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Xatar – Interpol.com

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Der Rapper Xatar, steht mit einem neuen Video „Interpol.com“ in den Startlöchern. Dies ist das erste Video zu seinem am 23. März erscheinenden Album „Nr.415“. Da Xatar aus bekannten Gründen selbst gerade verhindert ist, sind in dem Video jede Menge deutsche Rapper zu sehen, die den inhaftierten Bonner vertreten, u.a. Farid Bang, Kollegah, Massiv und K.I.Z..

 

 

 

 

 

SAID – Verkäckt

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Der Rapper SAID brachte im Juli 2011 sein Solo-Album namens "SAID" raus. Präsentiert wurde es vom Berliner Lable "Hoodrich". Jetzt gibt es eine aktuelle Videoauskopplung zum Song  "Verkäckt".

Nima38 – 80 Bars Therapie

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Aufmerksamen Zuschauern ist er bereits auf Fards "Invictus"-Tour positiv aufgefallen: Nima38 war Voract und Back-Up in einer Person. Hier seht ihr sein erstes Video "80 Bars Therapie" aus seinem Streetalbum "ReaNIMAtion", das am 3. Februar erscheinen wird.

 

 

„Grüner Samt“-Releaseparty

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Wer gestern Abend am Lido in Berlin-Kreuzberg vorbei kam, sah eigentlich nur Grün. Die Lichter waren grün, die Leute die dort hinmaschierten, waren in grün gekleidet und sogar die Hauswand erstrahlte dank einer Lichtprojektion in sattem Grün. Außerdem stand dort zu lesen "Freitag 13.1.12 und Marsi Fucking Moto".  Spätestens dann dürfte jedem klar gewesen sein, wer oder was in diesem Club gefeiert wurde: Die Record Relesepary für Marsimotos neues Album "Grüner Samt".
Die Show beginnt, leicht verspätet, um 22 Uhr mit der Ankündigung der Acts durch den Fotografen Paul Ripke. Den Anfang macht Dead Rabbit, der nicht nur ein Musikproduzent, sondern auch der Sprecher der Dildoking-Werbungen ist  – passenderweise beginnt er seinen Gig mit einem herzhaften "www.dildoking.de". Seine elektroiden Beats bringen die Menge zum Tanzen, unterstützt wird er von MC Tempos Raps. Abgelöst werden die beiden schließlich von Kid Simius, der nicht nur mit seiner Musik, sondern auch durch einige flotte Tanzeinlagen zu begeistern weiß.
 
Der Club ist brechend voll, überall tropft Schweiß von nassen Körpern, überall duftet es süßlich würzig – auch, wer nicht selbst zur Sportzigarette greift, kommt auf keinen Fall unbreit aus dem Laden raus. Um zehn vor 11 ist es dann endlich soweit: Berlin wird grün, Marsimoto betritt die Bühne, angetan in einem grünen Hoodie, grüner Jogginghose, grünen Sneakers und seiner grünen Maske. Standesgemäß begrüßt er das Publikum mit den Songs "Grüner Samt","Wellness" und "Green Granada"und vergisst auch nicht, die Leute, die sich das grüne Spektakel zuhause am Rechner oder auf dem Smartphone im Livestream anschauen. Dann verschwindet er kurz hinter der Bühne und kommt für den Song "Indianer" mit einem Indianermäßigen Federputz angetan zurück.
 
Am  DJ-Pult stehen Kid Simius und Nobodys Face, die den Zuschauern in drei kleinen Pausen
mit feinsten Beats einheizen und dazwischen rhetorische Fragen stellten wie "Do you like to smoke cigarettes?", worauf die Fans mit "Nein" antworten. "Do you like to smoke weed?" wird hingegen mit einem lautstarken "Ja" quittiert. Auch ein Remix von Queens "We are the Champions" kommt zum Einsatz, alle liegen sich in den Armen und schunkeln, als wäre dies nicht Green Berlin, sondern das Oktoberfest.
Doch dann erobert Marsi die Bühne zurück und spielt "Der Döner und das Gras" von der "Green Juice"-EP. Das Publikum rappt jede Zeile mit, auch bei älteren Songs "Bundesliga Pur" erweisen sie sich als ausgesprochen textsicher.
 
Die Atmosphäre im Lido ist in jeder Hinsicht atemberaubend – heiß und verraucht, aber euphorisch und ausgelassen. Trotz gut zwei Stunden vollen Programms zeigt niemand Ermüdungserscheinungen, auch keiner der zahlreich erschienen prominenten Gäste. Und was wäre eine Marsimoto-Show schon bitte ohne grünen Nebel? Und so qualmten mehr Joints als im Berliner Winter Schornsteine – in Green Berlin ist eben immer Heizsaison.
 
Auch der Star des Abends hat sichtlich eine gute Zeit. Mit einem breiten Grinsen unter den diversen Masken ruft er "Motherfuckers, lasst uns feiern!" und will natürlich immer wieder die Hände oben sehen, besonders bei "I Got 5". Zu guter Letzt performt Marsi "Eine kleine Bühne" und verabschiedet ein rundum zufriedenes Publikum mit der Parole "Lasst uns kiffen!" in den gar nicht mal so kalten Januarabend, das zu einem Großteil so seltsam glasige Augen hat…
 

Die Atzen und Savas mit neuen Alben

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Heute ist der erste Groß-Release-Tag im deutschen Rap. Vegas zweites Album "Vincent" (hier geht's zur Review), Marsimotos zweites Album "Grüner Samt" (Review folgt am Montag) und Tuas neue EP "Raus" (Review folgt, hier geht's zum Interview) sind erschienen. Ebenfalls mit Spannung erwartet werden in nächster Zeit Alben von Haftbefehl, Farid Bang, Fler & Silla, Alpa Gun, Raf 3.0, Kraftklub und MoTrip.

Und auch für den weiteren Jahresverlauf kündigen sich bereits jetzt interessante Veröffentlichungen an. So haben die Atzen Frauenarzt und Manny Marc angekündigt, den dritten Teil ihres Labelsamplers "Atzenmusik Vol. 3" im Mai zu veröffentlichen. Auf Amazon war als Releasedate bereits der 20. Januar angekündigt, diesen dementierten die beiden Atzen in einer Videoansage aber nun.
 

Und eine weiterer Veteran der Berliner Rapszene kündigt für 2012 einen neuen Release an: Niemand anderes als Kool Savas, der in einem Newsletter sein erstes Live-Album in Aussicht stellte. Zitat: "Wenn es läuft, dann läuft es. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, etwas zu machen, was Savas bis jetzt noch nie gemacht hat: Nach der großen AURA-Tour werden wir das Nummer-1-Album in einer Live-Version veröffentlichen. Noch näher dran ist direkt auf dem Konzert." Weitere Infos sollen folgen, wir halten euch auf dem laufenden.

Baba Saad-Tour verschoben

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Im rap.de-Interview hatte Baba Saad erst kürzlich über seine "Ein Halunke auf Beute-Tour" gesprochen und einige Specials dafür angekündigt, zum Beispiel die Bekanntgabe eines neuen Signings auf seinem Label Halunkenbande und den Release des aus älteren Aufnahmen bestehenden Albums "Abgelehnt" (hier geht's zum Interview).

Doch gestern gab der Bremer Rapper auf seinem Facebook-Account bekannt, dass die Tour nicht wie geplant Ende Februar starten kann. Der Grund sind offene juristische Verfahren, u.a. die Klage einer Kellnerin, die behauptet, nach einer gemeinsamen Nacht von Saad gewürgt und geschlagen worden zu sein – angeblich wollte sie lieber weiterschlafen statt frühstücken zu gehen.

"Im Februar erwarten mich mehrere Gerichtsverhandlungen (unter anderem wegen der "Kellerin“-Story aus der Bild-Zeitung), die auch durch einige Anwaltstermine vorbereitet werden müssen und sich auf mehrere Verhandlungstage strecken können. Aufgrund dieser Termine, die größtenteils im Tourzeitraum liegen, ist es mir leider nicht möglich, die Tour ordentlich zu spielen und euch die Shows zu liefern, die ihr verdient habt", so Saad.

Die Tour ist also erstmal auf unbestimmte Zeit verschoben. Der Release von "Abgelehnt" ist davon allerdings nicht berührt, das Album erscheint wie geplant am 4. März – ursprünglich war vorgesehen gewesen, es parallel zur Tour zu veröffentlichen. Im Vorverkauf erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit oder können umgetauscht werden.

Fard live in Berlin

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Am 4.Novemebr vergangenen Jahres brachte Fard sein zweites Soloalbum "Invictus" heraus. Die dazugehörige Tour startete am 10. Januar in Osnabrück. Einen Tag später, also gestern, trat der Ruhrpottler in der Hauptstadt auf.
 
Eine Stunde vor Einlass ist die Warteschlange vor dem Festsaal Kreuzberg bereits länger als die vor einem Eisstand im Freibad an einem heißen Sommertag. Viele Fans tragen "Invictus"-Shirts und hören auf ihrem Handy Tracks von Fard – um sich einzustimmen. Das Publikum ist gemischt, die Mehrheit stellten aber Jugendliche zwischen 14 und 21.Während sich der Saal füllt, gibt der DJ ein paar Blendings zum besten.
 
Dann betritt der erste Act des Abends die Bühne: Nima38 kennen zwar noch nicht viele der Anwesenden, sein Auftritt wird vom Publikum dennoch freundlich begleitet. Für einige Punchlines erhält er sogar spontan Szenenapplaus.

Um viertel nach Neun ist es dann so weit. Fard legt gleich mit dem Rundumschlag "Ya Sippi" los. Unterstützt wird er dabei von niemand anderem als besagtem Nima38, der an diesem Abend Vorgruppe und Back-Up ist. Die Fans rappen so laut mit, dass Fards Stimme fast nicht mehr zu hören ist. Gleich im Anschluss ballert Fard ein paar Songs von seinem neuen Album "Invictus" in die Menge. Einer der Höhepunkte ist ohne Frage "Seine Geschichte", bei dem das Publikum so euphorisch mitrappt, dass man meinen könnte, es wäre ihre eigene  Geschichte, die Fard da erzählt.
 

Ein weitere Höhepunkt ist "Junge ohne Herz" gespielt hat. Die Menge rappt schon nicht mehr, sondern brüllt seine Texte lauthals mit. In einer Ansage lässt er das Publikum "Fuck you, Fard!" rufen – eine Aufforderung, der die Fans auch bereitwillig nachkommen. Doch das ist leider die falsche Entscheidung: Fard nimmt eine Wasserflasche, macht das Publikum nass und stellt klar: "Fard wird hier nicht gefickt!".
 
Dann wird es noch mal richtig laut. Mit "Peter Pan" und "Hilf dir selber" spielt Fard zwei Stücke, auf die anscheinend viele gewartet haben. Schon als der Beat einsetzt brechen viele Zuschauer in Begeisterung aus. Fard lässt es sich nicht nehmen, das beliebte Hinsetzen-Aufstehen-Spiel mit den Fans zu spielen.
 
Danach folgen Songs wie  "Vergesse nicht" ,"60 Terror Bars" und "Falsches Spiel". Bei  "Reich & Schön " zücken alle ihre Feuerzeuge. Kurz vor Ende des Konzertes gibt es eine kleine Acapellaversion von einem Part, den er bei "Feuer über Deutschland" gekickt hat. Das große Finale bildet dann der Track "Wunschkonzert" – angesichts der zufriedenen Gesichter im Publikum darf man getrost davon ausgehen, dass viele genau das soeben erlebt haben.

Tua – Raus aus allen Schubladen

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Ein nicht unbedingt schönes Haus, unweit der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg. Hier hat sich Tua sein Studio eingerichtet. Der kleine Raum reicht ziemlich genau für eine Person. Das passt, den Tua braucht nicht viele Leute, um seine Musik zu machen. Von der Produktion bis zu den Vocals macht er alles alleine. "Raus" heißt seine neue EP und ist musikalisch noch ein bisschen weiter draußen als seine bisherigen Veröffentlichungen. Mörderbässe paaren sich mit düsteren Synthieflächen, tiefe Basstrommeln stampfen, während kratzige Soundsprengsel knacken. Dazu gesellen sich Tuas Vocals, die stark elektronisch bearbeitet und verzerrt daherkommen. Kurzum, es handelt sich nicht gerade um ein Rap-Album im klassischen Sinne. Darüber und über Schubladendenken, nachdenkliche Musik, Künstlertum und den perfekten Moment sprachen wir mit Tua.

rap.de: Die EP heißt "Raus", was man auch so ein bisschen verstehen könnte als "Ich muss hier raus". Ist das auch so gemeint?

Tua: Ja, auf jeden Fall auch. Einmal das Gefühl, den Leuten klar machen zu wollen und zu müssen, was ich eigentlich für Musik mache und was eben nicht. Einfach vom Genre her, wir sagen jetzt zwar, das ist Dubstep, aber im Endeffekt ist es einfach Tua-Musik, mein eigenes Genre und das ist halt raus aus allem.  Und zum anderen steht das in der Tradition meiner kurzen, prägnanten Titel. "Nacht", "Grau", "Stille" ein Wort halt und das muss auch reichen.

rap.de: Dubstep spielt ja schon eine relativ große Rolle auf der EP.

Tua: Bei dieser EP habe ich mich darauf eingelassen und dieses Dubstep-Ding auch zum Label gemacht, aber ich hab nicht vor, das die nächsten 100 Jahre so zu machen. Ich hoffe, dass ich nicht gleich in die nächste Schublade reinrutsche. Für mich ist wirklich das wichtigste, dass man versteht, dass ich in keine Schublade reinpasse.

rap.de: Ist es nicht auch so, dass viele Hörer inzwischen über dieses Schubladendenken hinaus sind?

Tua: Voll. Das ganze Schubladendenken ist mehr eine mediale Sache, das kommt gar nicht von den Hörern. Ich kenne kaum Leute, die sich komplett nur auf eine Musikrichtung eingeschossen haben und sagen, ich kann nur Rap hören oder sowas. Tatsächlich sind es oft die Medien, die sagen "Hey, wir können nicht über dich berichten, weil du hast den Stempel HipHop auf'm Kopf".

rap.de: Wie war es denn bei dir früher? Warst du auch einer von denen, die nur Rap gehört haben?

Tua: Nee, auf gar keinen Fall. Ich hab schon 'ne Zeitlang vermehrt Rap gehört, aber eigentlich war meine Mucke – so dumm es sich anhört – in den 90ern eher TripHop. Portishead und Massive Attack waren schon die wichtigsten Artists für mich, neben Wu-Tang und Pac. Ich hatte schon immer so einen Hang zu UK-lastigen Sachen, langsamer HipHop mit viel Hall. Später habe ich dann auch das Def Jux-Zeug gerne gehört. Eins der besten Alben aller Zeiten ist meiner Meinung nach Cannibal Ox mit "The Cold Vein". Das kennt fast keiner, das ist auch anstrengend zu hören, aber es ist ein unfassbares Album. Was El-P damals gemacht hat, war krass, wirklich unfassbar für mich. Hat mich auf jeden Fall geprägt.

rap.de: Hör man diesen Einfluss denn raus? Ich kann das nicht beurteilen, denn ich habe es nie geschafft, mir Cannibal Ox anzuhören.

Tua: (lacht) Ich glaube nicht, das man den Einfluss so direkt raushört, aber die Idee, immer was Neues machen zu wollen, immer zu versuchen, nicht nur ausgetretene Wege zu gehen, sondern sich selbst etwas beweisen zu wollen. So habe ich die Musik jedenfalls interpretiert. Und bei mir hat das ausgelöst, dass ich gesagt habe, hey, diese Musik hat diese Atmosphäre und diese Neuartigkeit, genau das will ich auch machen.

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