Fard live in Berlin

Am 4.Novemebr vergangenen Jahres brachte Fard sein zweites Soloalbum "Invictus" heraus. Die dazugehörige Tour startete am 10. Januar in Osnabrück. Einen Tag später, also gestern, trat der Ruhrpottler in der Hauptstadt auf.
 
Eine Stunde vor Einlass ist die Warteschlange vor dem Festsaal Kreuzberg bereits länger als die vor einem Eisstand im Freibad an einem heißen Sommertag. Viele Fans tragen "Invictus"-Shirts und hören auf ihrem Handy Tracks von Fard – um sich einzustimmen. Das Publikum ist gemischt, die Mehrheit stellten aber Jugendliche zwischen 14 und 21.Während sich der Saal füllt, gibt der DJ ein paar Blendings zum besten.
 
Dann betritt der erste Act des Abends die Bühne: Nima38 kennen zwar noch nicht viele der Anwesenden, sein Auftritt wird vom Publikum dennoch freundlich begleitet. Für einige Punchlines erhält er sogar spontan Szenenapplaus.

Um viertel nach Neun ist es dann so weit. Fard legt gleich mit dem Rundumschlag "Ya Sippi" los. Unterstützt wird er dabei von niemand anderem als besagtem Nima38, der an diesem Abend Vorgruppe und Back-Up ist. Die Fans rappen so laut mit, dass Fards Stimme fast nicht mehr zu hören ist. Gleich im Anschluss ballert Fard ein paar Songs von seinem neuen Album "Invictus" in die Menge. Einer der Höhepunkte ist ohne Frage "Seine Geschichte", bei dem das Publikum so euphorisch mitrappt, dass man meinen könnte, es wäre ihre eigene  Geschichte, die Fard da erzählt.
 

Ein weitere Höhepunkt ist "Junge ohne Herz" gespielt hat. Die Menge rappt schon nicht mehr, sondern brüllt seine Texte lauthals mit. In einer Ansage lässt er das Publikum "Fuck you, Fard!" rufen – eine Aufforderung, der die Fans auch bereitwillig nachkommen. Doch das ist leider die falsche Entscheidung: Fard nimmt eine Wasserflasche, macht das Publikum nass und stellt klar: "Fard wird hier nicht gefickt!".
 
Dann wird es noch mal richtig laut. Mit "Peter Pan" und "Hilf dir selber" spielt Fard zwei Stücke, auf die anscheinend viele gewartet haben. Schon als der Beat einsetzt brechen viele Zuschauer in Begeisterung aus. Fard lässt es sich nicht nehmen, das beliebte Hinsetzen-Aufstehen-Spiel mit den Fans zu spielen.
 
Danach folgen Songs wie  "Vergesse nicht" ,"60 Terror Bars" und "Falsches Spiel". Bei  "Reich & Schön " zücken alle ihre Feuerzeuge. Kurz vor Ende des Konzertes gibt es eine kleine Acapellaversion von einem Part, den er bei "Feuer über Deutschland" gekickt hat. Das große Finale bildet dann der Track "Wunschkonzert" – angesichts der zufriedenen Gesichter im Publikum darf man getrost davon ausgehen, dass viele genau das soeben erlebt haben.

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