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Endlich entlassen

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Nach fast sieben Monaten Haft wegen bewaffneten Raub ist der Berliner Untergrund-Rapper MC Bogy wieder draußen. In der gestrigen Gerichtsverhandlung, die die Atzen von Noch Mehr Ketten Entertainment, die anwesend waren, angeblich auf Video festgehalten haben, wurde der Atzenkeeper freigesprochen.

Welt-Sido-Tag

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Der von Aggro Berlin zum "Welt-Sido-Tag" ernannte 1.Juni naht und hier ist der Trailer für die DVD "Ich", die dann neben einer Single und einer Ghetto-Version von Sidos Goldalbum "Ich" veröffentlicht wird.

Trennung von Rec.on

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F.R. verlässt nach dreijähriger Zusammenarbeit, die die Veröffentlichung von zwei Alben, sowie mehr als 90 Liveauftritte beinhaltet hat, das Paderborner Independent Label Rec.on. Das heißt nicht, dass der 17jährige mit dem Rappen aufhört. Im Gegenteil, laut eigener Aussage ist er zurzeit so produktiv wie nie zuvor. Bei welchem Label er nun weitermacht, ist noch nicht bekannt, doch die ersten Gespräche wurden geführt. Er will sich jedoch bei diesem wichtigen nächsten Schritt nicht unter Zeitdruck setzen lassen.  

„Yeeeeaaaahhhh Booooiiiii!“

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Vom Joker in der legendären Rap-Crew Public Enemy, die, wie der Name schon sagt, für radikale politische Texte stand und steht, zum Reality Show Phänomen „entwickelt“ wird Flavor Flav nun diesen Sommer in einer Comedy Central Show als besonders beliebter Fernsehstar durch ein so genanntes „roasting“ geehrt. „Gebraten“ zu werden heißt, öffentlich in einer Show der Lächerlichkeit preisgegeben, doch gleichzeitig gelobt und geehrt zu werden, getreu dem Spruch: „Was sich liebt, das neckt sich“. Nach der Reality-Serie „Flavor of Love“ erfährt Flav nun also eine „ganz neue Art der Liebe“, so Elizabeth Porter von Comedy Central. "Wir ‘braten’ nur die, die wir lieben und die Welt ist eindeutig verrückt nach diesem Typen!”

In den USA wird "The Comedy Central Roast of Flavor Flav” am 12. August ausgestrahlt. Bis dahin ist Flavor Flav mit Public Enemy auf Tour.

Colos – Leben Im Exil

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Was war das für ein Start für Colos. Im Vorfeld des 1. Mai gab es Gewaltdrohungen gegen den Berliner Rapper der VS-Mafia, der mit seiner positiven Einstellung gegenüber Deutschland anscheinend ins Fadenkreuz der Antifa geriet. Sein Auftritt zum Tag der Arbeit in Kreuzberg sollte massiv gestört werden, da er "deutschfreundliches" Gedankengut vertritt. Das klingt unglaublich, hat sich aber tatsächlich so zugetragen. Anders als viele seiner Kollegen setzt er sich für ein gesundes Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern ein. Überhaupt scheint der Kosovo-Albaner so gar nicht ins Raster aktueller Rapartists aus der Hauptstadt zu passen. Das behauptet jedenfalls die Pressemitteilung, die mit seinem Debüt „Leben Im Exil“, „das ehrlichste und beste Album, welches Berlin in Sachen Untergrund derzeit zu bieten hat“, ankündigt. Das klingt vielversprechend aber auch reichlich hochgestochen. Grund genug, das Album genauer unter die Lupe zu nehmen.

Entgegen aller Befürchtungen, hier werde wieder einmal ein talentloser Rapper künstlich gepusht, kann „Leben Im Exil“ schon beim ersten Skippen überraschend stark untermauern, dass man es hier tatsächlich mit etwas Besonderem zu tun hat. Und damit geht man unverzüglich vom Skippen zum Genießen auf ganzer Länge über. Während es derzeit Berliner Mode zu sein scheint, die Fahne des jeweiligen Ghettos und der eigenen kriminellen Karriere stolz hochzuhalten, überrascht Colos mit dem genauen Gegenteil. Anstatt sich selbst in den Himmel zu loben, rappt er über „Identität“, „Freude Und Leid“  oder „Angst Vor Der Zukunft“ und droppt Zeilen wie: „Das Erwachsenwerden ist für jeden eine Last, das Leben bietet mehr als nur ein paar Jahre Knast“. Seine Botschaft richtet sich damit an junge Ausländer genauso wie an Jugendliche im Allgemeinen. Colos erhebt tatsächlich äußerst aufrichtig und glaubhaft seine Stimme gegen Krieg,  Kriminalität und Ausländerfeindlichkeit, allerdings ohne dabei klapprige Feindbilder aufzubauen. Vielmehr will er für Verständnis zwischen den Menschen sorgen, indem er sich ausgiebig mit Identitätskrisen auseinandersetzt, um im nächsten Moment seinen Hörern positive Energie und Hoffnung zu vermitteln, wie es in dem Maße in der deutschen Szene bisher noch nicht stattgefunden hat. Das bedeutet jedoch nicht im Geringsten, dass wir es hier mit einem Rosa-Brille-Rapper zu tun haben, wie auch Colos selbst betont. „Leben Im Exil“ ist ein Bericht über den „Werdegang“ eines Mannes, der die richtigen Schlüsse aus falschen Entscheidungen gezogen hat und diese leidenschaftlich und engagiert an andere weitergibt. Und auch vor einem Liebeslied („Hey You“) schreckt der VS-Mafia Rapper nicht zurück und meistert selbst das problemlos, ohne kitschig zu wirken.
Den musikalisch passenden Rahmen zum Album haben Sofly Beats und Crew-Kollege Woroc gezimmert und für Intro, Skit und Outro konnte kein Geringerer als Afrika Bambaataa gewonnen werden. Texliche Unterstützung kommt außerdem von Cona, Dissput, Kamila,  Deso Dogg und wiederum Woroc. Für ein deutsches Newcomeralbum ist „Leben Im Exil“ erstaunlich rund und komplett ausgefallen. Von Track 1 bis 18 entsteht ein roter Faden mit dem angemessenen Maß an Abwechslung, was für Beats und Raps gleichermaßen gilt.

Colos bricht endgültig mit dem Klischee des unverwundbaren Straßenjungen und setzt damit fort, was Deso Dogg schon Anfang des Jahres mit "Schwarzer Engel" in Ansätzen begann. Er spricht (eigene) Schwächen, Verwunbarkeit, Sehnsucht und  Probleme offen an und glorifiziert keine negativen Einstellungen, wie es derzeit gang und gäbe ist. Was im Rap hierzulande bisher Tabu war, nämlich von der traurigen Wahrheit über das Leben auf der Straße zu erzählen, wird endlich ein ganz normales Thema. Ausnahmsweise werden auch nicht Geld und Frauen, sondern vielmehr Familie und ein friedliches Leben als ehrbare Ziele ausgegeben. Technische Schwächen treten durch diese wichtige Message vorerst in den Hintergrund. Damit haben nicht nur Colos’ Fans, sondern auch die kränkelnde deutsche Rapszene allen Grund zur Hoffnung, denn "Leben Im Exil" ist ein wirklich ehrliches, erwachsenes Album, so abgedroschen das auch klingen mag.

Soprano

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Dass sich in Frankreich raptechnisch Einiges bewegt, wissen wir nicht erst seit gestern. Neben Namen wie Booba, IAM, Saïan Supa Crew oder NTM erreicht uns in Deutschland aber meist nur wenig. Eines der am meist erwarteten Alben für 2007 war das Solodebüt „Puisqu’il faut Vivre“ des französischen Rap-Veteranen Soprano. Seit 1994 geht es für ihn und seine Gruppe Psy4 De La Rime steil bergauf. Mittlerweile hat auch er, wie zuvor bereits mit Psy4, bald Goldstatus erreicht und gilt schon lange als starke Stütze und Vorbild der Jugend. Höchste Zeit für uns also, die Person Saïd M’Roubaba aka Soprano und sein Umfeld etwas näher kennenzulernen und mit ihm über seine Geschichte, Melancholie, Liebe zum Fußball und  politisches Engagement zu sprechen. Dazu lud ein äußerst gut gelaunter Soprano zum Interview in sein Studio in Marseille.


rap.de: In Deutschland ist dein Name noch weitgehend unbekannt, auch mit deiner Gruppe Psy4 De La Rime können nur wenige Interessierte etwas anfangen. Wer ist Soprano?

Soprano: Ich bin ein Junge aus den Quartiers Nord von Marseille, der mit seinen Cousins in der Gruppe Psy4 De La Rime rappt. Wir haben uns 1994 gegründet und enorm viele Konzerte gespielt, wodurch wir viele Leute wie beispielsweise IAM kennengelernt haben, die uns geholfen haben, unsere ersten Veröffentlichungen auf Compilations und Mixtapes zu bekommen. Daraufhin folgten dann, neben anderen Projekten, unsere beiden Alben „Block Party“ und „Enfants De La Lune“, die in Frankreich extrem gut angekommen sind. Und jetzt habe ich mein erstes Soloalbum an den Start gebracht.

rap.de: Das Album heißt „Puisqu’il faut vivre“ („Weil man leben muss“) und ist sehr persönlich, melancholisch und tiefgründig ausgefallen. Du erzählst quasi alles über dich und dein Innerstes. Wie lief das für dich, ohne die Gruppe und mit vielen persönlichen Offenbarungen?

Soprano: Das, was wirklich hart gewesen ist, war, allein im Studio zu sein. Sonst habe ich natürlich immer zusammen mit den Jungs aufgenommen, was bedeutend einfacher war. Für mich ist es auch normal, dass meine LP persönlich wird, da das Soloalbum im Grunde genommen immer dazu gemacht ist, in die Welt des Künstlers einzusteigen.

rap.de: Den Rahmen für das ganze bildet eine Seance mit deiner Psychologin…

Soprano: Genau, das Konzept basiert auf der Mafiaserie „Die Sopranos“. Der Boss Tony Soprano hat viele persönliche Probleme und Panikattacken, weshalb er bei einer Psychologin in Therapie ist. Ich nenne mich ebenfalls Soprano, meine Gruppe heißt Psy4 De La Rime (Reimpsychiater). Wir haben viele Stücke geschrieben, die davon handeln, wie wir das Leben sehen und uns in unserer Welt zurechtfinden. Da dachte ich mir, verdammt, das passt wie die Faust aufs Auge, ich mache es wie in der Serie. Also läuft das ganze in dieser Sitzung ab. Zwischen jedem Track spreche ich mit meiner Psychologin, wodurch sich das jeweils folgende Lied ganz von allein erklärt und das Album in einen logischen Gesamtkontext gesetzt wird.

rap.de: Hast du jetzt mit 28 Jahren ausschließlich dein ganzes Leben auf einem Album verarbeitet oder verwendest du teilweise auch fiktive Geschichten?

Soprano: Auf jeden Fall verwende ich auch fiktive Storys, die aber alle etwas mit mir zu tun haben. Das sind Sachen, die mich, Saïd, als Person berühren. Soprano existiert im Endeffekt, um Saïd zu beschützen. Zum Beispiel ist der Track „Bombe Humaine“ (Menschliche Bombe) eine erdachte Geschichte, weil mich das Thema bewegt. Dann gibt es „Melancholique Anonyme“ (Die Anonymen Melancholiker), in dem ich mich und meine Probleme einer Selbsthilfegruppe vorstelle. Das beruht auf keiner wahren Begebenheit, hat aber den Zweck, eine bestimmte Message zu transportieren. In diesem Sinne ist „Puisqu’il faut Vivre“ teilweise fiktiv, die anderen Stücke stellen aber absolut mein Leben und meine Gedanken dar.

rap.de: Auf „Moi J’ai pas“ erzählst du, was du alles nicht hast und bist. Hattest du so großen Druck und Missverständnisse von außerhalb auf dir lasten, dass du dachtest, du musst jetzt allen erklären, wer du bist?

Soprano: Ich persönlich hatte keinen Druck. Die Botschaft darin ist eher für die Kids gedacht, die denken, sie müssten rappen wie Booba, Diams, Rohff oder irgend jemand anderes. Ich glaube, so etwas sollte man der Jugend nicht vermitteln. Es ist wichtiger, dass du du selbst bist. Im Leben, in der Musik oder in der Art, wie du mit deinen Leuten umgehst. Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste.

 

rap.de: Dennoch könnte man das auch in dem Sinne verstehen, dass du dich damit selbst auf eine niedrigere Stufe stellst, als es dir eigentlich als berühmten Rapper zustehen würde…

Soprano: Ich will einfach nur ausdrücken, dass jeder seine Stärken und Schwächen hat und dass es mir damit keineswegs anders geht als jedem anderen Menschen. Er hat dies und das, was ich nicht habe, ich habe andere Qualitäten. Wenn ich also sage, ich habe das alles nicht, bedeutet das, ich bin ich selbst. Und damit will ich in gewisser Weise als Vorbild vorangehen. Man muss man selbst bleiben.

rap.de: Du betonst allgemein oft, dass du kein außergewöhnlicher und besonderer Mensch bist. Trotzdem hast du über die Musik die Möglichkeit, deine Gedanken an eine breite Masse von Leuten weiterzugeben. Fühlst du dich deshalb als Stimme der Strasse?

Soprano: Das will ich auf jeden Fall sein, denn ich bin wie alle anderen Jungs da draußen. Dafür habe ich auch einen Song gemacht, „Passe-Moi Le Mic (Que Je Represente)“ („Gib mir das Mic, damit ich repräsentiere“). Und damit bin ich glücklicherweise nicht allein. Auf dem Track sagen auch Sinik, Kery James von Mafia K’1 Fry und Sniper diesen Satz. Das soll zeigen, dass wir Rapper im Allgemeinen dafür da sind, für die Menschen zu sprechen, die in der Öffentlichkeit keine Stimme bekommen.

rap.de: Wen meinst du konkret damit?

Soprano: Ich spreche für die Jugend aus den Vierteln mit all ihren persönlichen und familiären Problemen. Ich spreche für Schwarze, Weiße, Araber, für alle. Ich mag diese „Mischung“. Ich spreche für die, die für einen offenen Geist einstehen, alle, die gegen Sarkozy sind. All das…

rap.de: Du machst alles andere als Gangsterrap, auch wenn das derzeit schwer in Mode ist und du aus einem „heißen“ Viertel stammst. Denkst du, es ist verantwortungslos, den Kids den Gangster vorzuspielen?

Soprano: Genau das ist es. Es gibt wichtigere Dinge, die man seinen Hörern eher vermitteln sollte. Dazu möchte ich nur kurz ein Beispiel nennen, dass mich in meiner Einstellung noch einmal deutlich bestärkt hat: Ich habe in einer Fernseh-Dokumentation gesehen, wie sich ein 15jähriger Junge aus Palästina mit einem Sprengstoffgürtel in einen amerikanischen Konvoi gestürzt hat. Das war wie ein Schlüsselerlebnis für mich, auch wenn ich es nur im Fernsehen gesehen habe. Es passieren Sachen wie diese auf der Welt und wir reden hier davon, wer der Härteste ist und glorifizieren diese Gangster-Sachen. Ich habe mir nach dieser Geschichte gesagt, ich muss vermitteln, dass man immer etwas zu verlieren haben muss. Denn jemand, der nichts mehr zu verlieren hat, ist zu allem fähig und das ist die gefährlichste Waffe der Welt.

rap.de: Mit deiner Bekanntheit übernimmst du auch eine gewisse Verantwortung für deine Zuhörer. Das scheint dir wichtig zu sein. Schließlich giltst du in Frankreich als einer der authentischsten, aufrichtigsten Rapper.

Soprano: Das ist mir verdammt wichtig. Ich bin mir bewusst, dass mir heute sehr viele junge Leute zuhören. Ich weiß, dass sie mich Wort für Wort ernst nehmen. Ich kann nicht irgendwelchen Mist erzählen, denn sie hören mir zu und wiederholen, was ich sage, weil ich für sie ein Vorbild bin.

rap.de: Auf „Puisqu’il Faut Vivre“ drücken sich einige Vorbilder und Weggefährten, wie beispielsweise Dr. Dre, Nas, Akhenaton von IAM oder Medine aus. Was hat dich ursprünglich veranlasst zu rappen? Als Psy4 gegründet wurde, steckte französischer Rap ja quasi noch in den Kinderschuhen.

Soprano: Was mich zum Rappen gebracht hat, ist die Möglichkeit zu schreiben. Ich sage oft, dass ich nicht wie ein Richter über Gut und Böse schreibe. Ich schreibe, weil ich es einfach muss. Würde ich das nicht tun, würde ich verrückt werden. Wenn du im Viertel lebst, die Straße lebst, ist Rap die naheliegendste Art von Musik. Außerdem kann man sich mit Rap, in Bezug auf das Schreiben, am besten ausdrücken.

rap.de: Wie hat sich die Szene in Marseille bzw. in Frankreich seit euren Anfangszeiten verändert?

Soprano: Es ist seitdem sehr viel passiert. Rap ist heute viel offener und vielseitiger. Es gibt lustigen, sehr engagierten, tiefschwarzen und Conscious-Rap. Ich liebe das. Du kannst Rap hören, der dich aufheitert, wenn du müde und fertig bist, eindringliche und berührende Sachen, wenn du es brauchst. Du kannst Rap hören, wenn du genervt oder aggressiv bist. In jeder Lebenssituation kannst du Rap hören. Und das ist meiner Meinung nach der größte Fortschritt, den Rap gemacht hat.

 

rap.de: Wie steht es derzeit um Psy4? Geht jetzt jeder vorerst seine eigenen Wege, dass du die Zeit hattest, dein Solo aufzunehmen?

Soprano: Absolut nicht. Wir sind gerade im Moment dabei, Stücke für unser neues Album zu recorden. Die Jungs haben sich zwar vornehm zurückgehalten, als ich an meinem Projekt gearbeitet habe, auch wenn sie auf einem Track mit vertreten sind. Jetzt ist es aber vorbei mit der Zurückhaltung und wir starten wieder voll zusammen durch. (lacht)

rap.de: Ihr wart seit langem bekannt und beliebt. Wie stand es vorher um euren kommerziellen Erfolg? Seit wann lebst du nur vom Rappen?

Soprano: Unsere beiden Alben waren sehr erfolgreich, das heißt, es hat sich seither einiges für uns geändert. Wir kommen alle aus Familien mit großen Problemen. Jetzt können wir sie versorgen und finanziell unterstützen. Das alles dank Rap, dafür sind wir alle sehr dankbar, denn unsere Familien sind arm. Richtig vom Rap leben können wir seit dem zweiten Album „Enfants De La Lune“, denn ab dem Zeitpunkt wurde alles strukturierter und professioneller aufgebaut, auch in Bezug auf Konzerte.

rap.de: Jetzt ist dein Album auf Platz 2 der Charts eingestiegen. Hast du nicht Angst, deine Street-Credibility durch die Popularität zu verlieren?

Soprano: Das Ding ist, wenn du den Menschen gegenüber natürlich und respektvoll begegnest, dann respektieren sie dich auch. Ich bin meine Street-Credibility. Außerdem haben die Verkäufe nichts damit zu tun, ob man Underground ist oder nicht. Es gibt Leute in Frankreich, die extrem Underground sind und trotzdem massenweise verkaufen. Wer sich nicht verstellt, der wird auch seine Street-Credibility nicht verlieren.

rap.de: Wohnen du und die anderen Psy4 Mitglieder noch in euren alten Vierteln?

Soprano: Nein, unsere Häuser wurden abgerissen, denn in Frankreich versuchen sie im Moment, einige der Cités wieder verschwinden zu lassen.

rap.de: Marseille steht sehr hoch auf deiner Representing-Skala. Wie hat dich die Stadt in dem geprägt, was du heute bist und rappst? Worin liegt der Unterschied zwischen Marseilles Cités und den Banlieues von Paris, den man ja auch in der Musik hört?

Soprano: Da gibt es einen enormen Unterschied. In Marseille siehst du auf der Straße Araber, Schwarze, Weiße und Türken, Moslems und Juden zusammen. In allen anderen Städten Frankreichs geht das schon etwas „heißer“ zu. Hier herrscht einfach eine Solidarität zwischen den Menschen jeder Herkunft, die prägend ist. Bei uns sagt man, Marseille ist wie ein Dorf, einfach weil hier alles vermischt und auf eine wunderbare Weise dennoch absolut familiär ist. Marseille ist eine Mischung aller Rassen, Religionen und Kulturen.

rap.de: Aber dennoch hat die rechtsextreme Partei Front National von Le Pen hier eine riesige Stammwählerschaft.

Soprano: Das ist richtig, bezieht sich aber hauptsächlich auf die Vororte, alles was um Marseille herum ist. Dafür ist dort der Rassismus aber gleich ganz extrem vertreten. Das ist aber nicht mehr unsere Stadt. Hier kann ich mit dir in arabisch, italienisch oder spanisch sprechen. Nicht, weil ich es in der Schule gelernt hätte, sondern auf der Straße. Meine Familie kommt zwar von den Komoren, dennoch spricht Le Rat Luciano von der Fonky Family besser komorisch als ich, obwohl er halb aus Spanien, halb aus Martinique stammt. Und das ist doch wohl der Hammer, so etwas erlebst du nur hier.

rap.de: Deine Musik verrät auch, dass du politisch nicht uninteressiert bist. Im April und Mai standen die Wahlen in Frankreich an und viele hatten schon vorher das Gefühl, nichts könne besser werden. Es gab ja besondere Offensiven, die die Jugendlichen in den Cités zur Wahl bewegen wollten. Was hälst du von solchen Sachen?

Soprano: Sowas finde ich gut. Ich sage gerne, dass ich, seit ich 18 Jahre alt bin, wähle. Manchmal hat das vielleicht gar keinen Sinn, weil sowieso niemand die Jugend repräsentiert oder ihr wenigstens zuhört. Aber es geht um die Zukunft. Ich wähle, ich existiere. Einfach um  zu sagen, womit ich nicht einverstanden bin.

rap.de: Großer Feind der Rap-Community ist ja schon länger euer neuer Präsident Nicolas Sarkozy, den du ja bereits erwähnt hast.

Soprano: Er verteidigt die Polizei, die die Kids schlägt. Er will die Menschen vertreiben, die in diesen großen, stinkenden Häusern leben. Aber was machst du mit denen? Du gibst ihnen einen Arschtritt und überlässt sie einfach ihrem Schicksal oder was? Damit kann man doch nicht einverstanden sein. Man muss die Menschen respektieren und auf ihre Probleme eingehen.

rap.de: Was kann die Jugend aus den Vierteln außer Rap deiner Meinung nach überhaupt noch retten? Viele sind perspektivlos und eine Änderung der Situation ist, gerade jetzt, nicht in Sicht.

Soprano: Wenn ich mir die Politiker ansehe, glaube ich nicht, dass sich irgend etwas ändern wird. Ich denke, die einzige Sache, die hilft, ist Offenheit. Wie ich schon sagte, ist die Vermischung der Kulturen eine ganz wichtiges Thema. Nur wenn man sich auf den Anderen einlässt, lernt man ihn kennen. Wenn man den Anderen kennt, hat man auch keine Angst mehr vor ihm. Das ist das Problem in Frankreich. Jeder hat Angst vor allen, die anders sind, weil er sie nicht kennt. Wenn du aber den Anderen kennst, kannst du dich austauschen und bereichern lassen und es gibt keinen Krieg mehr. Wenn es zwischen Israel und Palästina Krieg gibt, findet das meiner Meinung nach statt, weil sie sich nicht kennen. Sie haben nie miteinander geredet. Nach dem Motto: „Du bist Moslem, ich bin Jude, ich kann dich nicht leiden.“ Und umgedreht genauso. Einfach weil sie Angst vor dem Anderen haben und sich nicht kennen. Und hier ist das das Gleiche.

rap.de: Inwiefern?

Soprano: Nimm zum Beispiel die Polizei. Sie sprechen nie mit den Jugendlichen. Sobald sie jemanden in der Ecke stehen sehen, der eine Mütze trägt, ist es ein Nichtsnutz, der Shit raucht und zu nichts taugt. So ein Schwachsinn. Es gibt genausoviele Bullen, die Shit rauchen. Das glaubt ihr nicht? Wir sind es, die ihnen das Zeug verkaufen. (lacht) Mit diesen sinnlosen Anschuldigungen muss man doch aufhören. Sich vermischen soll nicht heißen, dass man zwangsläufig jemanden heiraten soll, der einen anderen Hintergrund hat. Es heißt einfach: sprechen und sich austauschen. Und das kann doch nicht so schwer sein.

 

rap.de: Ein ganz anderes großes Thema ist der Fußball. Bereits mit Psy4 habt ihr ein Lied für Olympique de Marseille gemacht. Dein Video zu „Halla Halla“ wurde im Stade Vélodrome gedreht. Hat euch der Verein so viel gegeben, dass ihr etwas Liebe zurückgeben wollt?

Soprano (mit strahlenden Augen): Ja, ja, ja! Der OM ist das, was uns Kraft gibt und hilft, unser Leben auf die Reihe zu bekommen. Ich weiß garnicht, wie ich das erklären soll… In Marseille ist der Club einfach extrem, extrem, extrem wichtig! Das ist nicht einfach nur eine Fußballmannschaft, wie überall anders. Wie sage ich das am besten…? Das siehst du einfach in meinem Gesicht, das siehst du in meinem Gesicht! AHH Selbst im Clip zu „Halla Halla“ siehst du, wie die Typen durch das Stadion rennen und sich Rasenstücke aus dem Boden reißen und sie in ihre Taschen stecken. 

rap.de: Was also bedeutet der Fußball in Marseille für die ganze Stadt, die sich als einziger Schmelztigel etlicher Kulturen deutlich vom Rest Frankreichs abhebt und unter sehr hoher Armut leidet?

Soprano: Ich brauche nur einen Namen zu nennen, der alles erklärt: Zidane. Er kommt aus Marseille, er kommt aus der Cité, er ist Algerier und der beste Spieler der Welt. Er repräsentiert alles. Er wohnt in Frankreich, er ist einer von uns, er ist absolut natürlich und freundlich… Jaaaaaa ok, er hat Materazzi einen Kopfstoß gegeben, jaaaa. Aber er ist ein Mensch wie alle anderen und immer auf dem Boden geblieben. Für Fußball im Allgemeinen bedeutet das bei uns im Viertel, wenn es nicht der Rap ist, der dich da raus holen kann, ist es der Fußball. Wie in Amerika – Rap oder Basketball. Für die Deutschen ist doch Fußball auch wichtig, ihr seid doch da genauso begeistert.

rap.de: Ja, aber das kann man, glaube ich, nicht mit dem Stellenwert von Olympique de Marseille für eure Stadt vergleichen…

Soprano: Da hast du auch wieder Recht. OM ist unvergleichbar! Wenn du dich mit jemanden in der Stadt schlägst und ihn im Stadion wieder triffst, werdet ihr euch in den Armen liegen, egal was vorher war. Das erklärt alles.

rap.de: Das Video spielt nicht nur im Stadion, am Ende taucht auch noch Pape Diouf, Präsident von OM, auf. Haben du und Psy4 mittlerweile schon so viel Einfluss auf Gesellschaft und Szene, dass ein Support dieser Art ohne Weiteres möglich ist oder gibt man für so etwas einfach nur einen Haufen Geld aus?

Soprano: Ich bin einfach einer von denen, die Marseille in der Öffentlichkeit repräsentieren. Ich spreche bei jedem Auftritt, auf jedem Album von meiner Stadt. Als Pape Diouf gehört hat, Soprano würde gern sein Video im Vélodrome drehen, hat er sofort zugestimmt. Er wusste, wer ich bin und hat direkt gesagt, dass das überhaupt kein Problem ist. Das wäre gut für das Image von Marseille, vom Stadion, von Rap und der gesammten Marseiller Community. Es lief also alles ab, ohne irgendjemanden dafür zu bezahlen. Der Clip wurde mit der Liebe von und zu OM gemacht. (lächelt zufrieden)

rap.de: Jetzt haben wir einen deiner guten Gründe gehört, auch optimistisch zu denken. Dein Album ist eine einzige Selbstreflexion, die auf die Antwort zielt, warum man leben muss. Was macht das Leben, abgesehen davon, trotz aller Probleme für dich lebenswert?

Soprano: Ich denke, wenn man akzeptiert, dass es in unserem Leben immer Probleme geben wird, hat man schon einen großen Schritt getan. Wenn du das nicht akzeptierst, ist es normal, dass du immer unglücklich und melancholisch bist. Aber ich glaube, es ist wichtig zu leben, da wir alle Familien und Freunde haben. Es ist wichtig zu leben, da es immer Menschen geben wird, die es wert sind, etwas mit ihnen zu teilen. Das Leben selbst ist es wert, gelebt zu werden. Man muss sehen, dass es doch viel mehr schöne als schlechte Momente im Leben gibt. Das will ich mit meinem Album ausdrücken. Deshalb auch die Sache mit der Psychologin. Man geht ja nicht in eine Therapie, wenn es einem gut geht, aber wärend der Therapie merkst du, warum du deinen Arsch hoch bekommen musst. Es gibt so viele schöne Sachen und Augenblicke auf dieser Welt. Das ist auch die optimistische Message, auf die das Album unterm Strich abzielt.

rap.de: Du hast jetzt viele persönliche Sachen und Probleme verarbeitet. Wird dein nächstes Album insgesamt positiver?

Soprano: Ja, das denke ich schon. Dennoch werden auch die traurigen, nachdenklichen  Stücke immer ein Teil von mir bleiben. Ich glaube, so etwas hilft den Leuten viel mehr als jeder Partytrack, da sie merken, sie sind nicht allein.

J-Zone

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Wer die Augen aufmacht wird bemerken: HipHop ist ein Majorplayerbusiness geworden. Warum sollte man also einen amerikanischen Underground MC, wie J-Zone interviewen? Warum nimmt man sich die Zeit und macht sich die Mühe, mit einem Künstler zu sprechen, der niemals die Verkaufszahlen eines 50 Cent oder den Status eines Eminems haben wird?
Vielleicht weil Zone eine schillernde Persönlichkeit ist (wa sman übrigens in jedem seiner Lieder bemerken darf.) Sei es in Sachen Raps (macht er natürlich selbst) und in Sachen Beats (macht er natürlich auch selbst). Trademarksound? Frag J-Zone. Ironische Texte, bis nach dort hinaus? Hör J-Zone zu!  Und jetzt lest selbst, es lohnt sich.

rap.de: Einige unserer Leser kennen dich vielleicht nicht, stell dich doch bitte kurz vor.

J-Zone: Ich bin J-Zone aka Chief Chinchilla, Mr. Don’t Holla, Kenny Hoggins, The Tom Jones of Rap, Fax Phone, früher war ich als Captain Back$lap unterwegs. Ich bin Producer, DJ, Journalist, Labelbesitzer und gelegentlich sogar als Künstler aktiv.
rap.de: Warum heißt dein Label Old Maid (alte Jungfer) Entertainment?

J-Zone: Ich habe es „old maid” genannt, weil das Logo auf meinem ersten Album nach einem alten Foto meiner Großmutter designt wurde. Auf dem Foto sah sie aus wie eine alte Jungfer und deshalb habe ich auch mein Label dann gleich so genant. „Old Maid Entertainment.“
 
rap.de: Nochmal eine Frage, für alle die Leute, die mit deiner Musik nicht vertraut sind. Wie würdest du deinen Sound beschreiben.

J-Zone:  $leazy Li$tening. Es ist etwas Eigenes, etwas Eienständiges, aber ich würde niemals so weit gehen und meine Musik als „experimentell“ bezeichnen. „Its funky, perverted, twisted and humorous, I would say”.

rap.de: Für wen hast du den schon produziert?
J-Zone: Biz Markie, Sadat X, Lil Fame (M.O.P.), Akinyele, Tha Alkaholiks, Casual, Apathy, Louis Logic, Prince Po (Organized Konfusion), Vast Aire, RA the Rugged Man, Del, Tame One, MF Grimm, The Juggaknots
rap.de: Wenn du selbst hinterm Mic stehst: Wie wichtig ist dir Ironie?

J-Zone: Sehr wichtig und das zeigt sich auch in meiner Musik. Ich versuche Spass zu haben und habe keine Angst, verschiedene Sachen auszuprobieren. Ich kann über mich selbst und andere lachen und übertrete gerne Grenzen und breche Regeln. „You gotta break rules and can’t be afraid to fail.”
rap.de: Bei deinen Liedern habe ich oft das Gefühl, dass du Ironie nutzt, um über ernsthafte Themen zu sprechen, ohne den Zuhörer zu belehren und zu langweilen. Ist das eine richtige Annahme?

J-Zone: Yeah, das würde ich auf jeden Fall unterschreiben. Der Mensch schenkt einer Sache durchschnittlich 20 Sekunden Aufmerksamkeit. Da muss man tun, was man kann, um diese Zeitspanne zuverlängern, mann will ja seine Botschaft rüber  bringen.
Das hat aber auch seine Schattenseiten. Manche Leute sehen mich bestenfalls als absolute Neuheit aber eher  als Spinner an. Meine Musik ist eben nicht für jeden Zuhörer geeignet, aber diejenigen, die mich verstehen, lieben sie.

rap.de: Auf deinem letzten Album “A Job Ain’t Nuthin But Work” war dieses Lied über New York “Bullshit City”. Hast du den jemals in NYC live gespielt? Wie haben die Leute reagiert?

J-Zone: Nein, ich habe den nie live gespielt, zumindest kann ich mich nicht daran erinnern. Ich habe seit einem Jahr keine Show mehr in NYC gespielt. Deshalb kann ich das jetzt auch nicht nachholen. Einmal habe ich aber erlebt, wie ein DJ den Song aufgelegt hat. Sofort brach eine größere Schlägerei aus und die Türsteher sind durchgedreht. Leider musste der Club schließen, aber ich fand das auf jeden Fall lustig.

rap.de: In deinem Track “A friendly game of basketball” (rap.de/media/705">check den Song in unserer Download Section!) forderst du ja jede Menge Rapper und Baskeballt Profis zum 1 on 1 im B-Ball heraus. Hat jemand auf die Herausforderung reagiert?

J-Zone: Nah, ich bezweifle, dass die ganzen Leute, die ich da erwähne, den Song jemals gehör haben. Allerdings war ich schockiert weil einige Leute das Lied doch wirklich ernst genommen haben. I used to play ball for fun a little bit, but people actually thought I had beef with those artists.” Das war ein Witz und das habe ich auch in dem Lied gesagt. Für mich sind ernsthafte Reaktionen bei dem Lied weitere Beweise für a) Leute verstehen weder Humor, noch Sarkasmus und b) Leute lieben es aus gar nichts Beef  anzufangen.
rap.de: Wer sind die Boss Hob Barbarians und was hat es mit denen auf sich?

J-Zone: Die Boss Hob Barbarians sind Celph Titled und ich. Das ist unsere Supergroup. Unser Album heißt “Every Hog Has Its Day”. Alles in allem ist das ein sehr humorvolles Album, jede menge Trashtalk und “crazy ass beats.” Dieses Album wurde auch von jeder Menge Leute falsch verstanden. Viele dachten, das wäre eine Gangstarap-Parodie. Aber das war’s nicht. Wir haben einfach ein Rapgenre auf unsere Art und Weise umgesetzt. Das Album ist zugleich eine Homage und eine sehr extreme Interpretation. Ich denke, Celph und ich sind die einzige, die das aber wirklich verstanden haben. haha.
rap.de: Und wie geht es deinem R’n’B-Crooner “Dick Stallion“ und deinen Mädchen, den Zone-ettes?

J-Zone: I fired them hoes the Zone-Ettes haha. Sie waren faul und talentfrei. Dick $tallion chillt gerade in Kalifornien. Er singt nur, wenn ich ihn darum bitte. Er ist ein Spezialist. That’s my dawg! Der Pharell des Untergrundrap!



rap.de: Hast du jemals daran gedacht ein, Dick Stallion Album zu veröffentlichen?

J-Zone: Ich würde sehr gerne. Aber die Leute würden das nicht verstenen, den meisten fehlt für derartige Musik der Humor. Ich würde nicht ein Album verkaufen, aber ich hätte dermaßen viel Spass und es würde sicherlich mein bestes Album werden. Vielleicht mach ich es ja doch.

rap.de: Welchen der folgenden Künstler würdest du mal gerne Featuren: X-Tina, Britney Spears oder Goldkelchen Celine Dion?

J-Zone: Es sind alle drei interessant. Aber eigentlich ist das keine Frage: Britney. Diesen glatzköpfigen Freak. Sie und meine Beats, das ware ein Platinum Comeback. Wir würden richtig gut Platten verkaufen und Kohle machen. Sagt ihr, dass sie mich anrufen soll.
 
rap.de: Du bist ja Pornomusik-Produzent und samplest auch schon mal aus 70er Jahre Pornos. Wie gefallen dir eigentlich die dazugehörigen Filmchen?

J-Zone: Ich bin kein großer Porno Fan. Ob du es glauben willst oder nicht. Aber ich liebe die Musik. Das ist eine größere Herausforderung, was die Produktion angeht, als der übliche Boom Bap Shit. Ich finde, das mein Sound da auch super dazu passt. Trotzdem ich schaue keine derartigen Filme, ehrlich.
 
rap.de: Also kein Lieblingsfilm, kein Lieblingsschauspieler.

J-Zone: Haha, wie ich schon gesagt habe, ich schau mir das nicht an, aber ich habe Musik für all diese Freaks, kein Thema.
rap.de: Warst du eigentlich schon mal hier in Deutschland?

J-Zone: Ja. In Düsseldorf, Trier, Weinheim, Berlin und Kassel. Mein absolutes Lieblingsrestaurant auf dieser Welt ist das Falafel UFO in Berlin.
rap.de: Zum Schluss eine absolute Standardfrage, die aber gestellt werden muss: Was sind deine Pläne für die Zukunft?

J-Zone: Ich werde meinen Fokus aufs Produzieren legen und eher hinter den Kulissen aktiv sein. Ich will mehr auflegen, gerne auch in Europa und Australien. Außerdem würde ich gerne mehr über Musik schreiben, vielleicht auch irgendwann als Musiklehrer aktiv werden. Aber egal, was ich tun werde, ich werde dabei definitiv Spaß haben.

Die Rapper und das Gras

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Der Rapper Method Man vom Wu Tang Clan wurde am vergangenen Donnerstag mit fast 30 Gramm Marihuana im Auto erwischt. Method Man war auf dem Weg von Brooklyn nach Manhattan, als er wegen abgelaufenen Plaketten von einer Streife raus gezogen wurde. Als der Rapper das Fenster öffnete, roch der Beamte den starken Grasgestank und sah mehrere Blunts und einen vollen Plastikbeutel mit Weed offen herum liegen. Method Man muss jetzt für illegalen und kriminellen Besitz von Marihuana, für Fahren unter Drogeneinfluss und Fahren eines nicht zugelassenen Fahrzeuges gerade stehen.

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