Tricks durchführen und welche Schwierigkeit ihre Sets haben. Hierfür konnte die ITF bisher das Berliner Urgestein DJ Hype von den Phaderheadz, als auch Tigerstyle (UK), den amtierenden ITF Advancement Class World Champ, gewinnen.
Am Samstag, den 18. September 2004 finden bereits am Nachmittag die Eliminations der Categories Scratching, Beatjuggling und Advancement Class statt. Am Abend findet dann neben dem Finale der vier Categories , wobei sich die Teilnehmer für die ITF European Battles qualifizieren, das Quarter, Semi und Finale der Advancement Class statt.

Für die Categories (Scratching, Beatjuggling, Team und Experimental) sind noch Anmeldungen bis zum 20.08.2004 möglich. Das Anmeldeformular sowie die Regulations kann man über den Kontaktlink auf www.itf-germany.com oder telefonisch unter 08191/91180-0 bei der eyes wide open GmbH anfordern.

Neben den Battles und Showcases der Jury darf man sich auf einige Live-Acts freuen, die den Fans einen Abend der Extraklasse bieten werden.

Alle weiteren Informationen rund um die diesjährigen ITF Finals findet ihr auf www.itf-germany.com.

Teilnehmer ITF Advancement Class German Final 2004:

– Rafik aus Haan (ITF German Champion 2003)
– FM aus Konstanz (1. Platz München)
– Aspect aus Büchlberg (2. Platz München)
– Taim aus Overrath (1. Platz Wiesbaden)
– Ansorge aus Köln (2. Platz Wiesbaden)
– Grappy aus Neukirchen-Vluyn (1. Platz Wuppertal)
– AKD aus Wuppertal (2. Platz Wuppertal)
– Rasgunyado aus Göttingen (1. Platz Hamburg)
– Evilneedle aus Berlin (3. Platz Hamburg)
– Pro-Zeiko aus Berlin (1. Platz Berlin)
– Gradsunizo aus Göttingen (2. Platz Berlin)

Spyro Fusion

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Der Name des neuen Spyro Spiels verrät es schon: das Game muss irgendwas mit „Crash Bandicoot Fusion“ zu tun haben (für mehr Infos zu „Crash Bandicoot Fusion“ siehe Rezension). Und man muss kein Geheimagent mit Spezialausbildung sein, um herrauszufinden, was der Zusammenhang ist. Gameboy anschalten genügt, und es grinsen einem unverfroren zwei fiese Gestalten entgegen: Dr. Neo Cortex (der verrückte Professor) und Ripto (der zwergenhafte Dino). Wer sich auskennt, weiß, dass es sich hierbei um exakt die gleiche Story wie bei „Crash Bandicoot Fusion“ handelt.
Der Vollständigkeit halber und für alle Unwissenden noch mal kurz zusammengefasst: Zwei Bösewichte verbünden sich, um die Macht über das Universum an sich zu reißen. Um nicht alleine dazustehen, sucht sich Spyro auch einen Verbündeten, ja richtig, es ist Crash! Die Aufgaben der beiden sind klar verteilt: Crash muss Energiekristalle sammeln, Spyro die Pforten zwischen den Planeten der Bösewichte einnehmen. So beginnt also Spyros Mission zur Rettung des Universums…
Ziel des Spiels ist, alle Mini-Games in jedem der fünf Level zu gewinnen, um so die Pforten zum jeweiligen Endgegner zu öffnen. Bevor man eines der Mini-Games spielen kann, muss man die Pforte mit genügend roten Kristallen freikaufen, die man natürlich erstmal einsammeln muss. Spyro hat zwar unendlich viele Leben, er verliert jedoch nach jedem Tod zehn der mühsam ergatterten Kristalle, die er ja dringend benötigt. Hier also nicht so nachlässig sein, sonst ist das große Sammeln angesagt.Vom Aufbau und Thema her sind die Level „Crash Bandicoot Fusion“ gleich. Auch die Mini-Games, die man lösen muss, um das Spiel zu beenden, sind sehr ähnlich, teilweise sogar identisch. Hier hätte man sich natürlich mehr Gedanken machen können, oder?! Auch bei Spyro kann man Tauschkarten sammeln und an bestimmten Stellen in den Leveln kaufen oder erspielen. Die können wiederrum per Link-Kabel mit anderen getauscht werden. Das funktioniert auch zwischen „Spyro Fusion“ und „Crash Bandicoot Fusion“. Die Multiplayer-Mini-Games, die man mit bis zu 4 Spielern und mit nur einem Spielmodul spielen kann, sind nett – nur nett…Ach ja, zum Schluss noch eine Warnung: Wer denkt, man hätte am Ende des fünften Levels endlich alle Mini-Games gelöst und könnte dem Endgegner entgegentreten, liegt falsch – und zwar so richtig falsch. Kurz vor Schluss, mit erschöpften Fingern und zitternden Nerven, grinst mir ein fieser kleiner Handlanger entgegen und verkündet die frohe Nachricht, dass ich alle, und zwar ausnahmslos ALLE, Mini-Games noch mal lösen muss, und das ZWEI mal. Gottseidank befanden sich zu dem Zeitpunkt keine harten Gegenstände in meiner Nähe, sonst… Na ja, aber ratet mal, natürlich bin ich zurück gegangen, durch alle fünf Level, um alle 25 Mini-Games noch mal und ja, auch noch ein drittes Mal, zu spielen. Also sagen wir’s, wie’s ist: Um insgesamt 75 Mal durch die Hölle der Mini-Games zu gehen. Ob ich’s geschafft habe oder ob ich mich mittlerweile in ärztlicher Behandlung befinde, bleibt an dieser Stelle mein süßes Geheimnis, diese Erfahrung muss jeder selbst erlebt haben! Also nichts wie los…Pro:
– ausgefeilte Charaktere und Level, die optisch aufwendig gestaltet sind
– Mini-Games sorgen für Abwechslung, stören aber den Flow beim Zocken
– der Schwierigkeitsgrad steigt stetig an, so dass auch ein erfahrener Zocker noch die eine oder andere Herausforderung annehmen kann
– Spyro gewinnt im Laufe des Spiels Fähigkeiten dazu, was das Spiel abwechslungsreich machtContra:
– um das Spielende zu erreichen, muss man alle Mini-Games insgesamt drei mal spielen, was eher zeitaufwändig als lustig ist
– das Handling von Spyro ist anfangs ein bisschen tricky, vor allem beim Springen
– Multiplayer-Games sind etwas magerFazit:
Witziger Jump ’n Run Titel, der eng an „Crash Bandicoot Fusion“ angelehnt ist. Hier wurde meiner Meinung nach versucht, uns armen Kids das Geld zweifach aus der Tasche zu ziehen. Wenn ich mich dementsprechend also für eines der Games entscheiden müsste, würde ich ganz klar „Spyro Fusion“ vorziehen: Nicht nur, dass dieser kleine schnuckelige Drache viel süßer als Crash ist (das war jetzt ein Argument für das Mädchen in uns), nein, das Handling der Figur ist wesentlich anspruchsvoller und komplexer als bei Crash, durch bestimmte Fähigkeiten, die man während des Spiels dazugewinnen kann.Plattform: GBA
Singleplayer: 1
Multiplayer: 4
Developer: Vicarious Visions
Publisher: Universal Interactive
Spieler: 1-4

Crash Bandicoot Fusion

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Nach „Crash Bandicoot 2 – N-tranced“ ist nun endlich das neue Game mit Crash Bandicoot zu haben, dem muskelbepackten Fuchs, der mindestens genauso schnell umherwirbelt wie Taz von den Looneytoons. Die Story des Games ist einfach und altbekannt: Crash muss seinen Erzfeind Dr. Neo Cortex daran hindern, die Herrschaft über das Universum zu übernehmen. Doch Cortex hat sich mit dem zu kurz geratenen Dinosaurier Ripto verbündet, um Crash die Mission im wahrsten Sinne des Wortes doppelt schwer zu machen. Bei soviel geballter krimineller Energie sucht Crash sich vorsichtshalber auch einen Verbündeten: Spyro, den lila Drachen und seinerseits auch bekannt als Nintendo-Game-Held. Wer stellt sich schon gerne alleine einem verrückten Arzt und einem Dinosaurier mit Napoleon-Komplex?! Um die „Kooperation“ der beiden zu vereiteln, haben sich die beiden Bösewichte einen intelligenten und ebenso teuflischen Plan ausgedacht: Sie verkleiden ihre gemeinen Handlanger als lila Drachen, die natürlich aussehen wie Crash’s Kumpel Spyro. Als ob man einen schlauen Fuchs so einfach reinlegen könnte… Also hat Crash alle Hände voll zu tun, die billigen Spyro-Kopien aus dem Weg zu wirbeln, um sich schließlich den beiden Super-Schurken, bewaffnet bis unter die Schnauze, widmen zu können. Vorher muss sich Crash allerdings durch 5 umfangreiche Level kämpfen, um alle lila Energiekristalle einzusammeln, die die Schurken zur Eroberung des Universums brauchen. Aber nur „finden“ und „einsammeln“ wäre natürlich viel zu banal. Um an einen Energiekristall zu gelangen, muss sich Crash durch ein Warpfeld beamen lassen, hinter dem sich eine Aufgabe in Form eines Mini-Games versteckt. Dabei werden alle möglichen Fähigkeiten des Spielers getestet: Sprungsicherheit, Geschicklichkeit, Treffsicherheit, Schnelligkeit und Erinnerungsvermögen. Mit viel Geduld, Fingerkrämpfen und nach dem Prinzip „Übung macht den Meister“ kann Crash sich so nach und nach alle Kristalle verdienen. Das Gute dabei ist auf alle Fälle, dass Crash über unendlich viele Leben verfügt und man eine Aufgabe somit auch unendlich wiederholen kann. Andernfalls hätte mein Gameboy schon längst zertreten in der Ecke gelegen…
Ein dicker Minuspunkt ist, dass die Mini-Games von Level zu Level alle sehr ähnlich ausfallen und an altbekannte, grafisch aufbereitete Spiele-Klassiker der frühen 90er erinnern.
Wenn Crash alle Mini-Games gelöst und somit genügend Kristalle gesammelt hat, muss er sich am Ende eines Levels einem seiner Erzfeinde stellen, um sie in die Flucht zu schlagen. Dazu muss man aber kein allzu großer Meister sein, denn spätestens nach zwei, drei Versuchen hat man den Dreh raus…Während des gesamten Spiels kann Crash Tauschkarten einsammeln, die er sich entweder in den Mini-Games verdienen kann oder innerhalb der Levels in ihren Verstecken finden muss. So kann Crash bis zu 100 Karten ergattern, die er dann per Link-Kabel mit anderen Spielern tauschen kann. Abgesehen davon, dass Karten tauschen ab einem Alter jenseits von 12 Jahren nicht unbedingt jedermanns ultimative Freizeitbeschäftigung ist, kann man durch besondere Karten neue Charaktere freischalten, Spezialfähigkeiten dazugewinnen oder bestimmte Cheats freischalten. Aber Vorsicht, wenn man diese Karten tauscht oder verliert, kann man die Cheats und Eigenschaften nicht mehr nutzen! Das Kartentauschen ist nur eine der bereits im Namen des Games angekündigten „Fusion“-Funktionen. Per Link-Kabel kann man im Party-Modus lustige aber nicht erwähnenswert spannende Mini-Spiele gegen maximal 4 Spieler spielen und dabei sogar um die mühsam gesammelten Karten battlen. Die Multiplayer-Spiele lassen sich mit nur einem Spielmodul spielen, um Karten zu tauschen, benötigt jedoch jeder Spieler ein Spielmodul. „Crash Bandicoot Fusion“ ist voll kompatibel zu „Spyro Fusion“ (mehr Infos zu diesem Spiel: siehe Rezension), so dass auch hier ohne Probleme gebattlet und getauscht werden kann.Noch ein Tipp: Wer ganz zu Anfang, beim Starten des Gameboys, eine bestimmte Tastenkombination drückt, gelangt zu einem kleinen Bonusspiel…Pro:
– phantasievoll gestaltete Level mit witzigen Charakteren
– Crash lässt sich sehr intuitiv duch die Level steuern
– Mini-Games sorgen für Abwechslung, könnten aber origineller konzipiert sein
– Multiplayer-Modus und Kartentausch-Funktion machen das Spiel interaktiv und verlängern den SpielspaßContra:
– insgesamt könnte der Schwierigkeitsgrad, besonders zum Ende hin, höher sein
– die Mini-Games sorgen zwar für Abwechslung, stören aber den Spielverlauf
– die groß angekündigten Extra-Cheats, die man durch das Sammeln der Karten freischalten kann, fallen mager ausFazit:
Im Großen und Ganzen ein lustiges Spiel mit liebevoll gestalteten Charakteren und Leveln. Die Mini-Spiele, deren Lösung zum Beenden des Spiels notwendig ist, stören den Spielfluss, so dass man nicht so richtig „den Flow“ beim Zocken bekommt. Insgesamt wäre der Spielspaß von längerer Dauer, wenn die Level und Mini-Games anspruchsvoller aufgebaut wären. Trotz allem ein empfehlenswerter Zeitvertreib, der mehr durch seine grafisch witzigen Details als durch den Spielinhalt an sich überzeugt. Bevor ihr euch jedoch zum Kauf entscheidet, lest unbedingt noch die Rezension von „Spyro Fusion“. Die beiden Spiele sind stark aneinander angelehnt, so dass man sich nicht unbedingt beide Titel zulegen muss. Aber entscheidet selbst…Plattform: GBA
Singleplayer: 1
Multiplayer: 4
Developer: Vicarious Visions
Publisher: Universal Interactive
Spieler: 1-4

Slum Village – Detroit Deli (A Taste of…)

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Schon beim Durchskippen dieses Albums wird das Konzept der zwei Detroiter schnell deutlich. Das gesamte Werk ist wahrscheinlich als eine Art Mixtape-Compilation – getarnt als Slum Village-LP – zu werten. Auf den 13 vorhandenen Songs (ja, wirklich leider nur 13!) werden erstmal ganze elf Features untergebracht, bei denen die meisten Gäste verschiedenste Gesang-Parts übernehmen. Das Album ist eher ruhig und gechillt gehalten, sieht man mal von Songs wie „The Hour“ ab, was den Hörgenuss in diesem Fall steigert, da die beiden Jungs gerne mal die eine oder andere Geschichte erzählen und die ruhige Atmosphäre der Beats, in den meisten Fällen, zum richtigen Gefühl beiträgt. Der meiner Meinung nach beste Song ist wahrscheinlich das von Allroundtalent Kanye West produzierte „Selfish“, welches in der Hook gesangskräftige Unterstützung von John Legend bekommt. Zum Instrumental kann man nur einmal mehr sagen, dass Kanye West jeden Hauch seines Erfolges ohne Zweifel verdient hat. Außerdem kommt Kanye selbst übrigens mit einer sehr ordentlich geflowten Strophe daher, die den Track noch mal um einige Stufen anhebt. Weitere Features sind u.a. Dwele, J Dilla und Dirt Mc Girt, der auf „Dirty“ in altbekannter O.D.B. Manier die Hook runterschreit, sodass vom Beat nicht mehr viel übrig bleibt.Zieht man die paar wenigen Ausrutscher ab, bleibt unterm Strich ein klar überdurschnittliches Rap-Album, das man sich ohne Bedenken anhören und kaufen kann, vielleicht sogar sollte.

Sach – „Sach 5th Avenue“

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Manchmal geschehen halt doch noch Wunder. Aus den Tiefen des amerikanischen Underground-HipHops erreicht uns ein solches, in Form des Solo-Albums von Sach.Nur den Wenigsten wird dieser wirklich etwas sagen, höchstens als Mitglied der Gruppe The Nonce, die mit ihrem 95er Album „World Ultimate“ einen wahren Klassiker ablieferten. Auch als Produzent auf dem „All Balls Don ´t Bounce“-Album von Aceyalone trat Sach in Erscheinung. Die andere Hälfte von The Nonce, Yusef Afloat, ist mittlerweile leider verstorben, und so wandelt Sach nun auf eigenen Pfaden. Und auf was für welchen!Produziert wird das Ganze von Omid (Shapeshifters), der schon beim letzten, selbst betitelten 2Mex-Album, wahre Wunder vollbrachte und auch hier die Regler und Knöpfe bedient, als gebe es nicht Leichteres.Ein Track wie „Joy“ macht seinem Namen alle Ehre. Ein so smoothes, relaxtes und dermaßen innovatives Teil bis zur Dachkante ist mir schon lange nicht mehr untergekommen – zu Recht die erste Single des Albums! Aber es wäre Unsinn hier jetzt alle Tracks aufzuzählen, da das ganze Album mit derart vielen Ideen und einer an Dreistigkeit grenzenden Spontaneität um die Ecke kommt, dass einem schwindlig wird.Allen, die fanden, dass Madlibs „Shades Of Blue“ ein paar mehr Rap-Parts nicht geschadet hätten, oder allen, die sich die Wartezeit auf die nächste Aceyalone-Platte verkürzen wollen, sei dieses Album ans Herz gelegt. Irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit. Ist alles möglich.

DJ Shadow – In Tune and On Time

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Über DJ Shadow muss ich wohl keine großen Worte mehr verlieren, denn der DJ und Produzent aus der Bay Area hat sein außergewöhnliches Talent bereits ausreichend häufig unter Beweis gestellt, sei es auf Platte oder live auf der Bühne.

Daher zunächst ein kleiner Exkurs: Im Zeitalter der DVD kommt natürlich kein Künstler bzw. kein Label mehr darum herum, dem Fan irgendwann auch Output auf DVD zu liefern – sei es zusätzlich zu einer CD oder eben als reiner DVD-Release. Leider sind diese Scheiben meist so lieblos zusammengeschustert, dass es einem wehtut. Da werden dann mal eben ein paar Videos zusammengestellt, draufgeschmissen und mit ein paar Fotos oder langweiligen Interviews garniert.
Das kann es doch nicht sein. Besser gemacht haben es zum Beispiel die Beastie Boys mit ihrer „Video Anthologie“. Da gibt es diverse Remixe, Videos mit der Wahl verschiedener Kameraeinstellungen und viele andere Features, die diese DVD groß machen. Sicherlich kann man es aber auch schon mit geringerem Aufwand besser machen.

An dieser Stelle kommen wir zurück zu DJ Shadow. 2002 gab er zwei ausverkaufte Konzerte hintereinander in der Brixton Academy. Eine Session hat man festgehalten und nun als DVD/CD veröffentlicht.
Da ist natürlich erst mal die Zusammenstellung der Songs zu nennen, die diese Scheibe(n) hörenswert machen. Shadow inszeniert eine Reise durch sein musikalisches Universum, die natürlich Tracks von allen Alben umfasst. Da die Stücke live gespielt sind, bietet sich Platz für Improvisationen bzw. Elemente, die so nicht auf den Albumversionen zu hören sind.

Des weiteren – man will ja nicht zwei Stunden damit verbringen, einfach nur auf die Bühne zu starren – ist das Ganze noch in ein visuelles Konzept eingebunden. D.h. es werden Bilder und Filmsequenzen passend zur Stimmung der Lieder an die Wand und auf den Bildschirm projiziert. Die visuelle Untermalung seines Soundimperiums.

Als Extra gibt es schließlich noch eine in L.A. aufgenommene DJ-Session gemeinsam mit seinen „Kollegen“ Cut Chemist und NuMark, die es so richtig krachen lassen. Jeder mit einer MPC bewaffnet, wird die Musik live und direkt erzeugt und die MPCs wie Instrumente behandelt. Das lohnt sich wirklich. Auch hier bleiben Zusätze wie ein Interview und diverse Trailer nicht aus. Aber da spricht ja auch generell nichts dagegen, solange das „Hauptprogramm“ stimmt. Und wenn man keinen Bock auf die DVD hat, oder der CD- und der DVD-Player noch getrennte Wege gehen, schiebt man halt die CD rein und lauscht dem Sound von DJ Shadow 26 (DVD) bzw. 21 (CD) Songs lang. Es lohnt sich!

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