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Fler & Jalil: „Südberlin Maskulin 3“ kommt

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Fler und Jalil werden den dritten Teil von „Südberlin Maskulin“ offenbar zusammen bestreiteten.

Auf die Frage eines Twitter-Users hin, wann denn ein Album von Jalil kommt, antwortet Fler einfach nur mit „SBM3“. Deshalb kann in Bälde eine Fortsetzung von Südberlin Maskulin erwartet werden. Nur eben mit Jalil statt mit Silla. Über einen Releasezeitraum oder gar ein genaues Releasedate ist noch nichts bekannt.

Jalil hatte zuletzt „Das Leben hat kein Air System“ über Flers Label Maskulin veröffentlicht und für dieses Jahr ein Album angekündigt. Aus diesem ist nun anscheinend ein Kollaborationsprojekt mit Fler geworden. Das neue Album „Vibe“ des Maskulin-CEOs ist für den 2. September angekündigt.

Kalim: Neue Infos zum Debütalbum

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Kalim gibt auf Facebook neue Infos zu seinem heißersehnten Debütalbum: Releasedate, Cover und die erste Single soll es in der Septemberwoche geben.

Das antwortet der Hamburger auf die diesbezügliche Frage eines Kommentators unter einem Post. In diesem hatte er seine Solidarität mit Labelchef Xatar beteuert – die meisten seiner Fans interessierten sich jedoch weniger für den Beef als vielmehr für neue Infos zum Album.

Das Debüt-Mixtape des Alles oder Nix-Signings „Sechs Kronen“ ist am 29. August genau zwei Jahre her. In Vergessenheit geraten ist Kalim seither aber auf keinen Fall. Schon am 12. Juli kündigt er sein erstes richtiges Album für „demnächst“ an – genaueres folgt also wie gesagt in etwa einer Woche.

Grace Risch feat. Chefket – Leinwand

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Grace Risch veröffentlicht ein neues Video mit dem Namen „Leinwand“ aus ihrer EP namens „Mücke“, die am 8. August erschienen ist. Als Featuregast ist Chefket zu hören. Beide malen die Leinwand mit Farben an und gehen davon aus, dass man die Momente genießen sollte, denn nach Chefket kann man eh nicht lange bleiben wie Graffiti an den Wänden.

Aus ihrer neuen EP wurden bereits zwei Video „Mücke“ und „Papa Kiste“ veröffentlicht.

Pro & Contra: Brauchen wir Schubladen wie Cloud Rap?

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Pro

von Tina

Cloud Rap ist ein sehr umstrittener Begriff. Das hat unter anderem damit zu tun, dass er quasi als Label dient, gewisse Rapper vom „richtigem“ Rap auszuschließen. Höchstwahrscheinlich deshalb, weil Cloud Rap-Artists gerne mit den Regeln von herkömmlichem Rap brechen. Dies betrifft sowohl die Beats als auch die Thematik. Viele Cloud-Rapper beschäftigen sich mit dem Lebensgefühl der Generation Y – irgendwo zwischen melodramatischen Herzschmerz und einer allumfassenden Gleichgültigkeit und Gefühlskälte. Passend zu dieser zerrissenen Haltung sind auch Drogen oft ein Punkt. Die haben zwar schon immer einen gewissen Einfluss auf die Musik gehabt, kehren aber als Motiv und Anknüpfpunkt im Cloud Rap im großen Stil zurück.

Die Kritik an Cloud Rap gründet aber auch darin, dass das Wort vieles umfasst und daher nicht wirklich als konkrete Kategorisierung dienen kann. Es ist ein schwammiger Begriff, der im Endeffekt nichts aussagt.

Das allerdings gilt strenggenommen für so gut wie alle Begriffe. Auf der anderen Seite zeigt sich in anderen Musikgenres wie beispielsweise Metal, dass Subgenres durchaus auch als selbstbewusste Statements funktionieren können, da sie für neues Schaffen stehen und eine gewisse neue Entwicklung auf den Punkt bringen. Um einen neuen Trend zu starten, braucht es immer auch einen Begriff. Warum also sollte das Schlagwort Cloud Rap negativ sein, wenn dadurch doch auch eine kreative neue Bewegung entstehen kann?

Klar haben Medien zur Kategorisierung enorm beigetragen. Durch die Verwendung des Begriffs durch Webseiten und Magazine ist er mittlerweile auch schon außerhalb des Musikjournalismus angekommen. So wurde beispielsweise im TV-Sender Arte oder in der, naja, Bravo darüber berichtet. Und das ist erstmal gut: So können Künstler dieses Genres einer breiteren Masse vorgestellt werden. Und gerade dazu braucht man griffige Bezeichnungen.

Letzten Endes ist Cloud Rap eher ein Trend oder ein Movement und kein echtes, klar abgegrenztes Subgenre von Rap. Vielleicht kann er auch einfach für die Freiheit der Kunst stehen, für eine Bewegung, die sich nicht genau definieren lässt und für alles stehen kann, die aber dennoch einen Namen hat.

Contra

von Sarah

Es gibt aber auch negative Seiten für die Künstler. Sie werden allesamt in einen Topf geworfen, oft ohne Legitimation. So werden beispielsweise laut Wikipedia-Eintrag von Cloud Rap A$AP Rocky und Lil B dazu gezählt. Hört man sich aber nur mal jeweils einen Track von beiden an, kann man diese Kategorisierung nicht mehr ernst nehmen.

Abgesehen davon ist es auch ein schlechtes Omen für Newcomer: wenn man ihren Namen einmal in Verbindung mit Cloud Rap gehört hat, doch Künstler, die man aus diesem vermeintlichen Subgenre bisher gehört hat, nicht mag, geht man automatisch davon aus, dass man diesen Newcomer auch nicht feiern wird. Es gibt aber trotz dieser Schublade keinen einheitlichen Sound derer, die in ihr gefangen sind. Einen Stempel aufgedrückt zu bekommen kann also auch schädlich sein. Gerade in so einer schnelllebigen Gesellschaft, wo sich keine Zeit mehr für eine genauere Prüfung genommen wird.

Nochmal zu der besagten Kritik an den „Cloudrappern“, dass sie ja eigentlich gar keine richtigen Rapper seien. Diese Schublade wird also zur Außenseiter-Schublade und will von engstirnigen Realkeepern gar nicht erst geöffnet werden. Es ist allerdings wahrscheinlich, dass die Schublade Cloud Rap gar nicht erst zum Rap-Schrank hinzugefügt worden wäre, wenn nicht immer mehr Leute das Trap-Fach begutachtet hätten. Neuerer Sound braucht zumeist Eingewöhnungszeit, oder eben einen Vorreiter, der das Publikum langsam an mehr oder weniger Neues heranführt.

Aber was, wenn es nicht mal den Begriff Trap gegeben hätte? Die Vergangenheit kann man nicht mehr ändern und die Begriffe sind nun mal schon da, aber hätte man einfach nur von „Musik“ gesprochen und einfach nur „Musik“ gemacht, dann hätte man die Zuhörer vielleicht gar nicht erst mit Trap für Cloud Rap bereit machen müssen.

Menschen brauchen angeblich Schubladen, sonst könnten sie mit vielem nichts anfangen. Aber vielleicht ist es gar nicht nötig, dass wir Sachen immer einordnen müssen. Wenn man intensiver über Musik redet, dann macht man das eher mit Leuten, die davon ähnlich Ahnung haben wie man selbst, und wenn jemand einen Künstler nicht kennt oder nicht weiß, was mit „schnellen Hi-Hats“ gemeint ist, dann kann man ihm das ganz einfach zeigen. So würden noch unbekannte Künstler auch nicht untergehen, nur weil sie durch einen Cloud Rap-Stempel in eben jener Schublade gelandet sind.

Schließlich: Modewörter, so wie Cloud Rap eins ist, machen es einem Künstler nur schwerer, auch mal etwas anderes auszuprobieren. Stattdessen lassen sich einige Künstler davon einschränken – selbstverschuldete Unmündigkeit, quasi. Gäbe es diese ganzen Begriffe nicht, wären Künstler wie Zuhörerschaft vielleicht offener und die Musik könnte experimentierfreudiger sein.

Casper verschiebt „Lang lebe der Tod“ auf unbestimmte Zeit

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Casper verschiebt sein für den 23. September angekündigtes Album „Lang lebe der Tod“ auf unbestimmte Zeit. Wann das Album also letztendlich kommt, steht noch in den Sternen.

Die Gründe dafür erklärt der Rapper via Twitter: Seiner Meinung nach sei das Projekt noch nicht ganz ausgereift und müsse überarbeitet werden.

Wie bereits bekannt, soll „Lang lebe der Tod“ düsterer als sein Vorgänger werden – dabei bleibt es wohl auch. Unsere detaillierte Vorschau gibt es hier.

Eunique – #repdeinnamen (prod. Jumpa)

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Neulich erst stellten wir die Newcomerin Eunique vor. Wenn man bisher aber noch nicht wusste, wie man ihren Namen aussprechen sollte (Tipp: nicht Äunikwe), so hilft sie mit ihrem neuen Track auf die Sprünge. Dazu gibt’s ein wenig Self-Representation und einen Beat von Jumpa, der ordentlich nach vorne geht.

Eunique erlangte erste größere Aufmerksamkeit durch ihr Cover des Nimo-Tracks „Nie Wieder“. Ihr musikalisches Dasein lässt sich bisher auf soundloud und auf Facebook in Form von Videos verfolgen.

Interview mit Mister Mex über die „Original“-EP, Stil und Halftime-Beats

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Für die Leute, die dich erst aus dem Immer Ready-Umfeld kennen gelernt haben: Kannst du noch mal erzählen, woher du kommst und was du musikalisch schon alles gemacht hast?

Ich komme aus Moabit und bin Mitgründer von Babba Music und mittlerweile auch Mitgründer von Immer Ready und Feinshmeckaz. 2012 habe ich eine LP namens „Smooth Operator“ rausgebracht. Die war sehr organisch, bestand aus vielen 808s und war sehr Halftime- und Down South-lastig. Insgesamt mache ich aber schon seit 15 Jahren Musik und werde wahrscheinlich auch die nächsten 15 Jahre damit verbringen.

„Smooth Operator“ war soundtechnisch eher klassisch gehalten. Deine neuen Tracks gehen in eine modernere, trappigere Richtung. Wie kam es zu dieser Entwicklung?

Naja, der Track „Fette Ketten“ ist zum Beispiel entstanden, während wir „Smooth Operator“ rausgebracht haben. Der Song ist dementsprechend bereits dreieinhalb Jahre alt. Mir ist auch wichtig, dass „Fette Ketten“ nicht als der Vorzeige-Mister Mex-Track angesehen wird, weil auf der „Original“ EP noch viele andere Hits drauf sein werden, die relativ versibel sind und nicht nur diesen antikapitalistischen Hedonismus-Film fahren. Es ist, wie bei „Smooth Operator“ leicht bekömmliche Musik, die aber auch immer wieder Tiefen hat und auch weiterhin klassisch daherkommt. Bisher ist halt nur dieser eine Track („Fette Ketten“, Anm. d. Red.) zum Vorschein gekommen.

Und „Dope Chick“?

Um ehrlich zu sein ist „Dope Chick“ ein Freestyle, den ich als mein Alter Ego Schlauh aufgenommen habe. Von dem wird es ein Release geben, sobald 100 Freestyle Tracks fertig sind. Im Moment bin ich bei 47.

Wenn man in letzter Zeit deine Social Media Konten durchforstet hat, wurde man das Gefühl nicht los, das die Leute vor allem auf den „Fette Ketten“-Track warten. Wie hat sich das eigentlich entwickelt?

Um ehrlich zu sein kriege ich die Resonanz auf zum Beispiel Facebook gar nicht mit, weil ich selber keinen Account habe. Auch meine Künstlerseite habe ich noch nie selber betreten, da habe ich Gott sei Dank Leute, die das für mich machen. Nicht aus Ignoranz, sondern weil ich einfach nicht weiß, wie ich mit diesem Medium umgehen soll. Twitter und Instagram sind die einzigen Plattformen, bei denen ich selber aktiv mit meinen Fingern dransitze. Da bekomme ich mit, dass es eine sehr hohe Nachfrage nach dem Track gibt, was ich auch wirklich sehr zu schätzen weiß, weil ich musikalisch ja auch lange nicht da war. Das Publikum hat im Laufe der Zeit entschieden, dass dieser Track der Track ist. Auf Grund der hohen Nachfrage habe ich dann das komplette letzte Jahr nur diesen einzelnen Track performt, obwohl ich eigentlich auf genügend Material sitze. Mit den anderen Songs will ich auch einfach noch warten, bis die Leute ready sind. Das war zum Beispiel auch das Problem bei „Smooth Operator“: Der LP wurde nur eine geringe Aufmerksamkeit zuteil, weil wir natürlich die heutige Reichweite damals noch nicht hatten, aber auch, weil Deutschland noch nicht bereit für diesen Halftime-Film war. Das hat sich erst in den letzten zwei bis drei Jahren entwickelt. Seitdem reden wir über Trap. Aber „Trap“ sind für mich Instrumentals, die sehr krass elektronisch sind. Im Grunde genommen mache ich aber den gleichen Down South-Kram, den ich schon immer gemacht habe. Wir alle bei Immer Ready sind sehr Down South geprägt, weswegen unser Tempo meisten Halftime ist. Heute wird das als Trap kategorisiert, aber wir machen nur das, was wir die letzten Jahre auch schon gemacht haben.

Hat die EP einen Faden, oder ist sie eher eine Compilation aus angesammelten Tracks?

Diese EP besteht komplett aus Hits (lacht). Ich habe Wadda und Leander, die mich strukturieren und beraten, meinen Ordner mit Mixdowns gegeben und dann wurde entschieden welche Tracks frei sind und nicht für ein spezielles Projekt gesichert werden müssen. Aus diesen Songs haben wir dann die Hits ausgesiebt, die gebündelt so wirkungsvoll wie möglich klingen. Die Songs wurden, bis auf „Mama“ von MAZ¥RADi produziert.

Hits gab es auch auf der „Kein $pa$$ Family“-EP. Inwiefern hat dir dieses Projekt in Sachen Wahrnehmung geholfen?

Diese Mucke ist wahnsinnig organisch entstanden. Vier Tage, drei Jungs, sechs Tracks. Wir sind alle im gleichen Jahr geboren, haben aber alle andere kulturelle Hintergründe und sind auch komplett verschiedene Rapper. Wir sind aber brüderlich sehr eng miteinander verbunden. Ich finde, dass hört man bei den Tracks auch raus, dass dort drei verschiedene Typen rappen aber auf irgendeine Art und Weise auf dem gleichen Zirkus spielen. Die Reaktion der Menschen darauf… (überlegt) Okay, stimmt schon, wir sind so etwas wie ein Geheimtipp geworden. Ich kriege auch vom gemischten Volk Props dafür, auch von Leuten, die mit dieser Musik eigentlich gar nichts zu tun haben. Sogar von Heavy Metal-Heads (lacht).

Wird es von der Family denn noch mal was geben?

Warte, bevor ich dazu was sage muss ich das mit Morten und Al Kareem abklären (lacht). Aber im Grunde genommen: Ja, wird es. Wir haben auch schon neue, gebündelte Tracks. Wir haben sogar noch drei Videos zur ersten EP rumliegen sowie eins für die Neue gedreht.

Für dich spielt, wenn man deinem Äußeren glauben kann, Mode eine große Rolle. Wo siehst du Schnittpunkte zwischen Mode und Musik?

Entschuldige, aber ich muss dich erstmal korrigieren: Mode ist für Bitches, es geht um Stil. Optischer Style ist wichtig, aber den musst du auch als Lyriker haben. Du kannst kein Rapper sein, der zwar gute Texte hat, aber über keinen Style verfügt. Du brauchst eine Art Delivery. Deswegen war mir Style schon immer sehr wichtig, auch als Konsument.

Hat dir dieser Style im deutschen Rap gefehlt?

Definitiv! Ich bin schon lange kein Konsument mehr von deutschem Rap, auch wenn es in letzter Zeit ein paar Leute wieder besser machen. Ich finde Luciano sehr cool, ich mag Zuna und Azet sehr gerne. Mein Bruder Capuz ist sehr gut, genau wie Vira Lata. Chima Ede ist sowieso dope. Also gibt mir unser breites Umfeld wieder Lust, Konsument zu sein.

Unsere Review zur EP findest du hier.

Mudi – Kind sein (prod. The Royals)

Mudi denkt zurück an seine Kindheit. Das Video „Kind sein“, das von Shaho Casado produziert wurde, ist bereits die siebte Video-Auskopplung aus dem Album „Hayat“, das dieses Jahr erschienen ist. Dort sehnt sich Mudi die Zeit zurück, als er noch „klein und so sorgenlos“ war. Im krassen Gegensatz dazu beschreibt er die Gegenwart: „Heute sind die Sorgen groß, Krieg, der in den Herzen tobt“.

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