Schote aus Karlsruhe wird in drei Tagen seine EP „Neue Bars Sued“ raushauen. Alle Beats hat sein Stammproduzent Enaka produziert. Das Snippet der beiden bei WSP gesignten Badener gibt nun einen Einblick in die fünf Songs plus Intro und Outro. Bodenständiger Battlerap mit gutsitzender Attitüde. Definitiv ein Team, das man im Auge behalten muss. nächste Woche soll dann noch ein Video zu „AWIB“ kommen.
rap.de präsentiert: Ryan Leslie auf „MZRT Seven“-Tour 2015
Ryan Leslie ist mal wieder in Deutschland (und Umgebung) unterwegs, und zwar auf „MZRT Seven„-Tour, präsentiert von rap.de.
Ryan Leslie, Singer, Songwriter, Produzent und Rapper, bekannt für Zusammenarbeiten mit u.a. Usher, P. Diddy und Beyoncé. Im Zentrum der Tour steht sein sechstes Album „MZRT“ (The Magnificently Zealous Renegade Takeover oder auch Mozart ohne Vokale). Viel Selbstbewusstsein, zugegebenermaßen, aber auch durchaus nicht grundlos.
Natürlich ist der gute Mann nicht alleine unterwegs, sondern wird wie üblich unterstützt von seiner Liveband und dazu noch DJ Tam-R als Support.
Und dann noch das: Wir verlosen jeweils 2×2 Tickets pro Stadt. Teilnehmen könnt ihr an der Verlosung per E-Mail an win@rap.de mit dem Betreff „MZRT“ .
Tourdates:
04.11. Patroonat – Haarlem, NL
05.11. Apollo – Wuppertal, DE
07.11. Klubsen – Hamburg, DE
10.11. Gibson – Frankfurt, DE
12.11. Wizemann – Stuttgart, DE
13.11. Espace Julien – Marseille, FR
14.11. Vior – Zurich, CH
15.11. Le Trianon – Paris, FR
17.11. Astra – Berlin, DE
21.11. Event Arena – Halifax, Himmelkron, DE
Ex-N.W.A.-Manager Jerry Heller verklagt Macher von „Straight Outta Compton“
Dass der Film „Straight Outta Compton“ inhaltlich so manche Schwäche hatte, ist in der Begeisterung über das hochkarätig besetzte Hochglanz-Spektakel ein bisschen untergegangen. Einer der im Film dargestellten möchte das so nicht hinnehmen, sondern klagt nun gegen Ice Cube, Dr. Dre, Regisseur F. Gary Gray und Co: Jerry Heller, der ehemalige Manager von N.W.A. sieht sich im Film falsch dargestellt.
Sein Anwalt Michael R. Shapiro wird von Variety wie folgt zitiert: „Falsche Aussagen im Film lassen Heller aussehen wie einen unehrlichen, schmierigen Typen, der schuld war, dass die Gruppe zerbrach.“ Wer den Film gesehen hat, wird das durchaus unterschreiben können – ob diese Darstellung allerdings den Tatsachen entspricht, werden nun wohl die Gerichte klären.
Im einzelnen wendet sich Heller gegen folgende Darstellungen im Film: Er habe Ice Cube niemals einen 75.000-Dollar-Scheck vorenthalten, er habe Dre und Cube nie gedrängt, für sie unvorteilhafte Verträge zu unterschreiben, er habe nie Hummer gegessen, während Verträge ausgehandelt wurden und er Eazy-E habe ihn nie gefeuert.
Zudem hätten die Autoren und Produzenten kein Einverständnis von ihm eingeholt, ihn im Film zu porträtieren.
Die Forderungen, die Jerry Heller als Entschädigung fordert, sind beträchtlich: Insgesamt mehr als 110 Mio. Dollar sind aufgerufen.
Punch Arogunz kündigt Mixtape „Blinde Wut“ an
Punch Arogunz wird mit „Blinde Wut“ in Bälde ein neues Mixtape veröffentlichen. Via Facebook kündigen er und der Halunkenbande Labelchef Baba Saad das Werk an.
„Blinde Wut“ soll etwa ein bis zwei Wochen vor oder nach „Saadcore Reloaded“ erscheinen. Das Releasedate für Baba Saads „Saadcore Reloaded“ ist der 18. Dezember.
Auf Facebook wird außerdem verraten, dass es sich bei „Blinde Wut“ um ein battlelastiges Mixtape handeln wird. Am Freitag wird es bereits die erste Videoauskopplung und somit einen ersten Vorgeschmack geben, in dem kräftig und namentlich ausgeteilt werden soll.
Mitte Januar geht Punch auf die „Blind Dates“ – Tour, auf der er seine neue Musik präsentieren wird.
SORRY DER WLAN WAR KAPUTT!!!
Posted by Baba Saad on Donnerstag, 29. Oktober 2015
Torky Tork & DoZ9 feat. Sonne RA – 10 Flaschen Wein [Video]
Das Duo T9 setzt sich zusammen aus dem Berliner Producer Torky Tork und dessen Homie doZ9. Letzterer ist einigen vielleicht als Partner an der Seite von Jay Spaten aus dem Schaufel und Spaten-Duo bekannt. Torky Tork arbeitete in der Vergangenheit unter anderem mit Audio 88 & Yassin zusammen, für die er deren LP „Normaler Samt“ produzieren konnte. Nun veröffentlichen die beiden das gemeinsame Album „T9“ von der es den Song „10 Flaschen Wein“ mit Gastbeitrag von Sonne Ra zu hören und sehen gibt. Außerdem gehen die beiden gemeinsam auf die „T9our“ – präsentiert von rap.de.
DeeLah – Der Blechpilot in mir (prod. Kingpint Respawn) [Video]
DeeLah hat eine ziemlich unangenehme Seite – und das ist noch die angenehmere seiner beiden Seiten. Denn die unterdrückt die noch dunklere Seite – den Blechpiloten in ihm – und den will beileibe niemand kennen lernen. Sein neues Video „Der Blechpilot in mir“ thematisiert die unterdrückte Wut, die der Wuppertaler in sich herumträgt und die irgendwann auszubrechen droht.
Kein straighter Battlerap? Selbstreflexion? Auf der Straße munkelt man, das sei keine Seltenheit auf DeeLahs neuem Album „Diagnose: Reimender Schaden“ – natürlich lässt der passionierte Battlerapper dennoch auch Punches sprechen. „Der Blechpilot in mir“ stammt von diesem Album und wurde von Kingpint Respawn produziert.
„Diagnose: Reimender Schaden“ hier bestellen.
Yung Hurn: Zwischen Dada und Dünnschiss
Eine einsame Synthiefläche wabert verträumt durch den Raum. Wummernde Kicks setzen behäbig ein und eine 808-Snare beginnt giftig zu zischen. Dann ein einzelnes Wort. Wieder dieses Wort. Und nochmal. Kaum einer weiß dieser Tage so zu polarisieren wie Trap-Avantgardist Yung Hurn. Mögen muss man das nicht, und auch die „Du verstehst das einfach nicht“ Karte kann man an dieser Stelle getrost stecken lassen. Der dadaistische Stil des Wieners fasziniert dennoch, ist er doch stets eine gewagte Gratwanderung. Man kann davon ausgehen, dass nicht viel Kalkül oder Überlegung hinter einzelnen Songs steht – diese eigensinnige Musik lebt von ihrer verspielten, freimütigen und ignoranten Art. Dennoch kann jeder Schuss leicht nach hinten losgehen.
Yung Hurns Schaffen steht und fällt mit dem Beatpick. Ich würde mich an dieser Stelle wohl nicht mit ihm beschäftigen, hätte er kein derart stilsicheres Händchen für das richtige Instrumental. Hat er aber. Sein Mixtape „22“ hat nur wenige Fehlgriffe zu verzeichnen. Die Anspielstationen, bei denen kein optimaler Beat gepickt wurde, funktionieren hingegen einfach nicht – so geschehen bei „Flippe Bricks“ und „Crack“ . Nicht, weil diese Beats schlecht wären, sondern weil sie entweder nicht zu Hurns wavy-verstrahltem Auftreten passen oder er selbst sich nicht so recht auf diese einzulassen scheint. Die instrumentale Untermalung nimmt schlichtweg einen so großen Teil jedes Liedes ein, dass sie mindestens ebenso exzentrisch sein muss, wie Yung Hurns Rap selbst es ist. Melodisch, originell, dezent und doch einnehmend.
Ein Yung Hurn Song ist kein klassischer MC-der-auf-Beat-rappt-Rap, sondern eine Gesamtkomposition. Die Adlibs haben einen ebenso großen Stellenwert wie die gerappten Zeilen. Die Nachbearbeitung ist ohnehin der heimliche Star. Bridges und Hooks, selbstredend nicht im genretypischen 16-Bars-Schema umgesetzt, prägen das Gesamtbild. Yung Hurn dekonstruiert altbekannte, mittlerweile eigentlich verpflichtende Schemata und Strukturen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, was oder wie er es tut. Dagegen klingt Yung Lean fast schon bieder und der Based God ohnehin altbacken und konservativ.
Mit dieser Experimentierfreudigkeit schießt man natürlich auch unabhängig vom Beat schnell Mal übers Ziel hinaus. Inhaltlich kann Hurn sich austoben, wie er möchte. Aber sein neuer Song „Opernsänger“ ist nicht mehr schön anzuhören, so groß der Hype darum auch sein mag. Zumindest in meinen Ohren. Genau das ist eingangs erwähnte Gratwanderung: Yung Hurns Musik muss auf ihre weirde, hypnotische Art angenehm klingen. Mit dieser eigenen Dynamik trifft er auch meistens ins Schwarze – „Opernsänger“ übertreibt diese Ästhetik aber, trotz des hervorragenden Instrumentals, ungewollt und gerät so in Sphären, in denen ich die Menschen, die mit diesem Trademark-Sound nichts anfangen können, nun doch nachvollziehen kann. Zumindest für mein Empfinden ist das einfach zu viel Dada und zu wenig gefällig. Zu chaotisches Gerede, das fast vollständig auf jeden Ansatz eines Reims verzichtet, zu erzwungenes tonales Zusammenspiel mit dem Beat, dem der ausufernde Autotune-Einsatz eher entgegenwirkt.
Es ist eben ein Drahtseilakt – eine Nuance weniger hätte den Song vielleicht zu seinem besten gemacht, zwei Nuancen weniger hätten ihn vielleicht langweilig werden lassen. Andere Tracks, etwa „Sk8erboi“ oder „Nein“ sind sehr ähnlich aufgebaut, funktionieren aber perfekt. „Christus & Blitz“ mutet deutlich herkömmlicher an, geht aber ebenfalls makellos auf. „Flippe Bricks“ klingt ebenso verhältnismäßig gewöhnlich wie „Christus & Blitz“ , geht aber nicht so genüsslich ins Ohr. Andere Anspielstationen auf „22“ gehen in der Masse unter, da ihnen das Alleinstellungsmerkmal fehl. Es sind die mikroskopischen Feinheiten in Yung Hurns Musik, die den Unterschied zwischen Bordstein und Skyline ausmachen. Ob der Künstler selbst hier die Kontrolle hat, ist mehr als fraglich. Bei so vielen (wohl willkürlichen) Volltreffern kann man ihm den ein oder anderen Fehlschuss jedenfalls gerne verzeihen. So wirklich verstehen, geschweige denn griffig in Worte fassen, kann man diese musikalische Erscheinung sowieso nicht.










