Phreaky & Idref – Bruderschaft Mixtape

Disclaimer: Achtung. Diese Review erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Redaktion hat dieses Werk nur oberflächlich gehört und bewertet CDs in dieser Rubrik unter Umständen auch einfach nur nach dem Cover. Trotzdem wollen wir auf das Erscheinen des albums aufmerksam machen und natürlich seid IHR dazu aufgerufen, diese Review mit Eurer Meinung zu ergänzen. Viel Spaß! Keine Frage. Das Cover ist geil und erinnert nicht von ungefähr an den legendären Schulterschluss von KPD und SPD zu Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, abgekürzt SED.

Bei der Bruderschaft handelt es sich allerdings um die beiden Brüder Marko und Ferdi Cebi aka Phreaky & Idref, die sich im Booklet neben ihrer Familie und ihren Freunden auch noch bei Gott bedanken.

Die Beats sind wie zu erwarten düster und bombastisch und die ersten Zeilen sagen eigentlich schon mal alles: „Hier ist Bruderschaft/ Ein Herz, eine Seele. Genau wie Du vermutet hast/ Zwei Brüder, die gut für Dich sind, wie ein Buch im Knast/ Bei Euch läuft es nicht, wie ein Pferd, das keine Hufe hat

Mehr will ich dann auch gar nicht hören, aber wenn ich Titel wie „Da Realness“, „Duck Dich“ und „Schmerzen“ lese, dann denke ich, dass wir alle ganz genau wissen, wie es weiter geht, oder? Seien wir doch mal ehrlich.

Lediglich der Titel „Kaputte Familien“ schafft es noch meine Aufmerksamkeit zu erheischen, doch statt einer persönlichen Geschichte hagelt es nur distanzierte Plattitüden: „Ich denk an meine Fam und wie viel Stress wir schon hatten/ doch das nehm ich heute als Beispiel, um es besser zu machen/ aber ich weiß auch bescheid, das schaffen nicht viele/ die Grenze ist einfach zu klein zwischen dem Hass und der Liebe“.
Kein Wort über die Ohnmacht, die Kinder fühlen, wenn die Erwachsenen ihren Frust an ihnen rauslassen. Kein Wort davon, wie enttäuscht und verstört man ist, wenn diejenigen, die man abgöttisch liebt und denen man unfassbar vertraut, plötzlich zuschlagen. Das wäre mal was, aber nein stattdessen werden Phrasen gedroschen.

Das alles ist nicht unbedingt schlecht gerappt, dafür aber ohne jegliches Charisma. Alles in allem, man kann es hören, muss es aber nicht.
Prädikat: Amtlich/Solide und vielleicht wird das im November kommende Album „Die M8 des Wortes“ ja spannender. Das hier ist nämlich nur das Mixtape.

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