Soulshine & Katharsis – Zentralperspektive – Reis Reise

Disclaimer: Achtung. Diese Review erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Redaktion hat dieses Werk nur oberflächlich gehört und bewertet CDs in dieser Rubrik unter Umständen auch einfach nur nach dem Cover. Trotzdem wollen wir auf das Erscheinen des albums aufmerksam machen und natürlich seid IHR dazu aufgerufen, diese Review mit Eurer Meinung zu ergänzen. Viel Spaß!

Die Leipziger Soulshine und Katharsis haben seit dem 30. September ein Album namens “Zentralperspektive – Reise Reise“ am Start. Wir haben mal ein wenig reingehört und gleich am Anfang schon mal was zum Mäkeln gefunden. Gleich im ersten Track namens “Straßenreise“ lässt sich das Instrumental von RZA’s “The Birth“ wiederfinden. Das zeugt nicht grade von Beatkreativität, im Gegensatz zu der Tracklist, denn auf dieser findet sich nicht ein Song, der nicht auf das Wort Reise endet. Da gibt es dann zum Beispiel die  “Nachtreise“, “Weltreise“, “Waldreise“ oder “Gleisreise“. Super Idee.  
 
Die beiden Leipziger rappen in ihren Songs allerdings zumeist so kopfig und untransparent, dass man am Ende des Stücks oft gar nicht weiß, was sie einem überhaupt mitteilen wollten. Krasse Flowmonster sind die beiden Kollaborationspartner ebenfalls nicht. Muss man ja auch nicht unbedingt sein, jedem das seine, nur hat man bei “Zentralperspektive – Reise Reise“ stark den Eindruck, dass man es hier mit Geschichtenerzählern und nicht mit Rappern zu tun zu hat, wobei auch die Geschichten nicht wirklich spannend sind. Und so plätschert “Reise Reise“ schließlich vor sich hin.
 
Richtige Themengebiete gibt es irgendwie auch nicht, genau wie Featuregäste. Einzige Ausnahme bildet die ebenso unbekannte Thailan auf dem nicht enden wollenden Siebenminutentrack “Wolkenreise“. Thailan lässt sich aber auch nicht zum Rappen hinreißen, sondern redet lieber auf englisch irgendwelches pseudospiritulles Zeug daher.
 
Soulshine und Katharsis jetzt jegliches Talent abzusprechen wäre nicht gerechtfertigt, nur würde man sich ein bisschen mehr Elan und Kraft in der Stimme wünschen, so dass man beim Hören nicht ständig mit dem Einschlafen zu kämpfen haben muss. Komischerweise gibt es den Track "Traumreise" allerdings nicht. Wäre bei der Hippie-Aborginie-Attitüde zumindest nahliegend.