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X Clan – Return From Mecca

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Uuuhh, bin ich spät dran?! Naja, verglichen mit dem Zeitraum, in dem der X Clan kein Album veröffentlichte, lieg ich noch gut im Plan. Allerdings ist auch einiges seit der letzten Release passiert. Professor X The Overseer und Sugar Shaft The Rhythm Provider weilen nicht mehr unter uns und der Grand Verbalizer Funkin’ Lesson Brother J hat sich entschlossen vom Osten der USA in den Westen zu gehen. Letzteres spiegelt sich auch oder besonders in der Produktion des neuen Langspielers “Return From Mecca“ wieder. Hier findet man einen guten Querschnitt durch die obere Produzentenriege der Westküste. So z.B. Quazedelic, DJ Fat Jack und Abstract Rude (der jetzt auch Mitglied des Clans ist), die für den Hauptteil der Beats verantwortlich sind, aber neben weiteren sind auch DJ Khalil und DJ Quik vertreten. Der damit angeschlagene Sound dürfte allerdings ganz im Interesse Brother J`s sein, der sich als Fan des Westcoastsounds „outet“ bzw. schon immer , wie die ersten beiden X Clan-Alben zeigten, ein Freund des Funk war. Repräsentativ dazu wäre z.B. „Aragorn“ (Lied Nr. 2) zu nennen.

Nun mag man vielleicht denken, dass das Einbinden verschiedener Producer nicht von Vorteil sei, doch der X Clan hat es geschafft eine ausgewogene Mischung an den Start zu bringen. Das Hören dieses Tonträgers war auf jeden Fall eine entspannende Erfahrung für meinen „Skip-Finger“, denn dieser kam gar nicht erst zum Einsatz. Meiner Meinung nach ist man musikalischer definitiv auf der Höhe der Zeit. Brother J wird es freuen, sieht er sich doch in freundlicher Konkurrenz zu allen andern. Auch seinem Vorhaben den Clan wieder zurückzubringen, ist er für mich mit „Return From Mecca“ einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

Bleibt ja fast nur noch die Frage nach den Skillz und eventuellen Features. Raptechnisch rappt Brother J wie gehabt routiniert, was nicht heißen soll, dass das nen mieses Ding sei. Eher im Gegenteil, denn der Grand Verbalizer kommt ohne jeden Verbocker aus und dies trägt zweifelsohne zum Hörgenuss bei! Einzig die Beats lassen mich manchmal etwas abschweifen, sodass ich kurzzeitig nicht mehr mitbekomme, was genau Brother J uns eigentlich mitzuteilen hat. Irgendwie schade, aber mich hat das Gesamtkonzept eher dazu angeregt auf Repeat zu drücken, wodurch sich ja die Chance ergibt, auch wieder mehr auf die Raps zu achten. Denn wie sagt der MC in „Culture United” an der Seite von Damain Marley: “We are the messengers, not the Entertainers“! Neben Damian Marley sind auch Chali 2Na, KRS One und Jacoby Shaddix (Papa Roach), um nur die Bekanntesten zu nennen, auf X Clan’s drittem Album vertreten. Aber keine Panik – der Verbalizer regelt die Angelegenheit größtenteils alleine, und zwar auf seine ihm eigene smoothe Art und Weise.

Mein Fazit: ein sehr gelungenes Werk, welches bei mir den Weg auf eine Kassette finden wird und damit in den Blaster – besonders jetzt wo die Temperaturen steigen. Apropos Weg, letztens sagte ein bekannter deutscher MC in einem Interview, dass wir ja noch nicht die Erfahrung haben, wie es ist, mit Hip Hop alt zu werden. Der X Clan zeigt aus meiner Sicht wie man diesen Weg topaktuell und ohne sein Gesicht zu verlieren gehen kann. In diesem Sinne: Bildet Euch Eure Meinung selbst und legt „Return From Mecca“ in den Player!

Snoop Dogg, Jadakiss, Ice – T – HipHopHeroe-DVDs

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Vor mir liegen drei DVDs aus dem Hause ABC Entertainment:

Ice T – Live In Montreux , Snoop Dogg – Drop It Like It´s Hot und Jadakiss – Kiss Of Death Tour 2005. Dass alle drei Releases aus dem selben Haus stammen merkt man schon am Artwork, außerdem können sie alle  diverse Specialfeatures aufweisen, wie zum Beispiel beiliegende Audio Konzert CD´s – um nur eines zu nennen.  

Snoop Dogg:   Auffällig ist das sehr stylische und aufwendige Intro, sowie die sehr gelungene Menüführung. Zu Snoops Livequalitäten muß man an dieser Stelle nicht viel mehr sagen, als daß er überzeugend latebackmäßig performed und sich dabei in einen Bewegungsradius von knapp einem Meter auf einer knapp 100m² großen Bühne  aufhält. Hin und wieder bringt er eine kleine Tanzperformance die ein wenig an den Vorspann von Bill Cosby erinnert. Das Konzert selber ist nett anzusehen, wobei man festellen muß, daß Songs wie Drop It Like Is hot ohne Pharrell einfach nicht halb so gut wie das Original sind. Das komplette Konzert geht über 20 Tracks die man sich ohne weiteres komplett angucken kann. Zu den Special Features zählen Interviews, before the Concert und weiteres. Gelungene DVD, nur die Bildschnitte und Farbspielereien während des Gigs sind etwas lästig… Gesamtspiellänge ca. 85 Minuten  

Jadakiss:   Auch hier findet man, wie schon erwähnt neben zwei DVDs eine Audio CD mit dem Konzert von 2005 in London. Zum Konzert selber ist zu sagen, daß 5 MC´s mit 5 Mics zur selben Zeit, auf der selben Bühne einfach mindesten drei zu viel sind und Jadakiss mich live einfach nicht so sehr überzeugen kann wie auf seinen Alben. Dafür sind das auf der Feature DVD enthaltene interview sehr aufschlußreich und interessant, was die DVD schon wieder lohnenswert macht. Insgesamt aber trotzdem eine sehr runde Sache und fans haben an dieser Geschichte sicherlich ihren Spaß.  

Ice – T:   Wahrscheinlich liebt oder haßt man Ice- T, ich kann mich zumindest nicht zu den ersteren zählen, aber eins steht fest: Die Bildqualität und die Kameraführung dieses Konzertes ist die beste aller Drei. Der Aufritt macht Spaß, ist strukturiert und für Oldschooler ist diese DVD wahrscheinlich ein must-have. Zu den features zählen noch ein Konzert mit Body Count, Videoshootings und viele andere Gimmicks. Die Gesamtspiellänge beträgt 3 Sunden und 12 Minuten was echt eine ganze Menge ist für die heutige Zeit. Sollte man auf jeden Fall mal gesehen haben.                                                                                                

Nico Suave

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Als das erste Mal von Nico Suave Notiz genommen wurde, war ich noch im Teeniealter und schwer geflasht, denn "Sternzeichen Krebs" auf dem Eins Zwo-Album war eins der absoluten Rap-Highlights der Jugend. Dieser Tage hat er sein drittes Soloalbum veröffentlicht und bewiesen, dass er noch genauso frisch ist wie in den "guten alten Zeiten". Aus diesem Grund kontaktierte rap.de den Rapper.

rap.de: Dein Album wurde letzten Freitag veröffentlicht. Bist du nach 10 Jahren im Rap-Biz immer noch aufgeregt oder schon abgeklärt?

Suave: Es ist immer aufregend, wenn man eine VÖ raushaut, aber nervös bin ich nicht wirklich. Dafür hab ich auch momentan zu viel zu tun.
rap.de: Mit welchen Erwartungen gehst du denn dann an den Albumverkauf ran?

Suave: Ich versuche meine Erwartungen runterzuschrauben, um nicht später völlig am Ende in der Ecke zu hängen und wie ein kleines Kind zu heulen. Hahaha…Da mein letztes Album eher mies gelaufen ist, was die Verkäufe anging, bleib ich schmoove!
rap.de: Was für eine Idee steckt hinter „Suave and Friends“ bzw. wieso wolltest du das unbedingt machen?

Suave: Die Idee ist ja nicht wirklich neu, aber seit Ende 2005 hatte ich sie mit mir rumgetragen und nach der Denyo-Tour im Februar 2006 fing ich an, ins Studio zu gehen. Ich wollte einfach mit vielen Leuten zusammenarbeiten und gute Musik machen. Ich bin sehr happy mit der Platte.



rap.de: Nach welchen Kriterien hast du dir deine Freunde ausgesucht? Nach Verfügbarkeit oder nach wirklichen Freunden?

Suave: In erster Linie nach Leuten, auf die ich Bock habe: menschlich sowie musikalisch! Es sind Leute dabei, die ich schon seit Jahrzehnten kenne, aber auch Jungs, mit denen ich eine eher geschäftliche Freundschaft pflege. Mir ging´s da nicht um die Big-Names, sondern wirklich um Musiker, die das gleiche Ziel verfolgen wie ich und bei denen die Chemie einfach stimmt.
rap.de: Würdest du mir denn zustimmen, wenn ich sagen würde, dass diese Chemie ein Album der guten alten Sorte hervorgebracht hat. Einfach Rap-Musik ohne irgendwelche Allüren und Posen.

Suave: Ja! Wobei ich Schwierigkeiten damit habe, wenn man das Album mit alten Sachen vergleicht, denn es klingt derbe frisch. Mich stört einfach, dass Medien und die Szene so tun, als würde es den Sound, den ich fahre, nicht mehr geben. Die Leute sollen sich mal Amireleases anhören wie Black Milk, Royce, Lil Brother  usw., die gerade jetzt veröffentlicht werden. Der Sound existiert noch, nur beschränken wir uns, wie du es schon sagst, eher auf Rap und gute Musik!

rap.de: Ich finde, dass das Ganze eher ruhig und ‚soulig’ geworden ist. Geschieht so etwas bewusst oder ist es ein zufälliges Nebenprodukt? Ich habe den Eindruck, dass es heutzutage viele Rapper gibt, die gut genug für ein Feature sind, aber nicht Ideen für ein Album haben. Wie geht man denn an die Entwicklung eines Albums ran?

Suave: Bei mir ist es so, dass die Idee und das Soundbild im Kopf entstehen. Dann mach ich mich auf die Suche nach passenden Beatz für die Platte und dann fange ich an zu schreiben. Für mich ist sehr wichtig, dass ein Album musikalisch einen roten Faden hat, was nicht immer leicht ist bei einer Platte wie "Suave & Friends". Viele Tracks oder Demos landen auch im Müll.

rap.de: Du hast vor fünf Jahren in einem anderen Interview gesagt, dass die Medien den HipHop zerstören. Wie siehst du das heute in der Zeit, wo sich die Medienpräsenz von Rappern verdoppelt bzw. verschlimmbessert hat?

Suave: Das find ich cool bzw. machen das ein paar Rapper hier sehr gut. Was ich viel schlimmer finde, ist, dass viele Medien bei deutschen Rap direkt zu machen. Viele denken, was sie überall lesen, und sehen darin die deutsche Rapszene verkörpert. Jungs wie ich, die eine komplett andere Schiene fahren als das, was gerade auf MTV und VIVA läuft, haben es ohne große Plattenfirma echt schwer. Was soll ich sagen "Wir arbeiten daran"!

 

rap.de: Hat man demnach als ‚normaler’ Rapper überhaupt noch Chancen sich selber zu vekaufen, wenn nicht eine große Industrie hinter einem steht?

Suave: Ich denke schon, aber die Chancen sind gering. Klar macht Bock auf´n Beat promomäßig einen derben Job und jeder Suave-Fan weiß jetzt, dass mein Album am Start ist, aber irgendwann rennt man gegen Wände und es wird schwer diese zu durchbrechen.
rap.de: Du sagst, man rennt gegen Wände. Meinst du damit, dass es unmöglich ist z.B. sein Video im Fernsehen zu platzieren, weil hinter dir nicht die große Industrie steht? Nach dem Motto „Sie verhindern noch die Ausstrahlung meiner Clips, aber nicht meine Ausstrahlung auf die Kids.“

Suave: Ja, man. Ich habe es doch bei meinem letzten Album gemerkt. Wir hatten den Song „Suave“, der bei sämtlichen Radiosendern in den Top 10 der Hörercharts war, der live alles zerstört. Trotzdem wollten die Fernsehsender den Song nicht haben bzw. das Video nicht spielen. Das ist halt scheisse, weil du dann Cash ausgibst, was du besser in andere Sachen stecken könntest. Wir haben deshalb damals lieber das Geld in eine Streetpromotour gesteckt.

rap.de: Kann man denn in der heutigen Zeit alleine von seinen Alben und Konzerten leben?

Suave: Ja, aber eher schlecht als recht! Ich jobbe zwei Mal die Woche im Planetstore in Dortmund (HipHopStore) Für mich ist es halt auch ne gute Abwechslung zu dem ganzen Rap-Biz.
rap.de: Wenn du sagst, dass du heutzutage eher schlecht als recht davon leben kannst: War das früher mal anders? Hat sich das durch die Überschwemmung von Mp3s im Internet verändert oder stehst du dem locker gegenüber? Man muss als Musiker ja schließlich auch an Geld denken …

Suave: Also beim ersten Album konnte ich schon gut davon leben, was die jetzige Situation natürlich ziemlich hart macht. Trotzdem komme ich klar und weiß, wie man sich über Wasser hält. Ich denke, es liegt nicht nur am Internet. Klar sind die Zeiten des hohen Abverkaufs vorbei und das Internet spielt da auch eine große Rolle, aber zum Teil ist es auch meine eigene Schuld. Ich war damals halt als Artist noch nicht gefestigt und hab den Anschluss verpasst. „Shit happens“, aber ich glaube ich bin auf´nem guten Weg das Baby wieder hoch zu bringen.

 

rap.de: Ich weiß, dass folgendes eine schon so oft gestellte Frage ist, aber mich würde deine Meinung interessieren, da du mir in Interviews immer sehr entspannt und offen erscheinst, was den „modernen Deutsch-Rap“ angeht: Gibt es Zeiten, in denen du dich in die 90er zurücksehnst, weg von all dem Gehabe der heutigen Zeit? Nach dem Motto: „Du willst hart sein, hart sein, du ödest mich an und ich schlaf ein…“

Suave: Ich sehne mich oft zurück, aber das hat viele Gründe. Damals war halt alles neu für uns. Heute kriegst du Rap an jeder Straßenecke, aber früher eben nicht. Ich wollte nie dieser Typ werden, der den Zeigefinger hebt und den alten Zeiten hinterher trauert, aber manchmal…Diese ganze Wannabe-Hard-Scheisse geht mir ziemlich auf den Sack. Wenn du ein harter Typ bist, weil deine Gegend, aus der du kommst, dich geprägt hat, dann ist es völlig klar, dass du nicht über Blumen rappst. Aber wenn du studierst oder dein Dad Arzt ist, dann erzähl mir nix von "harter Jugend" oder so.
rap.de: War es vielleicht damals auch einfach entspannter, Rapper zu sein, da das Ganze eher eine eingeschworene Gemeinde war? Heutzutage proklamieren ja viele Rapper, dass sie die Besten sind, weil sie aus dem Westen, Süden, Norden etc… kommen. Gab es damals auch schon diese geographische Rivalität?

Suave: Klar gab es die, das ist ja auch ein großes Ding im Rap. Man muss seine Gegend representen, um auch nie zu vergessen, wo man herkommt. Was mich abturnt, ist einfach das Ding, dass viele Medienstationen meinen Sound blocken, weil sie der Meinung sind, das Thema sei durch. In den Staaten funktioniert auch ein Kanye neben einem Fifty oder ein Black Milk neben Ill Bill. Die sollen sich alle mal locker machen hier.

rap.de: Was hast du denn vor, falls es dich zu sehr abturnt? Du hast in einem Interview auch mal die fehlende Jugendarbeit erwähnt. Möchtest du in dieser Richtung vielleicht mal etwas machen oder machst du es schon?

Suave: Ich versuche mich jetzt gerade erstmal auf meine Sache zu konzentrieren, um endlich wieder Fuß zu fassen und langsam wieder eine Basis zu schaffen. Früher oder später möchte ich mich aber auf jeden Fall der Sache widmen. Ich meine, für Jugendliche wird kaum noch etwas gemacht. Das ist halt auch ein Grund, weshalb ich mich zurücksehne, denn zu meiner Zeit gab es für Kids mehr Möglichkeiten sich zu beschäftigen. Das muss sich ändern!! Ansonsten bin ich Mucker und will das auch immer machen, aber ob ich mit 40 noch rap? Ich weiß es nicht.



rap.de: Was hattet ihr oder du denn damals für Möglichkeiten?

Suave: Ich bin damals Skateboard gefahren und es gab verschiedene Spots, wo wir das machen konnten. Heute gibt es in meiner Stadt kaum Möglichkeiten zu skaten oder Basketball zu spielen. Mein Bruder und ich haben immer im Jugendzentrum abgehangen und regelmäßig gab es Jams, die wir selbst zum Teil organisiert haben. Es gab Diskotheken bzw. jeden Sonntag Teenie-Disko. Wir haben damals auch gekifft und Shit gebaut, aber hatten Ausgleichsmöglichkeiten. Heute werden Jugendhäuser geschlossen. Die Kids hängen nur noch ab und bauen Scheiße, weil ihnen langweilig ist. Es gibt aber noch etliche Sachen, die man machen müsste.
rap.de: Woran könnte das denn liegen, dass die Jugend heute nicht mehr so wichtig genommen wird? Schließlich ist die Jugend das Potential der Zukunft.

Suave: Ich glaube, dass die Politiker versuchen, die Arbeit den Eltern zu überlassen. Bis zum 18. Lebensjahr sind die ja auch für die Erziehung zuständig. Aber viele Eltern kriegen es gar nicht hin, da beide arbeiten müssen, und so bleibt das Kind auf der Strecke. Wir „Erwachsenen“ haben ja noch mal ganz andere Dinge, um die wir uns Sorgen machen müssen. Soweit sollen die Kidz heute noch gar nicht denken, was Miete, Essen usw. betrifft. Die hohe Arbeitslosigkeit macht die Leute hier auch fertig, wobei zum Teil das Land auch faul ist. Wenn du zum Arzt rennst, musst du latzen, oder wenn du im Krankenhaus liegst. Das geht gar nicht!!
rap.de: Das war es dann schon, nur noch die letzte obligatorische Frage: Hast du deinen rap.de-Lesern noch etwas mitzuteilen?

Suave: Checkt auf jeden Fall meine Homepage „nicosuave.de“ oder geht auf myspace.com/suavelishes und zieht euch Infos. Auf den Seiten könnt ihr auch ins Snippet reinhören und meine Sache hier genau verfolgen. Besucht mich auf meinen Gigs und haltent Augen und Ohren offen.

Splash! Moderation steht fest

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Wie im letzten Jahr werden die beiden Chimperator Künstler Maeckes und Plan B auch dieses Jahr beim 10. Jubiläum des Festivals als Host die Moderation auf der Splash! Hauptbühne übernehmen.

Thomas Schlett von der splash! Entertainment AG dazu:
"Dieses mal können die Beiden richtig los legen. Keine halben Sachen mehr. Wir freuen uns mit Maeckes und Plan B zwei ganz große Entertainer als Moderatoren gewonnen zu haben."

Die Günther Netzer und Gerhard Delling des Rap haben sich vorgenommen dem Begriff "Hosting" ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Plan B dazu:
"Natürlich helfen uns dabei auch unsere Erfahrungen die wir durch Entwicklung und Aufführen von Rap-Up-Comedy gesammelt haben. Wir werden auf jeden Fall Elemente davon in die Moderation einfließen lassen. Dazu gibts 16er, Wahnsinnigkeiten und ein Blumenstrauß an Entertainment und Kurzweiligkeit."

Das Programm, durch das euch die beiden vom 6. bis 8. Juli auf der Halbinsel Pouch in Leipzig führen werden, schaut ihr euch am besten auf der Splash!-Seite an. Eine Live-Show von Maeckes & Plan B wird es zudem im HipHop Tent geben, wo sie neben Ercandize und Snaga & Pillath auftreten werden.

BC One Qualifier

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Am 16. Juni findet der Qualifier für das diesjährige BC One in Stuttgart statt. Teilnehmer können sich über diesen Link noch bis Ende Mai bewerben. Der Event wird gehostet von MTV-Moderator Patrice. Die Jury des Abends besteht aus Vartan (D), Sonic (Den), Junior (F), während DJ Woodoo aus der Schweiz für den Sound des Abends Sorgen wird. Als zusätzliches Showprogramm sind  außerdem die Flying Steps aus Berlin geplant.
Das bisherige, noch unvollständige, B-Boy Line-Up sieht folgendermaßen aus:

Ardit
Big Toni (Minden)
Rubberlgez (Celle)
Flex (Hamburg)
Lil Ceng (Saarbrücken)
Bon (CH)
Still Ill (CH)
Just Do it (NL)
Zerow (GR)
Sayan (BEL)
Sam (BEL)
David (CZ)
Tom (HU)

Tony Yayo vor Gericht

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Über einen Monat nach der Auseinandersetzung zwischen Tony Yayo und dem 14-jährigen Sohn von Jimmy “Henchmen” Rosemond, soll Yayo heute (25. April) das erste Mal vor Gericht erscheinen. Der Rapper ist dafür angeklagt, dass er Rosemonds Sohn geschlagen und beschimpft hat, als sich dieser auf dem Weg zu Czar Entertainment befand.
Am Tag der Verhandlung wird eine weitere Massenkundgebung erwartet, die außerhalb des Gerichtsgebäudes stattfinden soll und hauptsächlich aus Unterstützern von Cynthia Reed, der Mutter des 14-Jährigen bestehen wird. Die erste Kundgebung dieser Art hatte am 2. April stattgefunden und verfolgte das Ziel für eine Reduzierung der Gewaltbereitschaft in der Musik zu sorgen.
Tony Yayo hat bereits zwei aufeinander folgende Strafen wegen Waffenbesitzes abgesessen, die im Dezember 2002 ausgesprochen wurden. Welche Strafe wegen der aktuellen Anklage auf ihn zukommt, wird der Prozess zeigen müssen.

Tarééc

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Bushidos Label ersguterjunge hat einen neuen Musiker unter Vertrag.
Der 28-jährige Sänger libanesischer und palästinensischer Abstammung aus Berlin-Neukölln heißt mit bürgerlichem Namen Tarek Hussein und nennt sich Tarééc, was auf Arabisch „Stern“ bedeutet. Ob er nach einer kurzen Erfolgsphase als Mitglied der Boygroup „The Boyz“ Ende letzten Jahrtausends (und einer schweren, depressiven Phase danach) nun mit seinem Album „Hüter des Volkes – Teil 1“, das über ersguterjunge erscheint, ein Star wird, liegt in den Sternen.
Die erste Single „Vaterland“ wird am 11.5. veröffentlicht. Darauf ist auch Bushido zu hören. Dieser sagt über seinen neuen Mann: „Tarééc nimmt kein Blatt vor den Mund! Aus eigener Erfahrung habe ich gemerkt, dass das nicht immer gut ankommt. Viele stehen nur auf Ja-Sager. Aber das sind wir nicht und deshalb unterstütze ich Leute wie Tarééc.“

Schwere Zeiten für die Rapsprache

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Nachdem die Pressekonferenz zum geschlossenen HipHop-Treffen, das letzte Woche tagte, verschoben wurde, hat gestern die 2001 gegründete und vom HipHop-Mogul Russell Simmons und Dr. Benjamin Chavis geleitete Vereinigung von HipHop-Künstlern, Führern der Unterhaltungsindustrie, Bildungsbefürwortern und Bürgerrechtlern namens „Hip-Hop Summit Action Network (HSAN)“ eine Stellungnahme veröffentlicht, in der Simmons und Chavis sich für eine Zensur der Wörter „bitch“, „ho“ und „nigger“ bei allen zukünftigen Veröffentlichungen der Musikindustrie aussprechen.
"We recommend that the recording and broadcast industries voluntarily remove/bleep/delete the misogynistic words ‚bitch‘ and ‚ho‘ and the racially offensive word ’nigger.’".
Die drei Worte sollten gleich behandelt werden wie extreme Schimpfworte. Sie seien Erinnerungen an die Frauenfeindlichkeit, die afroamerikanische Frauen in der amerikanischen Geschichte der Unterdrückung, Ungleichheit und Leiden der Frauen erfahren haben. Das Wort “nigger” sei ein abwertender Begriff, der Schmerz, Leiden, Unterdrückung und die vielfachen Formen von Rassismus gegen Afroamerikaner und andere Andersfarbige nicht achte.  
Die gesamte Stellungnahme ist hier zu lesen.  

Der durch die Gründung des Labels Def Jam und die Förderung früher Rapkünstler wie Kurtis Blow oder Run-DMC groß gewordene Simmons hat seit der berühmten Don Imus-Aussage viel zu tun. Zum Beispiel äußerte sich auch der afroamerikanische Senator und Präsidentschaftskandidat Barack Obama negativ gegenüber der Sprache heutiger Musik und vertrat die Meinung, für schwarze Musiker müsse die gleichen Regeln gelten, an die sich auch der weiße Don Imus zu halten hat.
Simmons
musste darauf natürlich antworten. Der Senator solle lieber über die Armut und das Unwissen sprechen, welches der Grund für das gesellschaftliche Klima sei, in dem solche Musiker Erfolg haben. Wenn ungebildete und unzufriedene Menschen aus der unteren Gesellschaftsschicht ihre künstlerische Freiheit nützten, beleidigende Dinge zu sagen, müssten die Ursachen besprochen werden. Wenn ein reicher, privilegierter Mann solche Sachen in einer Radiosendung sagt, sei das etwas anderes.

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