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Juicy Gay & Planemo – Uzi (prod. 101)

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Das Produzenten-Duo 101 und die beiden Rapper Juicy Gay und Planemo lassen mit dem Freetrack „Uzi“ via soundcloud von sich hören. Damit zeigen sie, dass man keinen harten, straighten Raptrack machen muss, um mit der Uzi über Beats schießen zu dürfen. Das 101 als Produzenten ordentlich was drauf haben, haben sie schon oft genug unter Beweis gestellt. So liefern sie auch hier wieder mit einem Beat ab, der hauptsächlich von der spacigen Melodie lebt und mit leisen Drums untermalt wird. Juicy Gay und Planemo fügen sich stimmlich dort so mit ein, dass ein harmonisches Endprodukt entsteht.

Von allen daran beteiligten Künstlern gab es in letzter Zeit einiges zu hören. 101 sind aktuell nach ihrem „yay yay“-Tape mit der EP „U Better Not Play Trash“ am Start. Juicy Gay veröffentlichte zuletzt die „Internet-EP“ und von Planemo gibt es einige Freetracks auf seinem eigenen soundcloud-Account oder dem der Nugod Cloud, einer Untergruppierung der Berg Money Gang, von der er auch Member ist.

Hanybal – Haramstufe Rot (Snippet)

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Hanybal präsentiert das Snippet zu seinem Album „Haramstufe Rot“, welches am 16. September erscheint. Damit zeigt er schon einmal, dass sein anstehendes Release sehr Straßenraplastig wird. Die Tracklist samt Features wurde bereits bekannt gegeben.

Aus „Haramstufe Rot“ wurden bisher die Songs „Kranke Welt“, „Kopfgefickt“„Vanilla Sky“ und „Baller los“ visualisiert. Bei diesem Werk handelt es sich um Hanys zweites Soloalbum. Sein Debüt „Weg von der Fahrbahn“ erschien im letzten Jahr und bescherte dem Azzlackz-Signing erste größere Aufmerksamkeit.

Herzog – Vollbluthustler (Review)

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Es gibt diese Rapper, die immer die gleichen „abwechslungsreichen“ Alben machen. Da muss dann ein Track für die Straße, einer für den Club, ein Song für die Homies, einer für Mama und eine Stadthymne drauf sein. Dann gibt es noch jene, die sich bei jedem Album neu erfinden. Herzog gehört weder zu der einen, noch zu der anderen Sorte. Seit seinem ersten Mixtape „Corner Hustle“ geht es bei ihm fast ausschließlich um die Drogen, vor allem um Cannabis. Nach den beiden Alben „Ein Herz für Drogen“ (Re-Release als „EHFD“) und „Eine drogenlose Frechheit“ erscheint nun „Vollbluthustler“ über das eigene Label BombenProdukt und wieder geht es nur um das Eine. Man könnte meinen, ein Album, das sich so explizit nur mit einem einzigen Thema beschäftigt, könnte schnell langweilig werden – grade weil die Vorgänger es bereits abgehandelt haben.

Denn nicht nur thematisch, auch der soundteschnisch schließt „Vollbluthustler“ nahtlos an „Eine drogenlose Frechheit“ an. Im Gegensatz zum Vorgänger ist der Sound aber noch konsequenter und einheitlicher. Die Instrumentals von 86kiloherz, der wie stets das gesamte Album produziert hat, passen Herzog wie auf den Leib geschneidert. Die Stimme sitzt perfekt zwischen den tiefen Bässen und hohen Synthies. Wieder einmal zeigt sich, warum es Sinn macht, ein Album mit einem einzelnen Produzenten zu arrangieren. Am Ende steht für „Vollbluthustler“ ein stringentes und individuelles Soundbild, das sich trotz bekannter Zutaten von anderen Produktionen absetzt.

Neben den Inhalten ähneln sich also auch die Beats. Spätestens jetzt müsste man die Frage, ob das Album langweilig ist, augenscheinlich mit ja beantworten. Ist es aber nicht. Herzog schafft es, das Thema Drogen kreativ von verschiedenen Seiten zu thematisieren. Oft gibt die eigene Historie als Dealer den Ankerpunkt, Mal ist es die Beschreibung der Wirkung verschiedener Substanzen. Es gibt das „ABCannabis“ für Leute, die noch was über die Vielfalt der Botanik lernen wollen, und sogar ein Liebeslied mit „1a Kifferpärchen“, natürlich ohne den grünen Faden zu verlieren. Am interessantesten bleibt es jedoch, wenn der Berliner einfach den Drogen-Representer gibt.

Auch die Features, alle Teil der Vollbluthuster-Crew und bei BombenProdukt unter Vertrag, reihen sich nahtlos ein. Jeder der Rapper bringt seinen eigenen Input, ohne inhaltlich abzuweichen. Trotzdem sind sie wichtig, um dem Album zumindest eine angenehme und stimmliche Abwechslung zu verleihen.

Auf „Aufwärtsspirale“ mit PTK wird auch der naheliegende Vorwurf der Drogenverherrlichung aufgegriffen, den die Rapper zwar nicht entkräften, den Vorwurf selbst aber als heuchlerisch darstellen. Wer also ein Problem mit der Verherrlichung von Drogen hat, sollte die Finger von „Vollbluthustler“ lassen. Jedoch muss man auch kein Konsument sein, um Herzogs Songs zu genießen.

Herzog und 86kiloherz bringen mit „Vollbluthustler“ ein Album, bei dem man schnell merkt, ob es einem gefällt oder nicht. Wer die Auskopplungen „Sucht & Ordnung“, „Ich kiffe also bin ich“ und „Blätter, die die Welt bedeuten“ feiert, dem wird es mit dem Album nicht anders gehen. Es dreht sich um Drogen aller Art und straighten Rap auf synthetischen (aber nicht billigen) Beats. „Vollbluthustler“ geht den Weg seiner Vorgänger konsequent weiter, ist aber noch zielsicherer On Point. Kurz gesagt: Ein starkes Album, das thematisch und soundtechnisch monochrom aber nicht langweilig ist.

Damion Davis – Cover-Shoot-Treestyle

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Damion Davis nahm das Cover-Shooting für sein kommendes Album als Anlass, um ganz nebenbei einen Freestyle rauszuhauen und nannte das dementsprechend „Cover-Shoot-Treestyle“. Beim Cover-Shooting wird natürlich viel fotografiert und die Fotoblitze nahm man direkt als Lichteffekte fürs Video. Treestyle statt Freestyle dann wahrscheinlich, weil das Ganze seiner Meinung nach in die Trapschublade gehört. Damit zeigt er mal wieder, dass er ein Rapper ist, so wie er im Bilderbuch steht und das egal in welche Stilrichtung es geht.

Im Hintergrund sieht man sein bereits veröffentlichtes Cover von „Forever Ying“, welches am 30. September erhältlich sein wird. Sein letztes Album, „Querfeldein“, ist immerhin schon drei Jahre alt. Genug Zeit für Damion also, ein nächstes Werk für die Rap-History zu schaffen.

Krekpek Records – AudioDope 03 (Mixtape)

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Krekpek Records veröffentlicht das „AudioDope 03“ Mixtape. Darauf sind nur Instrumentals enthalten, es handelt sich also um ein klassisches Beattape. Die A-Seite wird von DJ Cutrock, die B-Seite von Djeez gemixt.

Auf dem Release werden einige bekannte Produzenten aus der HipHop-Szene vertreten sein, so z.B. MecsTreem, Bluestaeb, Figub BrazlevičGibmafuffi, FloFilz, Sonus030, S. FidelityEnaka, Robot Orchestra und Kabuki.

Zwar wird das Tape erst ab dem 8. Oktober, dem International Cassette Store Day, in Kassettenform erhältlich sein, du kannst es aber jetzt schon bei Soundcloud anhören.

Fruchtmax & Hugo Nameless – Zwei Stunden

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Fruchtmax und Hugo Nameless droppen den Song „Zwei Stunden“, der es zwar nicht auf ihren Labelsampler „Freebase“ mit Kulturerbe geschafft hat, ihnen aber dennoch zu schade war, um auf der Festplatte zu versauern.

„Freebase“ enthält elf Songs, steht zum kostenlosen Download zur Verfügung und wurde über das gemeinsame Label BASED veröffentlicht. Alle Infos zum Sampler, Downloadlink und das Video zu „GMDK“ findest du hier. Unsere Review kannst du dir hier durchlesen.

Schulz & Böhmermann: Über die Kritik an der Kritik (Gastkommentar)

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Der folgende Artikel ist ein Gastbeitrag von Sven Kabelitz. Die von ihm in diesem Kommentar vertretene Meinung entspricht nicht zwingend in allen Punkten der Meinung der rap.de-Redaktion. Wir sehen den Artikel als Diskussionsbeitrag und Aufforderung an jeden, sich selbst eine Meinung zu bilden. 

Nach einer kurzen Sommerpause melden sich Jan Böhmermann und Olli Schulz mit der 12. Episode („Künstlerische Depression“) ihres Spotify-Podcasts „Fest & Flauschig“ zurück. Vom ersten „Knuddel drück“ bis hin zur letzten Minute füllen sie diese mit einer Mischung aus Buddy-Geschleime und unsympathischen Elitarismus. Beleidigt von einigen vernichteten Reviews zum Beginner-Album „Advanced Chemistry“ bekommen HipHop und Kritiker ihr Fett weg. Dabei darf man Schulz beim Versuch zuhören, mit gebratenen Nudeln und Hähnchen einen neuen Weltrekord in der Disziplin unentwegt-ins-Mikro-schmatzen aufzustellen. Unangenehmer war dieses Team noch nie.

Von Linus Volkmanns Noisey-Kritik „Das Comeback der Beginner – Wenn der Flash nur noch flackert“ ausgehend, outet sich Böhmermann, der im „Es War Einmal …“-Video mitspielt, als glühender Fanboy der Hamburger. Es ist ja nicht so, dass er sich seine Meinung beim Musikexpress, der Zeit, Juice oder anderen Portalen bestätigen lassen könnte. Viel lieber zeigt er sich vom bissigen Teil der Kritiken gekränkt. An den Meinungen, die von seiner abweichen. „Ich kann nachvollziehen, wenn die Künstler angepisst sind, von der Reaktion der Fachpresse.“

Davon ausgehend entwickelt sich zwischen den beiden ein Gespräch, das kaum ein Klischee über das possierliche Tierchen Kritiker auslässt. Stellvertretend steht Volkmanns-Text, den beide fälschlicherweise der Intro zuschreiben. „Es schwang mit, dass er als Kritiker das Gefühl hat, er müsse das Weltkarma in Einklang zu bringen. Diesen vorauseilenden Fangehorsam, das neue Beginner-Album gut zu finden, direkt runterzuschreiben, damit sie nicht abheben“, echauffiert sich Böhmermann. „Als Kritiker ist das ein scheiß Ansatz“.

Olli Schulz, der seine erste Platte seinem Freund Marcus Wiebusch und dessem Label Grand Hotel van Cleef verdankt, vergisst dabei abgehoben, dass der Erfolg eines Musikers eben nicht nur durch Talent, sondern auch von Glück und Beziehungen abhängt. „So eine Vernichtungskritik, die hat er (Volkmann) eigentlich auch nicht mehr nötig. Das ist auch albern, weil der ja selber in seinem Leben noch nie eine Platte gemacht hat. Da muss er erst mal selber eine geile Platte machen.“ Auf Böhmermann übertragen würde diese Logik bedeuten, er müsse erst mal selbst ein Land regieren, bevor er eine Schmähkritik schreibt. Davon, dass Volkmann bereits einige skurrile Misserfolge mit Bum Khun Cha Youth, zu denen zeitweise Jens Friebe gehörte, gesammelt hat, reden wir gar nicht erst.

Schulz unterstellt Kritikern pauschal „Egogewichse“, sieht bei ihnen „eine große, unterdrückte Unzufriedenheit“, ihr Dasein dank Blogs längst hinfällig um dann mit einem umwerfend logischen „Wenn es dir nicht gefällt, dann schreib das doch gar nicht“ zu enden. Doch wollen wir wirklich in einer in Welt leben, die nur noch die positiven Dinge anpreist? In einer Welt, in der Kritik nur noch als eine weitere Werbemaßnahme dient, die das Produkt dem Käufer näher bringen soll? Wer das möchte, soll doch bitte das WOM-Journal lesen. Bei eBay finden sich sicher noch einige Ausgaben.

Gerade bei einer Major-Veröffentlichung muss man darauf aufmerksam machen dürfen, dass einem diese nicht gefällt. Dass sich hinter dem Hype nicht viel mehr, als ein lustlos zusammengeflicktes Abfeiern alter Tage verbirgt, das nicht etwa für Stillstand, sondern für Rückschritt steht. Ein Album, das der Außendarstellung deutschen Raps bei Genrefremden mehr Schaden zufügt, als es jedes neue Bushido oder Fler-Release es je könnte. Ein Album, das Grautöne verschwinden lässt und dem Gelegenheitshörer das Gefühl gibt, es gebe nur Straßenrap und die derben Beginner.

Das alles wäre nicht der Rede wert, wenn beide nicht genau das, was sie eben anprangerten, nur kurze Zeit später ebenso öffentlich auf HipHop übertragen würden. Plötzlich gilt, dass man eben doch möglichst laut über die Dinge spricht, die einem nicht gefallen. Dann finden sich auf einem Gzuz-Konzert „nur Asosziale“. Schulz fragt sich, welche Frau es geil finden soll, wenn ein Typ „Alter, wir ballern derbe Beats, sind derbe drauf und ficken euch dann alle in den Arsch“ rappt, kopiert dabei peinlich Gzuz-Slang und lässt das Wort „asozial“ nun häufiger fallen, als dass er schmatzt. Munter lacht sich die elitäre Oberschicht in Form von Böhmermann und Schulz über die Unterschicht kaputt. Die ekelhafte Rückkehr des Kastenwesens, auf Abruf bei Spotify.

Das Thema schließen sie mit ihrer eigenen Interpretation des Westerhagen-Liedes „Dicke“ ab. „Ich bin froh das ich kein Rapper bin / Denn rappen ist ’ne Quälerei / … / Mit Rappern macht man gerne Späße / Rapper sind zu blöd zum Einkaufen.“ Wo genau liegt da jetzt der Unterschied zu dem, was sie eben noch anprangerten? Ist dies nun Satire? Die darf bekanntlich alles. Das bedeutet aber nicht, dass sie deswegen nicht kritisiert werden darf oder dass sie deswegen unter den Welpenschutz fällt. Nur weil sie alles darf, muss man sie nicht zwangsweise lustig, gelungen oder klug finden.

Um nochmal auf Olli Schulz‘ Frage zurück zu kommen, warum es Kritiker eigentlich noch gibt: Wir sind Entertainment und durch die Blogs werden wir nicht weniger, sondern jeden Tag mehr. Wir haben eine Meinung zu der wir stehen und machen uns mit dieser jeden Tag angreifbar. Wenn euch unsere Meinung nicht passt, dann gebt es uns dreckig. Wir haben ein hartes Fell und können das ab. Wir können einstecken wie Muhammad Ali beim „Rumble in the Jungle“. Wenn aber alles gut geht, schaffen wir es, euch an neue, gute Musik heranzuführen. Dazu zählt auch der Verriss, der euch vor einem schlechten Album warnen, oder euch sogar auf selbiges aufmerksam machen kann. Denn nicht vergessen: Die schlimmste Form der Kritik ist nicht der Verriss, sondern das Mittelmaß.

Fard – Ganjaman (prod. MDH)

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Fard haut den Song „Ganjaman“ als Freetrack raus. Fards Fans durften sich im Live-Chat ein Thema aussuchen, zu dem der Rapper schnell einen Song aufnehmen musste: „Die Idee hinter dem Track entstand im Live-Chat. Fans & Supporter durften sich eine Rolle aussuchen in die ich schlüpfen soll – entstanden ist der ‚Ganjaman‘„.

Geschrieben, aufgenommen, gemischt und gemastert in gut drei Stunden. Produziert wurde der Song von MDH. „Ganjaman“ wird jedoch nicht auf „Bei Fame hört Freundschaft auf“ zu hören sein, das am 7. Oktober in den Laden kommt. Daraus veröffentlicht sind bereits einige Videoauskopplungen, etwa „#BFHFA“ und Akustikversionen wie zu „Shalom x Servus x Salam Aleyk“.

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