Skinnys Wochenrückblick KW9: Der witzigste Rapper der Welt und futuristische Videos von Rentnern

Die neunte Woche des Jahres 2018 und dritte hintereinander, in der meine erste Amtshandlung jeden Montag darin besteht, mir die neue Folge von MC Bombers Brockenexpedition reinzuziehen. Pures Gold mal wieder, diesmal sogar actiongeladen. Die zweite Episode haben wir uns übrigens zusammen angeschaut – dabei kannst du uns hier beobachten. Aber was ging in den Tagen davor?

Bleiben wir dafür kurz bei Bomber: Für „Mekka der Dopeness“ wurde das witzigste Rapvideo aller Zeiten an den Start gebracht. Bomber turnt durch diverse Meme-Szenen der Deutschrap-Geschichte und pimpt dabei eine nach der anderen auf verdammt lustige Art. Wahnsinnig gute Idee, wahnsinnig gute Umsetzung – bitte mehr davon! Also nicht einfach kopieren, sondern mehr von diesem kreativen Wahnwitz.

Moment, gab es ja sogar: Die Fantastischen Vier, was man musikalisch auch immer vom Altherren-Rap-Quartett halten mag, haben ein Augmented-Reality-Musikvideo veröffentlicht. Also eine Art Game, das als Musikvideo via App durch deine Kamera gezockt wird. Probiere ich gleich aus, zur Umsetzung kann ich also noch nichts sagen – aber die Idee ist der Hammer!

Was auch der Hammer ist: Der Name von Plusmachers neugegründetem Label. Goldbr€uler Records heißt die Firma, mit der er nach der Schließung seiner Heimat bei Kopfticker offenbar sein eigenes Ding machen will. Goldbr€uler – wie krass ist dieser Name?!

Ansonsten kamen noch weniger bemerkenswerte Videos als die beiden oben genannten. Also aus rein visueller Perspektive – Chima Edes „Beichte“ ist austauschbar bebildert, geht in seiner Ehrlichkeit und poetischen Wortwahl aber ordentlich unter die Haut. Shadow030 und Manuellsen inszenieren sich in einem übertrieben stark gerappten Banger als „Hyänen“.

Quame65 hat es mit „Farbenblind“ geschafft, einen reflektierten, klugen und gehaltvollen Text auf melodische und tanzbare Art und zu verpacken – sollte man sich geben. Auch der erste Song von Saids und Brenk Sinatras gemeinsamem Album punktet mit smarter Selbstreflexion und einem verdammt starken Beat, bei dem die Synth-Orgel endlich mal nicht nach gammliger Amateur-Scheiße klingt.

So richtig bemerkenswert kam mir sonst nichts vor. Diloman und Kurdo haben ganz gut geliefert, Dexter, Waldoe und Kuchenmann sind – wie eigentlich immer – verdammt cool und entspannt unterwegs, Vega und Fard haben beide das geliefert, was man von ihnen erwartet. So richtig verkehrt war diese Woche also eigentlich gar nichts.

Der Freitag war aber voller Releases – bisher kam ich nur dazu, mir „Rolexesh“ anzuhören. Wie ich das finde? Kurzfassung: Super! Langfassung: Sobald dieser Artikel hier raus ist, schreibe ich die Review.

Abschließend noch ein betrübliches Thema:

Auf meine Bitte hin hat Damian aka Soulmade einen Nachruf an den kürzlich verstorbenen dude26 geschrieben, den wir veröffentlichten. Er hat wirklich schöne Worte in Gedenken an den talentierten Rapper und Produzenten gefunden, den ich leider nie persönlich kennen lernen konnte. Daher wollte ich auch, dass jemand aus seinem Umfeld letzte Worte an ihn richtet. Das selber zu tun erschien mir vermessen.

Ruhe in Frieden, dude!

 

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