Interview mit Kaisa

Kaisa ist schon mehr als ein Jahrzehnt im Rapbusiness tätig und hat sich Schritt für Schritt eine Fanbase aufgebaut, die ihresgleichen sucht. Nicht weil er die meisten Fans hat, sondern vielmehr, weil seine Fans sehr loyal sind – dies auch, weil Kaisa selbst sich gut um die Fans kümmert und laufend neue Musik veröffentlicht. Mit seinem KMK Klub, der mehr als nur ein Fanklub sein will, hat er sich ein kleines Imperium aufgebaut. Am 27. September ist sein Album  „Die Legende vom Rasenmähermann“ erschienen. rap.de sprach mit dem Mann, der eine Schwäche für Waffen hat unter anderem über das Album, seine Vergangenheit, Money Boy, Trailerpark, Deso Dogg und – wie sollte es anders sein – Waffen.
rap.de: „Die Legende vom Rasenmähermann“ hat mit dem Film, „Der Rasenmähermann“ nichts zu tun, oder? 
Kaisa: Nein, ich glaube auch, dass es das Wort schon vor Stephen King gab und man es einfach immer mit dem Buch bzw. dem Film in Verbindung bringt.
rap.de: Also ist es mehr das Bild des Rasenmähermanns, der alles ummäht, das du verkörpern möchtest? 
Kaisa: Ganz genau, so sehe ich das. Mit dem Film hat es nichts zu tun, aber ich werde oft danach gefragt, da man es schnell mit dem Film asoziiert.
rap.de: Du hast das Album im Vorfeld auch als  waffenlastig beschrieben… 
Kaisa: Ja, definitiv. Es ist in eine noch kredibilere Richtung gegangen und ist auf jeden Fall etwas waffenlastiger geworden, wobei ich nicht mal sagen würde, dass es agressiver geworden ist. Ich hab schon vor 10 Jahren gesagt, dass wir, was das Thema Waffen angeht,  aufpassen sollten. Ich meine vor 5 Jahren hat man sich noch auf dem Schulhof geschlagen, jetzt tragen die Leute schon Waffen auf sich. Jetzt bin ich an einem Punkt wo ich gewisse Sachen auch mitkriege und auch die Entwicklung verfolge. Die Menschen schießen schneller, die Menschen sind schneller bereit, mit einer Knarre los zu gehen. Das ist schon etwas wo ich darauf achte und was mich auch beschäftigt.  Entweder man macht ein Wettrüsten und jeder bewaffnet sich, damit wir alle voreinander sicher sind, oder man versucht, das alles mal ein bisschen unter Kontrolle zu bringen.
rap.de: Trotzdem teilst du auch diese Faszination für Waffen…
Kaisa: Ja klar. Schießen gehen wir ja schon lange. Ich war ja mal ein ganzes Jahr in Namibia in einer Schule, das war so ein Jugendprojekt, wo ich die Schule nachholen sollte, weil ich schon kurz davor stand eine Strafe zu bekommen. Das war so im Alter von 13 oder 14, da habe ich das erste Mal geschossen.
rap.de: Legal, oder wie läuft das da?
Kaisa: Ja klar. Ich hab da auf einer Jagdfarm gewohnt und da kamen auch immer Touristen aus Deutschland, die für Geld Tiere jagten.
rap.de: Und du hast Gäste gejagt oder was?
 
Kaisa: (lacht) Nee. Ich bin da immer professionell rangegangen. Auch wenn ich nicht grad der Freund davon bin wegen Geweihen oder irgendwelchen Trophäen auf Tiere zu schießen. Es gab Momente, wo wir unser Fleisch selbst geschossen haben. Wir haben damals etwa 300 Kilometer von der nächsten Stadt gewohnt und da konnte man nicht einfach schnell einkaufen gehen. Warum auch, wenn das Fleisch, das sie dort verkaufen auf deiner eigenen Farm rumläuft. Dort ist es halt normal, dass man mit Waffen in den Umgang kommt. Hier in Berlin hast du ja auch Möglichkeiten am Schießstand zu schießen, oder wenn du Leute kennst, kannst du dahingehen und auch privat schießen. Mit Schießen bin ich immer in Kontakt geblieben, ich war auch im Bogenschützenverein.

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