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Bronze Nazareth – The Unknown

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„The Unknown“ ist eine Sammlung der ersten Tracks, die Bronze Nazareth von der Wu-Tang Family und sein MC Kevlaar 7 zwischen 1995 und 2000 aufgenommen, aber nie veröffentlicht haben. Das ist verständlich, wenn man die teilweise echt sehr schlechte Aufnahmequalität und Abmischung hört. Doch nach einer erfolgreichen Karriere mit Alben wie dem hoch gelobten Debütalbum „The Great Migration“, dem größtenteils von ihm produzierten "Wu-Tang meets the Indie Culture"  oder dem Wisemen-Album „Wisemen Approaching“, sowie einzelnen Produktionen für RZA bis Afu Ra, ist dieses Release der ersten Gehversuche des damals frischgebackenen Mitglieds von „The Wu Element“ nun möglich und erfreulich. Denn auch wenn das Hören kein durchgehendes Zuckerlecken für die Ohren ist – gerade dieser ursprüngliche, rohe Sound hat den Flair einer rettenden Insel im großen mit Weichspüler verseuchten Meer der Populärmusik.
„The Unknown“ erinnert an die Stimmung auf einem alten, dunklen Dachboden: verstaubt, unordentlich, geheimnisvoll, mystisch. Die Beats des RZA-Schützlings, der sich damals noch Half Entity nannte, sind geprägt durch den geheimnisvollen Sound, den man von alten verstaubten Vinylplatten kennt. Die Texte sind dicht und voll wie der Dachboden, alles andere als flach. Der Flow leidet ein bisschen unter der Schwere, doch wer sucht auf einem Dachboden schon Flow? Die Drums sind dafür umso straighter, wahre Kopfnicker.
„The Unknown“ ist ein Album für alle, die Wu Tang und den rohen HipHop lieben.

Auf unschuldig plädiert

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Die am Samstag Abend wegen versuchten Mordes und unerlaubten Waffenbesitzes festgenommene Remy Ma hat auf unschuldig plädiert und wurde nach Hinterlegung einer Kaution von 250000 US$ wieder frei gelassen. Am 14.August muss sie dann vor Gericht. Über den genauen Tatverlauf gibt es immer noch keine Klarheit. So behauptet eine Zeugin, die anonym bleiben wollte, die Rapperin hätte zu dem Zeitpunkt der Tat gar kein Waffe gehabt, während für für das Opfer Makeda Barnes-Joseph kein Zweifel darin besteht, dass sie von Remy, ihrer Kindheitsfreundin, angeschossen wurde. Sie habe sie unbegründet verdächtigt, Geld gestohlen zu haben. "All I heard was the gun go off," sagte sie. "I couldn’t believe she shot me. What hurts me is that when she shot me she went over and dumped the bag. She didn’t even say, ‚Oh, my God, I just shot her.‘ That’s what hurt me so much.”

Hip Hop und Politik

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Auch wenn Hip Hop im Leben der meisten Politiker wahrscheinlich nicht groß vorkommt, hat der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama den enormen Einfluss der Kultur auf bereits bestehende und potentielle Wähler erkannt. Laut dem Senator kann die Jugendgewalt nicht auf diejenigen zurück geführt werden, die sich der Hip Hop Kultur und Musik verbunden fühlen. „Ich glaube nicht, dass die Hip Hop Community selbst für Jugendgewalt verantwortlich ist, ich bin mir jedoch sicher, dass sie noch nicht die volle Verantwortung dafür übernommen haben, die Einstellung der Jugendlichen zu ändern. Ich denke, dass Hip-Hop Musiker einen äußerst starken Einfluss auf junge Menschen haben. Ein Großteil ihrer Information kommt daher.“ Trotz dem schlechten Ansehen, das Rap-Musik bei Kritikern hat, sieht der Präsidentschaftskandidat ein großes Potential für eine positive Botschaft, sofern die Rapper die nötige Kreativität mitbringen.

Die Hundefamilie

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Snoop Dogg wird seine Medienpräsenz nicht verlieren. Der Fernsehsender E! Entertainment hat angekündigt, diesen Herbst/Winter eine neue Reality-Serie zu starten, die den Rapper und seine Familie zum Thema haben wird. „Snoop Dogg gehört ohne Zweifel zu den charismatischsten und fesselndsten Persönlichkeiten der heutigen Popkultur“, sagte Ted Harbert, der Chef der Comcast Entertainment Group, die den Sender betreibt.

Schuss in den Brustkorb

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Die New Yorker Rapperin Remy Ma, früher Teil der Terror Squad, wird wegen versuchten Mordes festgehalten. Am frühen Samstagmorgen war sie gesehen worden, wie sie im Streit mit einer jüngeren Begleiterin (Makeda Barnes-Joseph) zusammen mit ihr die Manhattan’s Pizza Bar verlassen hatte. Ein Block weiter soll die Auseinandersetzung dann gewaltsam geworden sein, Remy Ma habe eine Pistole gezogen und Barnes-Joseph in den Brustkorb geschossen, so der Polizeibericht. Darauf sei sie in einem blauen Cadillac Escalade geflohen, um damit ein paar Blöcke weiter einen Crash zu bauen. Am Abend stellte sie sich dann in Begleitung von ihrem Anwalt Scott Leemon der Polizei, nachdem der Hauptverdacht schon auf sie gefallen war. Die beiden Frauen waren langjährig befreundet. Der Grund für den Streit sollen 2000 US$ gewesen sein, die Remy fehlten und für deren Diebstahl sie ihre Freundin verdächtigte. Leemon sagte zum Fall: „Things are not always as they seem.”  Barnes-Joseph liegt im Krankenhaus. Ihr Zustand ist stabil.

Gefängnis-TV

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Einem bisher noch nicht identifizierten Beamten der Polizei von Los Angeles droht eine Disziplinarstrafe wegen einer Video Aufnahme von dem Comptoner Rapper The Game, der sich zur Zeit in polizeilicher Gewahrsam befindet. Nach Angaben der Los Angeles Times hat der Polizist einen kurzen Clip aufgenommen, der den Rapper in seiner Zelle zeigt, wie er Geld in die Kamera wedelt. Unter dem Titel “The Game — Still Pimpin in Custody” wurde der Clip dann später auf der Seite TMZ.com gepostet. Eine Tatsache die die Untersuchungen der Polizei sicher erschwert ist, dass der Chefredakteur von TMZ.com in einem Statement gegenüber der Times sagte, dass sie keine Auskunft darüber geben, woher sie ihr Material haben.
LAPD Chief William J. Bratton und Los Angeles County Sheriff Lee Baca versuchen schon länger jegliche Kontakte der Beamten zum Promi-Journalismus zu kappen.

Talib Kweli – Eardrum

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Talib Kweli legt sein viertes Soloalbum vor. Mit „Ear Drum“ sind einige Probleme verbunden, da Kweli die Erwartungen für dieses Album teils unbewusst auf ein schon fast unerreichbar hohes Niveau geschraubt hat. Mit „Blackstar“ (1998) und „Reflection Eternal“ (2000) hat er zwei zeitlose Klassiker geschaffen. Die drei nachfolgenden Soloalben lagen in ihrer Qualität teilweise deutlich unter seinem früheren Schaffen. Jetzt ist Talib Kweli frei von jeglichen Verpflichtungen gegenüber großen Major Record Labels und plant mit der ersten Veröffentlichung über seine eigenes Label Blacksmith Music sich selbst einen Namen unter all den Rappern mit eigenem Label  zu machen. Da haben die Fans, die jetzt immerhin auch zwei Jahre seit „Right About Now“ gewartet haben, natürlich gewisse Erwartungen
Und auch wenn es die Spannung kaputt macht, kann man soviel vorweg nehmen, „Ear Drum“ ist definitiv eines von Kweli´s besseren Alben, aber da gibt es trotzdem noch ein paar Worte zu zu sagen. Erst mal das grobe Gerüst des Albums: Die Produktionen kommen von Madlib, Kwame, Pete Rock, will.i.am, Just Blaze und natürlich auch Kweli´s altem Partner aus Zeiten von Reflection Eternal Hi Tek. Auch am Mic hat sich Talib einige prominente Unterstützung eingeladen, die durchaus für Überraschungen sorgen könnte. „Ear Drum“ bietet Künstler auf wie UGK, Talib´s Blacksmith Kollegin Jean Grae, Norah Jones, oder Bronx Veteran KRS-1.
Talib Kweli leitet auf Intro und dem zweitem Track noch sehr gemütlich in das Album ein. Dagegen zeigt Produzent Just Blaze bei „Hostile Gospel“ im nächsten Song wieder, dass er seinen Namen nicht umsonst trägt und lässt das sprichwörtliche Feuer am Beat explodieren, mein persönlicher Albumhöhepunkt. Kweli schließt sich seinem Produzenten an und rappt über den aktuellen Zustand/Missstand des amerikanischen Hip Hop und der amerikanischen Gesellschaft allgemein. Mit dem Chorgesang im Refrain und der Pianountermalung erinnert das Stück durchaus an Kweli´s früheren Hit „I Try“. Ein weiterer herausragender Song erwartet einen mit „Soon The New Day“. Als ich das auf dem Papier gelesen hatte, hatte ich ja noch ernsthafte Bedenken, ob das gut gehen kann: Norah Jones und Talib Kweli zusammen auf einer Produktion von Madlib, aber es geht erstaunlich gut. Der Beatkonducta verzichtet ausnahmsweise auf die üblichen Experimente, Norah Jones beschränkt sich auf das Begleiten des Songs und Kweli fühlt sich in seinem entspannten Flow wie zu Hause, eine gelungene Mischung. Zwei weitere Highlights sollten hier nicht ausgeschlossen werden. Das erste ist „The Perfect Beat“, bei dem sich Brooklyn-Mc Talib Kweli und Bronx Bomber KRS-1 zum friedlichen lyrischen Kräftemessen treffen. Allein das sollte doch schon Grund genug sein, dem Track eine Chance zu geben. Als letztes bleibt dann noch die schon vorab veröffentlichte Single „Listen!!!“. Auch wenn den Song vielleicht die meisten schon kennen, hat er bis jetzt noch nichts von seiner Qualität eingebüßt.
Wie gesagt es ist eine der besseren Veröffentlichungen in Kweli´s Karriere. Das Problem ist nur: Um an seine großen Klassiker von früher heranzureichen, ist „Ear Drum“ bis auf die erwähnten Stücke zu sehr im guten Mittelfeld anzusiedeln. Das gute hier ist, dass die verschiedenen Produzenten ihre Tracks stimmig aufeinander abgepasst haben, so dass man das ganze Album theoretisch gut an einem Stück durchhören kann, ohne dass klare Ausfälle deutlich werden,… aber leider halt auch zu wenig positive Ausnahmen.

Codemasters – Colin McRae DiRT

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Selten wurde ein Rennspiel so heiß erwartet wie Colin McRae DiRT. Das liegt zum einen an den vielversprechenden Videos, die Entwickler Codemasters vor dem Release ins Internet streute, aber auch an den vielen neuen Modi, die aus dem Rallye-Zögling einen ausgewachsenen Rennprofi gemacht haben. Denn die Zeiten des drögen Rallye-only-Fahrens sind endlich vorbei. Und das Ganze wurde auch noch äußerst hübsch verpackt.

DiRT auf die superbe Grafik zu reduzieren, wäre natürlich fehl am Platz. Insgesamt stehen sechs anspruchsvolle Rennmodi zur Verfügung, die alle ihren eigenen Charme versprühen. So heizt ihr, wenn auch selten, mit schweren Trucks durch die Wüste Amerikas, drängelt euch in Rallye Dakar-Manier mit euren Konkurrenten im BMW oder VW um die ersten Plätze oder steigt in die Fußstapfen von Colin und jagt auf mehr oder weniger langen Etappen im Rallyemodus um die Bestzeit. Dabei sei euch geraten, doch besser nicht in seine Fußstapfen zu treten, sondern lieber ein paar Schritte schneller zu sein als er. Denn es geht um Geld, mit dem ihr neue Wagen und Lackierungen kaufen könnt. Dabei entscheidet ihr selbst, um wie viel Geld es geht. Vor jedem Rennen wird der Schwierigkeitsgrad festgelegt. Je nach dem wie hoch dieser ist, fällt auch das Preisgeld aus.

Es gilt, die Karrierepyramide nach oben zu krackseln. Je höher ihr kommt, desto schwerer werden die Rennen. Vor allem aber werden sie länger. Besonders ins Auge sind mir die Hill Climb-Rennen gefallen. Sie machen wirklich Spaß. Ihr müsst mit einer extrem getunten Möhre einen Berg so schnell wie möglich hochfahren, ohne dabei an fies platzierten Bäumen hängen zu bleiben. Das ist bei Tempo 240 nicht das Einfachste. Bei den Strecken haben sich die Entwickler an den Originalen orientiert und so fahrt ihr sogar um den Weltrekord mit. Es ist doch immer wieder verwunderlich, wie langsam man eigentlich war, obwohl man sich für schnell hielt…

Auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad lässt sich das Spiel gut genießen. Sowohl das Geld, als auch der Spielspaß kommen so zur Geltung. Anfangs sind auch die höheren Schwierigkeitsgrade kein Problem. Spätestens auf Stufe 5 sind die Rallyes dann jedoch viel zu schwer. Hier ist der Frustfaktor am größten. Denn gerade bei den langen Etappen ärgert es sehr, wenn ihr 7/8 der Strecke perfekt meistert und dann kommt ein „über Scheitel 4“ vom Beifahrer und man knallt geradewegs gegen den Baum – Totalschaden mit Bestzeit. Allerdings sorgt dies auch für einen hohen Adrenalinspiegel!

Um diesem Frust ein Stück weit zu entgehen, müsst ihr nicht jedes Rennen einer Stufe spielen. Für die nächsthöhere ist nur eine Gesamtpunktzahl nötig. Und die erreicht ihr auch, wenn ihr die Rallyes mal weglasst oder ihr spielt sie auf einen niedrigen Schwierigkeitsgrad. Oder ihr könnt einfach driften wie Colin selbst.

Mir agieren die Gegner etwas zu defensiv. Ich schubse sie gerne mal von der Strecke oder lasse sie kreiseln. Das machen sie mit euch höchstens mal am Start, sonst lassen sie euch gewähren. Ich hätte mir gewünscht, auch mal etwas härter angegriffen zu werden, damit ich dann reinen Gewissens zum Gegenschlag ausholen kann. Außerdem sind die Wüstenrenner etwas zu träge. Zwar saß ich noch nicht in einen Wüsten-X3, aber ich stell mir vor, dass er schneller als 150 bergab sein kann!

Codemasters hat es hervorragend geschafft, den Ehrgeiz über das gesamte Spiel zu erhalten, wenn nicht sogar zu steigern. In einem furiosen Finale könnt ihr dann auch um eine Million Euro fahren. Interessante Facts wie Höchstgeschwindigkeit oder höchster Sprung versüßen die Wartezeit beim Laden der Strecken. Der nette Kommentator nervt nie und feuert euch sogar an.  An dieser Stelle sei noch mal die außerordentliche Grafik des Spiels gelobt. Sie ist bei 1680×1050 und maximalen Details unheimlich schön. Aber auch niedrigere Einstellungen können sich sehen lassen! Die Wagen verdrecken von der ersten Sekunde an, das Schadensmodell ist beeindruckend. Leider lässt sich das Spiel unter einer Geforce 6800 nicht spielen und auch der Prozessor sollte mindestens 3GHz (Intel) haben. Nach oben gibt es keine Begrenzung. Bei welchem Spiel sonst heißt es im Changelog des ersten Patchs: „we modified the ultra settings a bit, so that the game is playable with hardware of today“?

Ein rundum gelungenes Rennspektakel!

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