T-Ser wirft Wiener Polizei Rassismus vor

Der Wiener T-Ser erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei der österreichischen Hauptstadt. Auf seinem Instagram-Profil erklärt er, grundlos von den Beamten kontrolliert und eines Parks verwiesen worden zu sein.

Laut eigenen Angaben war T-Ser gestern im Josef-Strauß-Park. Wegen des milden Oktoberwetters habe man eine geschäftliche Besprechung kurzerhand vom Büro ins Freie verlegt.

Racial Profiling?

Ohne erkennbaren Anlass sei es zur Polizeikontrolle gekommen, die beiden Beamten hätten schnell Verstärkung angefordert.

Videos dokumentieren den Einsatz, der auch in den sozialen Medien heftig diskutiert wird. Unter dem Hashtag #nichtmituns wehren sich User gegen racial profiling und Rassismus allgemein.

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#nichtmituns

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„Unkooperatives Verhalten“

Die Wiener Polizei hat auf die Vorwürfe bereits reagiert. Sie erklärt über eine Sprecherin, die Jungs hätten sich bei der Kontrolle „unkooperativ“ verhalten, außerdem soll einer den Beamten „Fickts euch“ zugerufen haben.

Es soll drei Anzeigen wegen aggressivem Verhalten, Lärmbeschwerde und Anstandsverletzung gegeben haben.

Hintergrund

In Österreich regiert seit Dezember 2017 die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) mit. Der Partei, die eindeutig rechtsextreme Wurzeln hat, wird nachgesagt, mit ihrer radikaleren Vergangenheit nie ganz gebrochen zu haben. Sie stellt u.a. den Innenminister.