Schreibblockaden, Polizeikontrollen und Kanyes geheimer Plan – Skinnys Wochenrückblick

Ja gut, nachdem ich seit einer Ewigkeit diese leere Datei anstarre, schreibe ich jetzt einfach mal drauf los. Bringt ja alles nix. Mal schauen, was am Ende dabei herauskommt – aber das ist ja das Gute an so einer unverschämt persönlichen Kolumne. Ach, vielleicht trinke ich doch noch kurz einen dritten Kaffee bevor ich loslege. Mann, bin ich urlaubsreif.

Nein, egal, einen Absatz schreibe ich jetzt mindestens! Die Woche gibt aber irgendwie auch echt nichts her. Zum überraschend großartigen Lance Butters Album habe ich ja schon eine Review geschrieben. Dass Kollegah während seines Aufenthalts in New York plötzlich zu seinen HipHop-Roots findet (mit denener eigentlich schon beim Tourtape auf Tuchfühlung gegangen ist), klingt zwar deutlich besser als sein restlicher Alpha-Wikinger-Film, ist jetzt aber auch nicht wirklich spannend. Kool Savas hat endlich den Titel seines Albums verraten– aber „KKS“ ist kein Name, über den es großartig zu philosophieren gilt. So. Kaffeezeit.

Ein guter Titel ist die halbe Miete!

Ali As und MoTrip haben ein gemeinsames Album angekündigt. Die Kombo passt auf jeden Fall extrem gut! Der Titel „Mohamed Ali“, der sich aus den Vornamen der beiden zusammensetzt, kommt auch super. Was am Ende dabei herauskommt, wird sich zeigen – die beiden sind schließlich ziemlich vielseitig. Ich hoffe auf entspannte, freigeistige Representer mit freundschaftlicher Competition und Spaß an der Sache. Verkopfte Kollabos funktionieren meistens weniger gut.

Polizeischikane?

Sonst gab es noch zwei nennenswerte Ereignisse außerhalb Deutschlands. Erstens: Der Österreicher T-Ser wurde von Cops schikaniert, zumindest sieht es im Video so aus. Zum Glück gab es keine wirklich dramatischen Übergriffe, wenn man dem Material aber Glauben schenken kann, wurden der Rapper und seine Freunde dennoch aus rassistischen Motiven heraus kontrolliert, festgehalten und des Ortes verwiesen. Absolute Sauerei, zumal er und seine Jungs sich offenbar absolut kooperativ zeigten!

Daran anknüpfend noch Respekt an Live from Earth, die den Mund gegen Red Bull aufmachen! Wurde auch Zeit, dass da mal jemand gegen aufsteht! Hoffentlich zieht das eine Kettenreaktion mit sich. Aber wahrscheinlich nicht, naturgemäß sind Rapper ja eher opportunistisch veranlagt.

Hat Kanye einen Masterplan?

Zweitens: Kanye West kriecht Donald Trump tief in den Arsch. Sehr tief. Entweder Kanye ist einfach ein Spinner und eben auch opportunistisch unterwegs – der Gedanke liegt nicht fern. Oder, und irgendwie wundert es mich, dass diese Theorie nicht viel verbreiteter ist, er verfolgt einen Plan. Dass der mächtigste Mann der Welt auf Kanyes Schmeicheleien anspringt, ist vielleicht das beste, was passieren konnte. Ye hat jetzt einen Fuß in der Tür und kann, sollte Trump sich tatsächlich beeinflussen lassen, so wirklich etwas verändern. Ja, das sind nur Mutmaßungen. Ich halte eigentlich nicht viel Kanye, vor allem menschlich. Aber wenn die Theorie stimmen sollte, kann er natürlich keine Hinweise streuen und so sein Ziel gefährden. Naja, nur ein Gedanke, den ich loswerden wollte. Falls es stimmt und Kanye seinen Ruf fürs hehre Ziel opfert, dann chapeau, Mr. West!

So, jetzt war’s das aber auch mal für heute. Gerade noch die Schreibblockade überwunden. Adieu!

4 KOMMENTARE

  1. Was irgendjemand, „gerade menschlich“, von irgendjemand anderem hält, den er aus Funk und Fernsehen kennt, ist superwichtig für die rap.de-Leser!

  2. Ein Rapper den niemand kennt wird angeblich von der Polizei belästigt und Trump Bashing. Rap.de reiht sich nun endgültig in den SJW-Reigen mit Vice, BellTower, TAZ und Funk ein. Das ist beinahe ein bisschen schade.

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