Busdriver

An dem heutigen Freitag erscheint sein neuestes Studiowerk "RoadKillOvercoat". Aus diesem Anlass baten  wir Busdriver zu einem kurzen Gespräch. Erfahrt an dieser Stelle, was der Mann aus dem Project Blowed mit Eminem gemein hat, wie er zu Stones Throw steht und warum man seinen Vorgesetzten töten sollte (No Violoence).

rap.de: Kannst du dich erst einmal vorstellen für die HipHop-Fans in Deutschland, die dich noch nicht kennen?

Busdriver: Hey, ich bin Busdriver aus Los Angeles und ein Mitglied der Project Blowed-Crew. Ich habe jetzt ein neues Label, bei dem sich Rappen und gute Produktionen treffen und gut harmonieren.
rap.de: Du bist jetzt bei Epitaph Records. Warum hast du denn dein Label gewechselt?

Busdriver: Sie sind ein größeres Label als mein altes. Somit kann ich mehr Menschen erreichen. Es war aber ein sehr facettenreicher Kampf zwischen mir und dem Label, bis wir uns auf die Richtlinien einigen konnten, aber ich denke, jetzt haben wir eine gute Basis. Thank God.



rap.de: Auf deinem Album „RoadKillOvercoat“ sind verschiedene Einflüsse (z.B. Rock, Elektronik, Funk) zu hören. Wie würdest du selber deine Musik beschreiben?

Busdriver: Mein Produktionsteam für dieses Album waren Boom-Bip und Nobody. Das sind zwei Produzenten, die noch nie in der HipHop-Welt hängen geblieben sind, sondern ihre Interessen und Anwendungsbereiche beinhalten auch Rock, Folk, Elektro und psychodelische Musik. Deswegen habe und brauche ich sie. Und das kann man auf dem neusten Album hören.
rap.de: Wie du vorhin erwähntest, bist du Mitglied der Project Blowed-Crew und auch ein Teil des Freestyle Fellowship. Kannst du erklären, was genau Project Blowed ist?

Busdriver: Um das erstmal festzuhalten: ich bin kein Mitglied des Freestyle Fellowships. Das sind nur die erfahrenen und alten Mitglieder des Goodlife/Project Blowed-Camps. Project Blowed selber ist ein open mic, das es seit 12 Jahren in seiner vollen Pracht gibt. Man kann es als den Schlüssel für aufkommende Talente in LA bezeichnen.
Die aktuelle Besetzung umfasst eine Menge von Gruppen und Cliquen. Das Ganze ist aber nicht einfach nur eine Rap-Posse, sondern eher eine eigene Familie.

 
rap.de: In einem Interview mit Rifleman habe ich gelesen, dass sogar Eminem „diese Familie“ besucht hat. Stimmt das?

Busdriver: Er hat sie nicht nur besucht, sondern ein Project Blowed-MC hat ihn in einem großen Battle in den späten 90ern geschlagen. Bei den Rap Olympics hat mein Kumpel ihn in der Final-Runde besiegt. Das war interessanterweise das Battle, bei dem er von Dr. Dre’s Scouts entdeckt wurde. Sozusagen sein Schlüsselerlebnis für die Karriere, das es ihm ermöglicht hat, einer der bekanntesten Figuren der Pop-Kultur zu sein. Dr. Dre z.B. habe ich  auch getroffen. Wir Project Blowed-Rappers haben viele solcher Geschichten auf Lager.
rap.de: Du hast auch mit dem deutschen Rapper TaktloSS schon mal getroffen. Kannst du uns etwas über eure Zusammenarbeit mitteilen?

Busdriver: Yeah, That’s my boy. Er ist der einzige deutsche Project Blowedian.
rap.de: Ich habe noch zwei Fragen, die andere Künstler betriffen. Was denkst du über das derzeit aufkommende „hyphy music movement“?


Busdriver: Ich denke, dass es gerade schon wieder auf dem Weg nach draußen ist.
rap.de: Gut, die andere Frage: was hälst du von der Musik der Stones Throw Leute wie etwa madlib oder oh no? Kennst du die Jungs?

Busdriver: Es mag verrückt klingen, aber ich habe überhaupt nichts mit ihnen zu tun. Zu ihrer Musik kann ich nur eins sagen: Fresh! Behaltet LA/Oxnard in eurem Blickfeld und zeigt diese Musik anderen Leuten!
rap.de: Dann zu deinem neuen Album „RoadKillOvercoat“, dein mittlerweile schon fünftes Studio-Album. Was ist der grundlegende Unterschied zum Vorgänger?

Busdriver: Kurz gesagt: es ist größer, besser und hat einfach eine bessere Qualität, was die Musik angeht.

 
rap.de: Auf dem Album gibt es einen Song, der "Kill your employer" heißt. Warum sollte ich meine Arbeitgeber bei rap.de töten?

Busdriver: Weil Rap scheiße ist und Leute, die über Rap schreiben, Iditoten sind, zumindest meistens.
rap.de: Ein weiteres Lied heißt „less yes’s, more no’s“. Ich mag den Refrain, da ich mich mit ihm identifizieren kann. Warum hast du diesen Track gemacht?

Busdriver: Ich mag die Ideen, die durch dieses Lied übermittelt werden und die Dynamik in dem Ausdruck ‚less yes’s, more no’s‘. Deswegen habe ich dieses Lied gemacht.



rap.de: Das war es dann auch schon. Danke für das Interview. Gibt es noch letzte Worte an die deutschen rap.de-Leser?

Busdriver: Kauft unsere Musik, damit wir die gängige Musik-Kultur verändern können. Danke.

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