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Jam Session Finalisten

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Bereits zum vierten Mal wird in diesem Jahr der Jam Session Contest ausgetragen. Voraus gegangen sind 20 Vorentscheidungen in ganz Deutschland und vier Halbfinale. Am 28.04.07 wird nun in Köln der Sieger in diesem Jahr gekürt. In diesem Finale wird es u.a. anderem einen Showcase von Curse gegeben und ihr könnt in unserer Win-Rubrik Karten für dieses Spektakel gewinnen. Dem Gewinner an diesem Abend winkt übrigens Auftrittsmöglichkeiten auf der Rheinkulur und dem HipHop Kemp in Tschechien, zu dem gibt es eine limitierte EP Produktion. Grund genug für uns Euch die 7 Finalisten (Marsimoto, BoFlower & TemmyTon, Brainstorm, Springstoff, NonPlusUltra, Deckah & Dna oder Phonetic & Cane) nochmal näher vorzustellen.

rap.de: Was war Euer Beweggrund bei der Jam Session teilzunehmen?
 
Marsimoto: Mein Label kauft mir ein Auto wenn ich gewinne.    

Marsimoto aka Marteria

BoFlower & TemmyTon: Es ist ein prestige-trächtiger Wettbewerb, der viel Beachtung bekommt, sowohl von Presse als auch von anderen Aktiven. Das ist natürlich ne gute Chance sich mit anderen Rappern und Crews zu messen und zu kucken wo man steht.

NonPlusUltra: Fame, Cash und Groupielove

Springstoff: Grundsätzlich treten wir überall auf, wo es ein paar Mollen zu trinken gibt. Außerdem haben wir beim Berliner Vorentscheid 2004 nur den zweiten Platz belegt. Das konnten wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen.

Deckah&Dna: Für uns gab es zwei Gründe: Zum einen ging es uns um die Competition, darum sich mit anderen Künstlern zu messen und sich dadurch auch selber herauszufordern und zu neuen Leistungen anzutreiben. Zum anderen bietet die Jam Session aber auch immer eine Möglichkeit für gute Auftritte, da dort immer viel Publikum am Start ist.

Brainstorm: Wenn man sich die Möglichkeiten, die das Ganze bietet durch den Kopf gehen lässt, und dazu noch Spass an der Sache hat, ist es eigentlich klar das man sich diese Chance nicht entgehen lassen kann.

CANE: Also bei mir war das auf jeden Fall ein Herzenswunsch. Ich will gewinnen und endlich Blumentopf und Toni L. kennen lernen. Ich sag es seit dem Viertelfinale aber keiner, auch nicht Fettes Brot, meldet sich.

Phonetic: Wir sind sowieso auf fast jeder Jam in Koblenz aufgetreten und sind halt automatisch dahin gegangen, dass das ein Wettbewerb ist haben wir erst bei der Siegerehrung mitbekommen.

rap.de: Seit wann hört Ihr HipHop? Durch was wurdet Ihr inspiriert mit rappen anzufangen?

Marsimoto: Ich bin HipHop. Mein erstes Wort war Torch.
Bo Flower: Ich kam so 1995 über Massive Töne, Absolute Beginner und MC Rene sowohl zu HipHop, als auch zum Rappen. Erst hörte ich nur deutschen Rap, dann auch amerikanischen. Da flashten mich Ice T, Public Enemy und Mobb Deep. Als ich eine Reportage über HipHop auf nem dritten Programm sah, da musste ich auch loslegen. Ich sparte auf ein paar billige, gebrauchte Gemini Turntables und kaufte mir Instrumental Scheiben ohne Ende. Ich fing an aufzulegen und zu rappen, ganz alleine im Keller in meiner Provinz.

 
TemmyTon

TemmyTon: Ich hab schon immer schwarze Musik wie Reggae und Soul mit meiner Mutter gehört. So richtig registriert hab ich HipHop-, und Rapmusik das erste mal Dr. Dre´s "Ring ding dong" und Snoop Doggy Dogg´s Album "Doggystyle", das ich mir auf Time Life bestellt habe. Man das hab ich abgefeiert. "Gin & Juice" und keine Ahnung von Tuten und Blasen.. Den HipHop hatte ich einfach um mich rum, er passte so gut in mein Leben und war da, ohne, dass ich mich für ihn entscheiden musste. HipHop und Reggae-Sound hat mich in vielerlei Hinsicht befreit und zu einem lockererem Menschen gemacht.   
NonPlusUltra: Eigentlich schon immer, hauptsächlich durch Künstler wie Methodenmann, Rotmann, Talib Quali, Nase, Bus der Reimts, Most F., Trutan Farm, Mobb Tief, das lockere E und Doppel Pac.     
CANE: Schon immer kommt es mir vor. Ich pumpe Rap den ganzen Tag. Ab und zu lege ich ne Pause ein und höre türkische Liebeslieder die mich erst traurig stimmen dann agressiv machen und dann pumpe ich wieder Ice Cube die ganze Zeit und sonstwelchen agressiven Shit. Ich steh auch auf Latinorap. Inspiriert haben mich viele. Vor allem Phonetic.
Phonetic: Ich war DJ und hatte immer alles was war. Inspiriert hat mich Rap an sich, oft egal von wem es kam.
Springstoff: BierPimp und Mad Maks rappen seit ca. 1997, Sookee seit 2003. Inspiriert dazu wurde Mad Maks von der Berliner Raplegende Dottore Schnabelschuh. BierPimp war Mitte der 90er Jahre in einer aufstrebenden Indi-Rock-Band in England als Sänger aktiv. Das Rolling Stone-Magazine hat die Band damals mal als legitime Beatles-Nachfolger bezeichnet. Durch einen folgenschweren Unfall in einer schwäbischen Räucherwurstfabrik verlor er seine Gabe und kann heute keinen geraden Ton mehr singen. Also entschloss er sich zu rappen. 
Deckah&Dna: Rap hören wir alle seit etwa 96, wobei das ja immer schwer ist so genau zu sagen, vor allem bei drei unterschiedlichen Leuten mit unterschiedlichem Hintergrund. Selbst aktiv geworden sind wir dann etwa 98. Für den einen war es das „Unter Tage“ Album von R.A.G, für den anderen war es „Bambule“ und die ersten Eimsbush-Tapes und für den anderen waren es Platten von Premier, EPMD und Def Squad.
Brainstorm: Ich habe mit 13 Jahren angefangen HipHop zu hören. Damals bekam ich meine allererste HipHop platte "Ice-T" mit "Return to the real". Seit diesem Zeitpunkt habe ich mich fast ausschliesslich nur noch mit HipHop beschäftigt. Ich fand diese Art und Weise sich mit Rap auszudrücken echt richtig geil und irgendwie wollte ich das auch mal ausprobieren. Bis es dann soweit war, daß ich tatsächlich angefangen hatte, Musik zu machen war es aber schon 2003 und seitdem bin ich am Texte schreiben und Beats produzieren.

 
Springstoff (Sookee, Mad Maks, BierPimp)

rap.de: Könnt Ihr Euch vorstellen, Euch heute so wie damals für die HipHop Musik zu begeistern?

Marsimoto: Nein. Heute würde ich mit den meisten Leuten nichts zu tun haben wollen. Wenn man einmal in dem Teufelskreis drin ist, kommt man da nicht so schnell raus. Aber so ist das ja überall, im Job, im Büro oder beim VFL Wolfsburg…    
Bo Flower: Das ist sehr schwer zu sagen. Damals waren Deutsch-Punk und -Rap am Anfang sehr eng miteinander verbunden. Beide Stilrichtungen waren teilweise sehr radikal und das hat mich auch fasziniert. Ich hörte mir Songs wie "Bundestag Brenn" von Anarchist Acadamy und "Deutschland" von Slime an. Ich denke, es ist normal, dass man sich irgendwann mal um die Pubertät auflehnt und da sind solche Strömungen wie damals die linke HipHop Szene und heute eben die Aggro Welle natürlich perfekt für. HipHop ist immer noch eine Musik in der Außenseiter sich repräsentieren, das haben die frühere und die heutige Zeit gemein. Die Frage ganz klar zu beantworten wäre mir zu spekulativ. Ich weiß allerdings sicher, dass mich damals der Jam-Charakter faszinierte, das friedliche Miteinander verschiedener Stile, Tanzen, Malen, Rappen, Auflegen. Das gibt es heute so nicht mehr.
TemmyTon: Nein, glaube ich nicht. Ich finde die Attitüde des derzeitigen HipHop-Daseins ist eine völlig andere. Wäre ich heute jung, dann hätte mich wohl eher alternative Musik und deren Szene begeistert. Zu meiner Zeit war der HipHop die alternative Musik. Die Einstellung der Leute um mich herum hat mir gefallen. Wir haben viel nachgedacht, rumphilosophiert und mit diesen Gedanken gefreestyled. Also definitiv kann ich mich heute nicht mehr so für die krassen Rapsachen begeistern.
NonPlusUltra: Was heisst vorstellen? Wir begeistern uns nach wie vor für HipHop.   
Springstoff: Keine Ahnung. Was wäre wenn. Wenn meine Oma Räder hätte, wär sie ein Omnibus. Haben wir uns jemals für Rap allgemein begeistert? Wir haben immer auch andere Musikrichtungen gehört und rappen bestimmt nicht für irgendeine Rapkultur, die es sowieso nicht gibt. Wir wollen alle Musik machen und benutzen eben die Mittel, die uns zur Verfügung stehen. Für gute Musik können wir uns begeistern, egal welches Genre.  
CANE: Auf jeden Fall. Das wächst mit den Jahren. Ich bin heute wie damals und Morgen Rapfan.
Phonetic: Bei mir ist es genauso.

Brainstorm: Ich denke schon. Auch wenn es nicht mehr das Selbe ist wie damals. Musik entwickelt sich halt auch weiter.

Deckah & Dna

Deckah&Dna: Auf jeden Fall! Unsere Begeisterung hat nicht abgenommen, auch wenn sich der Vibe verändert hat. Es fällt in diesen Tagen vielleicht etwas schwerer ein gutes Album zu bekommen und es ist auch viel mehr Unhörbares auf dem Markt, aber wir sind immer noch mit Spaß bei der Sache und konzentrieren uns auf das, was wir mögen. Und gute Alben fläshen einen immer wieder, man muss nur wissen wo man suchen muss.

rap.de: Was war bis jetzt Euer größter Erfolg?

Marsimoto: Erfolg ist nicht wichtig. Nur die Anzahl der Pokale in der Vitrine ist wichtig.    
Bo Flower: Meine Single Tötet Sw***ty. Zuhause geschrieben, produziert, gemixt, gemastert und auf RTL zur Primetime gelaufen. Ach ja und DVS Schuhe umsonst zu bekommen.
TemmyTon: Mit Kurtis Blow zu freestylen.  
NonPlusUltra: Unser Album Release und der Einzug ins Jam Session Finale.
Springstoff: In Sachen Rap war unser größter Erfolg bis jetzt der Auftritt Ende 2004 bei der RAPplus Clubtour in Berlin. Die Crowd ist bei unserem regulären Auftritt übelst abgegangen. Als die ganze Show nach dem letzten Act schon vorbei war, haben wir endbesoffen die Stage geentert und das komplette Programm noch einmal durchgezogen bis uns der Saft abgedreht wurde. Die „Jam Session“-Auftitte beim Berliner Vorentscheid und beim Halbfinale waren aber auch legendär. Ein Fan war so euphorisch, dass er sich nackig gemacht hat. 
Deckah&Dna: Jeder wird seinen größten Erfolg anders deuten, aber ich denke, dass sind auf jeden Fall so Momente, wo man als Vorgruppe von Leuten wie Kool Savas, Toni L, Main Concept, Curse oder Too Strong auftritt. Das sind einfach die Leute, mit denen wir angefangen haben Rap zu hören und in deren Fußstapfen wir treten wollten. Aber auch jedes Release ist ein Erfolg für den Künstler. Natürlich bedeutet uns auch das Erreichen des Jam Session Finales sehr viel.
Brainstorm: Musikalisch ist der Einzug ins Finale mein grösster Erfolg, neben ein Paar Auftritten zusammen mit Azad, Tefla & Jaleel oder Pyranja.
CANE: Also ich sag mal für Koblenz haben wir uns schon bös nen Namen gemacht. Wir waren auf zwei Shuko-Download Mixtapes. Wir kommen sehr wahrscheinlich auf das Seryoga-Mixtape. Hoodflame bringt jetzt ein Hammertape raus wo Phonetic und ich neben Tony Tome, Ercandize und vielen mehr auch drauf sind. Also wir freuen uns über jeden kleinen Step weil hier Rap mässig noch viel mehr passieren muss. Aber alles wird gut. 
Phonetic: Ich würde auch sagen, das wir bei einigen Leuten wieder Bock auf Rap hervorgerufen haben. Wir waren zwei Jahre ohne ein offiezielles Release auf fast jeder Jam hier. Wir geben uns Mühe und lassen es wachsen. Ausserdem möchten wir nun langsam mal anfangen ein echtes und grösseres Release zu releasen.
rap.de: Warum verdienst Du den Titel in diesem Jahr?  

Marteria: Weil ich der highseste Rapper Deutschlands bin und am meisten Show mache… ganz einfach.    
Bo Flower: Weil wir großes Entertainment und 100% Einsatz auf der Bühne abliefern!

BoFlower


NonPlusUltra: Weil wir eine Crew mit 4 MCs sind, die nicht alle gleich klingen und trotzdem auf hohem Niveau rappen. So was ist unserer Meinung nach in Deutschland einzigartig.
 
Springstoff: Weil wir uns nicht nur auf das Rappen alleine verlassen. Man kann nicht erwarten, gerade wenn man nicht in seiner eigenen Stadt spielt, dass die Crowd Bock hat, genau auf die Texte zu hören. Deshalb denken wir uns immer wieder Gimmicks aus, die auch die Leute vom Hocker reißen, die uns noch nicht kennen. Jede Show wird von A bis Z durchgeplant. Wir mixen unsere Klassiker mit neuem Shit und ziehen das Ganze eher Medley-mäßig auf, damit die Sache an Geschwindigkeit gewinnt. Watch out for the Konfetti-Kanone!     

Deckah&Dna: Weil wir seit mittlerweile fünf Jahren in dieser Formation auftreten, ein sehr eingespieltes Team sind und jeden Auftritt ernst nehmen. Unser Ziel ist es eine Show zu gestalten und nicht nur einen Auftritt hinzulegen. Unsere große Stärke ist auf jeden Fall, dass wir das Publikum mit einbeziehen und nicht nur Tracks hintereinander wegspielen. Im Gegensatz zu vielen neuen Gruppen setzen wir auch stark auf die Rolle des DJs und versuchen aus zwei Plattenspielern und zwei Mikrofonen möglichst viel heraus zu holen.  
Brainstorm: Jeder der im Finale ist, ist nicht ohne Grund dort. Also warum NICHT ich?
CANE: Keine Ahnung. Wir sind halt gut dabei und haben fast keine Fehler gemacht. Mal schauen wie es im Finale läuft.

Phonetic: Weil wir besser rappen.
rap.de: Euer zuletzt gekauftes Album?  

Deckah&Dna: Evidence – "The Weatherman LP”, Fiva&Radrum – "Kopfhörer”, El da sensei – "The unusual”
Marsimoto: Mein eigenes! "Halluziehnation" von Marsimoto. Ich hatte keins mehr und meine Oma wollte auch eins haben.    
Brainstorm: Mein zuletzt gekauftes Album ist Tone – "Zukunftsmusik". Hammer Teil!
Bo Flower: Diverse 70s Vinyl-Scheiben auf dem Flomarkt.

TemmyTon: ToaStar EP im Internet, um das mal ausprobiert zu haben. Das online shoppen. Funktioniert 1A.  
NonPlusUltra

NonPlusUltra: Method Man – "4:21 The Day after", Nas – "HipHop is dead", Azad – "Game Over "

Springstoff: De Höhner "Viva Colonia“. Das brauchen wir für unser sensationelles Bootleg, speziell für das Jam Session-Finale.  
CANE: Das war "Hip Hop is dead" und danach "Red gone Wild"! Hammer Musik wieder. Und Justin Timberlake hab ich mir gekauft. Sexy Vögelmusik braucht man auch daheim.
Phonetic: Ich habe mir T.I. und Chamillionaire gekauft. Das neue Nas Album "Hip Hop is dead".
rap.de: Euer aktuelles Release?    

Bo Flower: Schmuf Hamburg Sampler Vol. 2  
Marsimoto: Halluziehnation von Marsimoto läuft wie Scheiße. Alle Augen leuchten green..  
TemmyTon: Mein Debut-Album "Komma aufn Punkt" mit 20 Tracks.  
NonPlusUltra: Unser Album „Machtverschiebung“.  
Springstoff: Letztes Release, wenn auch nicht mehr ganz so aktuell ist Sookees Album „Kopf Herz Arsch“. 
Deckah&Dna: Unser aktuellstes Release ist die „Dialoge EP“ von Deckah&Kao. Auf diese EP sind wir besonders stolz, da sie komplett von Mirror, einem Teil der Creaturen der Nacht aus Berlin, produziert wurde. Sie steht genau wie die „Smart und Weise EP“ von Umse auf unserer Website zum freien Download!
CANE: Wir haben keinen aktuellen Release, außer das Koblenz Finest Hoodflame Mixtape feat. Ercandize, Tony Tome, Jay, Cane, Phonetic, Lano uvm. was bald erscheint.  
Phonetic: Und das Seryoga Ding falls es klappt. Ansonsten könnt Ihr auf unserer MySpace Seite noch was hören.
Brainstorm: Mein aktueller Release ist erst seit 2. April draussen und nennt sich Tellerwäscher. Eine 12 Track starke Scheibe die über mein Label Regnum Records rauskommt. Übers Internet auch im Rap.de Shop zu bekommen.

Brainstorm

rap.de: Was ist bei Euch als nächstes geplant?  

Marteria: Base Ventura geplant für Spätsommer 2007. Das Überalbum mit ganz heißen Features – haltet die Augen auf!!

TemmyTon: Die Deutschland Tour mit über 23 Gigs mit anschließenden Festival-Gigs und einer Schul-Tournee. Wir sind im Namen der Musik unterwegs und bringen Hamburg wieder auf die Landkarte.
Bo Flower: Und dazu werde ich dieses Jahr noch ein Album machen, das richtig kracht!
NonPlusUltra: Erst mal die Jam Session gewinnen und dann ein neues NPU Album rausbringen.
Springstoff: Das nächste Release wird das zweite Album von Mad Maks sein. Es heißt „Halleluja Berlin“ und kommt hoffentlich noch dieses Jahr. Features gibts bis jetzt von Separate, Bahar, BierPimp, Jas (Creaturen der Nacht) und Damion. Die Beats kommen von Beatzarre, Djorkaeff, Yanek und Greg Danielz.
Deckah&Dna: Bei uns ist auf jeden Fall immer eine Menge geplant. Als Nächstes kommt eine Instrumental EP von Deckah&Dufsen, die „Beat this“ heißen wird. Dufsen ist unser neustes Mitglied. Er baut dicke Beats und arbeitet darüber hinaus gerade an einer Solo Rap EP. Dna arbeitet zur Zeit an seinem Album, genau wie Exzem, der vorher allerdings noch ein paar Mixtapes unter das Volk bringen wird. Deckah&Umse arbeiten gerade an einem gemeinsamen Release. Und Live sind wir auch immer unterwegs, dafür einfach mal auf unserer Homepage vorbei surfen und die Dates auschecken.
Brainstorm: Als erstes mal das Finale in Köln, gefolgt von mehreren Auftritten mit unter anderem Shiml und Montana Max. Und natürlich den Anfängen für mein nächstes Projekt… Bei meinem DJ Fast Fingaz wird ein neues Album mit meinem Labelkollegen Benschmark anstehen, da wirds auch einen Track mit mir geben.

Phonetic & Cane

CANE: Also ich geh gleich mal duschen und chill danach, und in etwas entfernterer Zukunft die Jam Session gewinnen und was releasen. Und ich brauch unbedingt Urlaub man. Koblenz noch wacher werden lassen und ich muss noch jemandem "Eine" geben, der mir 15 Euro schuldet.
Phonetic: Jep, was releasen und die Jam Session gewinnen, wir müssen das Studio noch aufbauen. Es gibt noch viel zu tun.
rap.de: Vielen Dank für Eure Stellungnahmen. Viel Erfolg! Möge der beste Act gewinnen!

MOK

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Knastaufenthalt und Freigang bestimmen MOKs momentanen Tagesablauf. Genau wie sein Künstlername bedeutet dies: Musik oder Knast. Trotz der eingeschränkten Zeit hat er sein neues Album „Hustler“ fertiggestellt und released es am 18. Mai 2007. Wir haben ihn in seiner Freizeit abgefangen und zur Rede gestellt.

rap.de: Beschreib bitte deine momentane Situation, für alle die nicht wissen, was los ist. Wie lange wirst du noch in Haft sitzen?

MOK: Ich bin immer noch Freigänger und muss bis November meine Strafe absitzen. Soweit ist alles cool. Ich habe mein eigenes Label ersboeserjunge gegründet, mache Geld, habe Gold und D-Irie ist gefloppt.
rap.de: Hast du durch deine Musik einen Status im Knast?

MOK: Nein, ich habe keinen Bonus, nur weil ich rappe. Die Beamten kennen mich zwar durch deren Kinder und Freunde, manchmal verteile ich auch ein paar CDs oder gebe Autogramme. Es ist auch schon vorgekommen, dass ich für den einen oder anderen Gig Urlaub bekommen habe. Das ist kein Bonus, denn der Staatsanwalt interessiert sich nicht für Rapper.


rap.de: Auf deinem MySpace-Profil hast du vor einiger Zeit ein Video veröffentlicht, in dem du dich über gewisse Rapper auslässt. Über wen sprichst du und was war da los?

MOK: Es ging darum, dass Bushido sich aufgeregt hat wegen Bahar, weil wir einen Track zusammen gemacht haben. Ich fand die Idee cool und deswegen haben wir den Track gemacht. Jeder weiß, dass Bushido sich nicht an seine Abmachungen und Verträge hält, das ist aber deren Sache. Auf jeden Fall haben sich alle bei ersguterjunge die Sache schön geredet, als Bahar gegangen ist und als ich dann auf „Das Beste“ „Die Wahrheit Tut Weh“ veröffentlicht habe, kommt dieser Jemand Chakuza aus Wien daher und fühlt sich dazu berufen, irgend eine Scheiße zu erzählen. Wer ist Chakuza?
rap.de: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Bahar?

MOK: Ich habe mir für „Das Beste“ einen Beat von Yanek geholt. Yanek arbeitet auch mit Bahar zusammen und dadurch entstand die Zusammenarbeit. Zu dem Zeitpunkt hatte Bahar den Track schon aufgenommen, ich habe dann noch was zu dem Track beigesteuert und dann haben wir „Die Wahrheit Tut Weh“ mit aufs Album genommen. Ganz einfach: Gechillt, Track gemacht, fertig. Es ist auch ein guter Track geworden, Bahar sagt die Wahrheit, ich sage die Wahrheit und deswegen heißt der Track auch „Die Wahrheit Tut Weh“.
 

rap.de: Was ist mit dir und Shok Muzik? Vor einigen Tagen, hattest du noch den Irie Diss auf deinem MySpace-Profil.

MOK: Ich habe den Track runter genommen, weil keiner in Deutschland denen Beachtung schenkt. Es ging darum, dass die behauptet haben, dass Aggro sich an Shok Muzik hochzieht. Das ist aber totaler Blödsinn, die hatten Ihre Chance und haben sie in den Sand gesetzt. Das ganze Konzept von Shok Muzik ist nicht aufgegangen, weil sie nur alle Leute gedisst haben. Anfangs wollte ich auch was mit denen zusammen machen, aber die haben dann mit ihrem Ratten-Style begonnen. Sie haben alle Leute von hinten rum gedisst und erzählen immer noch Scheiße über Alpa, die Sekte, Fler und über mich. Wir interessieren uns einfach nicht mehr für die. In fünf Jahren werden wir immer noch oben stehen und Shok Muzik wird irgendwelche Hartz-4-Jobs machen oder auf dem Arbeitsamt rumhocken. Shok Muzik hin, Shok Muzik her, es gibt ein, zwei Leute, die man respektieren kann, aber mittlerweile ist auch das vorbei. Anfangs habe ich immer gesagt, die sollen ihr Ding machen, doch jetzt gönne ich denen gar nichts mehr im Rap-Game. Die probieren mit den besten in Deutschland zu ficken, aber ein Irie kann nicht mit Aggro Berlin ficken. Wir machen eine Line und burnen das ganze Album von denen. Wir scheißen auf Shok Muzik.

rap.de: Warum hast du dein eigenes Label gemacht und released nicht über Sekten Muzik?

MOK: Ich mache mein Ding sowieso immer allein. Hinzu kommt, dass ich einen hohen Output habe und es den Jungs nicht zumuten will, jeden Monat ein neues Mixtape oder Album zu veröffentlichen. Ich produziere die ganze Zeit und bin drei bis vier Mal die Woche im Studio. Durch den Knast muss ich auch viel nachholen. Ich will, dass sich die Sekte sich auf ihre Künstler Alpa, Greckoe und Grüne Medizin konzentriert. Ich weiß bereits, wie es einigermaßen läuft im Game. Ich habe alle Kontakte, habe einen Manager und muss mich nicht mit vier Leuten verständigen oder irgendwas genehmigen. Ich bin bei der Sekte, bin auch in alle Sachen involviert und repräsentiere die Jungs auf jeder Seite, auf jedem Mixtape und auf jedem Album. Ich habe einen Deal mit Sony und veröffentliche alles von mir über ersboeserjunge. Ich mache mein Ding allein.

 

rap.de: Wer ist bei ersboeserjunge gesigned und was erwartet uns von deinem Label in nächster Zeit?

MOK: Six Eastwood, Sudden und BK aus Würzburg sind bei ersboeserjunge gesigned und dann kommen noch ein paar Leute dazu, aber das wird sich noch eine Weile hinziehen. Zuerst kommt am 18.05.2007 mein Album „Hustler“, am 20.04.2007 die erste Singleauskopplung „Big Boss“ und bis zum Sommer wollen wir den ersboeserjunge-Sampler fertig stellen. Wenn alles klappt, erscheint noch am Ende des Jahres „Bad Boys 3".
rap.de: Ist Bahar auch bei ersboeserjunge gesigned?

MOK: Das ist absoluter Blödsinn. Bahar ist nicht, war noch nie und kann auch nicht bei ersboeserjunge gesigned werden. Ich kann niemanden nehmen, der Abklatsch bei ersguterjunge ist und auf mein Label packen. Die erzählen alle, dass sie bei ersboeserjunge ist, das stimmt aber nicht. Ich habe mit ihr den Track gemacht und sonst nichts. Sie muss allein sehen, wo sie bleibt.

rap.de: Wie sind die Tracks für dein Album „Hustler“ entstanden?

MOK: Die ganzen Mixtapes, die ich vorher gemacht habe, sind fast nur Battle-Tracks. Bei meinem Album steckt ein richtiges Konzept dahinter. Ich habe mir Gedanken gemacht und bin jeden Track einzeln angegangen. Es werden auch ein paar Battle-Tracks drauf sein. Ein Knast-Track, ein Track über Maxim, aber auch ein Track über eine verstorbene Freundin ist dabei. Des Weiteren sind Tracks mit Sido, B-Tight, Fler, Sera Finale und Six Eastwood auf dem Album zu finden. Es sind aber nicht zu viele Features, es ist eine gute Mischung von allem. Der „Hustler“ ist ein sehr persönliches Album, weil es auch mein Debütalbum ist.
rap.de: Wofür steht der Name „Hustler“?

MOK: Der Name „Hustler“ steht für mich. Als ich geboren wurde, hat mich meine Mama Hustler genannt und ich habe geantwortet: „Was Hustler? Ich bin MOK!“ Da hat sie gesagt: „Nein, du bist Hustler!“ Ganz einfach. (lacht) Nein, Hustler ist einer, der immer Geld hat und nie von irgendjemanden abhängig ist. Wenn ein Hustler mal kein Geld hat, keine Möglichkeit sieht, weiter zu machen, dreht er schnell ein Ding und macht einfach immer weiter. Ich bin eben der Hustler, ganz einfach.


rap.de: Wer hat dein Album produziert?

MOK: Djorkaeff hat den größten Teil von meinem Album produziert. Dann waren da noch die Jungs von Stylaz Fuego aus England, Tai Jason und DJ Desue am Werk.

rap.de: Hast du schon Singleauskopplungen geplant? Wenn ja , welche?

MOK: Die erste Single ist „Big Boss“ und die zweite wird „Straßenjunge“ sein. Wir überlegen, ob wir noch eine dritte Single veröffentlichen, aber ich denke mal, dass das nicht nötig sein wird. Das Album hat starke Tracks und deswegen machen wir uns keine Gedanken.
rap.de: Hat sich dein aktuelles Album zu deinen letzten Releases verändert? Wenn ja, wie?

MOK: Raptechnisch habe ich mich auf jeden Fall gesteigert, das werden die Leute auch hören. Bei den Mixtapes, sag ich ganz ehrlich, war es zum größten Teil nur Geldmacherei. Ist aber auch ganz logisch, denn ich muss von irgendwas auch mein Label gründen und muss auch selbst sehen, wo ich bleibe. Bei den ganzen „Bad Boys“ Sachen habe ich auch anderen Künstlern ein Podium geboten, um sich zu repräsentieren. Immerhin waren es auf „Bad Boys 1“ 27 Tracks und auf „Bad Boys 2“ 47 Tracks. Raptechnisch ist aber eine Veränderung da, weil ich nicht nur Battle-Tracks gemacht habe, sondern auch persönliche Sachen. Alle, die sich das Album kaufen, werden ihre scheiß Doppel- und Dreifachreime bekommen. Ich kann alles, die Leute sollen einfach nicht labern. Denn nur, weil ich keine Doppelreime bringe, heißt es nicht, dass ich kein guter Rapper bin. Warum immer die gleiche Scheiße machen wie jeder? Ich bin MOK und das hört man auch. Wenn man z.B. einen Saad oder einen Chakuza hört, hört sich das gleich an wie Bushido.

rap.de: „Musik Oder Knast“ und „Bad Boys 1“ sind bereits als Premium Edition erschienen. Was hat sich verändert?

MOK: Der Vertrieb hat sich gewechselt, wir haben alles Sony / BMG in die Hand gegeben. Neues Cover, neues Design, Video, Remixes und Bonusmaterial sind auf der Premium Edition drauf. Da die alten Auflagen eh ausverkauft waren, haben wir uns gedacht, wenn wir eine neue Auflage bringen, dann verändern wir die. Es hat zwar etwas mehr Geld gekostet, aber es ist eine gute Sache geworden.
rap.de: Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

MOK: ersboeserjunge ist mein Label und ich werde mal gucken, ob ich vielleicht einen Major-Deal bekomme, damit ich mich auch längerfristig mit anderen Künstlern etablieren kann. Vielleicht noch zwei bis drei Jahre, dann will ich was anderes machen. Eventuell eine eigene Hustler-Klamottenlinie entwerfen oder, wenn ich ein gutes Angebot aus Holland bekomme, gehe ich darüber.
rap.de: Willst du zu deinem Privatleben was sagen?

MOK: Alles cool, es ist mein Privatleben.


rap.de: Abschließend hast du die Möglichkeit, den rap.de-Lesern und deinen Fans etwas zu sagen.

MOK: Was soll ich denn sagen? Viele Hater sind unterwegs und labern scheiße. Das liegt aber nur daran, dass rap.de eine breite Masse anspricht und sich auch Leute äußern, die meine Musik scheiße finden. Ich kann Kritik vertragen, aber manche Leute erzählen zu viel scheiß. Internet ist sowieso behindert, die Leute gehen ins Netz und machen einen Dicken. Die sind wie Bushido und sitzen hinter ihrem Rechner. Manchmal wünsche ich mir schon, dass ich durch die DSL-Leitung gehen könnte, aber es ist okay. Man kann es nicht jedem recht machen. Wenn ihr wirklich guten Rap hören wollt, pumpt euch einfach alle Aggro Berlin, ersboeserjunge und Sekten Muzik Releases.

Musiq Soulchild – Luvanmusiq

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Um ehrlich zu sein, habe ich mich knappe dreieinhalb Jahre auf dieses Release gefreut – nein, es gar herbeigesehnt. Darum kann der Leser nun darauf schließen, dass der Rezensent ein wahrer Musiq Soulchild-Nerd ist. Musiq, der in Deutschland bis dato nicht so sehr für Aufruhr sorgen konnte, dafür aber in den Staaten bereits zweimal Platin ("Aijuswanasing" & "Juslisen"), einmal Gold ("Soulstar") und etliche Nominierungen (Grammy) und Awards (Soultrain & Billboard) absahnen konnte, veröffentlichte dieser Tage sein viertes Album "Luvanmusiq". Zwischenzeitlich gab es für den Philly-NeoSoul-Entrepreneur noch einen Labelwechsel zu vermelden. Er wechselte von Def Soul zu Atlantic. Ob das nun Nachteile mit sich brachte, soll im Laufe der Rezension geklärt werden.

Der Einstieg ins Business begann für Musiq Soulchild mit dem wundervollen "Just Friends", das sich seinerzeit auf dem ersten "Dr. Dolittle"-Soundtrack befand. Eben jenes "Just Friends" wird auf "Luvanmusiq" in leicht abgeänderter textlicher Form und komplett neuem Beatgerüst mit Namen "Buddy" dargeboten. Es geht um eine Bekanntschaft, mit der man entweder nur befreundet sein kann oder auch ab und an mal – ganz unverbindlich – in die Kiste hüpfen kann. Das Ding ist auch in Deutschland sehr gut angekommen (Taana Gardner’s "Heartbeat"-Sample sei Dank!). In Amerika sicherte es Musiq in den Billboard-Charts jedenfalls in der ersten Woche Platz 1 mit "Luvanmusiq".

Wer die Vorgänger gehört hat, dem dürfte klar sein, dass Musiq es wie kein Zweiter versteht, 60/70’s Soul mit moderner Untermalung zu fabrizieren. Zusätzlich ist der Mann auch noch mit einer unverwechselbaren Stimme gesegnet, die er perfekt einzusetzen weiß. Noch ein anderes Phänomen ist bei Musiq zu begutachten: Seine Alben entfalten sich erst nach mehrmaligem Hören. Zwar merkt man sofort, dass hierauf Dargebotenes nicht dem sonstigen Einheitsbrei des heutigen RnB-Zyklus entspricht, jedoch bleibt eine gewisse Skepsis erhalten.

Songs wie "Ms.Philadelphia", das von NeYo mitgeschrieben wurde oder "Makeyouhappy", welches zu stark nach Dr. Dre klingt, es aber nicht ist, können auch nach mehreren Backspins nicht überzeugen, obwohl Ersteres mit einem sehr schönen Beat samt Saxophonbegleitung daherkommt. Irgendwie klingt das etwas arg aufgesetzt. "Betterman" findet man in der Art auch auf den anderen Musiq‚ Alben (nur mit anderen Titeln). Allgemein wird thematisch nicht viel Neues geboten, was man von Musiq eigentlich nicht gewohnt ist, da er mit Sachen wie "Halfcrazy", "Love" oder "Marygoesaround" schon Großes für die ein oder andere Seele etwaiger Lover getan hat.

Das ist leider auch das größte Problem der Platte. Es fehlt etwas an Überraschungsmomenten. "Ridiculous" & "Lullaby" bieten da die Ausnahme. "Ridiculous" hat ein bisschen was von diesem typischen, stark soul-angehauchten Philly-Vibe, den auch The Roots & DJ Jazzy Jeff stets versprühen. "Lullaby" ist Süßholzgeraspel in gewohnter Soulchild-Perfektion. Slowjam-Futter für mitternächtliche Beischlafaktionen. "Today" ist sehr erwachsen und spiegelt die Seele eines Ende 20er / Anfang 30ers im Junggesellenzustand wieder, der endlich seine wahre Liebe gefunden hat. Schlussendlich übertrumpft sich Musiq mit "Thequestions" nochmal selbst und stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass er auch für ein zweites "Marygoesaround" noch Ideen und Gefühl besitzt.

Wie schon vormals beschrieben, hat sich zu den Vorgängern nicht allzuviel verändert, was auch das Problem des Albums darstellt. Hier und da kommt dann noch eine gewisse Aufgezwungenheit zum Ausdruck, was dem Album auch nicht unbedingt gut getan hat. Rund bleibt das Album und Musiq seinem Konzept treu – schöne Soul-Musik für’s 21. Jahrhundert. Empfehlenswert sind zumal die Non-Album-Tracks (2 Stück), die er von Tim & Bob produzieren lassen hat. Findet man momentan noch auf deren MySpace-Seite. Schade eigentlich, dass "Noworlater" keinen Platz auf dem Album gefunden hat. Hoffentlich nun aber keine dreieinhalb Jahre Wartezeit mehr!

Electronic Arts – Burnout Dominator

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Was ist schöner als ein Geschwindigkeitsrausch? Ein noch größerer Geschwindigkeitsrausch! Burnout ist zurück auf der Playstation 2 und wird die betagte Konsole ein letztes Mal richtig einheizen. Dabei handelt es sich lediglich um eine Art Zwischenversion: Burnout 4: Revenge dient als Grundlage, während der Nachfolger, Burnout 5, für die Playstation 3 entwickelt wird. Was hat EA dem Spiel hinzugegeben – und was entfernt? Das erfahrt ihr in diesem Test.

Sobald man das Spiel startet, merkt man ihm seine Abstammung an. Das Interface, die Grafik, das Menü – alles ist dem halben Vorgänger Revenge sehr ähnlich. Auch das System zum Freischalten neuer Inhalte ähnelt dem von Revenge, macht sich aber anders bemerkbar. So sind die Rennen und Herausforderungen nicht mehr in kuriosen Kategorien von „harmlos“ bis zu „Elite“, sondern in Wagenklassen unterteilt. So startet man in der „Classic“-Serie und schaltet nach und nach schnellere Klassen frei. Jedes Event kann mit Bronze, Silber oder Gold belohnt werden, je nachdem, wie gut man abschneidet. Medaillen, aber auch besondere Belohnungen wie neue Fahrzeuge oder das Freischalten neuer Abkürzungen (durch einen gezielten Takedown in die Absperrung) bringen Punkte. Diese Punkte schalten die anderen Fahrzeugklassen wie „Hot Rod“, „Tuned“ oder „Race Special“ frei. Die Fahrzeuge innerhalb der Klassen unterscheiden sich technisch kaum noch (ein negativer Trend seit Teil 3), optisch dagegen schon. Es sind lizenzlose Vehikel, die aber zum Teil realen Vorbildern nachempfunden sind.

Aber auch schon in der niedrigsten Klasse geht die Post ab. Auf der Strecke wirkt im ersten Moment alles wie immer. Allerdings wurde der Verkehr ein wenig entschlackt. Denn im Gegensatz zu Revenge kann man nicht mehr fröhlich durch den Verkehr in Fahrtrichtung preschen, sondern kollidiert wieder erbarmungslos. Dadurch wird der Schwierigkeitsgrad ein wenig angezogen und man benötigt ein wenig mehr Konzentration, allerdings weiß dies mehr zu gefallen als bei Revenge. Eine zweite Neuerung ist eigentlich gar keine: Die Boostserie ist zurück! Durch riskante Manöver wie Drifts, Near-Misses (knapp am Verkehr vorbeifahren) und durch den Gegenverkehr fahren sowie Takedowns (das Schrotten der anderen Rennwagen) füllt sich die Boostleiste. Voll gefüllt, färbt sie sich blau und der eigentliche Spaß kann beginnen. Während der Spieler nun mit Boost über die Strecke heizt, kann er eine Unterleiste füllen. Ist diese voll, bevor der blaue Boost verbraucht ist, wird sie wieder komplett gefüllt! Und das immer wieder. Durch die ordentliche Steuerung und je nach Strecke kann man große Abschnitte oder gar ganze Runden durchboosten. Und das macht diesen Teil der Serie aus: Das abartige Geschwindigkeitsgefühl gepaart mit der Herausforderung, den Adrenalinrausch nicht vorzeitig durch einen Crash beenden zu müssen. Das Anfahren nach einem solchen Crash kommt einem dann wie eine Zeitlupe vor. Sollte so ein Crash in der Nähe der gegnerischen Fahrzeuge passieren, kann man einerseits einen „Aftertouch“ (das Berühren eines Kontrahenten mit dem eigenen Wrack) probieren oder aber man lässt das Wrack mithilfe des Boosts in einer gewaltigen Explosion detonieren und reißt damit Gegner mit von der Piste. Beide Arten füllen die Leiste sofort wieder auf und man kann sofort weiterboosten. Zum Zielen kann man jederzeit beim Crash die „Impact Time“ aktivieren, welche nichts anderes als eine Zeitlupe ist. Matrix lässt grüßen. Aber aufgepasst: Sollte man niemanden mit einer Explosion treffen, besitzt man keinen Boost mehr.

Die Modi sind vielfältig, allerdings mit Einschränkungen. So ist die Crashkreuzung komplett aus dem Spiel entfernt worden. Daran spaltet sich die Fangemeinde: Die einen sahen die Massenkarambolagen als Herzstück des Spiels, die anderen (zu denen ich mich zähle) stört der Verlust eher weniger, schließlich bleiben Takedowns und der irrsinnige Speed in den Rennen erhalten. Dafür kann Burnout Dominator mit einer Fülle anderer Modi aufwarten. Neben normalen Rennen, Rennserien, schnellsten Runden und Eliminator-Rennen, bei denen der jeweils Letzte nach einer bestimmten Zeit ausscheidet, gibt es diverse Challenge-Rennen. In Driftchallenges erhält man eben durch lange Drifts Punkte, Boost- und Near-Miss-Challenges sind ebenso eindeutig. Zudem gibt es die Maniac-Challenge, die für alle riskanten Fahrmanöver (Drifts, Near-Misses, Geisterfahrten) Punkte vergibt, sowie Road Rage, ein Modus, in dem man seine Kontrahenten so oft wie möglich crashen lassen muss, während sowohl die Zeit als auch der Schaden am eigenen Wagen (nur in diesem Modus) gegen einen spielen. Boostserien wirken in den Rennen um Punkte als Multiplikator. Durch diese Symbiose kann man fast schon rauschartige Zustände bekommen bei einer Maniac-Session, auf der Jagd nach mehr Punkten und mehr Speed.

Dabei unterstützen Optik und Akustik dieses Gefühl auf bewährte Weise. Die Grafik wurde gegenüber Revenge eigentlich nicht großartig verbessert, dennoch ist sie für ein PS2-Spiel auf hohem Niveau und sehr ansprechend. Es gibt Lens-Flare-Effekte und gecrashte Autos hinterlassen ihre Teile einigermaßen detailliert auf der Fahrbahn. Aliasing (Kantenflimmern) ist auf der Playstation 2 natürlich allgegenwärtig, aber das stört eher weniger. Der Soundtrack ist auf dem Niveau von Revenge, allerdings unter dem von Burnout Takedown (Teil 3). Immerhin wurden vier Versionen des Tracks „Girlfriend“ von Avril Lavigne in das Spiel eingefügt. Auch die anderen Tracks sind rockig und beflügeln den Spieler stets. Die Crash-Sounds sind einmalig, man hört sogar das Glas zerbersten, vor allem in der „Impact Time“ mit einem Surround-System ein sehr eindrucksvoller Klang. Die Fahrzeuge klingen gut, aber nicht erstklassig. Sie unterscheiden sich, allerdings klingen alle gleich, wenn man im Superboost fährt. Sehr schade: Der fiktive Radiosender „Crash FM“ glänzt wie in Teil 4 durch Abwesenheit. Dabei haben die knalligen Kommentare des Moderators in Teil 3 eine klasse Atmosphäre aufgebaut. Für Teil 5 wünsche ich mir Crash FM zurück!

Ein wichtiger Punkt ist der Umfang. Wirklich viele Rennen sind eigentlich nicht enthalten, man könnte in gut 1-2 Wochen alles gesehen haben. Allerdings ist die Hatz nach den Goldmedaillen spielspaßfördernd und kann auch auf Dauer gefallen. Denn die ersten Rennen kann man zwar ohne Probleme mit Gold abschließen. Aber gerade die Grand Prix’ und Schnellste Runden sind später zwar mit einer Medaille abschließbar, doch für Gold bedarf es schon Einiges an Übung. Auch das Freischalten von Spezialwagen kann herausfordernd sein. Neben der Welttour (quasi der Storymodus) gibt es allerdings kaum anderen Inhalt. Man kann Rekorde brechen, was allerdings keinen wirklichen Einfluss hat. Und der Mehrspielermodus ist auch nicht sonderlich motivierend, da auf halbem Bildschirm das Geschwindigkeitsgefühl und die Übersicht verloren gehen. Immerhin gibt es einen, allerdings auch nur offline. Die KI ist ok, sie rammt einen auch schon mal, schummelt allerdings ein wenig, da sie im Pulk fährt und immer in der Nähe des Spielers bleibt (Gummiband-Effekt). Da kann nach einem perfekten Rennen und einem Crash kurz vor Schluss schon mal der Sieg flöten gehen. Solche frustrierenden Momente halten sich aber in Grenzen.

Doch allen Kritikpunkten zum Trotz: Burnout Dominator ist ein würdiger Abschluss der Serie auf der Playstation 2 (das Spiel ist auch für die PSP und die Xbox 360 erhältlich). Doch diese Einschätzung wird nicht jeder teilen, hier entscheidet vor allem, was jedem Spieler am ehesten liegt. Wer Massenkarambolagen oder Multiplayer-Action sucht, wird hier nicht fündig. Wer jedoch auf Speed und Adrenalin aus ist, kann sich diesen Teil ohne Bedenken zulegen. Das Ding macht einfach Spaß! Für Burnout 5 wünsche ich mir jedoch mehr Innovationen, Umfang … und Crash FM!

Nochmal Glück gehabt

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Snoop Dogg hat volle Verantwortung für sein Fehlverhalten zeigend erfolgreich gegen die Gerichtsverhandlung plädiert, die ihm vier Jahre im Knast einbringen hätte können. Stattdessen muss er jetzt 800 Sozialstunden leisten und sich fünf Jahre lang bewähren. Snoopy darf gesetzlich eine beschränkte Menge Marihuana besitzen und statt einer Waffe kann er ja Bodyguards mitnehmen. 

Pharell out of his mind

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Pharrells Soloalbum "In My Mind“ war eine relativ eindeutige kommerzielle Enttäuschung, so dass er mit dem Album zurück ins Studio ging um es von ?uestlove als „live“ LP remixen zulassen. Dem gleichen Verfahren war Pharrell selbst bereits mit der N.E.R.D LP "In Search Of…“ gefolgt, die er mit der Band Spymob  neu eingespielt hatte.
Auch wenn bisher nicht klar ist wann genau das Album erscheinen wird, das im Moment unter dem Arbeitstitel Pharrell and The Yessirs´ "Out Of My Mind“ läuft, hat ?uestlove schon mal die neue Version des Tracks "Number One“ (feat. Kanye West) über seine Myspace-Seite zur Verfügung gestellt.
Den Link zum Song gibt´s hier, bleibt nur abzuwarten ob, das Album ebenfalls bald das Licht der Welt erblickt.

Flying Steps sind Nr.1

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Am Osterwochenende fand wieder das alljährliche Red Bull Beat Battle statt, ein internationales Event, bei dem sich dieses Jahr in London B-Boy Crews aus den USA, Finnland, Dänemark, UK, Südkorea, Frankreich, Japen und Deutschland battelten.
Die Titelverteidiger Flying Steps aus Berlin holten auch diesmal wieder den ersten Platz.
Die acht Teams hatten jeweils acht Minuten Zeit, ihre Chorographie, die sie acht Wochen auf von acht renommierten DJs zusammengestellten Mixtapes einstudieren durften, vor einer achtköpfigen Jury und 1300 Zuschauern vorzuführen.
Die Flying Steps stahlen die gesamte Show, indem sie Märchen inszenierten und holten dafür 8000£ und acht exklusive Mare 139 Graffiti Kunstwerke nach hause.

Klingt nach mehr

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Die inzwischen in England lebende Ausnahmekünstlerin M.I.A. aus Sri Lanka hat bestätigt, dass sie am 26. Juni diesen Jahres ihr zweites Album veröffentlichen wird. Der Nachfolger zu ihrem Debüt "Arular“ wird den Titel "Kala“ tragen und unter anderem die beiden Tracks "Bird Flu“ und “XR2“ enthalten, die M.I.A. bereits auf ihrer Myspace-Seite zur Verfügung gestellt hat.
Anhand der beiden Songs lässt sich schon erahnen, dass auch auf dem neuen Album
wieder eine bunte Mischung quer durch den Musikgeschmack der Künstlerin zu hören sein wird.
Wie schon auf "Arular“ werden Kollaborationen mit Diplo zu hören sein. Weitere wichtige Unterstützung wird von Timbaland kommen.

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